Kranker Papst Franziskus: Vatikan meldet sich mit neuen Details zum Gesundheitszustand
VonKarolin Schaefer
schließen
Carmen Mörwald
schließen
Papst Franziskus wird noch immer wegen einer Lungenentzündung stationär behandelt. Der Vatikan gab erneut ein Gesundheitsupdate.
Update vom 19. März, 7.25 Uhr: Noch immer befindet sich Papst Franziskus im Krankenhaus. Inzwischen hat der 88-Jährige aber eine Nacht ohne Beatmung über eine Sauerstoffmaske überstanden. In der Nacht zum Dienstag (19. März) sei dem Kirchenoberhaupt lediglich mit Sauerstoff angereicherte Luft über eine Sonde in der Nase zugeführt worden, gab der Vatikan am Abend bekannt. Es stehe aber noch nicht fest, ob dauerhaft auf eine Sauerstoffmaske verzichtet werden könne.
Insgesamt sei der Gesundheitszustand „stabil“ und es gebe nach wie vor „leichte Verbesserungen“. Zudem würde auch tagsüber die zusätzliche Sauerstoffversorgung allmählich zurückgefahren. Das Krankheitsbild von Papst Franziskus bleibe aber „komplex“, so der Vatikan.
„Zustand ist stabil“: Papst Franziskus auf dem Weg der Besserung
Update vom 18. März, 9.05 Uhr: Mehr als einen Monat befindet sich Papst Franziskus nun schon im Gemelli-Krankenhaus in Rom. Mittlerweile kommt der 88-Jährige zeitweise ohne Sauerstoffzufuhr aus. „Der Zustand des Papstes ist stabil und hat sich dank der Atem- und Bewegungstherapie leicht verbessert“, hieß es seitens des Heiligen Stuhls. Das nächste medizinische Bulletin wird am Mittwoch (19. März) erwartet.
Derweil hat sich der Pontifex in einem offenen Brief an den Chefredakteur der italienischen Tageszeitung Corriere della Sera gewendet. Darin bittet das katholische Kirchenoberhaupt, dass Luciano Fontana seinen Appell für Frieden und Abrüstung wieder aufgreift.
„Die menschliche Zerbrechlichkeit hat die Kraft, uns klarer zu machen, was Bestand hat und was vergeht, was Leben bringt und was tötet“, so der Papst. Worte seien „Tatsachen, die das menschliche Umfeld gestalten. Sie können verbinden oder spalten, der Wahrheit dienen oder sie für andere Zwecke nutzen“. Erst im Dezember hatte Franziskus einen Brief nach Russland geschickt und mehr Friedensbemühungen im Ukraine-Krieg gefordert.
Papst Franziskus kann zeitweise ohne Sauerstoffzufuhr atmen
Update vom 17. März, 21.30 Uhr: Mehr als einen Monat nach der Einlieferung von Papst Franziskus ins Krankenhaus hat sich sein Gesundheitszustand laut dem Vatikan weiter leicht verbessert. Der 88-Jährige könne inzwischen wieder „kurzzeitig“ ohne Sauerstoffzufuhr atmen, erklärte der Heilige Stuhl am Montag. Weiter hieß es, bei der Sauerstoffzufuhr für Franziskus werde mittlerweile hoher Durchfluss mit niedrigerem Durchfluss abgewechselt, zeitweise könne er ganz darauf verzichten.
Franziskus‘ Gesundheitszustand sei weiterhin „stabil“, den Montag habe er mit Ruhe, Gebet, Physiotherapie und „etwas Arbeit“ verbracht, erklärte der Vatikan weiter. Das nächste medizinische Bulletin zu seinem Zustand soll demnach frühestens am Mittwochabend veröffentlicht werden. Seit etwa einer Woche spricht der Vatikan in den regelmäßigen Berichten zum Gesundheitszustand des Papstes von einer Besserung.
Papst Franziskus weiterhin im Krankenhaus – Vatikan veröffentlicht Foto
Update vom 16. März, 20.03 Uhr: Der Vatikan hat das erste Foto von Papst Franziskus seit dessen Einlieferung ins Krankenhaus Mitte Februar veröffentlicht. Es zeigt den 88-jährigen Pontifex im weißen Gewand von rechts hinten vor einem Altar sitzend. „Heute Morgen hat Papst Franziskus die heilige Messe in der Kapelle seines Appartements im zehnten Stock der Poliklinik Gemelli konzelebriert“, hieß es in der vom Pressesaal des Heiligen Stuhl verbreiteten Bildlegende.
Auf diesem von der Presseabteilung des Vatikans via AP veröffentlichten Bild zelebriert Papst Franziskus eine Messe in der Kapelle der Poliklinik Agostino Gemelli in Rom.
Er schwebt noch immer in Lebensgefahr: Schwerkranker Papst veröffentlicht Botschaft
Erstmeldung vom 16. März: Rom – Papst Franziskus, der seit Mitte Februar im Gemelli-Krankenhaus in Rom wegen einer schweren Lungenentzündung behandelt wird, hat eine Botschaft aus seinem Krankenbett gesendet. Der 88-jährige Pontifex drückte sein Mitgefühl mit allen Kranken aus und rief dazu auf, für den Frieden in kriegsgeplagten Ländern zu beten. Wie schon an den vier Sonntagen zuvor musste er auf das traditionelle Sonntagsgebet vor zehntausenden Gläubigen auf dem Petersplatz verzichten.
„Zeit der Prüfung“ – Schwerkranker Papst richtet seine Worte an Kriegsländer
„Ich mache eine Zeit der Prüfung durch, und ich schließe mich den vielen kranken Brüdern und Schwestern an“, so der Papst laut einem vom Heiligen Stuhl übermittelten Text. „Unser Leib ist schwach, aber auch so kann uns nichts daran hindern, zu lieben, zu beten, uns hinzugeben, einer für den anderen im Glauben da zu sein.“ Zugleich rief er zum Gebet für die „vom Krieg verletzten Ländern“ auf – die Ukraine, Palästina, Israel, Libanon, Myanmar, Sudan und die Demokratischen Republik Kongo.
Franziskus-Nachfolge: Die Favoriten unter den Papst-Kandidaten – Deutscher mischt mit
Trotzdem äußern sich die behandelnden Ärzte zurückhaltend über den weiteren Krankheitsverlauf. Franziskus erhält hochdosierten Sauerstoff, um seine Atemnot zu lindern. Tagsüber wird dieser über eine Nasenkanüle, nachts über eine Sauerstoffmaske verabreicht. Trotz der leichten Besserung bleibt die Lage also ernst.
Am 13. März jährte sich die Wahl von Papst Franziskus zum zwölften Mal. Als zweitältester Pontifex in der Geschichte der katholischen Kirche hat er in seiner Amtszeit viele Reformen angestoßen. Trotz seiner aktuellen gesundheitlichen Einschränkungen versucht er, seinen Pflichten nachzukommen, indem er seine Tage mit Gebet und etwas Arbeit verbringt. Der Vatikan plant jedoch bereits für die Zeit nach Franziskus, um einen reibungslosen Übergang zu gewährleisten. (cln/dpa)