Michael Hochgeschwender

Trump, Alt-Right und die USA: „Es gibt offen faschistische Strömungen“

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Illegal abgeschoben? Aus den USA ausgewiesene Venezolaner in einem Gefängnis in El Salvador.
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Amerika-Experte Hochgeschwender über die neue Ära unter Trump, den Rechtsruck in den USA und den Einfluss der Alt-Right-Bewegung.

Die US-amerikanische Regierung setzt ihre Politik mit unverminderter Intensität fort. Studierende werden abgeschoben, Leute mit Greencard kommen bei der Einreise in Gewahrsam. Und die Abschiebung einer Gang entgegen einem richterlichen Beschluss könnte sogar für eine Verfassungskrise sorgen.

Professor Hochgeschwender, Donald Trump agiert radikaler, als selbst einige seiner Unterstützer erwartet hatten. Dennoch gibt es bisher kaum sichtbaren Widerstand. Woran liegt das?
Zum einen ist die liberale Seite von der Geschwindigkeit und Radikalität der neuen Regierung schlicht überrumpelt. Viele hatten sich während des Wahlkampfs in eine Art Hysterie hineingesteigert, indem sie Trump mit dem Faschismus gleichsetzten. Doch diese Warnung hat nicht gefruchtet – weder bei den Wählern noch in den politischen Institutionen. Nun herrscht mit Blick auf die US-Politik Orientierungslosigkeit. Die Demokraten müssen sich strategisch neu aufstellen, um wieder Mehrheiten zu gewinnen – möglicherweise schon bei den Zwischenwahlen in zwei Jahren.

