Polarwirbel nimmt Kurs auf Italien – Experten befürchten Schneestürme
VonKilian Bäuml
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Italien steht kurz vor einem Wintereinbruch. Zwei meteorologische Phänomene könnten Schneefälle bis in die niedriger gelegenen Gebiete verursachen.
Rom – Der Herbst neigt sich langsam dem Ende zu. Viele Menschen freuen sich über die Eröffnung der ersten Weihnachtsmärkte. Doch der nahende Winter bringt vielerorts auch deutlich frostigeres Wetter mit sich. Für Italien sieht eine Vorhersage sogar einen besonders kalten Winter vor. Der Polarwirbel zusammen mit dem Wetter-Phänomen La Niña sollen für einen ungewöhnlich kalten Winter in Italien sorgen.
Der Winter kommt nach Italien: Frost und Schnee in den nächsten Tagen erwartet
Wie das italienische Fachportal meteogiornale.it berichtet, wird der Winter in Italien kälter als üblich. Kürzlich sorgte bereits ein „Polar-Zyklon“ für Unwetter in Italien. Im Winter soll es laut dem Portal deutlich mehr Regen und Schnee geben als in den vorigen Jahren. Bisher war der Herbst in Südeuropa recht warm und trocken, jetzt wird mit einem Wetterumschwung gerechnet. Das Hochdruckgebiet, das für die milden Temperaturen verantwortlich war, soll verdrängt werden.
Dazu soll auch der schwächelnde Polarwirbel beitragen. Laut meteogiornale.it bringt ein Luftstrom aus der Arktis und Sibirien einen Temperatursturz nach Südeuropa. Der schwächelnde Polarwirbel soll die kalte Luft dann auch in den gemäßigten Breiten Europas verteilen. Laut dem Portal steht Italien der Wintereinbruch bereits in wenigen Tagen bevor. Das winterliche Wetter werde auch von La Niña begünstigt. Andere Wetter-Experten sehen jedoch kaum Auswirkungen von La Niña auf das Klima.
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Der Winter soll viel Regen nach Italien bringen – doch wie kalt wird es wirklich?
Vor allem in den nördlichen Alpen wird mit Frost und Schnee gerechnet, doch auch in Mittel-Italien soll der Temperatursturz noch deutlich spürbar sein. In Süditalien hingegen bleibt es wohl mild, dafür jedoch mit starken Regenfällen. Im Laufe des Winters ziehen die niedrigen Temperaturen und der Schnee jedoch laut der Vorhersage auch in niedrigere Lagen.
Auch das Durchschnittsbild des ECMWF rechnet dem Wetter-Portal severe-weather.eu zufolge mit mehr Niederschlägen im Winter in Europa – auch in Italien. Das könnte zumindest mit der Wasserknappheit helfen, die sich im Sommer am Mittelmeer bemerkbar machte. Das ECMWF rechnet jedoch nicht mit einem deutlich kälteren Winter in Italien als in den vergangenen Jahren. Für die meisten Teile Europas wird mit einem eher milden Winter gerechnet. (kiba)