Insel-Bann für Klimakleber

Letzte Generation hat jetzt Sylt-Verbot! Anwohner besprüht Aktivisten mit Farbe

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Nach den Farbangriffen der vergangenen Tage auf Sylt zieht die Polizei jetzt Konsequenzen: Aktivisten der Letzten Generation müssen die Insel für zwei Wochen verlassen.

Sylt – Wieder ist es zu einer Farbattacke der Letzten Generation auf Sylt gekommen. Betroffen war dieses Mal die Boutique Gallery Michael Meyer sowie den Edel-Juwelier Wempe auf der Luxusmeile Störnwai in Kampen. Eine Aktion, die das Fass eventuell zum Überlaufen brachte, denn: Jetzt zieht die Polizei Konsequenzen. Die Aktivisten müssen die Insel verlassen.

Aktivisten müssen Sylt verlassen: Insel-Verbot für Letzte Generation

Wie ist es so weit gekommen? In der vergangenen Woche besprühten die Aktivisten zuerst einen Privatjet auf dem Sylter Flughafen. Wenig später die nächste Meldung: Die Letzte Generation beschmiert die Bar des Sylter Luxushotels Miramar. Am Mittwoch erklärten sie dann einen Golfplatz auf der Insel zu einem Naturschutzgebiet und zerhackten ihn mit Schaufeln.

Aktivisten der Letzten Generation erhalten von der Polizei ein Aufenthaltsverbot auf Sylt. In den vergangenen Tagen sind die Aktivisten immer wieder mit Stör-Aktionen aufgefallen. (Montage)

Sylter besprüht Aktivisten mit Grüner Farbe

Am Freitag, 16. Juni, hätten nach Polizeiangaben mehrere Anrufer die nächste Stör-Aktion gemeldet. Personen besprühten Außenmauern, Dach und Fenster der Boutique Gallery Michael Meyer mit Farbe. Vier von ihnen klebten sich vor dem Eingangsbereich am Boden fest. Das hat wohl selbst einigen Syltern gereicht. Wie der Merkur berichtet, soll so ein Passant einen Aktivisten im Gegenzug mit grüner Farbe besprüht haben. Auch soll es zu Handgreiflichkeiten gekommen sein.

Sylt-Verbot für die Letzte Generation: Aktivisten werden von der Polizei von der Insel gebracht

Die vier mit jeweils einer Hand angeklebten Personen wurden durch Polizisten gelöst und die insgesamt sechs Aktivisten in Gewahrsam genommen. Vier von ihnen konnten in Zusammenhang mit dem Vorfall im Hotel Miramar und eine Person mit dem mit Farbe besprühten Privatjet in Verbindung gebracht werden. Wie die Beamten mitteilen, sind alle Aktivisten zwar wieder aus dem Polizeigewahrsam entlassen worden, fünf von ihnen erhielten jedoch ein 14-tägiges Aufenthaltsverbot für Sylt. Sie mussten die Insel in Polizeibegleitung verlassen.

Möglich ist dies durch das Landesverwaltungsgesetz. Die Polizei informiert in einem Schreiben, dass sie einer Person untersagen kann, bestimmte Orte oder Gebiete zu betreten, wenn Tatsachen die Annahme rechtfertigen, dass die Person dort in naher Zukunft Straftaten begeht.

Rubriklistenbild: © Julius-Christian Schreiner/dpa/C. Kaiser/Imago

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