- VonLeon Malte Cilsikschließen
Die Gewerkschaft Verdi hat am Donnerstag erneut zum Streik im ÖPNV aufgerufen, von dem auch die MVG betroffen war. Manche Städte im Kreis hat das jedoch kaum betroffen.
Lüdenscheid – Die Gewerkschaft Verdi hat am Donnerstag erneut zum Streik im ÖPNV aufgerufen, von dem auch die Märkische Verkehrsgesellschaft (MVG) betroffen war. Während in Meinerzhagen und Menden die Busse fast normal weiterfuhren, fielen in den anderen Städten des Kreises zahlreiche Linien ganztägig aus – in Lüdenscheid seien es rund die Hälfte aller Fahrten gewesen.
Das bestätigt auf Anfrage der MVG-Sprecher Jochen Sulies: „Im Fahrdienst haben sämtliche Mitarbeiter gestreikt und wollten sich stattdessen zur Streikversammlung am IPA-Heim an der Wehberger Straße treffen.“ Auch einige Verwaltungsmitarbeiter hätten am Donnerstag die Arbeit niedergelegt.
Streik im MK: Auftragnehmer fahren ganz normal
„Unsere Auftragnehmer haben hingegen ganz normal gearbeitet, weswegen der Betrieb in Menden und Meinerzhagen auch fast unverändert weitergelaufen ist“, sagt Sulies. In diesen Städten seien nur selten MVG-Busse unterwegs.
Vorab hatte die MVG angekündigt, die Priorität am Donnerstag auf den Schulverkehr legen zu wollen – aufgrund des rechtzeitig bekannt gewordenen Streiks, habe man sich intern zumindest darauf einstellen können.
Streik im MK: Das sind die Hintergründe
Hintergrund des Streiks sind Tarifverhandlungen, die am Freitag in Bochum in die zweite Runde gehen sollen. Die Gewerkschaft Verdi will so nach eigenen Angaben „den Druck auf die Arbeitgeber“ weiter erhöhen.
Unter anderem aufgrund von Personalproblemen hat die MVG kürzlich einen Sonderfahrplan eingeführt und ihr Angebot damit ausgedünnt. Gleichzeitig wird der Betrieb immer teurer – das Verkehrsunternehmen bereitet sich auf die Mobilitätswende vor.