Donald Trumps Kabinett: Liste voller skandalöser Überraschungen

Donald Trump im Weißen Haus
Donald Trump ist am 20. Januar 2025 als neuer Präsident ins Weiße Haus zurückgekehrt. Die Posten in seinem Kabinett sind alle verteilt. Wir stellen vor, wer Trump in die Regierung folgt. © Evan Vucci/dpa
 J.D. Vance wird Donald Trump als Vizepräsident ins Weiße Haus folgen.
J.D. Vance ist Donald Trump als Vizepräsident ins Weiße Haus gefolgt. Der 40 Jahre alte ehemalige Senator aus Ohio ist einer der jüngsten US-Vizepräsidenten aller Zeiten. Nach Washington DC hat Vance seine Ehefrau Usha Vance begleitet. Die 38 Jahre alte Anwältin ist die erste „Second Lady“ der USA mit indischen Wurzeln. Das Paar hat die für den Vizepräsidenten vorgesehenen Räumlichkeiten im „United States Naval Observatory“ nahe dem Weißen Haus bezogen. © Alex Brandon/dpa
Marco Rubio soll laut US-Medien in der Regierung von Donald Trump das Amt des Außenministers übernehmen.
Marco Rubio hat in der Regierung von Donald Trump das Amt des Außenministers übernommen. Der 53 Jahre alte Senator aus Florida ist der erste US-Außenminister mit lateinamerikanischen Wurzeln. Rubio trat 2016 gegen Trump bei den Vorwahlen der Republikaner an und musste sich von dem späteren US-Präsidenten als „totaler Witz“ mit einem Schweißproblem beschimpfen lassen. Doch statt sich zu wehren, schluckte der langjährige Senator die Beleidigungen und präsentierte sich als loyaler Anhänger Trumps. In der US-Außenpolitik stellte sich Rubio in der Vergangenheit an die Seite der Ukraine. © IMAGO/Michael Brochstein / SOPA Images
Scott Bessent soll unter Donald Trump den Job des Finanzministers übernehmen
Donald Trumps Nominierung für den Posten des Finanzministers wirkte geradezu langweilig. Scott Bessent übernahm den Job – gegen den Wunsch Elon Musks. Der hatte sich mehrfach gegen die Ernennung des Wall-Street-Experten ausgesprochen. Bessent gilt als international erfahrener Finanzexperte und soll Donald Trump bereits 2016 mehrere Millionen Dollar für den Wahlkampf gespendet haben. In seiner neuen Funktion wird Bessent zahlreiche Wahlversprechen Trumps umsetzen müssen, darunter unter anderem Steuersenkungen, neue Zölle gegen China und die Finanzierung von Projekten wie den geplanten Massenabschiebungen. © DREW ANGERER/AFP
Pete Hegseth soll Verteidigungsminister werden
Eine überraschende Wahl Donald Trumps war die Personalie des Verteidigungsministers. Pete Hegseth war acht Jahre lang als Moderator für Fox News tätig. Als Soldat diente Hegseth im Irak und in Afghanistan. Erfahrung in Regierungsarbeit bringt er aber nicht mit. Doch Hegseth dürfte sich die Nominierung durch Trump mit seiner langjährigen Loyalität verdient haben: Der zweifache Familienvater hält schon seit 2016 zu Trump, als viele den Milliardär noch als politische Witzfigur belächelten. © TERRY WYATT(AFP
Pamela Jo Bondi, genannt Pam Bondi, den Job im Justizministerium bekommen
Statt dem ursprünglich von Trump nominierten Matt Gaetz hat Pamela Jo Bondi, genannt Pam Bondi, den Job im Justizministerium bekommen. Die 59 Jahre alte Juristin war in ähnlicher Funktion auf bundesstaatlicher Ebene bereits in Florida tätig. 2013 stellte sie dort in dieser Funktion einen Betrugsprozess gegen die Trump University ein. 2016 unterstützte sie Trump im Vorwahlkampf der Republikaner. Er holte die Juristin drei Jahre später in sein Anwaltsteam, das ihn im ersten Amtsenthebungsverfahren vertrat.  © MANDEL NGAN/AFP
Douglas James „Doug“ Burgum ist Mitglied der Republikaner
Douglas James „Doug“ Burgum ist Mitglied der Republikaner und hat im Kabinett von Donald Trump den Posten des Innenministers übernommen. Von 2016 an war der ehemalige Unternehmer Gouverneur des Bundesstaates North Dakota.  © IMAGO/Ricky Fitchett
Brooke Rollins soll im zweiten Kabinett Donald Trumps das Amt der Landwirtschaftsministerin übernehmen
Brooke Rollins hat im zweiten Kabinett Donald Trumps das Amt der Landwirtschaftsministerin übernommen. Die Anwältin stammt aus Texas und war bereits in der ersten Regierung Trumps tätig. Sie gilt als loyale Anhängerin des künftigen Präsidenten und als politische Vordenkerin konservativer Strategien. © MANDEL NGAN/AFP
Howard Lutnick, hier im Jahr 2010 mit seiner Ehefrau bei einer Gala
Howard Lutnick, hier im Jahr 2010 mit seiner Ehefrau bei einer Gala, ist Donald Trump als Handelsminister ins Weiße Haus gefolgt. Der Milliardär war stellvertretender Vorsitzender im Übergangsteam Trumps und regelmäßiger Gast in dessen Luxus-Resort Mar-a-Lago. Laut der New York Times war Lutnick lange Zeit als Mitglied der Demokraten registriert, lief nach der Machtübernahme Trumps im Jahr 2016 zu den Republikanern über. © IMAGO
Lori Chavez-DeRemer war Abgeordnete im US-Repräsentantenhaus
Lori Chavez-DeRemer war Abgeordnete im US-Repräsentantenhaus und ist unter Donald Trump Arbeitsministerin geworden. Die Personalie war innerhalb der Republikanischen Partei umstritten. Chavez-DeRemer unterhält enge Beziehungen zu mehreren Gewerkschaften in den USA und unterstützte während ihrer Amtszeit mehrere Gesetzentwürfe der Demokraten, darunter auch eine Amnestie für illegal Eingewanderte, die auf dem Arbeitsmarkt integriert sind. © IMAGO/Michael Brochstein
Robert F. Kennedy Jr., Neffe des einstigen Präsidenten John F. Kennedy
Robert F. Kennedy Jr., Neffe des einstigen Präsidenten John F. Kennedy, hat sich in den vergangenen Jahren vor allem als Impf-Leugner und Verschwörungstheoretiker hervorgetan. Bei der US-Wahl 2024 trat RFK zunächst als unabhängiger Kandidat an, zog sich dann aber aus dem Rennen zurück und unterstützte die Kampagne Donald Trumps. Der versprach dem 70 Jahre alten Kennedy dafür eine herausragende Rolle bei der Gestaltung der Gesundheitspolitik – und nominierte ihn schließlich als US-Gesundheitsminister. © IMAGO/Robin Rayne
Scott Turner, ehemaliger NFL-Profi, soll unter Donald Trump Minister für Wohnungsbau und Stadtentwicklung werden.
Scott Turner ist unter Donald Trump Minister für Wohnungsbau und Stadtentwicklung geworden. Der ehemalige Profi der American Football League gehörte bereits der ersten Administration Trumps an. Scott ist die erste Schwarze Person im Team des künftigen Präsidenten. Zu Scotts Aufgaben werden unter anderem Programme zur Förderung von erschwinglichem Wohnraum gehören, außerdem zur Unterstützung von Amerikanern mit geringem Einkommen, zur Verhinderung von Diskriminierung auf dem Markt und zur Förderung der Stadtentwicklung. © ANNA MONEYMAKER/AFP
Sean Duffy, hier mit seiner Ehefrau Rachel Duffy
Sean Duffy, hier mit seiner Ehefrau Rachel Duffy, ist der neue Verkehrsminister in der Trump-Regierung. Duffy bringt politische Erfahrung als ehemaliger Kongressabgeordneter mit. Seine Nominierung durch Trump dürfte er aber vor allem seiner Präsenz bei Fox News verdanken. Neben zahlreichen Gastauftritten moderierte Duffy gut ein Jahr seine eigene Show namens „The Bottom Line“ auf dem Spartensender Fox Business Network. © IMAGO/Robert Deutsch
Chris Wright
Neuer Energieminister ist Chris Wright. Er soll Trump dabei helfen, Regulierungen abzubauen und so die Ausbeutung der Rohstoffe in den USA voranzutreiben. Trump hat es eigenen Aussagen zufolge vor allem auf Ölfelder in Alaska abgesehen. Burgums Aufgabe ist, als Energierminister Öl-Förderungen in dortigen Naturschutzgebieten zu ermöglichen. © Ting Shen/AFP
Linda McMahon. Die 76 Jahre alte Managerin ist die Ehefrau von Vince McMahon
Eine weitere Fernsehpersönlichkeit, die Donald Trump mit nach Washington DC gebracht hat, ist Linda McMahon. Die neue Bildungsministerin ist die Ehefrau von Vince McMahon. Gemeinsam mit ihrem Mann führte McMahon die Wrestling-Show WWE zu internationalem Erfolg. Das Vermögen des Ehepaars wird laut Forbes auf fast drei Milliarden Dollar geschätzt. Die McMahons gelten als spendenfreudige Unterstützer der Republikaner im Allgemeinen und Donald Trump im Speziellen. Was genau ihre Aufgaben sind, ist nicht ganz klar. Im Wahlkampf hatte Trump immer wieder angekündigt, das Bildungsministerium abschaffen zu wollen. © imago stock&people
Der ehemalige Kongressabgeordnete Doug Collins
Der ehemalige Kongressabgeordnete Doug Collins hat unter Donald Trump den Posten des Ministers für Kriegsveteranen übernommen – ein wichtiger Posten in den USA, wo die Rolle der Umgang mit den eigenen Veteranen ein konstanter Streitpunkt ist. Collins gilt als loyaler Unterstützer Trumps und verteidigte auch dessen Behauptungen zum angeblichen Wahlbetrug in Georgia bei der US-Wahl 2020.  © IMAGO/Robin Rayne
Kristi Noem vor der US-Wahl
Kristi Noem berichtete vor der US-Wahl in einer Autobiografie davon, wie sie ihren Hund wegen Ungehorsams erschossen hatte. Damit löste die 52 Jahre alte Gouverneurin des Bundesstaates South Dakota eine Welle der Empörung aus – und hinderte Donald Trump wohl daran, sie zu seiner Vizepräsidentin zu machen. Dafür war die Republikanerin rund ein Jahr lang als Ministerin für innere Sicherheit Teil des Trump-Kabinetts tätig. Im März 2026 musste sie aber ihren Hut nehmen.  © Samantha Laurey/Imago
Senator des Bundesstaates Oklahoma Mullin
Trump bestimmte zugleich den Nachfolger von Noem: Markwayne Mullin führt mit Wirkung zum 31. März 2026 das für Einwanderungs- und Grenzschutzbehörden zuständige Ressort. Der Senator des Bundesstaates Oklahoma und sechsfache Vater aus dem Mittleren Westen gilt als bodenständig, konservativ und loyal zu Trump. Mullin wuchs auf einer Ranch auf, übernahm als junger Mann das Familienunternehmen, einen Sanitär- und Handwerksbetrieb, und baute es zu einer großen Firma aus. Bevor er in die Politik ging, kämpfte er außerdem als Mixed-Martial-Arts-Sportler und blieb laut eigenen Angaben in seiner kurzen Profikarriere ungeschlagen. Nun verfügt Trumps Kabinett über einen neuen Kämpfer.  © J. Scott Applewhite/dpa
Der 44 Jahre alte Lee Zeldin
Lee Zeldin ist neuer Direktor der Umweltschutzbehörde. Trump selbst glaubt nicht an den menschengemachten Klimawandel. Zeldins Aufgabe soll also weniger der Schutz der Umwelt sein. Stattdessen soll der Ex-Abgeordnete laut Trump „für faire und rasche Deregulierung sorgen“. Zeldin bedankte sich für den Posten bei seinem neuen Chef via X und kündigte an, „amerikanische Arbeitsplätze zurückzubringen“. © IMAGO/Matt Bishop/imageSPACE
Russel Vought nennt sich selbst einen „christlichen Nationalisten“.
Russell Vought nennt sich selbst einen „christlichen Nationalisten“. Erfahrungen hat er bereits als Regierungsbeamter in der ersten Administration von Donald Trump sammeln können. Vought war einer der Autoren des „Project 2025“ und gilt als Hardliner in Sachen Grenz- und Einwanderungspolitik. In der neuen Administration von Donald Trump hat er die Leitung des Büros für Management und Haushalt übernommen. © Michael Brochstein/imago
Tulsi Gabbard war einst Abgeordnete der Demokraten
Tulsi Gabbard war einst Abgeordnete der Demokraten und vertrat den Bundesstaat Hawaii von 2013 bis 2022 im Repräsentantenhaus. 2020 kandidierte sie bei den Vorwahlen der Demokrate. 2022 brach sie mit ihrer Partei und erklärte sich für unabhängig. In den Folgejahren näherte sie sich immer mehr den Republikanern an, bis sie sich vor der US-Wahl 2024 öffentlich für Donald Trump aussprach. Der dankte es der 43 Jahre alte Politikerin jetzt mit einem Amt in seinem Kabinett. Gabbard ist neue Direktorin der Geheimdienste. „Seit über zwei Jahrzehnten kämpft Tulsi Gabbard für unser Land und die Freiheiten aller Amerikaner“, sagte Donald Trump in einem Statement. © Marco Garcia/dpa
John ratcliffe
John Ratcliffe führt seit Ende Januar den Auslandsgeheimdienst der USA. Der ehemalige Kongressabgeordnete aus Texas gilt als enger Vertrauter von Trump. Ratcliffe war zuvor Co-Vorsitzender einer konservativen Denkfabrik. In der ersten Amtszeit des Republikaners war der neue CIA-Direktor als Geheimdienstkoordinator tätig. Die Demokraten warfen Ratcliffe damals unter anderem vor, seine Position für politische Zwecke zu missbrauchen. © Jemal Countess/AFP
Jamieson Greer
Jamieson Greer ist der neue US-Handelsbeauftragte – eine Schlüsselrolle angesichts von Trumps Vorliebe, hohe Zölle auf ausländische Produkte zu verhängen. Historisch habe der US-Handelsbeauftragte nicht im Rampenlicht der Öffentlichkeit gestanden, schreibt die „New York Times“. Unter Trump habe die Rolle aber erheblich an Bedeutung gewonnen.  © Imago
Kelly loeffler
Neue Direktorin der Mittelstandsbehörde ist Kelly Loeffler. Die frühere Senatorin verlor im Januar 2021 die Stichwahl um den Sitz im US-Senat – trotz massiver Unterstützung von Donald Trump. Loeffler ist seit 2004 mit Jeffrey Sprecher, dem Vorsitzenden der New York Stock Exchange, verheiratet. © Imago
Susie Wiles, Spitzname „Ice Lady“, wird unter Donald Trump Stabschefin im Weißen Haus
Ebenfalls dabei ist Susie Wiles. Die sogenannte „Ice Lady“ ist Donald Trumps Stabschefin im Weißen Haus und damit die erste Frau auf dieser Position. Die 67 Jahre alte Politikberaterin leitete den Wahlkampf Trumps bei der US-Wahl 2024. In ihrer neuen Funktion wird sie vor allem dafür zuständig sein, zu regeln, wer Zugang zum künftigen Präsidenten erhält. Doch Wiles hat auf einem wahren Schleudersitz Platz genommen. In seinen ersten vier Jahren Regierungszeit benötigte Trump ganze vier Stabschefs. © Alex Brandon/dpa
Elise Stefanik wird die Vereinigten Staaten von Amerika unter der zweiten Regierung von Donald Trump als Botschafterin bei den Vereinten Nationen vertreten
Elise Stefanik sollte die USA eigentlich als Botschafterin bei den Vereinten Nationen vertreten. Doch Donald Trump hat seine Nominierung Ende März überraschend zurückgezogen. Zur Begründung erklärte er, er wolle nicht riskieren, dass Stefaniks Mandat im Kongress bei einer Nachwahl an die Demokraten falle. Stefanik ist eine loyale Verbündete Trumps. 2014 war sie mit damals 30 Jahren die jüngste Frau, die ins Repräsentantenhaus gewählt wurde. Einst zählte sie zu den eher moderateren Mitgliedern der Partei. Davon kann jetzt keine Rede mehr sein.  © Annabelle Gordon/Imago

