Kriminalstatistik

Vandalismus in Warstein und Rüthen: Bürgermeister fordern Gespräch mit Polizei

  • schließen

In Warstein und Rüthen gibt es ein Vandalismus-Problem. Ein Schreiben dazu ließ Landrätin Eva Irrgang bislang unbeantwortet. Nun könnte es aber zum Treffen mit der Polizei kommen.

Warstein/Rüthen – Bei der Veröffentlichung der Kriminalstatistik des Kreises Soest sprach Isabel Frenser Mitte März von der „Wende“, die geschafft worden sei. Nach steigenden Zahlen in 2022 und 2023 sei man nun fast wieder auf Vor-Corona-Niveau. Vor allem in Soest hatten die Polizeibeamten Erfolg und verzeichneten über 20 Prozent weniger Taten als im Vorjahr.

Während die Kreisstadt als Gewinner in Sachen Kriminalitätsstatistik bezeichnet werden darf, sind vor allem Rüthen, aber auch Warstein Verlierer. In Warstein stieg die Zahl der Straftaten um 25 Fälle und damit auf 1 617, in Rüthen waren es in 2024 sogar 53 Straftaten mehr bei letztlich 397 Taten insgesamt.

Immer wieder kommt es im Warsteiner Stadtgebiet zu Vandalismus: Vor wenigen Wochen wurde beispielsweise der Zaun des jüdischen Friedhofes in Belecke zerstört.

Vereine und Gruppierungen klagen über Vandalismus

Von einer „Wende“ in Warstein wollte Bürgermeister Dr. Thomas Schöne in der Ratssitzung am 7. April, als er die Auswertung der Kriminalstatistik im Gepäck hatte, daher nicht besprechen. Denn: „Wir haben ein Problem mit Vandalismus.“ Darüber würden etliche Vereine und Gruppierungen klagen.

„Zwei Vereine haben schon die Brocken hingeschmissen“, berichtete Schöne über den Kultur- und Heimatverein Badulikum, der den Grillplatz Unsohle nicht mehr betreibe – inzwischen tut das der Hegering, der aus dem Platz einen Lehr- und Lernort gestaltet hat. Und auch der Bilsteintal-Verein hätte den Höhlensportplatz samt Grillplatz aufgegeben. Wegen ständigem Vandalismus.

Und es wäre schön, wenn zwei Bürgermeister von einer Landrätin eine Antwort erhalten würden.

Dr. Thomas Schöne, Bürgermeister

Gemeinsam mit Rüthens Bürgermeister Peter Weiken habe Schöne, wie er im Rat schilderte, am 17. März einen Brief an Eva Irrgang – als Landrätin ist sie auch Leiterin der Kreispolizeibehörde – geschrieben, mit der Bitte um Vorschläge, wie man dem Vandalismus entgegen könne. „Bislang gab es keine Antwort“, so Schöne im Rat: „Und es wäre schön, wenn zwei Bürgermeister von einer Landrätin eine Antwort erhalten würden.“ Selbstverständlich freue er sich über die kreisweite Entwicklung, für den Vandalismus in Warstein und Rüthen müssten aber Lösungen her. Immerhin: Im Nachgang der Ratssitzung gab es nun eine Terminanfrage seitens der Polizeibehörde an die beiden Städte.

Rubriklistenbild: © privat

Kommentare