179 Todesopfer

Nur zwei Überlebende nach Flugzeugunglück in Südkorea: Ursache weiterhin unklar

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Ein Flugzeug schießt auf einem Flughafen in Südkorea über die Landbahn hinweg und zerschellt – es gibt viele Tote. Ein Video zeigt den Absturz.

Update vom 31. Dezember, 9.06 Uhr: 179 Menschen kamen bei der Flugzeugkatastrophe in Muan in Südkorea ums Leben. Inzwischen wurden fast alle Leichen identifiziert, teilte das Verkehrsministerium mit. Zudem seien die ersten Todesopfer ihren Familien zur Bestattung überstellt worden.

Die Boeing 737-800 der südkoreanischen Billigfluglinie Jeju Air war ohne ausgeklapptes Fahrwerk gelandet und über die Landebahn hinaus geschlittert. Noch gibt es dazu viele Fragen – auch, warum das Fahrwerk nicht manuell ausgefahren wurde. „Im Cockpit ertönt ein Warnsignal, wenn das Fahrwerk nicht ausgefahren ist“, schilderte ein Pilot der Bild-Zeitung. „Und falls das Hydrauliksystem ausfällt, lässt sich das Fahrwerk zur Not auch mittels ,gravity extension’, also per Schwerkraft, ausfahren.“

Bei der Flugzeugkatastrophe in Südkorea sind 179 Menschen ums Leben gekommen.

Wie es zu dem Unglück kommen konnte, muss nun untersucht werden. Vor Ort sind unter anderem auch Vertreter des US-Flugzeugbauers Boeing und der US-Behörde NTSB, die Unglücke in der Luftfahrt aufklärt. Die Start- und Landebahn des Flughafens ist voraussichtlich bis zum 7. Januar gesperrt.

Update vom 30. Dezember, 14.48 Uhr: Nach der Flugzeugkatastrophe in Muan in Südkorea geht die Ursachenforschung weiter. Einige Fachleute glauben aber nicht an die Vogelschlag-Theorie.

Update vom 30. Dezember, 9.48 Uhr: Es verdichtet sich die Annahme, dass ein Vogelschlag den tragischen Flugzeugabsturz in Südkorea verursacht haben könnte. Laut der Nachrichtenagentur Yonhap haben die Piloten einen Notruf abgesetzt, der auf eine Kollision mit Vögeln hindeutet. Das Verkehrsministerium hat angekündigt, alle 101 Boeing 737 Flugzeuge, die sich im Land befinden, zu überprüfen. US-Untersuchungsteams werden ebenfalls an der Untersuchung beteiligt sein. In diesem Jahr gab es bereits mehrere Zwischenfälle mit Flugzeugen des Herstellers Boeing.

Als Reaktion auf das verheerende Flugzeugunglück, bei dem 179 Menschen ums Leben kamen, hat Südkorea eine einwöchige Staatstrauer eingeleitet. Am Montag wurden die Flaggen des Landes auf Halbmast gesetzt. Es wird erwartet, dass der Interimspräsident Choi Sang Mok den Unglücksort in Muan im Südwesten des Landes besucht, um dort eine Gedenkfeier zu leiten.

Nach dem Flugzeugabsturz mit 179 Toten herrscht in Südkorea eine Woche lang Staatstrauer.

Update vom 30. Dezember, 7.03 Uhr: Die genaue Ursache für den tragischen Flugzeugabsturz im südwestlichen Teil Südkoreas bleibt weiterhin ein Rätsel, während die Untersuchungen fortgesetzt werden. Es wurde berichtet, dass die Behörden in der Lage waren, mehr als 140 der 179 Todesopfer zu identifizieren, die ihr Leben verloren, als das Flugzeug der Billigfluglinie Jeju Air am 29. Dezember an der Mauer des Flughafens Muan zerschellte, so die Nachrichtenagentur Yonhap.

Die Ermittler setzen ihre Hoffnungen auf die beiden geborgenen Flugschreiber, obwohl einer von ihnen bei dem Aufprall Schaden erlitten hat. Yonhap hat berichtet, dass die Analyse mehrere Monate dauern könnte. Aktuell wird angenommen, dass ein Vogelschlag, also eine Kollision mit einem oder mehreren Vögeln, möglicherweise zu Problemen mit dem Fahrwerk geführt hat. Es wurde berichtet, dass der Tower kurz vor der Landung des Fluges 7C2216 aus Bangkok eine Warnung vor möglichen Vogelschlägen ausgesprochen hat.

