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Die Baustelle ist in den Einmündungsbereichen von Kreisstraße und Mühlenbruch angekommen. Die mobilen Ampelanlagen regeln zwar den Verkehr, sorgen aber auch für viele Rückstaus. Doch das ist erst der Anfang.
Warstein – Von „schwierigen Jahren“ hatte Bürgermeister Dr. Thomas Schöne gesprochen, als er mit den Kollegen von Verwaltung und Stadtwerken im April die Pläne für die Sanierung der nördlichen Hauptstraße vorstellte. Es werde „rurkeln“, drückte Schöne es damals westfälisch aus, ohne Einschränkungen gehe die Baustellenzeit in den kommenden zwei Jahren nicht über die Bühne. Aber das gehöre dazu, damit es auf Dauer zufriedenstellend werde.
In den vergangenen Monaten waren jene Einschränkungen unter anderem dadurch zu merken, dass anfangs die Geradeaus-Spur von Belecke kommend gesperrt, stattdessen die Linksabbieger-Spur in Richtung Suttrop für den Verkehr in Richtung Warstein genutzt wurde. Zeitweise war auch die Talstraßen-Einmündung gesperrt, inzwischen ist dort eine mobile Fußgängerampel, insbesondere für die Schülerinnen und Schüler des Europa-Gymnasiums, installiert.
Wir haben aber, gerade für den schweren Lkw-Verkehr, weiträumige Ausweich- möglichkeiten ausgeschildert.
Doch so richtig „rurkelt“ es derzeit im Einmündungsbereich des Mühlenbruchs und der Kreisstraße, wo die Baustelle – nach Plan – nun angekommen ist. Zusammen mit einem Meer aus mobilen Ampelanlagen. Die Arbeiten an der Wasserführung finden nun im Bereich der Bushaltestelle vor dem Museum Haus Kupferhammer statt, der Verkehr wird einspurig daran vorbei gelenkt. Eine mobile Ampelanlage steuert den Verkehr von Belecke kommend, eine weitere den aus Suttrop kommend, eine dritte den aus Warstein kommend und eine vierte – dort stand bislang keine stationäre Ampel – steuert den Verkehr aus dem Mühlenbruch kommend.
Wer von Belecke kommt, hat beispielsweise derzeit rund 35 Sekunden „Grün“, wer aus Suttrop oder Warstein kommt knapp 30 Sekunden, die Verkehrsteilnehmer aus dem Mühlenbruch, die links und rechts abbiegen können, haben etwa 15 Sekunden „Grün“. Das Ergebnis der vier Ampelphasen: Stau. Insbesondere während der Stoßzeiten. Wer aus Warstein kommt, steht teilweise bis zur Rangekreuzung, die Suttroper bis zur Classic-Tankstelle und die Belecker weit vor dem Warsteiner Ortseingangs-Schild.
Zugänglichkeit zum Haus Kupferhammer gegeben
„Die Baustelle geht gut voran, wir sind positiv gestimmt“, sagt Sascha Gödecke als Leiter der Stadtwerke. Die derzeitigen Rückstaus seien, so unbefriedigend sie auch sind, erwartbar gewesen, auch wenn man gerade bei den Ampelphasen in Abstimmung mit der Verwaltung immer wieder optimieren könne: „Wir haben aber, gerade für den schweren Lkw-Verkehr, weiträumige Ausweichmöglichkeiten ausgeschildert.“ Beispielsweise für Hochzeiten werde die Zugänglichkeit zum Haus Kupferhammer natürlich ermöglicht, grundsätzlich müsse man aktuell im Stadtverkehr aber „die Zähne zusammenbeißen“, so Gödecke. Wenn in den kommenden Wochen und Monaten die Baustelle in die Kreisstraßen-Einmündung wandere, wo größere Kanalarbeiten nötig sind, werden die Einschränkungen sogar „noch einmal umfangreicher“.
Der erste Abschnitt von Talstraße bis Polizeiwache soll bis etwa Mitte Dezember abgeschlossen sein. Die gesamte Sanierung der nördlichen Hauptstraße mit den weiteren Arbeiten stadtaufwärts wird mindestens zwei Jahre dauern. Pausieren wird die Baustelle in jedem Fall während der Montgolfiade vom 5. bis 13. September, die Stadt wird dann regulär in alle Richtungen befahrbar sein.


