VonKarolin Schaeferschließen
Schwere Unwetter haben Italien getroffen. Besonders in der Toskana kam es zu Überschwemmungen. Zeitweise waren 200 Menschen von der Außenwelt abgeschnitten.
Update vom 12. September, 8.15 Uhr: Nach tagelangen Unwettern hat der italienische Zivilschutz am Freitag (12. September) sämtliche Warnungen für das Land aufgehoben. Wie rainews.it berichtet, müssen sich dennoch mehrere Regionen weiterhin auf Niederschläge einstellen, besonders im Norden Italiens. Die Wettermodelle kündigten Gewitter und Schauer in der Lombardei, Triveneto, Ligurien sowie Emilia-Romagna und Piemont an.
Auch Urlauber auf Sardinien und Bewohner in Mittelitalien sollten sich zeitweise auf Regenfälle einstellen. Die Intensität der Niederschläge wird jedoch deutlich geringer ausfallen als in den vergangenen Tagen. Nun beginnen die Regionen mit der Beseitigung der durch das Unwetter verursachten Schäden.
Zivilschutz warnt vor schweren Unwettern in Italien
Update vom 11. September, 19.40 Uhr: Nur einen Tag nach den verheerenden Überschwemmungen zeigt sich Bibione bereits wieder von seiner besten Seite. Dank einer Mobilisierung von Zivilschutz, Gemeindepolizei, Feuerwehr und freiwilligen Helfern – darunter auch viele Touristen – konnte der Zustand des beliebten Badeortes wieder hergestellt werden. Bereits um 5 Uhr morgens arbeiteten Teams mit Fahrzeugscheinwerfern daran, den Strand zu säubern. Mittlerweile sind 80 Prozent der Strandabschnitte wieder zugänglich, und die Touristen kehren unter ihre Sonnenschirme zurück.
Unwetter-Chaos in Italien: Wassermassen überfluten Urlaubsregionen – Dramatische Bilder




Update vom 11. September, 10.08 Uhr: Die Unwetterlage in Italien bleibt auch am Donnerstag (11. September) angespannt. Der Zivilschutz warnte über den Onlinedienst X weiterhin vor Unwettern der Stufe Gelb, insbesondere in den südlichen Landesteilen. In der Region Kampanien herrscht sogar die Alarmstufe Orange. Als Vorsichtsmaßnahme ordnete Neapels Bürgermeister Gaetano Manfredi die Schließung aller städtischen Friedhöfe an.
Die Feuerwehr verzeichnete allein in der Lombardei 150 Einsätze während der Nacht zum Donnerstag. Die Einsatzkräfte waren hauptsächlich wegen Überflutungen, Erdrutschen, umgestürzter Bäume und zur Rettung eingeschlossener Menschen im Einsatz.
Zwischen Udine und Gorizia kam es ebenfalls zu hundert Einsätzen. Besonders schwer getroffen wurde der Küstenort Lignano Sabbiadoro, wo ein Campingplatz überflutet wurde. Hunderte Reisende mussten zuvor in Sicherheit gebracht werden.
Dramatische Szenen spielten sich auch auf Sizilien ab: In sozialen Medien kursierende Videos zeigten, wie sich die Straßen von Alcamo durch die extremen Regenfälle in reißende Ströme verwandelten.
Un violento nubifragio ha interessato Alcamo in provincia di Trapani nella tarda serata di ieri. Il video mostra la furia delle acque mentre scende lungo una strada trascinando con sè anche delle auto parcheggiate.
— 3B Meteo (@3BMeteo) September 11, 2025
La perturbazione che ha interessato il Centro Nord Italia si sta… pic.twitter.com/jP12oEV5XW
Notstand während Unwetter in Italien-Region ausgerufen
Update vom 10. September, 16.51 Uhr: Aufgrund der verheerenden Unwetter in Italien erklärte Luca Zaia, der Regionalpräsident von Venetien, den „regionalen Notstand“. Die Region um Bibione ist besonders stark betroffen. Nach Angaben von rainews.it stehen Straßen stellenweise 30 Zentimeter unter Wasser, während Wassermassen bereits in zahlreiche Gebäude eingedrungen sind.
