VonDaniel Schröderschließen
Viel wurde über ihn diskutiert, da stand er noch gar nicht. Nun steht er und erleuchtet bereits den Soester Markt: der neue Weihnachtsmarkt-„Baum“.
Soest – Der Weihnachtsbaum oder vielmehr das, was ihn darstellen soll, erleuchtet den Soester Markt bereits – am Mittwochabend sogar kurzzeitig im Schneegestöber. Der Soester Weihnachtsmarkt beginnt am Montag, 25. November, und wird um 17 Uhr auf dem Vreithof mit dem Anschneiden des XXL-Christstollens eröffnet. Freuen dürfen sich die Besucher bis einschließlich zum Sonntag, 22. Dezember, wieder auf knapp 100 Holzhäuser, die ein Weihnachtsdorf ins Zentrum der Innenstadt zaubern sollen.
Erstmals nicht dabei ist ein echter Baum in der Mitte des Weihnachtsmarktes. Über den Lichtbaum, der seinen nadeligen Vorgänger für immer ersetzen soll, gab es bereits lebhafte Diskussionen. Dabei hatte es viel Kritik daran gegeben, dass die Stadt Soest die echte Tanne abgeschafft hat. 14,5 Meter misst die Alternative zum echten Tannenbaum. Der untere Ring hat sechs Meter Durchmesser, es sind die gleichen Maße wie beim alten Baum.
Soester Weihnachtsmarkt schafft echten Baum ab – die Gründe
Marktmeister Michael Schiewe hatte den neuen Baum-Weg damit erklärt, dass es zu einem von Jahr zu Jahr schwieriger geworden sei, überhaupt an einen für den Soester Weihnachtsmarkt passenden Baum zu kommen. Schuld daran: Vor allem Sturm Kyrill, der 2007 für eine große Menge Kleinholz in der Region gesorgt hatte. Zudem sei die Logistik rund um den Baum und seinen Transport jedes Jahr mit fünfstelligen Kosten verbunden gewesen. Die Stadt wolle in Zukunft auf Nachhaltigkeit setzen und nicht mehr für vier Weihnachtsmarkt-Wochen einen Baum fällen. Ob der neue Lichterbaum ein würdiger Ersatz für die abgeschaffte Tanne ist, wird sich spätestens zur Eröffnung am Montag zeigen.
