Papst Franziskus: Zustand hat sich laut Vatikan verschlechtert – Rücktrittserklärung schon vorbereitet?
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Michelle Brey
Carmen Mörwald
Moritz Bletzinger
Kilian Bäuml
Martina Lippl
Papst Franziskus liegt aktuell im Krankenhaus. Inzwischen wird über einen möglichen Rücktritt berichtet. Der Vatikan informiert über seinen Gesundheitszustand.
Update vom 23. Februar 2023, 08.34 Uhr: Der Zustand von Papst Franziskus gibt weiterhin Anlass zur Sorge. Laut der Bild-Zeitung existiert bereits eine vorbereitete Rücktrittserklärung des Papstes. Diese Erklärung soll Kardinalstaatssekretär Pietro Parolin besitzen, um sie im Falle einer krankheitsbedingten Amtsunfähigkeit des Papstes zu nutzen. Noch vor wenigen Tagen wiesen andere Kardinäle solche Annahmen als reine Spekulation zurück, wie die italienische Zeitung La Repubblica berichtete.
Papst liegt im Krankenhaus mit asthmatischer Atmenkrise: „Der Zustand des Heiligen Vaters ist weiterhin kritisch“
Update vom 22. Februar, 19.50 Uhr: Der Zustand von Papst Franziskus hat sich nach Angaben des Vatikans verschlechtert. „Der Zustand des Heiligen Vaters ist weiterhin kritisch“, teilte der Sprecher des Heiligen Stuhls am Samstagabend mit. Am Morgen sei bei dem 88-Jährigen eine „anhaltende asthmatische Atemkrise“ aufgetreten, die die Gabe von Sauerstoff erfordert habe. Franziskus sei wach und habe den Tag in einem Sessel verbracht, wenn auch unter stärkeren Schmerzen als an vorherigen Tagen, hieß es weiter.
Franziskus-Nachfolge: Die Favoriten unter den Papst-Kandidaten – Deutscher mischt mit
Update vom 22. Februar, 13 Uhr: Zum zweiten Mal seit seiner Einlieferung ins Krankenhaus verzichtet Papst Franziskus auf das traditionelle Angelus-Gebet an diesem Sonntag. Wie bereits in der vergangenen Woche werde der Text für das Mittagsgebet nur schriftlich zur Veröffentlichung freigegeben, teilte der Vatikan mit.
Normalerweise hält das Oberhaupt der katholischen Kirche das Gebet jeden Sonntag zur Mittagszeit vom Fenster des Apostolischen Palastes mit Blick auf den Petersplatz. Zahlreiche Gläubige versammeln sich dann für das Gebet auf dem Platz. Bei vorigen Erkrankungen hatte Franziskus das Gebet auch vom Balkon seines Krankenzimmers in der Klinik oder per Video zugeschaltet aus seinem Wohnsitz, der Casa Santa Marta, im Vatikan geleitet.
Papst Franziskus weiter in Klinik: Behandelnde Ärzte äußern sich bei Pressekonferenz
Update vom 22. Februar, 8.50 Uhr: Der an einer Lungenentzündung leidende Papst Franziskus hat nach Angaben des Vatikans auch die achte Nacht im Krankenhaus ohne weitere Komplikationen verbracht. „Papst Franziskus hat sich gut ausgeruht“, teilte ein Sprecher des Heiligen Stuhls mit. Das 88 Jahre alte Oberhaupt der katholischen Kirche wird seit einer Woche in der Gemelli-Klinik in Rom behandelt.
Am Freitagabend hatten seine behandelnden Ärzte Journalisten erstmals persönlich über den Zustand des Papstes berichtet. Demnach ist Franziskus noch nicht außer Gefahr. Sein Zustand sei derzeit jedoch nicht lebensbedrohlich. Das Krankheitsbild des Papstes sei weiter komplex. Franziskus leidet unter anderem an einer Lungenentzündung, von der beide Lungenflügel betroffen sind.
Das Team um Sergio Alfieri von der Gemelli-Klinik und Luigi Carbone, Franziskus‘ Leibarzt, geht davon aus, dass Franziskus noch mindestens die gesamte kommende Woche im Krankenhaus bleiben muss. Genauere Angaben machten sie aber nicht, mögliche Komplikationen sind nach ihren Worten unvorhersehbar. Komplikationen müssten unbedingt verhindert werden.
