„Sahen Leuchtraketen“

„Haben Sie den CRJ in Sicht?“ – ein erschreckendes „Oh“: Enthüllter Funkspruch vor dem Flugzeugabsturz in Washington

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Momente vor dem Flugzeugunglück in Washington spricht ein Fluglotse mit dem Hubschrauberpiloten. Laut einem Funkspruch konnte der Pilot das Flugzeug erkennen.

Washington D.C. – Nach der Kollision einer Passagiermaschine mit einem Militärhelikopter über Washington laufen die Bergungsarbeiten. Am Mittwochabend (Ortszeit) ist das Linienflugzeug des Typs Bombardier CRJ700 von American Airlines mit 64 Menschen an Bord mit dem Helikopter zusammengeprallt und in den Fluss Potomac gestürzt. In der Militärmaschine saßen drei Menschen. Eine von CNN zitierte Tonaufnahme dokumentiert die letzten Momente vor der Kollision.

Flugzeugabsturz in Washington: Funkspruch vor Kollision enthüllt

In der Aufnahme spricht ein Fluglotse, der den Helikopter fragt: „PAT 2-5, haben Sie den CRJ in Sicht?“ Nach dieser Frage erklärte er dem Helikopterpiloten, hinter dem Passagierflugzeug vorbeizufliegen. Weitere Tonaufnahmen, die vor der Kollision aufgenommen wurden, zeigen, wie der Pilot des Hubschraubers sagt: „PAT 2-5 hat Flugzeug in Sicht, erbitte Sichttrennung“.

Ein Flugzeug der American Airlines steht an einem Gate des Ronald Reagan Washington National Airport. In der Nähe des Flughafens kam es zu einer Kollision.

Keine 13 Sekunden später sollen auf dem Tonband Atemzüge zu hören sein, wie CNN weiter berichtet. Zudem sei im Hintergrund ein lautes „Oh“ zu hören, das aus dem Tower gekommen war, als der Helikopter mit dem Linienflugzeug zusammenprallte. Daraufhin soll der Tower andere Piloten über den Vorfall alarmiert haben. „Ich weiß nicht, ob Sie vorhin mitbekommen haben, was passiert ist, aber es gab eine Kollision im Landeanflug auf 3-3“, so der Lotse.

Nach Flugzeugabsturz in Washington: Piloten „sahen Leuchtraketen“

„Wir werden den Flugbetrieb auf unbestimmte Zeit einstellen, wenn Sie zum Gate zurückkehren wollen. Ich empfehle Ihnen, sich mit der Firma abzusprechen. Lassen Sie mich wissen, was Sie tun wollen“, sagte er und bezog sich dabei auf die Landebahn 33. Auch ein Pilot einer anderen Maschine hatte den Vorfall gesehen, wie eine Aufnahme verrät.

Bilder zeigen Moment der Flugzeugkollision in Washington – Weltmeister-Duo bei Unglück gestorben

