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In der kommenden Woche beginnt die Baumaßnahme auf der nördlichen Hauptstraße in Warstein. Wie lange der erste Bauabschnitt dauert, wo gesperrt wird und was Verkehrsteilnehmer wissen müssen.
Warstein – „Wir bauen eben gerne“, drückte es Sascha Gödecke als Leiter der Stadtwerke mit einem kurzen Schmunzeln aus. Aber es sei nun mal so. Baustellen gab und gebe es allerhand im Stadtgebiet. Und in der kommenden Woche, möglicherweise schon am Montag nach dem Spargelsonntag, komme eine in besonderer Größenordnung hinzu: der Sanierungsstart der nördlichen Hauptstraße. Eigentlich war dieser schon für die laufende Woche angedacht, terminlich vorgezogen. Aus „verkehrssicherungstechnischen Gründen“ habe das aber doch nicht geklappt, schildert Jawad Kayed, von Gödecke als „Allrounder“ der Stadtwerke gelobt. Vor der Martin-Luther-Kirche informierten Gödecke, Kayed, Bürgermeister Dr. Thomas Schöne sowie Carina Kersting vom Sachgebiet Straßen über den ersten Bauabschnitt, der von Talstraßen-Einmündung bis etwa zur Polizeiwache führen wird.
Welche Arbeiten finden statt?
Es geht um den Kanal, die Wasserleitung und den Asphalt. Während der rechte Teile der Parkplätze vor der Martin-Luther-Kirche für Baumaterialien und Rohre genutzt wird, beginnen die Arbeiten an der Talstraßen-Einmündung mit dem Abbau der Querungshilfe. Anschließend wird die Geradeaus-Spur von Belecke kommend in Richtung Warstein gesperrt, die eigentliche Linksabbieger-Spur nach Suttrop dient dann ebenso zum Geradeausfahren. Unter der bisherigen Geradeaus-Spur finden die ersten Leitungsarbeiten statt.
Mitte Juni werde die Baustelle etwa auf Höhe der Martin-Luther-Kirche angekommen sein, dann erhalte die gesamte Kreuzung bis zur Kreisstraßen-Einmündung eine mobile Ampelanlage, wie sie beispielsweise zuletzt auch an der Rangekreuzung genutzt wurde. Drei Phasen werde die Ampel haben, ebenfalls wird es eine Ampel für Fußgänger geben, um das Queren der Belecker Landstraße weiterhin zu ermöglichen. Zudem erhält die Mühlenbruch-Kreuzungsausfahrt eine mobile Ampelanlage, die allerdings nur „Rot“ oder „Aus“ anzeigt – bei „Aus“ gelten die vorhandenen Verkehrszeichen.
Die weiteren Baustellen-Monate werden sich dann insbesondere im Kreuzungsbereich und anschließend auf der Hauptstraße bis zur Polizeiwache abspielen. Noch im August soll im Zuge der Arbeiten die Brandruine des ehemaligen Rusticas abgerissen werden, dort sollen Parkplätze entstehen – für den Abriss müsse die nördliche Hauptstraße möglicherweise kurzzeitig komplett gesperrt werden.
Apropos Parkplätze: Auch der öffentliche Parkplatz zwischen Taxi-Unternehmen und Soester Anzeiger-Redaktion könne kurzzeitig nicht nutzbar sein, das gelte auch für einzelne private Flächen und Einfahrten. Bei Schwierigkeiten bittet die Stadt um rechtzeitige Absprache beziehungsweise Information, um Lösungen zu finden. Es werde aber auch Vorabinformationen geben.
Was passiert am Mühlenbruch?
Trotz etlicher Verhandlungen mit Straßen.NRW wird es im Einmündungsbereich des Mühlenbruchs keine dauerhafte Ampelanlage geben, erklärte Bürgermeister Dr. Thomas Schöne und gestand ein: „Wir haben uns alle etwas anderes gewünscht.“ Nun werde versucht, den Bereich im Rahmen des möglichen zu optimieren – mit zumindest breiteren Gehwegen. Dadurch verschiebe sich die Straße in nördliche Richtung, werde aber „definitiv nicht schmaler“, so Carina Kersting. Schöne: „Ich denke, dass man damit zurechtkommen kann.“ Für Verschiebung beziehungsweise Gehwegverbreiterungen brauche es entsprechend Platz, der von der evangelischen Gemeinde abgekauft werden müsse. Offenbar noch nicht geschehen, es sei aber „im Gange“, so Schöne.
Zeitweise könnte die Mühlenbruch-Ausfahrt auch gesperrt werden, erklärte Kayed, er empfehle grundsätzlich während der Baumaßnahme, den Bereich über den Dammweg zu umfahren, wenn der Zielort im Puddelhammer-Gewerbegebiet, in Belecke oder darüber hinaus liege.
Wie lange dauert die Maßnahme?
Der erste Abschnitt von Talstraße bis Polizeiwache soll bis etwa Mitte Dezember „mit Kanal, Asphalt und Co.“ abgeschlossen sein. Die gesamte Sanierung der nördlichen Hauptstraße mit den weiteren Arbeiten stadtaufwärts wird „mindestens zwei Jahre“ dauern, so Gödecke. „Es wird rurkeln, und es werden schwierige Jahre, damit es aber besser wird“, so Schöne. Pausieren wird die Baustelle in jedem Fall während der Montgolfiade vom 5. bis 13. September, die Stadt wird dann regulär in alle Richtungen befahrbar sein.
Wo können Fragen geäußert werden?
„Wir versuchen, die gesamte Maßnahme in Abstimmung mit Anliegern durchzuführen und Probleme bestmöglich zu lösen“, erklärte Gödecke bei der Informationsveranstaltung: „Wir können Einschränkungen aber nicht verhindern, da bitten wir um Verständnis.“ Gerade die ersten Tage könne „Chaos“ entstehen. Wer Fragen, Anregungen, Kritik, aber auch Lob loswerden wolle, könne das telefonisch oder am besten per Mail unter umgestaltung-hauptstrasse@warstein.de tun.