In Mailand herrscht bis Mitternacht die gelbe Unwetterwarnstufe. Die anhaltenden Starkregen lassen befürchten, dass die Flüsse Lambro und Seveso über die Ufer treten könnten. Auch für die Lagunenstadt Venedig wird Hochwasser prognostiziert. Das Gezeitenzentrum sagte für Donnerstagmittag (11. September) einen Wasserstand von 105 Zentimetern voraus.
Unwetter: Riesiger Camping-Platz in Italien unter Wasser
Update vom 10. September, 13.30 Uhr: Italien kämpft weiterhin mit schweren Unwettern. Nach Angaben von rainews mussten aus Sicherheitsgründen etwa 2.300 Urlaubende von einem Campingplatz in Lignano Sabbiadoro in Sicherheit gebracht werden. Die Betroffenen wurden in anderen Einrichtungen untergebracht.
In Venedig sind die Rettungskräfte bereits seit den frühen Morgenstunden ununterbrochen im Einsatz. Zahlreiche Gebäude stehen unter Wasser. Bürgermeister Luigi Brugnaro verkündete über X die Aktivierung des städtischen Hochwasserschutzsystems. Gleichzeitig verschärfte sich die Lage in Teilen Kampaniens, wo die Unwetterwarnung auf Orange angehoben wurde. Betroffen sind unter anderem die Region um Neapel, das Vesuv-Gebiet sowie die Sorrent-Amalfiküste. Dort besteht akute Gefahr von lokalen Überflutungen und Erdrutschen.
Schwere Unwetter wüten in der Toskana und auf Urlaubsinsel in Italien
Erstmeldung: Portoferraio – Sintflutartige Regenfälle haben die italienische Urlaubsregion Toskana in ein Katastrophengebiet verwandelt. Straßen wurden zu reißenden Flüssen, Autos versanken in den Wassermassen und Einheimische mussten in Sicherheit gebracht werden. Besonders betroffen war die Ferieninsel Elba.
In Portoferraio, dem Hauptort der Mittelmeerinsel, haben die Regenfälle zu Überschwemmungen und Dauereinsätzen von Polizei und Feuerwehr geführt, schrieb der toskanische Präsident Eugenio Giani bei Facebook am Dienstag (9. September). Die Wassermassen überfluteten das historische Zentrum zwischen Via Carducci und Piazza Cavour sowie das Industriegebiet.
Unwetter fegen über Urlaubsregionen in Italien: 200 Menschen von Außenwelt abgeschnitten
Laut rainews.it hatte sich diesmal auch ein Erdrutsch bei Forno ereignet. 200 Menschen waren zeitweise von der Außenwelt abgeschnitten. Infolge des Unwetters waren am Dienstagnachmittag auch Telefonverbindungen ausgefallen. Für Einheimische und Reisende ist dies nicht das erste Mal. Erst am 20. und 22. August war es zu Überschwemmungen auf der Urlaubsinsel gekommen
Allein die Feuerwehr verzeichnete 280 Einsätze in den vergangenen 24 Stunden in den Regionen Latium, Ligurien, Toskana und Lombardei. Auch in der italienischen Hauptstadt Rom gab es rund 100 Einsätze. Hier berichteten die Einsatzkräfte vor allem von umgestürzten Bäumen und vollgelaufenen Kellern. Auch Deutschland wurde kürzlich von schweren Unwettern getroffen.
Unwetter-Gefahr in Italien noch nicht gebannt
Parallel wüteten schwere Unwetter in Norditalien. Mehrere Bäche waren über die Ufer getreten, zudem wurden kleinere Erdrutsche gemeldet. Laut Feuerwehr mussten 19 Menschen aus überfluteten Gebäuden nahe dem den beliebten Italien-Juwel Comer See evakuiert werden. Auch in Como selbst gab es Überschwemmungen.
Vorbei ist die Gefahr aber noch nicht. Der Wetterdienst ilmeteo hat für Mittwoch (10. September) erneut Unwetter vorausgesagt. Vor allem im Norden und der Mitte des Landes sollen starke Regenfälle und Gewitter wüten. Für die Toskana gilt weiterhin Alarmstufe Orange. Demzufolge seien auch erneut Überschwemmungen möglich. Erst am Abend soll sich die Wetter-Lage allmählich beruhigen. Auch in Deutschland bleibt das Wetter vorerst ungemütlich. (kas)
Rubriklistenbild: © Vigili del Fuoco

