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Stefan Herholz
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Annika Ketzler
Hannah Decke- Leon Malte Cilsik
Am Donnerstag zog ein Unwetter durch den Märkischen Kreis. Durch den Starkregen und heftige Böen gab es zahlreiche Feuerwehreinsätze. In Plettenberg tobte ein Mini-Tornado.
Update, 23. Juni, 12. 18 Uhr: Das Tierheim Dornbusch in Schalksmühle meldet am Freitagmorgen via Facebook, dass es aufgrund von Sturmschäden vorerst nicht telefonisch erreichbar sei. Die Abgabe von Fundtieren aus Lüdenscheid, Schalksmühle, Herscheid und Halver sei täglich in der Zeit von 9-18 Uhr möglich. Bei dringenden Fällen oder Anfragen könne man eine Nachricht mit einer Telefonnummer via Facebook senden, die Mitarbeiter des Tierheims riefen dann schnellstmöglich zurück.
Update, 23. Juni, 11.20 Uhr:. Zwischen 22 und 4 Uhr in der Nacht rückte die Freiwillige Feuerwehr viermal aus zu umgestürzten Bäumen und heruntergefallenen Ästen im Stadtgebiet, wie Michael Keil, Sprecher der Feuerwehr in Halver, auf Nachfrage mitteilt.
Dreimal war der Löschzug Stadtmitte unterwegs, um Äste & Co. von den Straßen zu entfernen: In der Steinbach gab es den ersten Einsatz um 22.20 Uhr, in Carthausen um 3.45 Uhr und in Schwenke um 0.50 Uhr folgten weitere Alarmierungen. Auch der Löschzug Oberbrügge musste einmal ausrücken um 2.20 Uhr und in Schmidtsiepen eine Straße wieder freimachen.
Update, 23. Juni, 11.13 Uhr: In Meinerzhagen verlief das Unwetter aus Sicht der Feuerwehr harmlos. Es gab drei Einsätze – zwei für den Löschzug Haustadt, einen für den Löschzug Valbert –, bei denen Hindernisse von der Straße beseitigt werden mussten, wie Stadtbrandinspektor Christian Bösinghaus mitteilte. In Freisemicke, Eseloh und Siepen seien die Einsatzkräfte aus diesem Grund unterwegs gewesen.
Update, 23. Juni, 9.56 Uhr: „Die Ruhr-Sieg-Strecke ist wieder befahrbar – mit Einschränkungen“, sagt ein Pressesprecher der Deutschen Bahn auf Nachfrage der Redaktion. Der Fernverkehr fahre wieder, der Nahverkehr erfolge aktuell noch per Schienen-Ersatz-Verkehr, also per Bus. Entstörstrupps hätten die Strecke soweit freigeräumt, etwa von in die Oberleitungen gefallenen Ästen und Bäumen. Stellenweise könne noch immer nur ein Gleis befahren werden. Dennoch: „Das Störgeschehen ist nicht so schlimm wie bei manch anderen Unwetterlagen“, lautet seine Einschätzung.
Update, 23. Juni, 9.38 Uhr: In Altena musste die Feuerwehr zu insgesamt fünf Einsätzen im Rahmen des Unwetters ausrücken, zudem zweimal unterstützend in der Nachbargemeinde Nachrodt-Wiblingwerde. Hier gibt es eine Übersicht.
Update, 23. Juni, 9.18 Uhr: Nach dem Unwetter am Donnerstag gibt es eine erste Bilanz. „Im Märkischen Kreis erforderte die Unwetterlage 191 Feuerwehreinsätze zwischen 15 Uhr am Donnerstag und 7 Uhr morgens am Freitag“, teilt Alexander Bange, Pressesprecher des Märkischen Kreises, auf Nachfrage der Redaktion mit. Dabei habe es sich in der Regel um Wasserschäden an Gebäuden oder umgestürzte Bäume gehandelt. „Die Feuerwehren im Kreisgebiet waren in Alarmbereitschaft und konnten die Einsätze zeitnah abarbeiten.“
Die erste Gewitterzelle erreichte den Märkischen Kreis am Donnerstag gegen 14 Uhr. „Besonders betroffen waren die nördlichen Regionen, insbesondere Nachrodt-Wiblingwerde, Iserlohn, Hemer und Menden“, sagt Bange und spricht allein hier von 30 unwetterbedingte Einsätzen - wie durch Gewitter ausgelöste Brandmeldeanlagen, überflutete Keller, überschwemmte Fahrbahnen und mehrere Verkehrsunfälle.
