Flugunglück in Washington: Mann spricht über die letzte SMS seiner Frau – kurz vor dem Absturz
VonChristoph Gschoßmann
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Ein Flugzeugunglück erschüttert Washington. Angehörige beten um die Insassen der Maschinen. Ein Mann spricht sogar über die wohl letzte SMS seiner Frau aus dem Flugzeug.
Washington – Die Hoffnung auf positive Nachrichten schwindet: Ein Ehemann einer Passagierin des verunglückten Flugzeugs in Washington äußerte in einem Interview seine Verzweiflung. Hamaad Raza, dessen Frau an Bord war, wartete am Flughafen und sagte dem Sender WUSA9: „Ich bete nur, dass sie gerade jetzt, in diesem Moment, jemand aus dem Fluss zieht.“ Der von American Airlines durchgeführte Flug war nach einer Kollision mit einem Hubschrauber in den Potomac-Fluss gestürzt.
64 Personen bei Flugzeugabsturz in Washington an Bord
In der Nähe des Ronald-Reagan-Airports (DCA) kollidierte die Passagiermaschine mit 64 Personen an Bord beim Landeanflug mit einem US-Militärhubschrauber. Viele Tote werden befürchtet. Auch die letzten Funksprüche wurden bereits enthüllt. Feuerwehrboote und Rettungskräfte durchsuchen das Wasser und das Ufergebiet.
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Raza erhielt kurz vor der geplanten Landung eine Nachricht von seiner Frau: „Sie schrieb mir, dass sie in 20 Minuten landen würden“, berichtete er. Als er jedoch antworten wollte, kamen seine Nachrichten nicht an. „Da wurde mir klar, dass etwas nicht stimmen könnte.“
Feuerwehrchef in Washington glaubt nach Unglück nicht an Überlebende
Die Überlebenschancen scheinen gering. „Wir glauben derzeit nicht, dass es Überlebende gibt“, erklärte Feuerwehrchef John Donnelly am Donnerstagnachmittag (MEZ) bei einer Pressekonferenz auf dem Flughafen Reagan National. Bislang wurden 27 Tote aus dem Flugzeug und ein Toter aus dem Hubschrauber geborgen.
Unglück in Washington: Reporter bittet Ehemann, letzte Nachricht seiner Frau zu zeigen
Ein Video in den sozialen Medien zeigt Razas emotionalen Appell: „Ich bete nur, dass sie gerade jetzt jemand aus dem Fluss zieht.“ Beobachter kritisieren das Verhalten des Reporters, der Raza bat, die letzte Nachricht seiner Frau zu zeigen. „Den Mann zu bitten, ihm die letzte SMS zu zeigen, die er von seiner Frau erhalten hat, ist so unangemessen. Was hätte der arme Kerl auch sagen sollen?“, schrieb ein X-User. Ein anderer bezeichnete das Verhalten als „grausam“.
Weitere Nutzer sprachen von „schamloser Berichterstattung.“ „Das ist schrecklich und die Presse ist widerlich“, äußerte ein weiterer User. Viele drückten ihr Mitgefühl aus: „Das bricht einem das Herz. Aber lasst den Mann doch trauern“, schrieb ein User.
Die Rettungsarbeiten werden durch die niedrigen Temperaturen erschwert. In den letzten Tagen lagen sie weit unter dem Gefrierpunkt, erst kürzlich wurde es etwas wärmer. Das Wasser des Flusses ist jedoch immer noch eisig und teilweise gefroren. In solch kaltem Wasser können Menschen nicht lange überleben.
Heartbreaking: A man waiting at the airport tells @wusa9 that his wife was onboard the crashed American Airlines plane and texted him shortly before crash
Bürgermeisterin Muriel Bowser und Feuerwehrchef Donnelly schilderten die extrem schwierigen Bedingungen für die Rettungskräfte in der Dunkelheit und im kalten Flusswasser. Rund 300 Rettungskräfte waren im Einsatz, und die Arbeiten könnten noch Tage andauern.
Ein Video auf der Plattform X zeigt einen großen Feuerball am dunklen Himmel. Die Szene zwischen dem Hauptstadtflughafen und der nahegelegenen Stadt Alexandria in Virginia wirkt dramatisch. Sirenen sind im gesamten Großraum Washingtons zu hören. Laut der Luftfahrtbehörde FAA handelte es sich bei dem Flugzeug um eine Bombardier CRJ700 von American Airlines, die in Wichita, Kansas, gestartet war. Der Hubschrauber, ein UH-60, war nach Pentagon-Angaben auf einem Übungsflug. (cgsc mit dpa)