VonMoritz Bletzingerschließen
Hamas-Terroristen sangen und jubelten, als die Deutsche Shani Louk starb. Das berichtet Roni Roman, deren Schwester beim Festival in Israel entführt wurde.
Frankfurt – Am 7. Oktober hat die Hamas mit erschreckender Gewalt zugeschlagen. Unter anderem attackierten sie ein Musikfestival am Rande des Gazastreifens, töteten dabei mehr als 260 unschuldige Zivilisten. Seitdem herrscht Krieg in Israel und die Zahl der Todesopfer steigt stetig.
Hamas ermordete Shani Louk (†22) wohl bei Festival in Israel – Deutsche nicht in den Gazastreifen verschleppt?
Unter den Opfern des Supernova-Festivals befand sich auch die Deutsche Shani Louk (22). Lange Zeit wurde angenommen, dass die Hamas das junge Mädchen in den Gazastreifen entführt hatte. Am Montag wurde bekannt, dass sie tot ist.
Ihre Mutter vermutet nun, dass die Umstände anders waren: Sie nimmt an, dass die Terroristen Shani Louk bereits auf dem Festivalgelände ermordet haben. Kurz nach dem Angriff der Hamas war ein Video im Internet aufgetaucht. Es zeigt die 22-Jährige auf der Ladefläche eines Pick-ups, ihr Gesicht zu Boden gewandt, die Beine verdreht.
Augenzeugin beschreibt „letzten Moment“ von Shani Louk: „Wir haben gesehen, wie sie blutete“
Shani war da vermutlich bereits tot, sagt auch Roni Roman. Sie gehört zu den zahlreichen Angehörigen von Besucherinnen und Besucherin des Festivals. Ihre Schwester wurde während des Festivals entführt. Bei „hart aber fair“ erzählt sie von den letzten Augenblicken von Shani Louk, die sie in einem Video gesehen hat. Der ARD-Talk widmete sich der Frage: „Kann das Sterben in Nahost gestoppt werden?“
Was sie beschreibt, ist erschütternd: „Wir haben gesehen, wie sie blutete. Wir haben gesehen, dass sie am Kopf verletzt war. Wir haben gesehen, wie diese Leute um sie herum glücklich waren und gejubelt und gesungen haben, dass sie verletzt war. Und es ist einfach unfassbar, zu realisieren, dass das ihr letzter Moment auf dieser Welt war.“ Als Roni diesen Satz abschließt, atmet sie schwer durch und muss sich sammeln.
Sorge um Hamas-Geiseln im Gazastreifen: Schwester von Entführter will „alles tun, damit sie zurückkommt“
Roni sei es wichtig gewesen, zu schildern, wie die Nachricht vom Tod der jungen Deutschen sie berührt habe. „Ich kann mir die Gefühle ihrer Mutter vorstellen, die erfährt, dass ihre Tochter tot ist.“
Dennoch will Roni die Hoffnung nicht aufgeben, dass ihre Schwester noch am Leben ist. Sie betont: „Ich habe keine andere Wahl. Ich muss einfach alles tun, was ich kann, damit sie zurückkommt.“ Wie es ihrer Schwester ergeht, ob sie verletzt ist, kann sie nicht sagen. Die Zeit ist knapp. Und Roni hat das Gefühl, dass nicht genug für die Geiseln im Gazastreifen unternommen wird. (moe)
Für diesen von der Redaktion geschriebenen Artikel wurde maschinelle Unterstützung genutzt. Der Artikel wurde vor Veröffentlichung von Redakteur Moritz Bletzinger sorgfältig überprüft.
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