Die zweite Gewitterzelle gegen 18 Uhr traf dann hauptsächlich den südlichen Märkischen Kreis. Bange: „Betroffen waren vor allem Werdohl und Plettenberg mit überfluteten Straßen und Kellern.“ In Plettenberg-Ohle hat eine Windhose fünf Bäume entwurzelt, die auf Autos und Grundstücke gestürzt sind. Zum Glück wurde niemand verletzt.
Update, 23. Juni, 9.11 Uhr: Auch die Feuerwehr in Kierspe musste in der Nacht ausrücken. Ein umgestürzter Baum versperrte einen Teil der B54.
Update, 23. Juni, 8.53 Uhr: Das vom Starkregen verursachte Hochwasser brachte in Herscheid eine Enten-Familie in Not.
Update, 23. Juni, 8.44 Uhr: In Neuenrade musste die Feuerwehr in der Nacht zu Freitag und am Morgen zu mehreren Einsätzen ausrücken, Bäume waren umgestürzt und blockierten Straßen. Hier zieht Wehrleiter Karsten Runte Bilanz.
Update, 23. Juni, 8.22 Uhr: Die Stadt Balve hat das Unwetter in der Nacht zu Freitag heftig erwischt. Die Feuerwehr musste zu mehreren Einsätzen ausrücken. Das Hönnetal als wichtige Verbindung nach Menden war zeitweise komplett gesperrt. Auch in Neuenrade gab es Arbeit für die Feuerwehr.
Unwetter im MK: Zugverkehr auf Ruhr-Sieg-Strecke eingestellt
Update, 23. Juni, 8.10 Uhr: Der Zugverkehr auf der Ruhr-Sieg-Strecke zwischen Siegen und Hagen ist derzeit eingestellt. Das meldet die Deutsche Bahn. Laut zuginfo.nrw liegt ein Baum auf der Strecke zwischen Werdohl und Altena, die Oberleitung sei beschädigt. Von und nach Siegen fährt nur die RB 91 ab und bis Werdohl. Ein Ersatzverkehr Richtung Hagen ist bisher wohl noch nicht eingerichtet worden. Die IC-Züge Frankfurt(Main) - Siegen - Münster(Westf) fallen aus.
Update vom 22. Juni, 21.45 Uhr: Die Unwetterlage im Märkischen Kreis ist weiterhin ruhig geblieben. Die Sturmböen und Starkregenschauer ziehen weiter Richtung Nord-Osten des Landes. Trotzdem kann es in der Nacht laut DWD noch zu Regenschauern oder Gewittern kommen.
Update vom 22. Juni, 20.30 Uhr: Die Lage hat sich beruhigt. Die Kreisleitstelle des Märkischen Kreises geht davon aus, dass das Schlimmste überstanden ist. Es hat nach dem letzten Starkregen noch ein paar Kleineinsätze gegeben. Es werden nun nur noch normale Gewitter erwartet.
Warnstufe „Extremes Unwetter“ im MK – Mini-Tornado fegt über Plettenberg
Update vom 22. Juni, 19.25 Uhr: Kurz vor 18 Uhr fegte ein Mini-Tornado über den Ortsteil Ohle in Plettenberg. Verletzt wurde niemand. Der Mini-Tornado stürzte einige große Bäume um – mehrere Autos wurden dadurch beschädigt. Die angekündigten Gewitterzellen in Menden sind laut Feuerwehr mittlerweile abgezogen. Der Meldekopf stellt die Arbeit wieder ein. Die Lage ist weitgehend ruhig geblieben – im Laufe des Nachmittags rückte die Feuerwehr in Menden zu 18 unwetterbedingten Einsätze aus.
Update vom 22. Juni, 17.49 Uhr: In Altena setzen in diesem Moment erneut Starkregen und Gewitter ein. Die Feuerwehr Menden meldet, dass rund 140 Einsatzkräften an den Standorten im Stadtgebiet in Bereitschaft sind.
Unwetter im MK: Stadtalarm in Menden ausgelöst
Update vom 22. Juni, 16.33 Uhr: In Nachrodt-Wiblingwerde ist die Feuerwehr seit dem frühen Nachmittag im Dauereinsatz. Hier gibt es eine erste Übersicht der Lage.
Update vom 22. Juni, 15.41 Uhr: In Menden wurde laut Aussage der Feuerwehr vor einigen Minuten Stadtalarm für die Feuerwehr ausgelöst. Alle Standorte sind derzeit besetzt. Die ersten Einsätze werden aktuell abgearbeitet.