Trump ist sich selbst treu geblieben

Und zum anderen?
Zum anderen hat sich die Kritik an Donald Trump erschöpft. Während seiner ersten Amtszeit wie auch in den vier Jahren danach wurden stets dieselben Argumente und Stereotypen bemüht. Doch Trump ist sich selbst treu geblieben. Sein politischer Stil, seine Rhetorik und seine Agenda ähneln stark dem, was man bereits aus seiner ersten Amtszeit kennt. Das erschwert eine neue, wirksame Opposition. Die liberale Seite wirkt ermüdet.
Wirkt die Demokratie dadurch gelähmt?
Noch nicht unbedingt, aber sie befindet sich in einer kritischen Phase. Widerstand wird sich formieren – allerdings möglicherweise nicht aus dem liberalen Lager, sondern aus Trumps eigener Wählerschaft. Viele haben ihn aus ökonomischen Gründen gewählt: Sie hoffen darauf, dass er ihre Lebensbedingungen verbessert. Doch wenn sich der Eindruck verfestigt, dass Trump mehr an geopolitischen Abenteuern – sei es in der Ukraine oder im Nahen Osten – interessiert ist als an den steigenden Lebensmittelpreisen oder der Kaufkraft seiner Wähler, kann die Stimmung kippen. Ein Teil der heutigen Trump-Anhänger könnte dann zur größten Herausforderung für ihn werden.
Die amerikanische Verfassung soll durch das Prinzip der „Checks and Balances“ Machtmissbrauch verhindern. Doch jüngst wurde deutlich, dass Trump richterliche Entscheidungen ignoriert, insbesondere bei den Abschiebungen nach El Salvador. Ist die Demokratie also doch gefährdet?
Zunächst ist vor allem die richterliche Unabhängigkeit gefährdet. Das ist bereits eine schwerwiegende Entwicklung, aber nicht zwingend das Ende der Demokratie. Der Vorsitzende des Supreme Court hat sich sehr klar gegen Trumps Versuche positioniert, die Judikative einzuschränken. Das ist bemerkenswert, denn dieser Richter ist selbst konservativ und wurde in Trumps erster Amtszeit ernannt. Trump hatte sich erhofft, mit einer konservativen Justiz auf seiner Seite ungehindert regieren zu können. Doch wenn er die Grenzen der Exekutive überschreitet, wird auch unter konservativen Richtern Widerstand wachsen – schon aus dem Eigeninteresse heraus, die Autorität des Gerichts zu wahren.