Nur zwei Crew-Mitglieder haben das Unglück überlebt und waren zunächst außer Lebensgefahr. Die meisten Passagiere an Bord waren koreanische Staatsbürger und zwei Thais. Nur einen Tag nach dem tragischen Vorfall berichtete Yonhap von einem weiteren Flugzeug der Jeju Air, das Probleme mit dem Fahrwerk hatte. Der Inlandsflug 7C101 war auf dem Weg von Gimpo, westlich der Hauptstadt Seoul, zur Insel Jeju im Süden der koreanischen Halbinsel, kehrte jedoch nach dem Start zur Ausgangsbasis zurück.

Die südkoreanische Regierung hat angekündigt, alle Boeing 737-800 Flugzeuge von inländischen Fluggesellschaften überprüfen zu lassen, um sicherzustellen, dass die Fluggesellschaften die geltenden Vorschriften für diesen Flugzeugtyp einhalten, so das Verkehrsministerium. Dies beinhaltet unter anderem die Überprüfung von Wartungsprotokollen und Nutzungsraten. Bei der Ermittlung der Unglücksursache von Muan wird auch Unterstützung aus den USA erwartet. Der US-Flugzeughersteller Boeing hat kurz nach dem Unglück Kontakt mit der Fluggesellschaft aufgenommen.

Update vom 29. Dezember, 19:05 Uhr: Nach dem Flugzeugunglück in Südkorea hat der geschäftsführende Präsident Choi Sang Mok eine siebentägige Staatstrauer ausgerufen. Sie solle bis kommenden Samstag (4. Januar) gelten, berichtete die Nachrichtenagentur Yonhap. Choi Sang Mok sagte demnach: „Wir sprechen den Hinterbliebenen von denjenigen, die bei dieser unerwarteten Tragödie ihr Leben verloren haben, unser tiefstes Beileid und Mitgefühl aus.“

Update vom 29. Dezember, 18:07 Uhr: Die Ursache für den Flugzeugabsturz in Südkorea bleibt auch für Luftfahrtexperten ein Rätsel. Gerald Wissel, ein Fachmann von Ratzeburger Airborn Consulting, äußerte Verwunderung darüber, dass das Fahrwerk nicht manuell ausgefahren wurde. Er stellte auch die Frage, warum die Feuerwehr keinen Schaumteppich vorbereitet hatte. Wissel betonte jedoch, dass man die Ergebnisse der Flugschreiberanalyse abwarten müsse, um fundierte Schlussfolgerungen ziehen zu können.

Christian Hellberg, Geschäftsführer des Deutschen Ausschusses zur Verhütung von Vogelschlägen im Luftverkehr, erklärte gegenüber dem Spiegel, dass ein Vogelschlag ein modernes Verkehrsflugzeug erheblich beschädigen kann. „Je größer ein Vogel ist, desto größer ist die kinetische Aufprallenergie und desto größer das Schadensrisiko“, fügte er hinzu. Trotz der hohen Anzahl an Flugbewegungen seien solche Kollisionen nicht vollständig vermeidbar. Ein Vogelschlag kann das Fahrwerk erheblich beschädigen. „Die Palette reicht von abgerissenen Hydraulikleitungen bis zu Verklumpungen durch Körperteile.“

Nach dem Unfall nahm der US-Flugzeughersteller Boeing laut Medienberichten Kontakt mit Jeju Air auf. Die Fluggesellschaft veröffentlichte eine Entschuldigung im Internet: „Wir entschuldigen uns zutiefst bei allen, die von dem Vorfall am Flughafen Muan betroffen sind.“ Das Unternehmen drückte sein Bedauern über das entstandene Leid aus und versprach, alles in seiner Macht stehende zu tun, um das Unglück aufzuklären. Kim E Bae, der Geschäftsführer der Airline, übernahm die Verantwortung für den Vorfall.

Update vom 29. Dezember, 13.33 Uhr: 179 Menschen sind bei dem Flugzeugunglück in Südkorea ums Leben gekommen, das bestätigte die Feuerwehr laut Nachrichtenagentur Yonhap. Damit sind fast alle Insassen des Fluges von Bangkok in die Stadt im Südwesten Südkoreas ums Leben gekommen, darunter vier Flugbegleiterinnen und Flugbegleiter – zwei von ihnen überlebten im Heck der Maschine.