Warnstufe „Extremes Unwetter“ im MK: Vollgelaufene Keller und überflutete Straßen gemeldet
Update vom 22. Juni, 15.35 Uhr: Kurz, aber heftig schildert die Kreisleitstelle der Feuerwehr die Geschehnisse in Nachrodt. An der Hagener Straße hilft die Feuerwehr aktuell, dort sind Bäume umgestürzt. Auch einige überflutete Keller mussten leer gepumpt werden und kurzzeitig waren Straßen überflutet worden. Der kurzfristige, aber heftige Starkregen hatte am Nachmittag vor allem Nachrodt-Wiblingwerde, Menden, Hemer und Iserlohn erwischt, wo die Meldeköpfe am häufigsten ansprangen.
Update vom 22. Juni, 15.16 Uhr: Die Polizei des Märkischen Kreises meldet bereits einige Einsätze der Feuerwehr und Polizei – insbesondere im Bereich Iserlohn-Letmathe und Nachrodt-Wiblingwerde. Laut Polizeimitteilung gibt es vollgelaufene Keller, ausgelöste Brandmeldeanlagen, überflutete Straßen und hochgedrückte Gullis.
Update vom 22. Juni, 14.31 Uhr: In Altena ist es düster geworden und regnet mal mehr und mal weniger stark. Aktuell liegt für die Burgstadt sowie für Menden, Iserlohn, Hemer, Neuenrade, Nachrodt-Wiblingwerde und Balve eine amtliche Unwetterwarnung vor schwerem Gewitter mit Orkanböen, heftigem Starkregen und Hagel vor. Die Warnstufe lautet „Extremes Unwetter“ und gilt bis 15.30 Uhr.
Update vom 22. Juni, 12.17 Uhr: Der Deutsche Wetterdienst (DWD) hat am Donnerstag eine amtliche Unwetter-Warnung vor Starkregen für weite Teile von NRW herausgegeben. Auch der Nordkreis des Märkischen Kreises ist von der Warnung ab 14 betroffen. Um auf alle möglichen Szenarien vorbereitet zu sein, hat Bürgermeister von Plettenberg den Stab für außergewöhnliche Ereignisse (SAE) aktiviert.
Unwetter-Gefahr im MK: Schwere Gewitter und Hagelschauer möglich
[Erstmeldung] Lüdenscheid – Der Deutsche Wetterdienst (DWD) prognostiziert für weite Teile Deutschlands eine Unwetter-Gefahr. Danach kann es am Donnerstag, 22. Juni, sowohl im Märkischen Kreis als auch in Lüdenscheid zu schweren Gewittern mit Starkregen und Hagelschauern kommen. Darauf weist auch die Stadtverwaltung in einer Pressemitteilung hin.
Vor allem in den Morgen- und Vormittagsstunden seien „gebietsweise schauerartig verstärkte und mitunter gewittrig durchsetzte Starkregenfälle“ möglich. Speziell für Lüdenscheid warne der Wetterdienst vor Starkregen mit Mengen von 40 Litern pro Quadratmeter und stürmischen Böen, die eine Geschwindigkeit von bis zu 70 Stundenkilometern erreichen könnten.
Außerdem könne es zu Hagelschauern mit einer Körnergröße von bis zu zwei Zentimetern Durchmesser kommen.
Der DWD geht von einer „Wetterlage mit hohem Unwetterpotential“ aus, die regional noch heftiger ausfallen könnte. Die gute Nachricht: „In der Nacht zu Freitag nimmt die Unwettergefahr von Westen her langsam ab.“
Unwetter-Gefahr im MK: Stadt Lüdenscheid appelliert an die Bürger
Die Stadt Lüdenscheid bittet alle Bürgerinnen und Bürger darum, die „aktuellen Wettervorhersagen zu beachten, Ruhe zu bewahren und gegebenenfalls Vorsichtsmaßnahmen zu treffen“.
So sollten unter anderem lose Gegenstände gesichert werden, die bei starkem Wind oder Sturmböen durch die Gegend fliegen oder geschleudert werden könnten.
Punktuell wurde es in Deutschland schon am Dienstag und Mittwoch ungemütlich. Laut dem DWD könnte es in Nordrhein-Westfalen am Donnerstag aber ortsweise sogar zu Tornados kommen, Experten sprechen von der „größten Unwetter-Lage 2023“.
Rubriklistenbild: © Feuerwehr Balve