Erkrankter Papst Franziskus in Klinik: Arzt nennt neue Details zum Gesundheitszustand
Update vom 21. Februar, 18.20 Uhr: Nach Angaben seiner Ärzte ist Papst Franziskus auch nach einer Woche stationärer Behandlung im Krankenhaus noch nicht außer Gefahr. Das Krankheitsbild des 88 Jahre alten Oberhauptes der katholischen Kirche sei weiterhin komplex, sagte der behandelnde Arzt Sergio Alfieri bei einer Pressekonferenz in der Gemelli-Klinik in Rom. Alfieri betonte jedoch, Franziskus schwebe nicht in Lebensgefahr. Er müsse jedoch noch mindestens die gesamte kommende Woche im Krankenhaus bleiben. Aus Alfieris Sicht ist es zunächst wichtig, dass es Franziskus erst einmal besser geht.
Update vom 21. Februar, 13.49 Uhr: Gute Nachrichten aus dem Gemelli-Krankenhaus. Einem neuen Vatikanbericht zufolge leidet Papst Franziskus an einer örtlich begrenzten Lungenentzündung. Er atme weiterhin selbstständig und sein Herz sei stark. Seit der Einlieferung am vergangenen Freitag (14. Februar) hat sich der Zustand von Franziskus demnach leicht verbessert.
Update vom 21. Februar, 10.50 Uhr: Im Vatikan könnte sich eine beispiellose Entwicklung abzeichnen. Papst Franziskus, der derzeit erkrankt ist, hat im Jahr 2013 eine „bedingte Rücktrittserklärung“ unterzeichnet. Diese Erklärung befindet sich laut katholisch.de in der Obhut von Kardinalstaatssekretär Pietro Parolin.
Sollte die Krankheit von Franziskus anhalten, hätte Parolin die Möglichkeit, die Erklärung zu aktivieren – der Papst-Stuhl gelte dann als vakant. Und die Wahl eines neuen Kirchenoberhaupts wäre erforderlich. Berichten zufolge hat Franziskus für diesen Fall bereits eine Krankenwohnung neben der Basilika Santa Maria Maggiore herrichten lassen.
Da es eine solche Erklärung bisher nicht gegeben hat, bleibt unklar, wer einer solchen Entscheidung zustimmen müsste. Vermutlich wäre mindestens die Zustimmung des Dekans des Kardinalskollegiums, Giovanni Battista Re, erforderlich. Dennoch würde Parolin die Leitung einer neuen Konklave übernehmen. Sowohl der vorgesehene Kardinalsdekan Re (91) als auch der Vizedekan Leonardo Sandri (81) haben die Altersgrenze von 80 Jahren bereits überschritten. Somit fällt die Verantwortung erneut auf den rangältesten Kardinalbischof: Pietro Parolin.
Update vom 21. Februar, 7.10 Uhr: Die gute Nachricht kam am Donnerstagabend. Der Zustand des an einer Lungenentzündung erkrankten Papst Franziskus hat sich nach Vatikan-Angaben weiter stabilisiert. Der klinische Zustand des Pontifex sei „leicht verbessert“, er sei „fieberfrei“, seine Blutflusswerte seien „weiterhin stabil“, erklärte der Heilige Stuhl.
Franziskus habe demnach am Donnerstagmorgen die Heilige Kommunion empfangen und danach schon gearbeitet. Kardinal Matteo Maria Zuppi sagte, der Papst befinde sich „auf dem richtigen Weg“. Franziskus sei für das Frühstück sogar schon wieder aufgestanden.
Franziskus war am Freitag vergangener Woche mit einer Bronchitis ins Krankenhaus eingeliefert worden. Am Dienstag teilte der Vatikan dann mit, dass der 88-Jährige unter einer beidseitigen Lungenentzündung leide. Am Mittwoch besuchte ihn die Ministerpräsidentin Italiens, Giorgia Meloni.
