Griechenland kämpft gegen Großbrand: Athen von Rauchwolken bedeckt
VonKarolin Schaefer
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Kilian Bäuml
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Ein massives Feuer bedroht die Region nördlich von Athen und taucht die Hauptstadt in Rauch. Obwohl 19 Löschflugzeuge und 500 Feuerwehrleute im Einsatz sind, ist die Lage weiterhin kritisch.
Update vom 13. August, 6.58 Uhr: Bei den schweren Waldbränden in der Nähe von Athen ist eine Frau ums Leben gekommen. Laut Medienberichten fanden Einsatzkräfte der Feuerwehr ihre Leiche am Morgen in einem völlig abgebrannten Fabrikgebäude.
Das Feuer frisst sich weiter. Nach ersten Berechnungen sind mehr als 100.000 Hektar verbrannt. Laut griechischen Medien eine „Naturkatastrophe“. Tiere seien verkohlt und auch Häuser niedergebrannt, Existenzen zerstört. Mehr als 100 Brandherden haben vieles in Schutt und Asche gelegt.
Seit Tagesanbruch sind wieder Hubschrauber und Löschflugzeuge im Einsatz. Am Boden kämpfen mehr als 700 Einsatzkräfte der Feuerwehr gegen die Flammen. In der Nacht auf Dienstag war es gelungen, die 30 Kilometer lange Feuerfront einzudämmen. Noch gibt es allerdings aktive Brandherde.
Waldbrand in Griechenland – Flammen rücken weiter nach Athen vor
Update vom 12. August 2024, 20.55 Uhr: Der Großbrand nahe Athen nähert sich nach wie vor der historischen Stadt. Viele Gemeinden, darunter Marathon, mussten bereits evakuiert werden. „Die Leute haben Angst. Und was ist mit dem Wasser? Werden wir genug Wasser haben?“, sorgt sich die 55-jährige Sozialarbeiterin Maria Kanavaki aus Marathon bei n-tv.
Immer noch sind hunderte Feuerwehrleute im Einsatz und versuchen, eine weitere Ausbreitung der Flammen zu verhindern. Bislang jedoch vergeblich. Das liegt unter anderem am starken Wind, der die Flammen vor sich hertreibt.
Großbrand in der Nähe von Athen: Mehrere Orte mussten evakuiert werden
Update vom 12. August 2024, 7.47 Uhr: Nördlich von Athen wütet nach wie vor ein Großbrand. „Alle Kräfte des Zivilschutzes haben die ganze Nacht gekämpft und trotz übermenschlicher Anstrengungen breitet sich das Feuer weiterhin sehr schnell aus“, sagte Feuerwehrsprecher Vassilis Vathrakogiannis. In den frühen Morgenstunden mussten mindestens fünf Orte evakuiert werden. Darunter befanden sich auch ein Kinder- und ein Militärkrankenhaus in der Gemeinde Penteli.
Nach Angaben der Feuerwehr werden bei Tagesanbruch 29 Löschflugzeuge und Hubschrauber eingesetzt. Vor den Flammen flüchtende Menschen können in den Anlagen des Olympiastadions im Norden Athens und anderen Sporthallen Schutz suchen. Laut Verband der Hoteliers stellten zudem Hotels ihre Zimmer zur Verfügung. Wegen Atemwegsbeschwerden wurden bereits zahlreiche Menschen in Krankenhäuser gebracht.
Update vom 12. August 2024, 6.30 Uhr: Das Feuer in der Kleinstadt Varnavas, das die griechische Hauptstadt Athen in dichte Rauchschwaden hüllte, war am späten Sonntagabend noch immer nicht gelöscht. Die Flammen hatten bereits eine Fläche von 100 Quadratkilometern verbrannt. Behörden hatten am Montagmorgen die Evakuierung mehrerer Ortschaften nordöstlich von Athen angeordnet.
Hunderte Menschen flüchteten auch aus den umliegenden Dörfern, während andere versuchten, ihre Häuser vor den Flammen zu retten. „Die Situation bleibt gefährlich, da sich das Feuer zwischen den Wohnhäusern ausbreitet“, sagte Feuerwehrsprecher Vassilis Vathrakogiannis. „Wir erwarten eine sehr schwierige Woche“, zitierte Reuters den Forschungsdirektor des Athener Observatoriums, Kostas Lagouvardos.
Zivilschutzminister Vassilis Kikilias hatte bereits am Wochenende gewarnt, dass die Wetterbedingungen bis Mitte August Waldbrände begünstigen könnten. Es würden „extrem hohe Temperaturen und gefährliche Wetterbedingungen herrschen“, sagte er bei einer Regierungssitzung. Für Montag wurden Höchstwerte von bis zu 39 Grad vorausgesagt. Vor allem im Westen des Landes soll es heiß werden.
Update vom 11. August 2024, 22.32 Uhr: Am Sonntag ordneten die griechischen Behörden die Räumung der historischen Stadt Marathon an. Die Stadt war ebenfalls durch die Waldbrände nahe der griechischen Hauptstadt Athen bedroht. Die Feuerwehr gab bekannt, dass die über 30.000 Bewohner der Stadt in den Küstenort Nea Makri gebracht wurden, wie die Nachrichtenagentur AFP berichtet. In verschiedenen Teilen Griechenlands waren den ganzen Tag über hunderte Feuerwehrleute und freiwillige Helfer im Einsatz, um gegen die schweren Waldbrände zu kämpfen.
Erstmeldung vom 11. August 2024, 19.35 Uhr: Athen – Ein verheerendes Feuer wütet nördlich von Athen. Wegen der starken Hitzewelle in Griechenland wurde die Akropolis in diesem Sommer bereits geschlossen. Jetzt erheben sich Rauchschwaden und dringen bis in die griechische Hauptstadt vor. Ein Vertreter der Brandbekämpfungseinheiten äußerte sich im griechischen Rundfunk: „Die Flammen steigen mehr als 25 Meter hoch.“ 19 Löschflugzeuge und etwa 500 Feuerwehrkräfte sind in der Gegend um das kleine Dorf Varnavas aktiv.
Feuer in Griechenland – Rauch zieht bis nach Athen
Die Bewohner der betroffenen Gebiete wurden vom Katastrophenschutz per SMS aufgefordert, ihre Wohnstätten zu räumen. Das verheerende Feuer wütet etwa 30 Kilometer nördlich der Metropole. Einige Personen erlitten Rauchvergiftungen und mussten in medizinische Einrichtungen eingeliefert werden, so die griechischen Nachrichtenquellen. Touristische Einrichtungen waren bislang nicht in Gefahr, wie es in den Meldungen weiter hieß. Immer wieder hat Griechenland mit schlimmen Waldbränden zu kämpfen.
Tornados, Wüstenstürme, Zyklone: Wetterphänomene, die Sie kennen sollten
Wetterexperten und der Katastrophenschutz hatten über das Wochenende immer wieder Alarm geschlagen: Aufgrund der extremen Hitzewelle in Südeuropa und der momentan starken Winde rund um die Ägäis könnte selbst das kleinste Feuer innerhalb weniger Minuten zu einem Großbrand eskalieren. Der Katastrophenschutz veröffentlichte eine Karte, die zeigt, dass in der Umgebung von Athen und in großen Teilen Zentralgriechenlands die höchste Brandgefahrenstufe vorherrscht. (kiba/dpa/AFP)