CNN hat vor Ort mit einem Angehörigen gesprochen, der zusammen mit anderen hunderten Menschen in einem Warteraum auf die Identifizierung der Todesopfer wartet. Der Mann sagte, dass sein Neffe und dessen beiden Söhne an Bord gewesen seien. Sie seien gekommen, um zu feiern, dass der Jüngste seine College-Aufnahmeprüfungen bestanden habe. „Ich kann nicht glauben, dass die ganze Familie einfach verschwunden ist. Mein Herz schmerzt so sehr“, sagte der Mann einer Reporterin.

Der jüngste Passagier an Bord des Jeju Air-Flugs, der am Sonntag auf dem internationalen Flughafen Muan verunglückte, sei ein dreijähriges Kind, wie CNN unter Berufung auf die Feuerwehr mitteilte.

Update vom 29. Dezember, 12.27 Uhr: Nach dem schweren Unglück sind zahlreiche Hilfskräfte vor Ort: Mehr als 1570 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von Militär, Polizei und der Regierung seien nach Muan entsandt worden, um die Bergungsarbeiten zu unterstützen, sagte ein Beamter des südkoreanischen Verkehrsministeriums laut CNN. Im Zuge der Ermittlungen werde das Personal aus dem Kontrollturm befragt, um zu klären, ob es Sichtprobleme gegeben habe.

Unterdessen bestätigte die Feuerwehr offiziell 177 Todesopfer aus dem Flugzeug. Zunächst hieß es, zwei Personen seien noch unauffindbar. Das ist inzwischen allerdings widerlegt.

Update vom 29. Dezember, 12.01 Uhr: Nach dem tragischen Vorfall in Südkorea bekundete Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) sein Mitgefühl. Auf der Plattform X schrieb er am Sonntag: „Unser Beileid gilt den Familien der beim Absturz Getöteten, den Verletzten wünschen wir eine rasche Genesung.“ Scholz bezeichnete die Ereignisse als „schreckliche Nachrichten“ aus Südkorea. Dort war ein Flugzeug mit 181 Personen an Bord bei der Landung verunglückt, wobei vermutlich nur zwei Menschen überlebten.