Chemietechniker, Türsteher, Hausmeister: Eine Krankheit brachte Papst Franziskus zur Kirche
Update vom 20. Februar, 20.19 Uhr: Der klinische Zustand des an einer Lungenentzündung leidenden Papstes Franziskus hat sich nach Angaben des Vatikans leicht verbessert. Der 88 Jahre alte Pontifex sei zudem fieberfrei, teilte ein Sprecher mit. Franziskus wird seit Freitag vergangener Woche in einem Krankenhaus in Rom stationär behandelt. Vor wenigen Tagen stellten die Ärzte eine Lungenentzündung fest. Diese kann insbesondere in einem so hohen Alter und bei verschiedenen Vorerkrankungen lebensbedrohlich sein. Dementsprechend groß ist die Sorge um Franziskus unter den weltweit 1,4 Milliarden Gläubigen.
Update vom 20. Februar, 17.27 Uhr: Der Krankenhausaufenthalt von Papst Franziskus wegen einer Lungenentzündung sorgt erneut für Spekulationen über einen möglichen Rücktritt. Der italienische Kardinal Gianfranco Ravasi sagte in einem Radio-Interview, er halte es für möglich, dass der Argentinier zurücktreten könnte – so wie Franziskus‘ deutscher Vorgänger Benedikt XVI. Er traue dies dem 88 Jahre alten katholischen Kirchenoberhaupt unter bestimmten Umständen ebenfalls zu.
„Wenn er sich in einer Situation befände, in der seine Möglichkeit zum direkten Kontakt mit Menschen stark eingeschränkt wäre, dann glaube ich, könnte er sich für einen Rücktritt entscheiden“, sagte der Kardinal. Den aktuellen Gesundheitszustand des Papstes, der seit bald einer Woche in der Gemelli-Klinik in Rom liegt, beschrieb er mit den Worten „komplex, aber nicht kritisch“.
Franziskus hatte in den vergangenen Jahren mehrfach Gerüchte über einen Rücktritt zurückgewiesen. Spekulationen darüber gab es schon nach vorigen Klinikaufenthalten wegen Operationen an Darm und Bauch sowie einer früheren Lungenentzündung. Der gebürtige Argentinier betonte, der Gedanke an einen Rücktritt sei ihm niemals gekommen.
Franziskus gab vor einiger Zeit allerdings bekannt, dass er zu Beginn seiner Amtszeit einen unterschriebenen Rücktrittsbrief im vatikanischen Staatssekretariat hinterlegt habe – aber nur für den Fall, dass er wegen einer schweren Krankheit handlungsunfähig und zu sehr beeinträchtigt wäre. Dies ist nach jetzigem Kenntnisstand nicht der Fall.
„Er ist müde“: Erzbischof spricht über aktuellen Gesundheitszustand von Papst Franziskus
Update vom 20. Februar, 16.20 Uhr: Der Gesundheitszustand von Papst Franziskus sorgt zunehmend auch im Kreis der Kardinäle für Gesprächsstoff. Der einflussreiche Erzbischof von Marseille, Jean-Marc Aveline, bat bei einer Pressekonferenz im Vatikan darum, für das 88 Jahre alte Oberhaupt der katholischen Kirche zu beten. Der Franzose fügte hinzu: „Er ist müde. Er gehört zu den Leuten, die man, wenn man wirklich will, dass sie sich erholen, ins Krankenhaus bringen muss. Ansonsten erholen sie sich nie.“
Der 66-jährige Aveline gehört zum Kreis der Kandidaten, die als mögliche Nachfolger gehandelt werden. Aktuell wären in einem Konklave – bei dem ein Gremium hinter verschlossenen Türen in der Sixtinischen Kapelle einen Papst wählt – 138 Kardinäle wahlberechtigt. Insgesamt gibt es weltweit mehr als 250 Kardinäle, von denen mehr als 100 wegen Erreichens der Altersgrenze von 80 Jahren aber nicht mehr abstimmen dürfen.
Update vom 20. Februar, 14.57 Uhr: Der Virologe Fabrizio Pregliasco erklärt bei Rainews, dass bei Papst Franziskus „das Vorhandensein mehrerer Mikroben mit Beteiligung der tiefen Atemwege“ festgestellt wurde. Besonders gefährlich sei die beidseitige Lungenentzündung, da Franziskus bereits in der Vergangenheit gesundheitliche Probleme hatte und zudem ein hohes Alter erreicht hat.