Videos auf X zeigen, wie der Hubschrauber in das Flugzeug kracht und dieses in Flammen aufgeht.
Videos auf X zeigen, wie der Hubschrauber in das Flugzeug kracht und dieses in Flammen aufgeht. © Eli Zusman/X/Screenshot
Rettungskräfte arbeiten auf dem Potomac River in der Nähe des Ronald Reagan Washington National Airport. Es wird von zahlreichen Toten ausgegangen.
Rettungskräfte arbeiten auf dem Potomac River in der Nähe des Ronald Reagan Washington National Airport. Es wird von zahlreichen Toten ausgegangen. © Julio Cortez/dpa
Zahlreiche Boote sind am frühen Morgen an den Such- und Rettungsmaßnahmen auf dem Potomac River im Einsatz.
Zahlreiche Boote sind am frühen Morgen an den Such- und Rettungsmaßnahmen auf dem Potomac River im Einsatz. © Mark Schiefelbein/picture alliance/dpa
Wenige Stunden später dann die dramatische Nachricht von Feuerwehrchef John Donnelly: Die Rettungsaktion ging zu einer reinen Bergungsaktion über – das heißt, dass keine Überlebenden erwartet werden.
Wenige Stunden später dann die dramatische Nachricht von Feuerwehrchef John Donnelly: Die Rettungsaktion ging zu einer reinen Bergungsaktion über – das heißt, dass keine Überlebenden erwartet werden. © Mark Schiefelbein/picture alliance/dpa/AP
Mitarbeiter des Amerikanischen Roten Kreuzes treffen am Ronald Reagan Washington National Airport ein, um bei der Rettung nach dem Flugezugabsturz zu helfen.
Mitarbeiter des Amerikanischen Roten Kreuzes treffen am Ronald Reagan Washington National Airport ein, um bei der Rettung nach dem Flugezugabsturz zu helfen. © Julio Cortez/dpa
Aufnahmen zeigen die Momente vor der Kollision des Helikopters mit dem Passagierflugzeug in Washington: Der Hubschrauber fliegt geradewegs in Richtung des Flugzeuges, bis er mit diesem zusammenkracht.
Aufnahmen zeigen die Momente vor der Kollision des Helikopters mit dem Passagierflugzeug in Washington: Der Hubschrauber fliegt geradewegs in Richtung des Flugzeuges, bis er mit diesem zusammenkracht. © Eli Zusman/X/Screenshot
Der Ronald Reagan Washington National Airport wurde nach dem Absturz der Passagiermaschine gesperrt. „Alle Starts und Landungen wurden am DCA gestoppt“, teilte der Flughafen auf der Plattform X mit.
Der Ronald Reagan Washington National Airport wurde nach dem Absturz der Passagiermaschine gesperrt. „Alle Starts und Landungen wurden am DCA gestoppt“, teilte der Flughafen auf der Plattform X mit. © Bonnie Cash/imago
Ein Boot arbeitet nach dem Crash auf dem Potomac River. Der Fluss gleiche aktuell einem „großen schwarzen Fleck“, erklärt Feuerwehrchef John Donnelly.
Ein Boot arbeitet nach dem Crash auf dem Potomac River. Der Fluss gleiche aktuell einem „großen schwarzen Fleck“, erklärt Feuerwehrchef John Donnelly. © Alex Brandon/dpa
Auch ein Hubschrauber ist nach dem schweren Crash in Washington im Einsatz. Mit einem Scheinwerfer sucht er den Potomac River in der Nähe des Ronald Reagan Washington National Airport ab.
Auch ein Hubschrauber ist nach dem schweren Crash in Washington im Einsatz. Mit einem Scheinwerfer sucht er den Potomac River in der Nähe des Ronald Reagan Washington National Airport ab. © Alex Brandon/dpa
Ein Mitglied des National Transportation Safety Board (NTSB) bewacht eine Tür des Ronald Reagan Washington National Airport, nachdem dieser wegen des Unglücks gesperrt werden musste.
Ein Mitglied des National Transportation Safety Board (NTSB) bewacht eine Tür des Ronald Reagan Washington National Airport, nachdem dieser wegen des Unglücks gesperrt werden musste. © Julio Cortez/dpa
Flugzeugabsturz in Washington
Rettungskräfte suchen im Potomac River nach Überlebenden des Flugzeugunglücks in Washington. © ANDREW CABALLERO-REYNOLDS/AFP
Evgenia Shishkova und Vadim Naumow sind beim Flugzeugunglück in Washington gestorben.
Evgenia Shishkova und Vadim Naumow sind beim Flugzeugunglück in Washington gestorben. © Imago/Montage
Flugzeugabsturz über US-Hauptstadt Washington
Nach dem Flugzeugunglück in Washington haben die Rettungskräfte keine Hoffnung mehr, noch Überlebende zu finden. © Hu Yousong/XinHua/dpa
USA, Arlington: Ein Hubschrauber der US-Park Police überfliegt den Potomac River in der Nähe des Ronald Reagan Washington National Airport.
USA, Arlington: Ein Hubschrauber der US-Park Police überfliegt den Potomac River in der Nähe des Ronald Reagan Washington National Airport.  © Carolyn Kaster/AP/dpa +++ dpa-Bildfunk +++
Nach dem tödlichen Flugzeugunglück in der US-Hauptstadt Washington soll der Flughafen noch heute wieder öffnen. „Es ist sicher“, sagte Jack Potter von der Flughafenbehörde der Metropolregion Washington. Die Bergungsarbeiten, die auf dem Gelände durchgeführt würden, fänden im Wasser statt. Daher werde der Flugverkehr am Vormittag um 11.00 Uhr (Ortszeit) wieder aufgenommen.
Nach dem tödlichen Flugzeugunglück in der US-Hauptstadt Washington soll der Flughafen noch heute wieder öffnen. „Es ist sicher“, sagte Jack Potter von der Flughafenbehörde der Metropolregion Washington. Die Bergungsarbeiten, die auf dem Gelände durchgeführt würden, fänden im Wasser statt. Daher werde der Flugverkehr am Vormittag um 11.00 Uhr (Ortszeit) wieder aufgenommen.  © ANDREW CABALLERO-REYNOLDS / AFP
Flugzeugabsturz über US-Hauptstadt Washington
Nach Angaben von US-Verkehrsminister Sean Duffy gab es vor dem Flugzeugabsturz in Washington keine Abweichung von Standardprozedere im Flugverkehr rund um den Airport. © Mark Schiefelbein/AP/dpa
American-Airlines CEO Robert Isom bei einer Pressekonferenz in Washington: In einer Videoerklärung sprach er den Angehörigen den Opfer bereits zuvor sein „tiefstes Mitgefühl“ aus.
American-Airlines CEO Robert Isom bei einer Pressekonferenz in Washington: In einer Videoerklärung sprach er den Angehörigen den Opfer bereits zuvor sein „tiefstes Mitgefühl“ aus. © Mark Schiefelbein/picture alliance/dpa/AP
Ein tragisches Bild, das wohl in die Luftfahrtgeschichte der USA eingehen wird: Das Wrack des abgestürzten Flugzeugs vor dem Kapitol in Washington.
Ein tragisches Bild, das wohl in die Luftfahrtgeschichte der USA eingehen wird: Das Wrack des abgestürzten Flugzeugs vor dem Kapitol in Washington. © Carolyn Kaster/picture alliance/dpa/AP
Auf diesem von der US-Küstenwache zur Verfügung gestellten Bild sind Wrackteile im Potomac River in der Nähe des Ronald Reagan Washington National Airport zu sehen.
Auf diesem von der US-Küstenwache zur Verfügung gestellten Bild sind Wrackteile im Potomac River in der Nähe des Ronald Reagan Washington National Airport zu sehen. © Petty Officer 2nd Class Taylor B/U.S. Coast Guard/AP/dpa
Passierte in diesem Tower des Reagan National Airport die fatale Panne?
Passierte in diesem Tower des Reagan National Airport die fatale Panne? Neue US-Berichte legen einen Fehler bei den Fluglotsen nahe. © Oliver Contreras / AFP