Flugzeugunglück in Südkorea: Bilder vom Flughafen Muan

Feuerwehrleute und Rettungskräfte arbeiten am internationalen Flughafen von Muan. Bei der Landung am internationalen Flughafen von Muan in Südkorea ist ein Passagierflugzeug verunglückt.
Feuerwehrleute und Rettungskräfte arbeiten am internationalen Flughafen von Muan. Bei der Landung am internationalen Flughafen von Muan in Südkorea ist ein Passagierflugzeug verunglückt.  © Cho Nam-soo/dpa
Mitglieder eines Rettungsteams arbeiten an der Unfallstelle. Bei der Landung am internationalen Flughafen von Muan in Südkorea ist ein Passagierflugzeug verunglückt.
Mitglieder eines Rettungsteams arbeiten an der Unfallstelle. Bei der Landung am internationalen Flughafen von Muan in Südkorea ist ein Passagierflugzeug verunglückt.  © Ahn Young-joon/dpa
Mitglieder des Rettungsteams arbeiten vor dem internationalen Flughafen Muan. Bei der Landung am internationalen Flughafen von Muan in Südkorea ist ein Passagierflugzeug verunglückt.
Mitglieder des Rettungsteams arbeiten vor dem internationalen Flughafen Muan. Bei der Landung am internationalen Flughafen von Muan in Südkorea ist ein Passagierflugzeug verunglückt.  © Ahn Young-joon/dpa
Ein Rettungsteam bereitet sich auf den Einsatz am Muan International Airport in Muan vor. Bei der Landung am internationalen Flughafen von Muan in Südkorea ist ein Passagierflugzeug verunglückt.
Ein Rettungsteam bereitet sich auf den Einsatz am Muan International Airport in Muan vor. Bei der Landung am internationalen Flughafen von Muan in Südkorea ist ein Passagierflugzeug verunglückt.  © Maeng Dae-hwan/dpa
Die Satellitenaufnahme von Google Earth zeigt den Flughafen von Muan in Südkorea. Bei der Landung am internationalen Flughafen von Muan in Südkorea ist ein Passagierflugzeug verunglückt.
Die Satellitenaufnahme von Google Earth zeigt den Flughafen von Muan in Südkorea. Bei der Landung am internationalen Flughafen von Muan in Südkorea ist ein Passagierflugzeug verunglückt.  © Google Earth/dpa
Feuerwehrleute und Rettungskräfte arbeiten am internationalen Flughafen von Muan. Bei der Landung am internationalen Flughafen von Muan in Südkorea ist ein Passagierflugzeug verunglückt.
Feuerwehrleute und Rettungskräfte arbeiten am internationalen Flughafen von Muan. Bei der Landung am internationalen Flughafen von Muan in Südkorea ist ein Passagierflugzeug verunglückt.  © Cho Nam-soo/dpa
Feuerwehrleute löschen einen Brand auf der Start- und Landebahn des internationalen Flughafens Muan. Bei der Landung am internationalen Flughafen von Muan in Südkorea ist ein Passagierflugzeug verunglückt.
Feuerwehrleute löschen einen Brand auf der Start- und Landebahn des internationalen Flughafens Muan. Bei der Landung am internationalen Flughafen von Muan in Südkorea ist ein Passagierflugzeug verunglückt.  © Maeng Dae-hwan/dpa
Feuerwehrleute arbeiten daran, einen Brand auf dem internationalen Flughafen Muan zu löschen. Bei der Landung am internationalen Flughafen von Muan in Südkorea ist ein Passagierflugzeug verunglückt.
Feuerwehrleute arbeiten daran, einen Brand auf dem internationalen Flughafen Muan zu löschen. Bei der Landung am internationalen Flughafen von Muan in Südkorea ist ein Passagierflugzeug verunglückt.  © Maeng Dae-hwan/dpa
Ein nach einem Flugzeugabsturz gerettetes Opfer wird in ein Krankenhaus in Mokpo transportiert. Bei der Landung am internationalen Flughafen von Muan in Südkorea ist ein Passagierflugzeug verunglückt.
Ein nach einem Flugzeugabsturz gerettetes Opfer wird in ein Krankenhaus in Mokpo transportiert. Bei der Landung am internationalen Flughafen von Muan in Südkorea ist ein Passagierflugzeug verunglückt.  © Cho Geun-young/dpa
Rettungskräfte tragen die Leiche eines Passagiers. Bei der Landung am internationalen Flughafen von Muan in Südkorea ist ein Passagierflugzeug verunglückt.
Rettungskräfte tragen die Leiche eines Passagiers. Bei der Landung am internationalen Flughafen von Muan in Südkorea ist ein Passagierflugzeug verunglückt.  © Ahn Young-joon/dpa
Feuerwehrleute und Mitglieder eines Rettungsteams arbeiten in der Nähe des Wracks eines Passagierflugzeugs am Muan International Airport. Bei der Landung am internationalen Flughafen von Muan in Südkorea ist ein Passagierflugzeug verunglückt.
Feuerwehrleute und Mitglieder eines Rettungsteams arbeiten in der Nähe des Wracks eines Passagierflugzeugs am Muan International Airport. Bei der Landung am internationalen Flughafen von Muan in Südkorea ist ein Passagierflugzeug verunglückt.  © Ahn Young-joon/dpa
Dieses von der südkoreanischen Feuerwehrstation Muan zur Verfügung gestellten Foto zeigt ein Passagierflugzeug in Flammen auf dem internationalen Flughafen Muan.
Dieses von der südkoreanischen Feuerwehrstation Muan zur Verfügung gestellten Foto zeigt ein Passagierflugzeug in Flammen auf dem internationalen Flughafen Muan. Bei der Landung am internationalen Flughafen von Muan in Südkorea ist ein Passagierflugzeug verunglückt.  © South Korea‘s Muan Fire Station/dpa