Pregliasco betont: „Bei besonders geschwächten Menschen wie dem Papst, die bereits an Atemwegserkrankungen erkrankt sind, stellt eine solche, immer sehr gefürchtete Komplikation eine erhebliche Lebensgefahr dar.“
Kardinal Matteo Maria Zuppi sagt: „Wir alle machen uns Sorgen um den Papst“, hob jedoch hervor, dass die jüngsten Berichte über den Gesundheitszustand von Franziskus Anlass zur Hoffnung geben. Der Papst habe gefrühstückt, die Zeitung gelesen und Besucher empfangen. „Das bedeutet, dass wir auf dem richtigen Weg zu einer vollständigen Genesung sind, die hoffentlich bald eintreten wird.“
Update vom 20. Februar, 13.18 Uhr: Muss der Papst aufgrund seiner gesundheitlichen Verfassung Entscheidungen treffen? „Es besteht kein Zweifel, dass sich der Papst zum Rücktritt entschließen könnte, wenn er sich in einer Situation befände, in der seine Fähigkeit zum direkten Kontakt zu den Menschen und zur unmittelbaren, einschneidenden und entschlossenen Kommunikation beeinträchtigt wäre“, sagte der italienische Kardinal und ehemalige Kulturminister des Vatikans, Gianfranco Ravasi, dem Radiosender Rtl.
Die Nachricht über die Erkrankung von Papst Franziskus habe im Vatikan erhebliche Besorgnis hervorgerufen, so Ravasi. Eine Lungenentzündung ist in seinem Alter (Franziskus ist 88 Jahre alt) äußerst ernst zu nehmen. Derzeit scheine sich die allgemeine Lage jedoch positiv zu entwickeln.
Update vom 20. Februar, 12.28 Uhr: Das Gemelli-Krankenhaus in Rom ist seit vielen Jahren als „Krankenhaus der Päpste“ bekannt und die Anlaufstelle für die medizinische Versorgung der Kirchenoberhäupter. Es befindet sich auf dem Monte Mario im Westen Roms, nur etwa fünf Kilometer Luftlinie vom Vatikan entfernt. Seit einigen Tagen wird auch Papst Franziskus dort medizinisch betreut. Die Ärzte haben ihm strikte Ruhe verordnet, weshalb er kaum Besucher empfängt. Dennoch strömen zahlreiche Gläubige zum Krankenhaus.
Viele Menschen sind besorgt über den Gesundheitszustand des Papstes. Ein Passant aus Rom, der den Tränen nahe war, sagte: „Es ist wirklich schlimm“, wie das Portal katholisch.de berichtet. Eine andere Frau erzählte, dass sie ihren Sohn nach Papst Franziskus benannt habe und ihm nur das Beste wünsche. „Aber es ist hart“, zitiert sie das Portal.
Am Empfang der Krankenhausdirektion erhalten alle Besucherinnen und Besucher dieselbe Auskunft: „Sie können in der Kapelle für ihn beten“. Dieser Aufforderung folgen viele, indem sie die Kapelle aufsuchen. Auch vor dem Krankenhaus versammeln sich Gläubige, um Blumen niederzulegen oder für die Genesung des Papstes zu beten.
Papst Franziskus seit Tagen in Klinik: Vatikan trifft jetzt Stress-Maßnahme – neue Infos über Zustand
Update vom 20. Februar, 11.18 Uhr: Papst Franziskus befindet sich bereits seit einigen Tagen im Krankenhaus, doch es scheint, dass sich sein Zustand allmählich bessert. „Papst Franziskus setzt seine Therapie und seine Arbeitstätigkeiten fort“, teilt der Vatikan mit. Mehrere Medien berichten, dass man dem Papst jede potenzielle Stresssituation erspart, um seine Genesung nicht zu gefährden. Er erhält kontinuierlich medizinische Unterstützung und wird umfassend betreut. Laut dem italienischen Nachrichtenportal Rainews wird am Nachmittag eine weitere offizielle Mitteilung des Vatikans erwartet.
Update vom 20. Februar, 10.08 Uhr: Papst Franziskus befindet sich momentan aufgrund einer beidseitigen Lungenentzündung im Krankenhaus. Er wird im zehnten Stock des Gemelli-Krankenhauses in Rom behandelt. Um die Sicherheit des Papstes zu gewährleisten, sollen alle erdenklichen Vorsichtsmaßnahmen getroffen worden sein.