Missachtung richterlicher Anordnungen in den USA ist neu

Gibt es historische Vorbilder?
Die Auseinandersetzung zwischen Exekutive und Judikative hat in den USA eine lange Tradition. Schon im 19. Jahrhundert ignorierte Präsident Andrew Jackson ein Urteil des Supreme Court mit den Worten: „John Marshall hat sein Urteil gefällt. Nun soll er selbst sehen, wie er es durchsetzt.“ Auch Franklin D. Roosevelt versuchte, das Gericht zu umgehen, indem er die Zahl der Richter erhöhen wollte, um sich eine ihm wohlgesonnene Mehrheit zu verschaffen. Sein eigener Kongress stellte sich dagegen. Diese Konflikte zwischen den Gewalten sind also nicht neu, aber ihre Eskalation könnte zum Kristallisationspunkt einer künftigen demokratischen Opposition gegen Trump werden.
Die Abschiebungen wurden mit martialischen Bildern inszeniert. Man sah in Ketten gelegte Männer, die von schwer bewaffneten Polizisten abgeführt wurden. Wirkt das nicht fast wie ein autoritäres Regime?
Zum einen ist das eine bewusste Machtdemonstration – ein Signal an Trumps Anhänger. Zum anderen folgt es einer langen Tradition in den USA. Dort ist es üblich, Verdächtige in Handschellen und unter großem Medieninteresse vorzuführen. Es gibt in den USA weniger Schutz der Privatsphäre von Angeklagten als in Europa. Staatsanwälte nutzen den „Perp Walk“ – das öffentliche Vorführen von Verdächtigen – als Mittel der Inszenierung. Selbst Untersuchungshäftlinge lässt man oft über Nacht in Gewahrsam, damit sie am nächsten Morgen besonders schuldbewusst aussehen. Die Inszenierung als solche ist also nicht neu. Neu ist allerdings das Ausmaß und die Missachtung richterlicher Anordnungen. Das ist das eigentliche Problem.
Die USA haben sich immer als Vorbild für Demokratie und Freiheit inszeniert. Was ist davon geblieben?
Das hängt von der Perspektive ab. Viele Trump-Wähler sehen sich als Opfer eines liberalen Staates, der ihnen ihr „wahres Amerika“ genommen hat. Sie glauben, dass die Regierung, die Bürokratie und die Medien sie systematisch unterdrücken. Für sie bedeutet die Präsidentschaft Trumps eine Befreiung von dieser vermeintlichen Bevormundung. Liberale hingegen argumentieren, dass die USA durch ihre Reformen – etwa bei der Gleichstellung von Minderheiten – moderner und gerechter geworden sind. Diese beiden Sichtweisen stehen unversöhnlich gegenüber. Die einen blicken nostalgisch auf die 1950er Jahre als eine goldene Ära zurück, die anderen streben eine progressive Zukunft an. Eine Vermittlung zwischen diesen Polen erscheint nahezu unmöglich.
War die Nachkriegszeit wirklich so golden, wie es viele in den USA zu glauben scheinen?
Für die weiße Mittel- und Arbeiterklasse ja. Es gab sichere Jobs, gewerkschaftlich abgesicherte Löhne, erschwingliche Eigenheime und eine hohe Kaufkraft. Für Schwarze, Latinos oder indigene Amerikaner war es hingegen eine Zeit der massiven Diskriminierung. Auch für Frauen war die Situation ambivalent: Einerseits war die gesellschaftliche Erwartung, dass sie sich auf Hausfrau- und Muttersein beschränken, andererseits begannen sich die ersten feministischen Bewegungen gegen diese Rollenzuweisung zu formieren.

Faschistische Strömungen in den USA

Trump selbst würde ich nicht als Faschisten bezeichnen – er ist ein Trumpist.

Michael Hochgeschwender
Es ist immer wieder von einer tiefen Spaltung der Gesellschaft die Rede. Doch was ist mit den Trump-Anhängern? Gibt es dort Tendenzen, die auf eine Entwicklung in Richtung Faschismus hindeuten?
Mit dem Begriff „Faschismus“ wäre ich vorsichtig. Er ist historisch stark aufgeladen und wird oft zu unspezifisch verwendet. Zudem besteht die Gefahr, dass man damit den real existierenden Faschismus des 20. Jahrhunderts verharmlost. Trump selbst würde ich nicht als Faschisten bezeichnen – er ist ein Trumpist. Sein politischer Stil ist eine Mischung aus autoritärem Populismus, radikalisiertem Konservatismus und einer starken Selbstinszenierung. In gewisser Weise erinnert er an General de Gaulle, allerdings ohne dessen Intellekt. Anders sieht es in Teilen seines politischen Umfelds aus.
Michael Hochgeschwender, geb. 1961, lehrt Nordamerikanische Kulturgeschichte, Empirische Kulturforschung und Kulturanthropologie an der Ludwig-Maximilians-Universität München. Forschungsschwerpunkte: Religionsgeschichte der USA; Antebellum- und Bürgerkriegszeit, „conservatism“ in den USA. Bücher: „Die Amerikanische Revolution. Geburt einer Nation 1763-1815“ (Beck), „Amerikanische Religion. Evangelikalismus, Pfingstlertum und Fundamentalismus“ (Suhrkamp).
Nämlich wie?
Vor allem in der sogenannten Alt-Right-Bewegung gibt es offen faschistische Strömungen: ein aggressiver Rassismus, die Vorstellung einer weißen, christlichen Nation und ein Nationalismus, der nicht mehr viel mit den traditionellen amerikanischen Idealen zu tun hat. Auch einige Personen in seinem Kabinett und engeren Beraterkreis vertreten Ansichten, die klar in diesen Bereich hineinreichen. Allerdings ist Trumps Anhängerschaft keine einheitliche Bewegung. Es gibt verschiedene Strömungen – von klassischen Wirtschaftsliberalen über evangelikale Christen bis hin zu rechtsextremen Gruppen. Das Einzige, was sie eint, ist ihr Vertrauen in Trump und ihr Misstrauen gegenüber dem politischen Establishment. Für die meisten seiner Wähler geht es vor allem um wirtschaftliche Fragen. Viele sind schlicht unzufrieden mit ihrer finanziellen Lage und fühlen sich von den Demokraten nicht mehr vertreten. Unter Biden ist ihre wirtschaftliche Situation nicht besser geworden, deshalb setzen sie erneut auf Trump. Die ideologische Radikalität seines Umfelds teilen sie nicht unbedingt.
Gesellschaftliche Spaltungen sind nichts Ungewöhnliches. Was macht die aktuelle Spaltung in den USA so gefährlich?
Spaltungen sind in Demokratien normal – sie gehören zur politischen Auseinandersetzung. Entscheidend ist jedoch, dass es Mechanismen gibt, um diese Konflikte in geordneten Bahnen auszutragen. Das Problem mit Trump ist, dass er genau diese Mechanismen untergräbt. Er stellt die Legitimität von Wahlen infrage, ignoriert die Gewaltenteilung und regiert zunehmend per Dekret. Er marginalisiert das Parlament, indem er es übergeht, und attackiert die Justiz, wenn Urteile nicht in seinem Sinne ausfallen. Das hat er bereits während seiner ersten Amtszeit getan, doch nach seiner Rückkehr ins Weiße Haus agiert er noch rücksichtsloser. Die gewaltsamen Ausschreitungen am 6. Januar 2021 waren ein Versuch, demokratische Prozesse außer Kraft zu setzen. Dass Trump diese Ereignisse nie klar verurteilt hat, sondern weiterhin als legitimen Protest rechtfertigt, zeigt, dass er nicht an demokratischen Verfahren interessiert ist. Das eigentliche Problem ist also nicht die Spaltung der Gesellschaft, sondern die gezielte Zerstörung der Mechanismen, die sie regulieren könnten.

