VonJonah Reuleschließen
Am Freitag ruft Verdi im ÖPNV zum Streik auf – auch bei der SWB. In Bonn fallen Busse und Bahnen aus. Es gilt ein eingeschränkter Fahrplan.
Bonn – Pendler in Bonn müssen sich am Freitag (2. Februar) auf erhebliche Einschränkungen einstellen. Die Gewerkschaft Verdi ruft die Beschäftigten der kommunalen Verkehrsbetriebe zum Streik auf. Der Streik soll bundesweit stattfinden – auch in NRW. Davon ist auch die SWB in Bonn betroffen. Am Freitag stehen deswegen ab 3 Uhr früh bis zum Ende des Tages Busse und Bahnen der SWB still. Der Busverkehr soll in Teilen aufrechterhalten werden. Zudem gibt es einen Sonderfahrplan auf manchen Linien.
Streik bei der SWB am Freitag: Was das für Bonn bedeutet
► Streik bei der SWB: Der Verdi-Streik betrifft auch die SWB in Bonn. Am Freitag, 2. Februar, kommt es zu Auswirkungen.
► Stadtbahnen: Am Freitag fahren ab 3 Uhr den keine Bahnen.
► Busse: Im Busbetrieb fallen ab 3 Uhr etliche Busse aus. Die Busse, die von Subunternehmen betreiben werden, sollen fahren.
► Alternativen zur SWB: Bestreikt wird zwar der ÖPNV, S-Bahnen, Regionalbahnen und Regionalzüge fahren allerdings trotzdem.
► Außerdem: Die Mobilitätsgarantie gilt laut Verbraucherzentrale NRW beim Streik nicht
Streik im ÖPNV am Freitag: Busse und Bahnen der SWB in Bonn stehen still
Der angekündigte Streik von Verdi wirkt sich am Freitag sich sowohl auf den Bus- als auch auf den Bahnverkehr der SWB aus. Bus und Bahn werden „ab Dienstbeginn um 3 Uhr ganztägig bestreikt“, heißt es in einer Mitteilung der SWB. „Busse und Bahnen werden demnach die Depots und Betriebshöfe nicht verlassen können. Der Streik wird voraussichtlich erhebliche Auswirkungen auf Busse und Bahnen und damit auf alle Kundinnen und Kunden von SWB Bus und Bahn haben“, erklärte die SWB. Da auch bei der KVB in Köln gestreikt wird, fallen auch die zwischen Bonn und Köln fahrenden KVB-Linie 16 und die KVB-Linie 18 aus.
SWB: Einige Busse sollen trotz des Streiks fahren
Im Busverkehr sollen dennoch einige Linien fahren. „Der Busverkehr kann durch Subunternehmen in Teilen aufrechterhalten werden“, so die SWB. Darüber hinaus soll es auf einigen Linien einen Sonderfahrplan geben. Der Sonderfahrplan, der während des Streiks gilt, ist auf der Website der SWB abrufbar. Dieser gilt für folgende Linien:
- Linie 550
- Linie 601
- Linie 613
- Linie 632
- Linie 652
- Linie 117 (SB55)
- Linie SB60
- Taxibus
- Quelle: SWB, Stand: 31. Januar
Streik im ÖPNV von NRW: S-Bahnen, RE- und RB-Züge fahren
Neben den eingesetzten Bussen können Pendler in und um Bonn auch die Züge der Deutschen Bahn sowie von anderen Bahnunternehmen nutzen. Diese werden von Verdi nicht bestreikt und bieten Alternativen zum Streik. So fahren beispielsweise die Linie RE5 von National Express und die RB27 der DB nach dem regulären Fahrplan.
Anders als beim Bahnstreik der GDL gibt es beim Streik im ÖPNV keine Mobilitätsgarantie. Die Kosten für Taxi-Fahrten und Tickets gibt es deswegen laut der Verbraucherzentrale NRW nicht zurück.
Verdi-Streik im ÖPNV: Alle Infos für Pendler aus NRW im Überblick (Auswahl)
- Streik bei der KVB – welche Busse und Bahnen ausfallen
- Streik bei der KVB – welche Alternativen es in und um Köln gibt
- Streik bei der Rheinbahn – was Fahrgäste wissen müssen
- Streik bei der DVG – was Fahrgäste in Duisburg wissen müssen
- Streik im ÖPNV – welche Städte im Ruhrgebiet betroffen sind, berichtet wa.de
- Streik bei Bus und Bahn in Wuppertal, Remscheid und Solingen, berichtet wa.de
Streik im ÖPNV: Darum streiken jetzt SWB und Co.
Grund für den Streik sind die Tarifverhandlungen in NRW zwischen der Gewerkschaft Verdi und den kommunalen Verkehrsunternehmen. Dabei geht es um bessere Bedingungen für rund 30.000 Beschäftigte in NRW. Die Bedingungen sind im sogenannten Manteltarifvertrag geregelt. Verdi fordert dabei unter anderem zusätzliche freie Tage für die Beschäftigten.
„Da jetzt in allen Bundesländern Tarifverhandlungen stattgefunden haben und ohne Ergebnis geblieben sind, ist jetzt der Zeitpunkt gekommen, um mehr Druck auf die Arbeitgeber zu machen“, erklärte die Vize-Verdi-Vorsitzende Christine Behle die für Freitag geplanten Streiks. (jr mit dpa)
Rubriklistenbild: © Dominik Bund/Imago