Aus dem Vatikan wird berichtet, dass sich sein Zustand inzwischen etwas stabilisiert habe: „Die vom medizinischen Personal ausgewerteten Bluttests zeigen eine leichte Verbesserung, insbesondere bei den Entzündungsindizes.“ Das italienische Nachrichtenportal leggo.it meldet, man sei zuversichtlich hinsichtlich der Gesundheit des Kirchenoberhauptes.
Update vom 20. Februar, 06.16 Uhr: Der klinische Zustand von Papst Franziskus ist laut Vatikan trotz seiner Lungenentzündung „stabil“. Der 88-Jährige wird aufgrund einer beidseitigen Lungenentzündung medizinisch versorgt und befindet sich seit letztem Freitag in einem Krankenhaus in Rom.
Am Abend informierte der Sprecher des Heiligen Stuhls, dass die Blutuntersuchungen eine „leichte Verbesserung“ insbesondere bei den Entzündungswerten ergeben hätten. Franziskus habe zudem gelesen und mit seinen engsten Mitarbeitern gearbeitet.
Papst Franziskus seit Tagen im Krankenhaus – und muss wohl noch für Wochen bleiben
Update vom 19. Februar, 19.45 Uhr: Papst Franziskus kämpft nach wie vor mit einer beidseitigen Lungenentzündung. Sein Zustand scheint aber stabil. Bislang hält sich „das Herz des Papstes sehr gut“, berichtet Rai News unter Berufung auf den Vatikan. Die Blutwerte des Oberhaupts der katholischen Kirche hätten sich leicht verbessert – insbesondere die Entzündungswerte.
Insgesamt bleibt sein Gesundheitszustand aber „heikel“, erklärte der ihm nahestehende Jesuit und Theologe Antonio Spadaro gegenüber der Zeitung Corriere della Sera. Der Geistliche geht davon aus, dass Franziskus noch zwei bis drei Wochen in der Klinik bleiben müsse.
Meloni besucht Papst Franziskus im Krankenhaus
Update vom 19. Februar, 17.31 Uhr: Italiens Ministerpräsidentin Giorgia Meloni besuchte den angeschlagenen Papst Franziskus im Krankenhaus. In einer Mitteilung hieß es, sie wünsche ihm im Namen ihrer Regierung und ganz Italiens eine schnelle Genesung. Der Papst sei wach und ansprechbar gewesen. „Wir haben wie immer gescherzt. Er hat seinen sprichwörtlichen Humor nicht verloren“, ließ Meloni mitteilen.
Jorge Mario Bergoglio, so Franziskus‘ bürgerlicher Name, ist inzwischen der zweitälteste Papst der Geschichte. Um eine Patientenverfügung hat er sich bereits gekümmert. Ein entsprechendes Rücktrittsschreiben wurde im vatikanischen Staatssekretariat hinterlegt, berichtete domradio.de – ein Nachrichtenportal des Erzbistums Köln. Sollte der Pontifex körperlich schwer eingeschränkt sein, verzichtet er auf sein Papstamt. Im Falle seines Todes soll er in der Basilika Santa Maria Maggiore in Rom beigesetzt werden.
Update vom 19. Februar, 16.14 Uhr: Papst Franziskus ist seit Freitag (14. Februar) im zehnten Stock der Poliklinik Agostino Gemelli in Rom untergebracht. Dort gibt es einen Sondertrakt für Päpste: ein Apartment mit Krankenzimmer, mehreren Salons, Küche, Kapelle und Besprechungsraum. Seine Zimmer in dem Sondertrack sind, laut italienischen Medienberichten, ganz in Weiß gehalten. Alles strengstens bewacht von Beamten der Vatikan-Gendarmerie.
Sein medizinischer Zustand scheint heikel. Franziskus solle jede mögliche Stresssituation vermeiden, um den Verlauf der Lungenentzündung nicht zu beeinträchtigen, heißt es bei RAI. „Er darf nicht einmal frische Luft schnappen“, habe das behandelnde Ärzteteam zu Menschen, die ihm beistehen, gesagt. Das Öffnen eines Fensters könne den Gesundheitszustand des 88-Jährigen gefährden. Ein Angelus-Gebet vom Balkon sei damit völlig ausgeschlossen.