Project 2025 in den USA

Trumps Regierung agiert mit einem unglaublichen Tempo, das alle zu überrumpeln scheint: Dekrete, neue Maßnahmen, Provokationen. Ist das Teil einer Strategie?
Ja, definitiv. Trump folgt einem klaren Plan. Es gibt das „Project 2025“, ein Strategiepapier eines konservativen Think Tanks, und die „Agenda 47“, die direkt aus seinem Umfeld stammt. Beide Programme ähneln sich stark und bilden die Grundlage für das, was er jetzt umsetzt. Es geht um zwei Dinge: Erstens will Trump seinen Wählern demonstrieren, dass er ein Macher ist, dass er durchgreift. Zweitens verfolgt er eine bewusste Taktik der Überflutung: Er setzt so viele Themen gleichzeitig, dass Medien und Opposition kaum hinterherkommen. Dadurch fällt es schwer, eine zentrale Gegenstrategie zu entwickeln. Diese Methode nutzt er nicht nur innenpolitisch, sondern auch in der Außenpolitik: Mal werden Zölle erhöht, mal gesenkt. Mal ist ein Land Feind, mal Verbündeter. Diese Unberechenbarkeit ist kein Zufall, sondern Teil seines Stils.
Lässt sich das mit einer anderen historischen Phase in den USA vergleichen? Vielleicht mit den 1930er Jahren?
Nur bedingt. Die 1930er Jahre waren von der Weltwirtschaftskrise geprägt – Millionen Amerikaner standen vor dem Nichts. Damals gab es durchaus starke rechtsextreme und autoritäre Bewegungen, aber sie blieben letztlich randständig. Interessant ist aber eine Aussage einer Beraterin von Eleanor Roosevelt. Sie sagte nach einer Reise durch das Land sinngemäß: „Wenn ich jünger wäre, wäre ich vielleicht auch Faschistin.“ Damit meinte sie, dass viele Menschen angesichts ihrer existenziellen Notlage bereit waren, sich extremistischen Bewegungen anzuschließen. Heute gibt es zwar keine Wirtschaftskrise in diesem Ausmaß, aber dennoch erleben viele Amerikaner einen sozialen Abstieg oder zumindest eine Stagnation. Gleichzeitig haben sich gesellschaftliche Veränderungen rasant vollzogen – zum Beispiel in der Gleichstellung sexueller Minderheiten oder im Selbstverständnis der schwarzen Bürgerrechtsbewegung. Einige dieser Entwicklungen haben große Teile der weißen, konservativen Wählerschaft irritiert oder gar entfremdet. Sie haben das Gefühl, dass das Land, das sie kannten, ihnen entglitten ist. Das ist eine der zentralen Triebfedern hinter dem Erfolg Trumps.
Die Spaltung der Gesellschaft ist also auch eine Folge des kulturellen Wandels?
Ja, das spielt eine große Rolle. Seit den 1990er Jahren hat sich die Gesellschaft stark verändert. Besonders die Demokratische Partei hat sich kulturellen Themen zugewandt: Fragen der Geschlechteridentität, Rassismusdebatten, eine Neubewertung der amerikanischen Geschichte. Für viele Konservative war das ein Schock. Man darf nicht vergessen: Noch 2012 war Homosexualität in vielen Bundesstaaten strafbar. Wenige Jahre später wurde die gleichgeschlechtliche Ehe legalisiert. Auch die Rassismusdebatte hat sich gewandelt – während Martin Luther King noch einen universalen, integrativen Ansatz verfolgte, haben neuere Bewegungen wie Black Lives Matter oder die Critical Race Theory einen stärkeren Fokus auf Identitätspolitik gelegt. Für viele weiße konservative Amerikaner fühlte sich das an, als würde ihnen die Deutungshoheit über ihr eigenes Land entzogen. Sie erleben sich als kulturell marginalisiert, selbst wenn sie ökonomisch noch nicht abgestiegen sind. Die Demokraten haben diesen Wandel vorangetrieben, aber gleichzeitig ihre traditionelle Wählerbasis – die weiße Arbeiterklasse – vernachlässigt. Diese Menschen fanden dann bei Trump eine neue politische Heimat.

Trump-Bewegung könnte als eine „Revolution der Verlierer“ bezeichnet werden

Ist die Trump-Bewegung also eine Art Gegenrevolution gegen diesen Wandel?
In gewisser Weise ja. Man könnte es als eine „Revolution der Verlierer“ bezeichnen – allerdings nicht im materiellen, sondern im kulturellen Sinne. Viele Trump-Wähler sind nicht arm, aber sie fühlen sich als Verlierer der gesellschaftlichen Entwicklung. Sie sehen ihre Werte und ihre Lebensweise unter Druck – und Trump gibt ihnen das Gefühl, sie zurückzuerobern. Die entscheidende Frage wird sein, ob Trump und seine Anhänger diese Bewegung weiter in eine autoritäre Richtung treiben oder ob es nach seiner Amtszeit eine Art Rückkehr zur politischen Normalität geben kann.
Waren die USA eigentlich von der Tendenz her eher ein isolationistisches Land?
Das hängt davon ab, wie man Isolationismus definiert. Die USA waren nie ein Land, das sich vollkommen von anderen abgeschottet hätte, allein schon, weil man immer an Außenhandelspolitik interessiert war, das war auch im 19. Jahrhundert der Fall. Isolationismus ist ein Begriff, der für die Phase zwischen dem Ende des Ersten Weltkriegs und dem Eintritt in den Zweiten Weltkrieg für solche Gruppen verwendet wurde, die sich in Europa nicht engagieren wollten, die zum Teil auch offen mit Italien oder Deutschland sympathisiert haben. Isolationismus meinte also, wir halten uns aus europäischen Angelegenheiten raus und machen eine Politik, die im Wesentlichen auf die USA bezogen ist. Das, würde ich sagen, charakterisierte die erste Amtszeit von Trump.
Und die zweite?
Die jetzige Amtszeit von Trump ist nicht internationalistisch im Sinne der Bedeutung dieses Begriffs unter Woodrow Wilson und Franklin Delano Roosevelt, womit Systeme kollektiver Sicherheit unter Führung der USA gemeint sind wie die Uno, die Nato, auch andere Organisationen. Trump ist eher in einem Sinne expansionistisch, wie man das im späten 19. Jahrhundert kannte, als die USA zur imperialistischen Macht wurden mit der Okkupation der Philippinen, Kubas oder Puerto Ricos. Und auch damals stand schon Grönland im Fokus, man hätte diese Insel gerne gehabt, den Panama-Kanal hat man sich damals ja ohnedies angeeignet. Auch Kanada stand damals im Fokus republikanischen Expansionsstrebens. Also hier greift Trump, anders als in der ersten Amtszeit, nicht auf die Idee des sogenannten Isolationismus zurück, sondern nun geht es in Richtung William McKinley mit Schutzzollpolitik und Expansion.

