Gastronomie

Plückers Hoff hat neuen Pächter: Was in dem Ausflugslokal geplant ist

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Das Ausflugslokal der Warsteiner Brauerei hat einen neuen Pächter: Wann Patrick Risse öffnen will, was sich ändern soll und wie es mit Domschänke und Sudhaus weitergeht.

Warstein - „Die Leute haben wieder Bock auf das Plückers“, sagt Patrick Risse. Und er hat es auch. Der Eventveranstalter ist der neue Pächter des beliebten Ausflugslokals der Warsteiner Brauerei, das sich seit dem 31. Dezember in Betriebsferien befindet. Dort bleibt es auch noch ein paar Wochen, „nach Karneval“, aber in jedem Fall noch im März, will Risse Plückers Hoff aber wiedereröffnen. Zwei Monate für eine Wiederöffnung seien wenig Zeit, sagt er. Doch auch wenn im Volksmund gut Ding Weile haben will, soll es manchmal eben auch schneller gehen.

Denn der Kontakt zur Brauerei entstand ebenfalls erst vor wenigen Wochen. In dieser Zeitung las Risse von der Pächter-Suche der Brauerei, über die erfolgreiche „Warten aufs Christkind“-Party in Sudhaus und Domschänke kam er dann intensiver mit der Brauerei ins Gespräch: „Ich wollte es mir einfach mal anschauen.“ Nach dem Anschauen folgte das Angebot und der Zuschlag seitens der Brauerei. „Es gab viele Interessenten“, bestätigt Laura Heinzelmann als Sprecherin der Brauerei.

Patrick Risse übernimmt Plückers Hoff. Dabei unterstützt ihn Ehefrau Catherine (links). Die Freude, eine Nachfolge für das beliebte Ausflugslokal gefunden zu haben, ist bei Warsteiner-Sprecherin Laura Heinzelmann groß.

Risse konnte mit vielen erfolgreichen Veranstaltungen überzeugen, genauso durch seine Warsteiner Verwurzelung. Er kenne die gastronomische Landschaft und die Leute, sagt er. „Das ist auch ein sehr großer Vertrauensvorschuss seitens der Brauerei“, fügt Risse hinzu. „Wir freuen uns total über diese positive Nachricht“, ergänzt Heinzelmann.

Noch sind die Terrassenmöbel zugedeckt, doch ab Frühjahr soll hier wieder Biergarten-Flair aufkommen.

Mitarbeiterstamm bleibt

Was ihn ebenso überzeugt, fast begeistert hat: „Auch die bisherigen Mitarbeiter sind dabei, die freuen sich richtig. Das habe ich selten erlebt, dass die Mitarbeiter so mit ihrem Laden mitfühlen. Hier steckt viel Herzblut und Leidenschaft drin.“ Das Küchenpersonal bleibt, ebenso im Service: „Wir werden auch ausbilden, wir haben schon eine Bewerbung von jemandem, der hier Koch werden möchte.“

Das ist auch ein sehr großer Vertrauensvorschuss seitens der Brauerei.

Patrick Risse

Apropos Küche, dort werde sich einiges tun, verspricht Risse: „Es gibt auch weiterhin Burger und eine Manta-Platte – aber mit größerer Currywurst.“ Hinzukommen sollen aber auch ganz neue Gerichte, beispielsweise ein XXL-Schnitzel, vegetarische Spezialitäten, auch ausgefallene Köstlichkeiten – „ auf alle Fälle kein 08/15“: „Wir werden da in den nächsten Wochen und Monaten einiges ausprobieren und bitten die Leute deshalb auch um Geduld, wenn in der Anlaufzeit nicht direkt alles rund läuft.“

Suche für Sudhaus und Domschänke geht weiter

Die Öffnungszeiten will Risse mit seinem Team noch festlegen, das Image eines „Glück auf“-Lokals werde aber Geschichte sein, verspricht er: „Von Donnerstag bis Sonntag haben wir auf alle Fälle auf. Und wir wollen den Gästen auch wieder Kontinuität bieten.“ Ein reines Ausflugslokal soll es aber nicht sein, „hier soll man auch unter der Woche wieder gut essen können“.

Aus dem ehemaligen Herrenzimmer soll ein Indoor-Spielplatz für Kinder werden, plant Patrick Risse.

Und Event-Ideen hat Risse mit Ehefrau Catherine natürlich schon im Gepäck. Neben Kommunionfeiern, Geburtstagen und Hochzeiten soll es beispielsweise einen Osterbrunch mit großer Eiersuche geben, „Sundowner“-, Cocktail- und Burger-Events im Sommer, einen Herbstmarkt, Grünkohlessen, Platz für Weihnachtsfeiern und Familienangebote: „Wir wollen auch viele Gäste von auswärts gewinnen.“ Das ehemalige Herrenzimmer wird extra dafür zum kleinen Indoor-Spielplatz umgebaut: „Dass sich Familien hier wohlfühlen, ist uns sehr wichtig.“ Der Rest des Lokals wird nicht renoviert: „Der Charme bleibt, wie er ist.“

Ob er dann auch Sudhaus und Domschänke wiedereröffnet? „Nein, wir nicht“, sagt Risse – auch wenn er dort an Weiberfastnacht und Rosenmontag zur großen Karnevalsfeierei einlädt. Mit anderen Interessenten würden aber nach wie vor Gespräche laufen, erklärt Warsteiner-Sprecherin Laura Heinzelmann. Und hofft „dort unten in der Stadt“ auf ebenso gute Nachrichten, wie es sie nun von Plückers Hoff „oben auf dem Brauereigelände“ gibt.

Rubriklistenbild: © Lange, Alexander

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