VonBenjamin Strokaschließen
Am Freitag soll der ÖPNV in Wuppertal, Remscheid und Solingen bestreikt werden. Busse und Bahnen fallen deswegen aus. Dennoch gibt es Alternativen.
Wuppertal – Pendler müssen sich schon wieder auf Einschränkungen einstellen. Diesmal ist aber nicht die Deutsche Bahn betroffen, sondern vielerorts der ÖPNV. Die Gewerkschaft Verdi ruft fast bundesweit am Freitag (2. Februar) zum Streik auf. Der Streik soll den ganzen Tag dauern. Auch in NRW soll in vielen Städten und Kreisen gestreikt werden. Betroffen sind davon auch Wuppertal, Remscheid und Solingen.
- Was? Der ÖPNV in NRW und auch Wuppertal, Remscheid und Solingen wird bestreikt.
- Wann? Am Freitag, 2. Februar, den ganzen Tag.
- Auswirkungen? Die meisten Busse in der Region fallen voraussichtlich aus. Auch die Schwebebahn in Wuppertal könnte betroffen sein.
ÖPNV-Streik im Bergischen Städtedreieck
Laut Angaben von Verdi werden auch Beschäftigte der WSW mobil in Wuppertal, der Stadtwerke Solingen GmbH und der Stadtwerke Remscheid GmbH am Freitag zum Streik aufgerufen. Bis auf die Stadtwerke Remscheid haben die entsprechenden Verkehrsbetriebe vor Ort bereits über die konkreten Auswirkungen des Streiks informiert (Stand: 1. Februar, 12 Uhr).
Verdi-Streik im ÖPNV: Wuppertaler Schewbebahn fährt nicht
Der Streik im ÖPNV betrifft auch die Wuppertaler Schwebebahn. „Am Freitag, 2. Februar, ist die Schwebebahn nicht in Betrieb. Die Fahrt wird am Samstagmorgen wieder aufgenommen“, teilte die Schwebebahn auf ihrer Webseite mit. Auch Busse der Wuppertaler Stadtwerke (WSW) fahren während des Streiks nicht. Die „Hol mich!“-App, das Anrufsammeltaxi und der Taxibus sind laut WSW betroffen. „Die WSW Mobicenter bleiben geschlossen. Die Kundencenter für Energiekunden sind geöffnet“, so die Stadtwerke. Fahrgäste sollen sich frühzeitig über Alternativen informieren.
Streik im ÖPNV: Busse in Solingen fahren am Freitag nicht
Über die Auswirkungen des Streiks für den ÖPNV in Solingen gibt es bereits mehr Klarheit. „Wir gehen davon aus, dass die Belegschaft des SWS-Verkehrsbetriebes dem Aufruf folgen wird. Dies bedeutet, dass an diesem Freitag keine Busse in Solingen fahren“, erklärte die Stadtwerke Solingen GmbH in einer Mitteilung. Pendler, die am Freitag den ÖPNV nutzen möchten, müssen daher auf andere Verkehrsmittel umsteigen.
ÖPNV-Streik – die Lage in den verschiedenen Städten in NRW (Auswahl)
Warum der ÖPNV in Wuppertal, Solingen und Remscheid bestreikt wird
Verdi verhandelt seit vergangener Woche auch in NRW für bessere Arbeitsbedingungen im kommunalen ÖPNV. Vize-Verdi-Vorsitzende Christine Behle sprach am Montag (29. Januar) in Berlin von einem dramatischen Mangel an Arbeitskräften im Nahverkehr und einem „unglaublichen Druck auf die Beschäftigten“. Bislang blieben die Verhandlungen aber ohne Ergebnis. Daher erhöht Verdi jetzt den Druck mit Warnstreiks in weiten Teilen Deutschlands und in NRW.
So wird auch der ÖPNV im Ruhrgebiet am Freitag voraussichtlich größtenteils lahmgelegt. Ähnlich sieht es in Hamm aus, wo ebenfalls gestreikt wird und in Münster, wo auch der ÖPNV betroffen sein soll. Im Rheinland sind unter anderem die KVB in Köln sowie die Rheinbahn in Düsseldorf betroffen, berichtet 24RHEIN. Züge der Deutschen Bahn und die anderer Bahnunternehmen werden allerdings nicht bestreikt. Somit können Pendler S-Bahnen, RE- und RB-Züge am Freitag als Alternativen nutzen. Zuletzt hatte es einen sechstägigen Streik der Lokführergewerkschaft GDL gegeben. (bs)
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