„Sein Herz mache das gut mit“ – Vatikan über Gesundheitszustand von Papst Franziskus
Update vom 19. Februar, 14.36 Uhr: Nach der Diagnose einer „beidseitigen Lungenzündung“ bei Papst Franziskus ist sein Gesundheitszustand das Thema in den italienischen Medien. „Der Papst sei aufgestanden und habe sich in seinen Sessel gesetzt, hieß es weiter, sein Herz mache das gut mit“, berichtet Vatican News am Mittwoch (19. Februar).
Der 88-Jährige würde keinen zusätzlichen Sauerstoff erhalten und sei „selbstatmend“, berichten die italienische Nachrichtenagentur ANSA und RAI übereinstimmend unter Berufung auf vatikanische Quellen. Im Laufe des Mittwochnachmittags solle ein weiteres Gesundheitsupdate veröffentlicht werden, heißt es. Seit Tagen würde demnach ständig die Falschmeldung kursieren, dass Papst Franziskus bereits tot sei. Dem Oberhaupt der katholischen Kirche sei absolute Ruhe verordnet worden. Der Papst empfange, abgesehen von direkten Mitarbeitern, die ihm Papiere und Dokumente vorlegen, keine Besuche.
Rom – „Der Papst hatte eine ruhige Nacht, ist aufgewacht und hat gefrühstückt“, meldet Vatican News unter Berufung auf das Pressebüro des Heiligen Stuhls. Der Papst sei aufgestanden und habe sich in seinen Sessel gesetzt, hieß es demnach weiter, sein Herz mache das gut mit. Es gibt zwar eine neue Diagnose. Wie es tatsächlich um die Gesundheit von Papst Franziskus steht, ist zunächst unklar.
Am Mittwochabend (18. Februar) hatte der Vatikan mitgeteilt, dass bei einer Computertomografie der „Beginn einer beidseitigen Lungenentzündung“ festgestellt worden. Dies bedeutet, dass beide Lungenflügel betroffen sind. Davon war bislang nicht die Rede. Zudem hieß es in der Mitteilung, das Krankheitsbild sei weiterhin „komplex“. Der Papst leide demnach an mehreren bakteriellen Infektionen, die eine therapeutische Behandlung erschwerten.
Wann Papst Franziskus wieder aus der Klinik entlassen wird, ist zunächst noch unklar. Die wöchentliche Generalaudienz des Papstes wurde bereits abgesagt. Ohne ihn findet auch die Messe am Sonntag (23. Februar) zum Jubiläum der Diakone statt. Das teilte das Pressebüro des Vatikans am Mittwoch mit.
Schon länger Gesundheitsprobleme bei Papst Franziskus – anfangs hartnäckige Bronchitis
Anfangs hieß es, der Papst leide an einer hartnäckigen Bronchitis. Dem gebürtigen Argentinier war als junger Mann ein Teil seiner Lunge entfernt worden. Bereits vor Weihnachten musste Franziskus erste Termine absagen. Mehrfach brach ihm seine Stimme weg. Schon im Februar 2024 war Franziskus wegen gesundheitlicher Probleme im Krankenhaus gelegen.
Die Initiative „Wir sind Kirche“ in Deutschland und Österreich ruft zum Gebet für den kranken Papst Franziskus auf. Die Menschen sollten für den Papst beten, „damit dieser mit seiner unglaublichen Energie [...] die römisch-katholische Weltkirche noch möglichst lange erneuern kann“, heißt es in einem Aufruf von Dienstagabend (18. Februar).
Im März 2013 hat das Konklave im Vatikan den damals 76 Jahre alten Argentinier Jorge Mario Bergoglio zum Papst gewählt. Papst Franziskus folgte im März 2013 auf den zurückgetretenen deutschen Papst Benedikt XVI. Nach zwölf Jahren im Amt ist Franziskus mit seinen 88 Jahren inzwischen der zweitälteste Papst der Geschichte. Nur Papst Leo XIII. wurde nach den Aufzeichnungen des Vatikans noch älter: Der Italiener starb 1903 mit 93 Jahren. (ml/kiba/dpa)