Donald Trumps Orbit: Einflüsterer, Berater und Vertraute des Präsidenten

Karoline Leavitt, Pressesprecherin des Weißen Hauses unter Donald Trump
Der Posten der Pressesprecherin des Weißen Hauses war in der ersten Amtszeit Donald Trumps ein regelrechter Schleudersitz. Gleich viermal wechselte die Besetzung. Seit 2025 bekleidet Karoline Leavitt das Amt. Zum Zeitpunkt ihrer Ernennung war Leavitt gerade mal 27 Jahre alt und ist damit die jüngste Pressesprecherin, die das Weiße Haus jemals hatte. © CHIP SOMODEVILLA/AFP
Elon Musk, hier mit seiner Mutter (l.), seinem Sohn und First Lady Melania Trump
Elon Musk, hier mit seiner Mutter (l.) und seinem Sohn sowie First Lady Melania Trump (r.), leitete zu Beginn in der neuen Regierung von Donald Trump eine Abteilung für effizientes Regieren: das „Department of Government Efficiency“ (DOGE). Der Milliardär und mutmaßlich reichste Mensch der Welt sollte nach den Vorstellungen Trumps „den Weg ebnen, um die Regierungsbürokratie abzubauen, überflüssige Vorschriften zu streichen, verschwenderische Ausgaben zu kürzen und die Bundesbehörden umzustrukturieren“. Doch die Freundschaft zwischen Musk und Trump hielt nicht lange. Nach Musks Ausscheiden aus DOGE kam es öffentlich zum Streit. © Alex Brandon/dpa
Unterstützung soll Elon Musk von Vivek Ramaswamy erhalten.
Unterstützung sollte Elon Musk dabei von Vivek Ramaswamy erhalten. Der 39 Jahre alte Geschäftsmann hatte sich bei den Vorwahlen in den USA noch als Präsidentschaftskandidat der Republikaner beworben und war damals gegen Donald Trump angetreten. Nun sollen Musk und Ramaswamy zu zweit einen Posten besetzen und die Regierung effizienter gestalten. Trump nannte sie beide „wunderbare Amerikaner“. © IMAGO/MATT MARTON
Jeff Bezos, hier mit seiner Verlobten Lauren Sanchez kurz vor der gemeinsamen Hochzeit in Venedig.
Nach dem öffentlichen Streit zwischen Donald Trump und Elon Musk rückt dessen größter Konkurrent näher an den US-Präsidenten heran: Jeff Bezos, hier mit seiner Verlobten Lauren Sanchez kurz vor der gemeinsamen Hochzeit in Venedig. Der Amazon-Gründer ist auch Chef der Weltraumfirma Blue Origin, die Musks SpaceX im Kampf um Regierungsaufträge gerne den Rang ablaufen möchte. Wohl auch deshalb telefonierte Bezos in den vergangenen Wochen gleich mehrfach mit Trump. © imago
Lara Trump ist die Schwiegertochter Donald Trumps
Lara Trump ist die Schwiegertochter Donald Trumps und seit mehreren Jahren schwer aktiv in Politik und Medien. Die Ehefrau von Eric Trump tritt regelmäßig bei rechten TV-Sendern auf und ist seit 2024 Vorsitzende der Partei der Republikaner. Im Wahlkampf spielte die 42 Jahre alte, zweifache Mutter eine große Rolle und auch im Übergangsteam Donald Trumps soll sie eingebunden sein. Ob sie ein offizielles Amt übernehmen wird, ist bislang unklar. © IMAGO/Robin Rayne
Donald Trumps zweitältester Sohn Eric Trump
Donald Trumps zweitältester Sohn Eric Trump hatte beim Wahlsieg seines Vaters 2016 keine herausragende Rolle im Übergangsteam inne. Das soll laut US-Medien diesmal anders sein. Eric Trump soll wie seine Frau Lara bei Personalentscheidungen eingebunden sein und laut dem Rolling Stone Magazine sogar eine offizielles Amt im Weißen Haus anstreben. © Matt Freed/dpa
Charles Kushner soll unter Donald Trump US-Botschafter in Frankreich werden
Charles Kushner soll unter Donald Trump US-Botschafter in Frankreich werden. Der Vater von Trumps Schwiegersohn Jared Kushner saß zwei Jahre im Gefängnis, ehe Trump ihn am Ende seiner ersten Amtszeit begnadigte. Kushner soll Steuern hinterzogen und Familienmitglieder bedroht und erpresst haben. © CHRIS HONDROS/AFP
Donald Trumps Tochter Tiffany Trump
Gerüchten zufolge könnte Tiffany Trump in Zukunft die Rolle Ivankas im Gefolge des gemeinsamen Vaters übernehmen. Die jüngste Tochter Donald Trumps trat im Wahlkampf 2024 deutlich häufiger als noch 2016 oder 2020 auf. Eine Position im Kabinett oder eine prestigeträchtige Funktion als Präsidentenberaterin in Washington DC kommt für die 31-Jährige aber wohl zu früh. © imago
Alina Habba soll Donald Trump als Beraterin des Präsidenten ins Weiße Haus folgen
Alina Habba soll Donald Trump als Beraterin des Präsidenten ins Weiße Haus folgen. Die 40 Jahre alte Anwältin vertrat Donald Trump unter anderem in dessen Prozess wegen Schweigegeldzahlung in New York. Bei den wochenlangen Verhandlungen stellte sich Habba regelmäßig vor dem Gerichtssaal der Presse und verteidigte ihren Mandanten. Den Prozess verlor Trump zwar, seiner Anwältin scheint er aber weiter zu vertrauen. © ANDREW HARNIK/AFP
Stephen Miller (2.v.r.), hier im Jahr 2017 zwischen Jared Kushner und Steve Bannon
Stephen Miller (2.v.r.), hier im Jahr 2017 zwischen Jared Kushner und Steve Bannon, war bereits in der ersten Administration von Donald Trump als Berater und Redenschreiber des Präsidenten tätig. Der 39 Jahre alte Jungpolitiker ist ein absoluter Hardliner in Sachen Migrationspolitik. Er gilt als geistiger Vater des Einreiseverbots für Muslime, das Trump 2017 erlassen hatte und warb im Vorfeld der US-Wahl 2024 für eine „100-prozentige Abschiebungspolitik“. Man werde „all diese kriminellen Migranten, die ins Land geströmt sind, als erstes abschieben“. Im neuen Weißen Haus Donald Trumps könnte Miller stellvertretender Stabschef werden. © Evan Vucci/dpa
Kash Patel ist langjähriger Trump-Vertrauter
Kash Patel ist langjähriger Trump-Vertrauter und gern gesehener Gast in rechten Podcast-Formaten wie dem „War Room“ von Steve Bannon. Trump ernannte den 44 Jahre alten Anwalt mit indischen Wurzeln zum Direktor des FBI. © IMAGO/Brett Johnsen
Thomas Douglas Homan war einst Polizist, wurde dann Beamter einer Einwanderungsbehörde und später politischer Kommentator im rechten Mediensprektrum
Thomas Douglas Homan war einst Polizist, wurde dann Beamter einer Einwanderungsbehörde und später politischer Kommentator im rechten Medienspektrum. Der 62 Jahre alte Politiker gilt als der Architekt hinter der Entscheidung der ersten Administration von Donald Trump, Migrantenfamilien in Käfige zu stecken und Kinder von ihren Eltern zu trennen. Mit Blick auf die neue Regierung Donald Trumps sagte Homan: „Illegalle Einwanderer sollten es jetzt mit der Angst zu tun haben.“ Trump gab bekannt, dass Homan als sogenannter „Grenz-Zar“ die Grenzsicherung und Abschiebepolitik koordinieren soll. © Lev Radin/Imago
Donald Trump wird Mike Huckabee als US-Botschafter nach Israel schicken.
Donald Trump wird Mike Huckabee als US-Botschafter nach Israel schicken. Der 69 Jahre alte Ex-Gouverneur war noch nie als Diplomat tätig, gilt aber als loyaler Verbündeter des künftigen Präsidenten. „Mike ist seit vielen Jahren ein großartiger Staatsdiener, Gouverneur und religiöser Führer“, sagte Trump in einer Erklärung. „Er liebt Israel und das israelische Volk, und ebenso liebt das israelische Volk ihn. Mike wird unermüdlich daran arbeiten, Frieden im Nahen Osten zu schaffen.“ Huckabee war einst Pastor einer baptistischen Kirche und wird der erste US-Botschafter in Israel sein, der nicht jüdischen Glaubens ist. © John Taggart/AFP
Michael George Glen Waltz, genannt Mike Waltz
Michael George Glen Waltz, genannt Mike Waltz, hat beste Chancen darauf, Sicherheitsberater in der neuen Administration von Donald Trump zu werden. Der 50 Jahre alte ehemalige Offizier gilt als ausgewiesener Sicherheitsexperte der Republikaner. 2018 wurde er erstmals in das US-Repräsentantenhaus gewählt. In der Vergangenheit machte sich Waltz für Verhandlungen mit Russland im Ukraine-Krieg stark. Er gilt außerdem als scharfer Kritiker der Chinas und steht für einen konfrontativen Kurs im Umgang mit der Volksrepublik. © Ted Shaffrey/dpa
Laura Loomer ist politische Aktivistin und Sprachrohr der neuen Ultrarechten in den USA