Jeju Air CEO Kim E-bae (3.v.r.) und andere Unternehmensvertreter entschuldigen sich vor einer Pressekonferenz, Stunden nach dem Absturz eines ihrer Flüge auf dem internationalen Flughafen von Muan. Bei der Landung am internationalen Flughafen von Muan in Südkorea ist ein Passagierflugzeug verunglückt.
Jeju Air CEO Kim E-bae (3.v.r.) und andere Unternehmensvertreter entschuldigen sich vor einer Pressekonferenz, Stunden nach dem Absturz eines ihrer Flüge auf dem internationalen Flughafen von Muan. Bei der Landung am internationalen Flughafen von Muan in Südkorea ist ein Passagierflugzeug verunglückt.  © Yonhap/dpa
Soldaten der südkoreanischen Armee arbeiten vor dem internationalen Flughafen Muan. Bei der Landung am internationalen Flughafen von Muan in Südkorea ist ein Passagierflugzeug verunglückt.
Soldaten der südkoreanischen Armee arbeiten vor dem internationalen Flughafen Muan. Bei der Landung am internationalen Flughafen von Muan in Südkorea ist ein Passagierflugzeug verunglückt.  © Ahn Young-joon/dpa
Feuerwehrleute und Mitglieder eines Rettungsteams arbeiten auf der Start- und Landebahn des internationalen Flughafens Muan. Bei der Landung am internationalen Flughafen von Muan in Südkorea ist ein Passagierflugzeug verunglückt.
Feuerwehrleute und Mitglieder eines Rettungsteams arbeiten auf der Start- und Landebahn des internationalen Flughafens Muan. Bei der Landung am internationalen Flughafen von Muan in Südkorea ist ein Passagierflugzeug verunglückt.  © Lee Young-ju/dpa
Einsatzkräfte arbeiten nach dem Flugzeugunglück am Flughafen Muan in Südkorea.
Einsatzkräfte arbeiten nach dem Flugzeugunglück am Flughafen Muan in Südkorea. © Chris Jung/imago
Einsatzkräfte arbeiten nach dem Flugzeugunglück am Flughafen Muan in Südkorea.
Einsatzkräfte arbeiten nach dem Flugzeugunglück am Flughafen Muan in Südkorea. © Chris Jung/imago
Einsatzkräfte arbeiten nach dem Flugzeugunglück am Flughafen Muan in Südkorea.
Einsatzkräfte arbeiten nach dem Flugzeugunglück am Flughafen Muan in Südkorea. © Chris Jung/imago
Einsatzkräfte arbeiten nach dem Flugzeugunglück am Flughafen Muan in Südkorea.
Einsatzkräfte arbeiten nach dem Flugzeugunglück am Flughafen Muan in Südkorea. © Chris Jung/imago
Familienangehörige der Passagiere eines bei der Landung am internationalen Flughafen von Muan in Südkorea verunglückten Passagierflugzeug sehen eine Nachrichtensendung am Flughafen.
Familienangehörige der Passagiere eines bei der Landung am internationalen Flughafen von Muan in Südkorea verunglückten Passagierflugzeug sehen eine Nachrichtensendung am Flughafen.  © Park Ki-woong/dpa
Der CEO von Jeju Air, Kim E-bae (l), entschuldigt sich bei den Angehörigen von Fluggästen auf dem internationalen Flughafen Muan. Bei der Landung am internationalen Flughafen von Muan in Südkorea ist ein Passagierflugzeug verunglückt.
Der CEO von Jeju Air, Kim E-bae (l), entschuldigt sich bei den Angehörigen von Fluggästen auf dem internationalen Flughafen Muan. Bei der Landung am internationalen Flughafen von Muan in Südkorea ist ein Passagierflugzeug verunglückt. © Yonhap/dpa
Feuerwehrleute suchen in der Nähe der Trümmer eines Flugzeugs auf dem internationalen Flughafen von Muan. Bei der Landung am internationalen Flughafen von Muan in Südkorea ist ein Passagierflugzeug verunglückt.
Feuerwehrleute suchen in der Nähe der Trümmer eines Flugzeugs auf dem internationalen Flughafen von Muan. Bei der Landung am internationalen Flughafen von Muan in Südkorea ist ein Passagierflugzeug verunglückt.  © See Dae-yun/dpa
Eine Person geht hinter einem Büro der Jeju Air am Suvarnabhumi International Airport in der thailändischen Provinz Samut Prakarn. Bei der Landung am internationalen Flughafen von Muan in Südkorea ist ein Passagierflugzeug verunglückt.
Eine Person geht hinter einem Büro der Jeju Air am Suvarnabhumi International Airport in der thailändischen Provinz Samut Prakarn. Bei der Landung am internationalen Flughafen von Muan in Südkorea ist ein Passagierflugzeug verunglückt.  © Chatkla Samnaingjam/dpa
Angehörige trauern, nachdem bei einem Flugzeugunglück am Flughafen Muan in Südkorea 179 Menschen gestorben sind.
Angehörige trauern, nachdem bei einem Flugzeugunglück am Flughafen Muan in Südkorea 179 Menschen gestorben sind. © imago
Ein TV-Bildschirm zeigt Bilder des verunglückten Flugzeugs am Flughafen Muan in Südkorea.
Ein TV-Bildschirm zeigt Bilder des verunglückten Flugzeugs am Flughafen Muan in Südkorea. © Kim Jae-Hwan/imago
Rettungskräfte sind nach dem Flugzeugunglück am Flughafen Muan in Südkorea im Einsatz.
Rettungskräfte sind nach dem Flugzeugunglück am Flughafen Muan in Südkorea im Einsatz. © imago
Ein Hubschrauber fliegt über den Muan-Flughafen in Südkorea, an dem am 29. Dezember ein Passagierflugzeug verunglückte.
Ein Hubschrauber fliegt über den Muan-Flughafen in Südkorea, an dem am 29. Dezember ein Passagierflugzeug verunglückte. © Chris Jung/imago

