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Flughäfen in NRW sind auch noch am Freitag von einem Warnstreik betroffen. Viele Flüge werden gestrichen, wenn auch nicht an jedem Airport des Landes.
Update vom 21. April, 8 Uhr: Der Warnstreik des Sicherheitspersonals an den Flughäfen Düsseldorf und Köln/Bonn sorgt auch am Freitag für zahlreiche Flugausfälle. Die Auswirkungen seien weiter erheblich, sagte ein Sprecher des Flughafens Köln/Bonn am Morgen. Auch in Düsseldorf rechnet man mit abermals großen Warnstreik-Folgen.
| Was? | Warnstreik an Flughäfen |
| Wo? | Düsseldorf, Köln/Bonn, Hamburg |
| Wann? | 20. und 21. April 2023 |
Warnstreiks an NRW-Flughäfen – Zehntausende Reisende sind betroffen
Update vom 20. April, 10.40 Uhr: Der Warnstreik an den Flughäfen Düsseldorf und Köln/Bonn läuft. Seit Mittwochabend streiken Beschäftigte der Waren- und Frachtkontrolle und seit Donnerstagmorgen auch in der Fluggastkontrolle, teilte ein Verdi-Sprecher mit. In Köln/Bonn werden heute mindestens 121 und damit mehr als die Hälfte der Flüge ausfallen. Es können weitere folgen. In Düsseldorf wurde etwa jeder dritte Start verschoben. Der Flughafenverband ADV rechnet damit, dass an den beiden Streiktagen an den Airports Düsseldorf, Köln/Bonn und Hamburg rund 700 Flüge gestrichen werden müssen.
[Erstmeldung vom 19. April] Hamm - Etwas mehr als drei Wochen war Pause, jetzt wird wieder gestreikt. Millionen Pendler und Zugreisende sind am Freitag vom neuerlichen Bahnstreik betroffen – und nicht nur die. Die Dienstleistungsgewerkschaft Verdi hat Beschäftigte im Sicherheitsbereich von Flughäfen in Nordrhein-Westfalen zum zweitägigen Warnstreik aufgerufen. Passagiere müssen am Donnerstag (20. April) und Freitag (21. April) mit Verspätungen und Annullierungen rechnen.
Warnstreik an NRW-Flughäfen sorgt für Flugausfälle und Verspätungen
Zum Warnstreik aufgerufen sind Beschäftigte, die in der Fluggastkontrolle, der Personal- und Warenkontrolle und in Servicebereichen arbeiten. „Der Streik beginnt in der Regel in der Nacht von Mittwoch auf Donnerstag und endet in der Nacht von Freitag auf Samstag“, erklärte Verdi.
Der Streik betrifft neben Hamburg auch die beiden größten NRW-Flughäfen Düsseldorf und Köln/Bonn. Die Beschäftigten an den anderen vier Airports des Bundeslandes – der Flughafen Münster/Osnabrück (FMO), Dortmund (DTM), Paderborn/Lippstadt (PAD) und Weeze (NRN) – werden von Verdi nicht aufgerufen.
Urlaubsreisende, Flugpendler oder Wochenend-Jetter, deren Flüge in Düsseldorf und Köln/Bonn starten oder landen, müssen am Donnerstag und Freitag mit Einschränkungen rechnen. „An beiden Streiktagen sind regulär jeweils rund 400 Starts und Landungen geplant. Der Streik wird zu erheblichen Beeinträchtigungen des Flugbetriebs führen“, teilte der Airport Düsseldorf mit.
Kein Warnstreik in Münster/Osnabrück, Paderborn/Lippstadt, Dortmund und Weeze
Auch der Flughafen Köln/Bonn sprach von „massiven Beeinträchtigungen des Flugbetriebs“, wie 24RHEIN berichtet. Passagiere, die für den 20. oder 21. April einen Flug gebucht haben, werden gebeten, sich schnell bei ihrer Airline oder ihrem Reiseveranstalter vor der Anreise zum Flughafen über den Status ihres Fluges zu informieren.
Chaos an den Flughäfen in Köln und Düsseldorf blieb am Donnerstag aus. Die Warteschlangen im Sicherheitsbereich sind lang, doch viele der Flugreisenden waren bereits auf die Situation vorbereitet.
Flugausfall, Verspätung, Entschädigung, Ersatztransport - Flugreisende sollten in diesen Fällen über ihre Rechte Bescheid wissen.
Nicht der erste Warnstreik an Flughäfen Düsseldorf und Köln/Bonn
Verdi steht seit Jahren mit dem Bundesverband der Luftsicherheitsunternehmen (BDLS) in Verhandlungen, um die Zeitzuschläge für Nacht-, Samstags-, Sonntags- und Feiertagsarbeit sowie eine bessere tarifliche Regelung zur Entlohnung von Überstunden für die Sicherheits- und Servicekräfte an Verkehrsflughäfen zu erhöhen. Die Verhandlungsrunde am 11. und 12. April hat keine Einigung gebracht.
Es ist nicht der erste Streik an Flughäfen in diesem Jahr. Bereits mehrfach legten dort Beschäftigte die Arbeit nieder - zuletzt beim Mega-Streik am 27. März. Auch da traf es Düsseldorf und Köln/Bonn, wovon der Flughafen Münster/Osnabrück profitierte. Auch zum jetzigen Streit hat der kleinere Flughafen mehr Flüge angekündigt.
Schon bald könnte es in Nordrhein-Westfalen sogar einen unbefristeten Streik geben - wenn der Vorschlag der Schlichtungskommission nicht auf Gegenliebe stößt.
Rubriklistenbild: © Jonas Walzberg/dpa
