Phoenix-See

See in NRW ganz ohne Wasser: Spektakuläre Luftbilder zeigen den Wandel

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Im Jahr 2009 war der Phoenix-See in Dortmund noch nicht als solcher zu erkennen. Vor allem das vorherrschende Element Wasser fehlte gänzlich.
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Der Phoenix-See in Dortmund ist ein beliebtes Ausflugsziel und Wohngebiet der Schönen und Reichen. Spektakuläre Luftbilder zeigen ihn komplett ohne Wasser.

Dortmund – Der Dortmunder Phoenix-See hat sich längst als Ausflugsziel in NRW etabliert. Er ist, fast gleichbedeutend mit dem Westfalenpark und dem Florianturm, zu einem Wahrzeichen von Dortmund geworden. Vor noch gar nicht allzu langer Zeit war dort, wo nun der etwa 24 Hektar (das sind fast 17 Fußballfelder) große See ist, noch überhaupt kein Wasser. Spektakuläre Luft- respektive Satellitenbilder zeigen den Wandel des gesamten Areals.

Phoenix-See in Dortmund komplett ohne Wasser: Spektakuläre Luftbilder zeigen Wandel

Wer wissen will, was vor dem Phoenix-See an dieser Stelle in Dortmund-Hörde war, muss in die Zeit von Kohle und Stahl zurückgehen. Dieser Historie hat das Gewässer im Süden der Ruhrgebietsstadt auch schlussendlich seinen Namen zu verdanken.

Im Jahr 2015 war der Phoenix-See zwar schon komplett geflutet. Am Südufer war aber noch viel Grünfläche zu erkennen.

Dort, wo heute Tretboote und Enten um die Wette paddeln, entstand Mitte des 19. Jahrhunderts das Stahl- und Eisenwerk Hermannshütte, später wurde dieser gesamte Bereich Phoenix Ost genannt. Der Ruhrpott und Nordrhein-Westfalen veränderten sich, Kohle und Stahl gehörten bald der staubigen Vergangenheit an. Im April 2001, nach Stilllegung des Werks, wurden Teile der Anlage nach China transportiert und dort wieder in Betrieb genommen. Drei Jahre zuvor, im Jahr 1998, waren bereits auf dem benachbarten Hochofenstandort Phoenix West – heute unter anderem bekannt für Bergmann Brauerei, Phoenix des Lumières oder auch den Techno-Club Tresor.West sowie zahlreiche Start-ups und Firmen – die Lichter ausgegangen. Dann der krasse Wandel.

Daten und Fakten zum Phoenix-See in Dortmund:

Größe:24 Hektar
Länge:1,2 Kilometer
Max. Breite:320 Meter
Rundweg um den See:3,2 Kilometer
Volumen Seekörper:600.000 Kubikmeter
Zusätzliches Volumen für Hochwasser:235.000 Kubikmeter

2006 folgten die Arbeiten, um das Areal in den See zu verwandeln. Rund 2,5 Millionen Kubikmeter Boden mussten ausgehoben werden. Ein Teil davon landete auf dem sogenannten „Kaiserberg“, der eine wunderschöne Aussicht über den Phoenix-See und ganz Dortmund bietet.

Der Phoenix-See in Dortmund, wie man ihn eigentlich auch heute kennt: Rundherum ist er bebaut. Das Satellitenbild stammt aus dem Jahr 2021.

2011 war der Phoenix-See in Dortmund komplett geflutet

„Nach gerade einmal fünf Jahren Bauzeit, nämlich am 1. Oktober 2010, konnte dann der größte und sehnlichst erwartete Meilenstein des Projektes gefeiert werden: der Startschuss zur Seebefüllung“, schreibt die Stadt Dortmund. Ein gutes halbes Jahr später, im Mai 2011, war die Seebefüllung abgeschlossen. „Sämtliche Bauzäune konnten abgebaut und somit die Naherholungsanlage Phoenix See der Bevölkerung dauerhaft zugänglich gemacht werden“, heißt es. Der beliebte See mitten in Dortmund war fertig.

Derzeit ist der Möhnesee der größte See in NRW. Doch RWE will den Tagebau in Hambach mit Wasser fluten und so einen noch viel größeren See entstehen lassen. Bis der Tagebau Hambach zu einem Riesensee in NRW wird, kann es noch einige Jahre dauern. Menschen sollen ihn allerdings schon deutlich früher nutzen können.

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