Update vom 29. Dezember, 11.20 Uhr: Die zwei Überlebenden, ein männliches und ein weibliches Besatzungsmitglied, wurden nach Angaben der Feuerwehr im Heck des Flugzeugs gefunden. Darüber berichtet CNN. Dabei handelt es sich um den einzigen Teil der Maschine, der nicht komplett zerstört wurde – wie auch auf Fotos zu erkennen ist. Die beiden Verletzten werden derzeit in einem Krankenhaus behandelt.

Update vom 29. Dezember, 10.57 Uhr: Die Ermittlungen zur Ursache könnten bis zu drei Jahre andauern, wie das südkoreanische Landministerium laut CNN in einem Briefing mitteilte. Unter anderem liege das daran, dass das Flugzeug außerhalb von Südkorea hergestellt worden sei und die Ermittler zunächst die Hersteller wichtiger Bauteile hinzuziehen müssten.

Während der Bergungs- und Rettungsmaßnahmen vor Ort wurden beide Flugschreiber der verunglückten Maschine gefunden. Start- und Landebahnen des Flughafens in Muan bleiben bis zum 1. Januar geschlossen.

Update vom 29. Dezember, 10.04 Uhr: Ein Passagierflugzeug mit 181 Personen an Bord ist bei der Landung am Flughafen von Muan in Südkorea verunglückt. Mutmaßlich 179 Menschen kamen ums Leben, nur zwei überlebten. Die beiden Überlebenden, die gerettet werden konnten, wurden ins Krankenhaus gebracht. Laut der Nachrichtenagentur Yonhap, die sich auf Angaben der Behörden beruft, handelt es sich dabei um zwei Crew-Mitglieder. Die Agentur berichtete zudem, dass eine der beiden Personen Rauch an einem der Triebwerke bemerkt hatte.

Update vom 29. Dezember, 9.35 Uhr: Zeugen haben inzwischen Angaben zum Vorfall gemacht. Yoo Jae-yong, 41, der sich in der Nähe des Flughafens befand, berichtete der südkoreanischen Nachrichtenagentur Yonhap, dass er vor dem Unfall einen Funken an der rechten Tragfläche des Flugzeugs wahrnahm. „Ich sagte meiner Familie, dass es ein Problem mit dem Flugzeug gab, als ich einen lauten Knall hörte“, so Yoo.

Ein weiterer Zeuge, Kim Yong-cheol, 70, beobachtete, dass das Flugzeug beim ersten Landeversuch scheiterte und für einen erneuten Anflug zurückkehrte. Kim gab an, etwa fünf Minuten vor dem Absturz zweimal ein Geräusch von „metallischem Schaben“ gehört zu haben. Er habe gesehen, wie das Flugzeug nach einem misslungenen Landeversuch wieder aufstieg, bevor er ebenfalls einen „lauten Knall“ gehört und „schwarzen Rauch in den Himmel aufsteigen“ gesehen habe.