Laura Loomer ist politische Aktivistin und Sprachrohr der neuen Ultrarechten in den USA. Sie warnte nach dem TV-Duell zwischen Donald Trump und Kamala Harris vor „20.000 kannibalistischen Haitianern, die Haustiere in den Straßen von Ohio jagen und töten“. Donald Trump suchte die Nähe zu der 31 Jahre alten Influencerin, musste sich aber nach mehreren Skandalen rund um Loomer distanzieren. US-Medien vermuten, dass sich Trump nach seinem deutlichem Wahlsieg sicher genug fühlen würde, Loomer in seiner Arbeit im Weißen Haus einzubinden - entweder als Beraterin oder sogar ausgestattet mit einem offiziellem Amt. © IMAGO/Gray Adam/ABACA
Tucker Carlson, hier mit Donald Trump und Tulsi Gabbard
Tucker Carlson, hier mit Donald Trump und Tulsi Gabbard, wurde 2023 als erfolgreichster Kommentator des Senders von Fox News gefeuert. Seitdem ist er unabhängiger Moderator. Seine Rolle als wichtiger Einflüsterer des kommenden Präsidenten konnte er aber halten. Laut US-Medien soll der 55 Jahre alte Fernsehstar eine wichtige Rolle im Übergangsteam Trumps einnehmen. © IMAGO/Jen Golbeck
Eine deutlich wenige kontroverse Personalie ist Brendan Carr
Eine deutlich wenige kontroverse Personalie ist Brendan Carr. Er soll nach den Wünschen von Donald Trump Chef der US-Medienaufsichtsbehörde FCC werden. © IMAGO/Stefani Reynolds
Sebastian Gorka beriet Donald Trump bereits während seiner Amtszeit in Sachen Terrorismusbekämpfung
Sebastian Gorka beriet Donald Trump bereits während seiner Amtszeit in Sachen Terrorismusbekämpfung. Nachdem John Kelly aber das Amt des Stabschefs übernahm, wurde Gorka aus der Administration gedrängt. Nun soll der gebürtige Brite mit ungarischen Wurzeln zum leitenden Direktor für Terrorismusbekämpfung aufsteigen. Gorka gilt als enger Vertrauter von Trumps ehemaligen Berater, Steve Bannon. © CHANDAN KHANNA/AFP
Dr. Mehmet Oz ist Kardiologe und Fernsehmoderator
Dr. Mehmet Oz soll Donald Trumps Gesundheitsminister Robert F. Kennedy Jr. unterstützen. Der Kardiologe und Fernsehmoderator erlangte als Gesundheitsexperte in der Oprah Winfrey Show landesweite Berühmtheit. 2009 erhielt er seine eigene Fernsehshow: eine pseudowissenschaftliche Sendung über Gesundheitsthemen mit dem Namen „Dr. Oz Show“. 2022 trat Oz als Kandidat der Republikaner bei den Zwischenwahlen an, doch scheiterte beim Versuch, Senator des Bundesstaates Pennsylvania zu werden. Nun will Donald Trump den Fernsehmoderator doch noch nach Washington DC bringen. Der designierte Präsident nominierte Oz für den Posten des Administrators für das „Center for Medicare and Medicaid Services“. © IMAGO/Diannie Chavez/The Republic
Eine weitere TV-Persönlichkeit, die Donald Trump gerne in seinem Team hätte, ist Dr. Janette Nesheiwat
Eine weitere TV-Persönlichkeit, die Donald Trump gerne in seinem Team hätte, ist Dr. Janette Nesheiwat. Die zweifach approbierte Ärztin tritt regelmäßig bei Fox News auf. Sie soll den Posten des „Surgeon general“ übernehmen und damit eine wichtige Leitungsfunktion im öffentlichen Gesundheitsdienst der Vereinigten Staaten von Amerika.  © TERRY WYATT/AFP
Ebenfalls unter einem möglichen Gesundheitsminister Robert F. Kennedy soll Marty Makary arbeiten
Ebenfalls unter Gesundheitsminister Robert F. Kennedy soll Marty Makary arbeiten. Donald Trump will, dass der Chirurg die Bundesarzneimittelbehörde der USA leitet. Wie Kennedy vertrat auch Makary, aktuell als Arzt an der Johns-Hopkins-Universität tätig, konträre Ansichten zur Corona-Pandemie. © NOAM GALAI/AFP
der wahre Erfinder der politischen Karriere Donald Trumps: Steve Bannon
Er gilt vielen als der wahre Erfinder der politischen Karriere Donald Trumps: Steve Bannon. Der heute 71 Jahre alte Kommentator und Stratege folgte Trump nach dessen Wahlsieg 2016 als Chefberater kurzzeitig ins Weiße Haus. Die Beziehung der beiden, die bereits 2011 begann, kühlte ab. Im Umfeld Trumps blieb Bannon eine einflussreiche Stimme, wie sein Auftritt auf der rechtskonservativen Konferenz CPAC im Jahr 2025 beweist, auf der unter anderem J.D. Vance eine Rede hielt. © STEVEN HIRSCH/AFP
Paula Michelle White-Cain fungiert als spirituelle Wegweiserin Donald Trumps.
Paula Michelle White-Cain fungiert als spirituelle Wegweiserin Donald Trumps. Die 58 Jahre alte, zweimal geschiedene und dreimal verheiratete TV-Predigerin vertritt die Lehre des sogenannten Wohlstandsevangeliums, nach dem finanzieller Erfolg als sichtbarer Beweis für die Gunst Gottes gilt. Im Klartext: Wer reich ist, muss sich dafür nicht schämen oder gar fürchten, deshalb nicht ins Himmelreich eingehen zu können – egal, was Jesus Christius laut Bibel im Gleichnis vom Nadelöhr erzählt. © IMAGO/CNP / MediaPunch
Paula White ist „Chefberaterin des Glaubensbüros im Weißen Haus“
Seit dem 7. Februar 2025 ist White, hier ganz in weiß gekleidet, „Chefberaterin des Glaubensbüros im Weißen Haus“. Trump selbst hatte dieses Büro kurz zuvor ins Leben gerufen. Seine Aufgaben sind laut Bekanntmachung des Weißen Hauses „religiöse Einrichtungen, Gemeindeorganisationen und Gotteshäuser in ihren Bemühungen zu unterstützen, amerikanische Familien zu stärken, Arbeit und Selbstversorgung zu fördern und die Religionsfreiheit zu schützen“. Über ihre persönliche Verbindung zu Gott lässt White, die hier den Segen des Allvaters für Trump einholt, keine Zweifel aufkommen. „Wenn ich über den Rasen vor dem Weißen Haus laufe, dann wird der Boden unter meinen Füßen zu heiligem Boden“, so White in einer ihrer TV-Predigen. © IMAGO/White House Handout/White House
Peter Thiel ist seit langem Unterstützer Donald Trumps
Peter Thiel, hier in Begleitung der Publizistin Amy Chua, ist seit langem Unterstützer Donald Trumps. Thiel wurde 1967 in Frankfurt am Main geboren, wuchs aber in den USA und Südafrika auf. Seine Karriere als Tech-Unternehmer begann mit der Gründung des Bezahldienstes Paypal. Der Multimilliardär unterstützte Trump bereits bei seinem ersten Wahlkampf 2016 mit großzügigen Spenden und gilt außerdem als enger Vertrauter von Vizepräsident J.D. Vance. © LEIGH VOGEL
Dana White, Präsident der MMA-Kampfsportorganisation UFC,
Dana White, Präsident der MMA-Kampfsportorganisation UFC, ist seit Jahrzehnten ein enger Vertrauter Donald Trumps. Der hatte sich das Vertrauen Whites verdient, als er zu Beginn der UFC deren Veranstaltungen in seinen Casinos in Atlantic City genehmigte. White unterstützte Trump Jahre später bei dessen Wahlkampf 2016 und war geladener Gast bei der Amtseinfühung 2025. © IAN MAULE/AFP
David Sacks ist Multimillionär und guter Freund von Elon Musk.
David Sacks ist Multimillionär und guter Freund von Elon Musk. Sacks wird als Donald Trumps „KI- und Krypto-Zar“ fungieren. Vor der US-Wahl trieb Sacks im Silicon Valley Spendengelder für Trumps Kampagne ein und gabin seinem Podcast „All In“ mehrfach Wahlempfehlungen für Trump ab. Die Wahlnacht verbrachte Sacks an der Seite Trumps in dessen Wohnsitz Mar-a-Lago. © KAYLA BARTKOWSKI
Wie ist es denn mit der amerikanischen Bevölkerung? Folgt sie hier dem amerikanischen Präsidenten?
Viele Wähler Trumps haben nicht den Hauch eines Interesses an diesen Dingen, die Trump beschäftigen, weder an Grönland, schon gar nicht an Kanada, auch Trump-Hotels im Gazastreifen interessieren sie nicht. Ich habe jetzt mitbekommen, dass beim ein oder anderen republikanischen Town-Hall-Meeting Abgeordnete des Kongresses Schwierigkeiten mit ihren Wählern hatten, die ganz offen sagen, was interessiert uns das mit Grönland oder Gaza. Sie sind im klassischen Sinne isolationistisch und wollen sich raushalten, nicht mehr die Weltpolizei sein, nicht so viel ausgeben für internationalistischen Aktivismus und das, was konservative Autoren gerne als liberalen Mechanismus bezeichnen im Sinne von: Wir ziehen in die Welt hinaus und bringen dem Rest der Welt Frieden, Freiheit, Demokratie. Die Wählerschaft sagt hingegen: Wir wollen dafür nicht bezahlen. Und insofern findet sich hier eine der Sollbruchstellen in der Wählerschaft von Trump, weil bestimmte Dinge, die er jetzt anders als in der ersten Amtszeit macht, bei seinen Wählern nicht unbedingt auf Gegenliebe stoßen.