Zu einem Fluglotsen sagte der Pilot: „Ja, wir waren im kurzen Endanflug und sahen Leuchtraketen von der anderen Seite des Potomac.“ Später erklärte ein weiterer Fluglotse, dass sich beide Flugkörper im Fluss befänden und eine Such- und Rettungsaktion durchgeführt werde.

Flugzeugkollision in Washington: Suche nach Opfern „extrem hart“

Medienberichten zufolge sollen mehr als ein Dutzend Leichen aus dem Fluss geborgen worden sein. Allerdings stehen die rund 300 Einsatzkräfte vor großen Herausforderungen. Die Einsatzbedingungen seien „extrem hart“, wie der Feuerwehrchef John Donnelly sagte. Starker Wind, Kälte und das trübe Wasser des Flusses behinderten die Suche der Feuerwehrtaucher.

Der Hauptstadtflughafen Ronald Reagan (DCA), der sich in unmittelbarer Nähe zum Stadtzentrum am Fluss Potomac befindet, soll nach dem Absturz bis mindestens Donnerstagvormittag geschlossen bleiben. US-Präsident Donald Trump sprach von einer „schlimmen Situation“ und äußerte sich über den Absturz wirr. (vk mit Agenturmaterial)

Rubriklistenbild: © Mark Schiefelbein/dpa

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