Flugzeugabsturz in Südkorea ging „Mayday“-Notruf des Piloten voraus

Update vom 29. Dezember, 8.42 Uhr: Kurz vor dem Absturz des Flugzeugs auf dem Muan International Airport gab der Flughafen-Tower laut CNN eine Warnung vor Vogelsichtungen heraus. Wenig später sendete das Flugzeug einen „Mayday“-Notruf. Der Jet versuchte zunächst, auf Landebahn 01 zu landen. Der Tower wies das Flugzeug an, in entgegengesetzter Richtung auf Bahn 19 zu landen. Der Pilot befolgte die Anweisungen, doch das Flugzeug kollidierte mit am Boden befindlichen Navigationsgeräten und prallte anschließend gegen eine Mauer.

Erstmeldung vom 29. Dezember, 7.30 Uhr: Muan Gun – Am Flughafen Muan in Südkorea kommt es am Sonntagmorgen (29. Dezember) zu einer Katastrophe. Um kurz nach 9 Uhr (Ortszeit) verunglückt ein Flugzeug aus Thailand mit insgesamt 181 Menschen an Bord bei der Landung. Laut der offiziellen Nachrichtenagentur Yonhap, die sich auf die Feuerwehr beruft, gab es wohl nur zwei Überlebende. Dies könnte eines der schwersten Flugzeugunglücke der letzten Jahre sein. Unter den Passagieren befanden sich laut Yonhap 173 südkoreanische und zwei thailändische Passagierinnen und Passagiere sowie sechs Besatzungsmitglieder. Nur wenige Tage zuvor, am 25. Dezember, war ein Flugzeug in Kasachstan bei einem Notlandungsversuch abgestürzt – ein Abschuss durch Russland wird vermutet.

Flugzeug in Südkorea abgestürzt: Video zeigt Absturz – erste Vermutungen zur Ursache

Die Boeing 737-8AS der südkoreanischen Billigfluglinie Jeju Air, die aus Bangkok kam, ist über die Landebahn hinausgeschossen und in einen Fangzaun hinter der Piste gekracht. Ein Video, das im südkoreanischen Fernsehen gezeigt wurde, zeigt, wie das Flugzeug ohne ausgeklapptes Fahrwerk über die Landebahn schlittert, am Ende der Strecke zerschellt und in Flammen aufgeht.

Laut einem Bericht von Yonhap, der sich auf Behördenangaben stützt, könnte als Ursache ein Vogelschlag – also eine Kollision mit einem oder mehreren Vögeln – zu einer Fehlfunktion am Fahrwerk geführt haben. Die Piloten unternahmen demnach einen ersten Landeversuch, brachen ihn jedoch ab und wagten dann eine Bruchlandung. Sie konnten jedoch offensichtlich die Geschwindigkeit der Maschine, die mit dem Rumpf aufsetzte, nicht ausreichend reduzieren, bevor das Ende der Landebahn erreicht war.

Schweres Flugzeugunglück in Südkorea: Alle Flüge nach Muan gestrichen

Bilder, die aus der Ferne aufgenommen wurden, zeigten zunächst riesige dunkle Rauchschwaden über dem Unglücksort. Später veröffentlichte Fotos zeigten brennende Wrackteile und verkohlte Trümmer des zerstörten Flugzeugs sowie Feuerwehrfahrzeuge. Dutzende Rettungskräfte waren am Unglücksort im Einsatz, löschten die Flammen und leiteten die Rettung überlebender Passagiere ein. Gleichzeitig begannen die Untersuchungen zur Unglücksursache.

Alle weiteren Flüge von und nach Muan wurden gestrichen. Der Flughafen, der 2007 nach zehnjähriger Bauzeit eröffnet wurde, liegt in der südwestlichen Provinz Jeolla – knapp 300 Kilometer entfernt von der Hauptstadt Seoul. Westliche Fluggesellschaften steuern den Airport nicht an.

Airline bittet nach Flugzeugabsturz in Südkorea um Entschuldigung

Jeju Air veröffentlichte im Internet ein Entschuldigungsschreiben. „Wir entschuldigen uns zutiefst bei allen, die von dem Vorfall am Flughafen Muan betroffen sind“, schrieb die Airline auf ihrer Webseite. Das Unternehmen bedauerte das entstandene Leid und versprach, alles daran zu setzen, das Unglück aufzuklären.

Der nur geschäftsführend tätige Präsident Choi Sang Mok, der sich inmitten der laufenden Staatskrise in Südkorea befindet, ordnete umfassende Rettungsmaßnahmen an und begab sich zum Unglücksort. (asc/dpa/afp)

Rubriklistenbild: © Kyodo News/imago

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