US-Demokraten werden sich etwas einfallen lassen müssen

Werden sich die Vereinigten Staaten langfristig verändern oder ist das ein vorübergehendes Phänomen? Muss Europa sich also auf etwas Endgültiges einstellen?
Das ist im Moment schwer einzuschätzen und hängt von den kommenden Zwischenwahlen ab. Sollte Trump seine Mehrheit in den nächsten Jahren verlieren, könnte seine Ära ein kurzes Intermezzo gewesen sein. Doch die sozialen Spannungen, die ihn an die Macht gebracht haben, bleiben bestehen. Es werden also nicht alle plötzlich zufrieden sein. Die Demokraten werden sich daher schon noch etwas einfallen lassen müssen. Und der Kontinentaldrift findet ja bereits seit den 1990er Jahren statt. Durch den Wegfall des Bedrohungsszenarios mit dem Ende der Sowjetunion wurde erkennbar, dass die USA und Europa in vielerlei Hinsicht unterschiedliche Vorstellungen und Interessen haben. Die transatlantische Allianz war also nach dem Kalten Krieg ohnehin im Wandel – dieser Prozess wird sich nun beschleunigen.
Was heißt das für Europa, was kann es konkret tun?
Für Europa bedeutet das, sich darauf einzustellen, dass die USA kein verlässlicher Partner mehr sind, zumal nun neben Trump mit seinen revisionistischen Vorstellungen jemand wie Putin mit seinem post-sowjetischen Revisionismus auftaucht. Europa wird seine politische und militärische Eigenständigkeit massiv ausbauen müssen. Es bleibt gar nichts anderes übrig in Anbetracht der Größe ihrer Rivalen in den USA, in Russland und in China, die Europäer müssen erheblich mehr Selbstbewusstsein auf der politischen und der militärischen Bühne zeigen.
Gibt es ein historisches Beispiel für dieses höllische Tempo, das Trump vorlegt, dieses ständige Hin und Her, Zölle rauf, Zölle runter?
An sich nicht, wenn jemand wie McKinley die Zölle kräftig angehoben hatte, dann blieben sie auch oben. Amerikanische Präsidenten haben immer versucht, ihre Programme konsequent durchzuziehen, nur aus taktischen Gründen hat man etwas zurückgenommen. Das lässt sich bei Ronald Reagan sehr schön sehen, der aber hatte eine große Linie, sowohl innenpolitisch, wirtschaftspolitisch wie außenpolitisch. Man kann zu ihr stehen wie man will, aber es war eine Linie da. Trump verfolgt durchaus gewisse Ziele, aber es gehört zu seinem Politikstil, die andere Seite möglichst lange darüber im Dunkeln zu lassen, was er eigentlich will.

Interview: Michael Hesse

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