VonTamara Buckenauerschließen
In einer Innenstadt in NRW wird die Filiale einer bekannten Kette geschlossen, der Räumungsverkauf läuft bereits. Es ist nicht der erste Store der Kette, der schließt.
Bochum – Nicht nur kleine, inhabergeführte Geschäfte kämpfen aktuell mit der angespannten Wirtschaftslage – auch große Ketten geraten zunehmend unter Druck. In den vergangenen Monaten wurde das mehr als deutlich: So musste die Modekette Primark etwa eine große Filiale in Düsseldorf schließen. Der Discounter Kodi aus NRW kündigte sogar an, gleich 80 Filialen auf einmal zu schließen. Und auch die bekannte Küchenartikel-Kette WMF schließt nun einen weiteren Store in einer NRW-Innenstadt.
Schon wieder: Bekannte Kette schließt weitere Filiale in NRW-Innenstadt
Messer, Töpfe, Eismaschinen, Küchenzubehör – das und viel mehr gibt es bei WMF zu kaufen. Die Filialen der Traditionsmarke mit dem bekannten dreibuchstabigen Logo sind in vielen NRW-Städten zu finden. Doch in Bochum wird es bald eine weniger geben: Wie Angela Nelius, Vice President Retail DACH, auf Anfrage von wa.de mitteilte, wird die WMF-Filiale dort zum Februar 2026 schließen.
„Alle Filialen unseres umfangreichen Filialnetzwerks werden regelmäßig hinsichtlich Lage, Besucherfrequenz und Wirtschaftlichkeit geprüft – jüngst ist dies auch bei der WMF Filiale in Bochum geschehen“, lautet die Antwort auf die Frage von wa.de nach den Gründen für die Schließung. „Entscheidungen über einzelne Stores basieren stets auf strategischen Überlegungen. Schließungen erfolgen nur, wenn sie unumgänglich sind“, heißt es weiter.
Dortmund und Münster bereits dicht – Neueröffnungen dennoch geplant
Dabei ist Bochum nicht die erste WMF-Filiale in NRW, die es trifft. Der WMF-Store in der Dortmunder Innenstadt schloss 2024. Erst zu Beginn des Jahres 2024 wurden zwei WMF-Standorte in Köln aufgegeben, ebenfalls seit Anfang 2024 gibt es in Münster keinen eigenen Store mehr. Grund für die Schließung hier seien keine wirtschaftlichen Schwierigkeiten gewesen, sondern das Auslaufen des Mietvertrages zum 31. Januar 2024, wie das Unternehmen damals mitteilte.
Dennoch seien auch in 2025 und darüber hinaus Neueröffnungen geplant, heißt es vom Unternehmen. Kunden können WMF-Produkte weiterhin über den Online-Shop und in nahegelegenen Stores wie beispielsweise in den WMF Filialen Bochum Ruhrpark, Essen und Oberhausen beziehen.
In der Kölner Innenstadt muss nach über 13 Jahren ein Fachgeschäft schließen – eine Entscheidung, die viel mit der aktuellen Entwicklung der Innenstadt zu tun hat. „Die Innenstadt ist nicht mehr die, die sie mal war“, sagte die Inhaberin unter anderem im Gespräch mit wa.de.
Rubriklistenbild: © IMAGO / Manngold
