Deutschland ächzt unter drückend schwülem Wetter – Neues „Unwetterpotenzial“ rollt an
VonKarolin Schaefer
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Es wird heiß in Deutschland. Die Temperaturen klettern auf bis zu 31 Grad. Doch zugleich fegt über einige Regionen des Landes neuerlich eine Unwetterfront.
Frankfurt – Endlich dreht der Sommer in Deutschland richtig auf. Prognosen versprechen zwar hohe Temperaturen und Badewetter – gar tropisches Wetter – in einigen Regionen wird es dagegen ungemütlich. Schwülwarme Luftmassen haben nach den heftigen Gewittern am Mittwoch in einigen Teilen Deutschlands erneut kräftige Unwetter im Gepäck.
„Aufenthalt im Freien vermeiden“: Erneut rauschen Unwetter über Deutschland
Bereits am Donnerstagmorgen (11. Juli) war es stellenweise recht warm. Die schwülwarme Wetterlage sorgte in der Nacht für kaum Abkühlung, erklärte Meteorologe Dominik Jung von wetter.net. Zwar werden es im Tagesverlauf stellenweise bis zu 30 Grad in Deutschland, zum Nachmittag ziehen im Osten und Süden allerdings Unwetter auf. Nach Angaben des Deutschen Wetterdienstes (DWD) drohen Gewitter und Starkregen um die 20 Liter Regen pro Quadratmeter, Hagel sowie Sturmböen.
Rund um Greifswald, Stralsund und Sassnitz im Norden des Landes warnte der DWD sogar vor Alarmstufe rot (Stufe 3 von 4). Es seien rasche Überflutungen von Straßen, Unterführungen und Kellern möglich. „Aufenthalt im Freien vermeiden oder Schutz suchen“, heißt es vom Wetterdienst.
„Es geht drückend schwül weiter“: Wetter-Experte prognostiziert Unwetter
Im Westen und Südwesten ziehen in der Nacht zu Freitag (12. Juli) dann erneut teils kräftige Gewitter auf, die sich in den Mittelgebirgsraum ausweiten. Auch hier sind Unwetter nicht ausgeschlossen. So richtig kühlt es sich durch die Schauer aber nicht ab. In der Nacht zu Freitag ist vor allem im Osten eine tropische Nacht möglich. Das heißt: Die Temperaturen sinken nicht unter 20 Grad. Zumindest mit einigen Tipps wird die Hitze erträglicher.
Im Tagesverlauf steigen die Temperaturen dann wieder. „Es geht drückend schwül weiter“, prognostizierte Jung. Mittendrin werden aber immer wieder Schauer und Gewitter erwartet, die „Unwetterpotenzial“ bringen. Neben Starkregen und Sturmböen droht auch Hagel. Laut deutschem Wettermodell seien aber keine „extremen Regenmengen“ zu erwarten.
So geht es laut DWD in den kommenden Tagen weiter:
Donnerstag (11. Juli): Im Norden und Nordwesten 20 bis 24 Grad, im Osten bis 30 Grad, sonst 24 bis 28 Grad
Freitag (12. Juli): Im Südosten, in der Mitte und im Osten bis 29 Grad, sonst 19 bis 25 Grad
Samstag (13. Juli): Im Nordwesten 16 bis 18, im Osten bis 25 Grad, sonst 18 bis 22 Grad
Sonntag (14. Juli): Im Nordwesten 20 Grad, sonst 22 bis 26 Grad
Montag (15. Juli): Im Norden 22 bis 27, sonst 26 bis 31 Grad
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Auch am Samstag (13. Juli) bleibt das Wetter wechselhaft. Teilweise wird laut DWD noch gewittriger Starkregen erwartet. Dagegen geht es am Sonntag (14. Juli) meist trocken weiter. Lediglich im Nordwesten könnte es nochmal regnen. Der Montag (15. Juli) verspricht dann ein richtiger Sommer-Tag zu werden. Die Temperaturen steigen auf bis zu 31 Grad.
Nicht nur Deutschland ächzt unter schwülwarmer Hitze
Doch nicht nur Deutschland ächzt unter schwülwarmer Luft. Südlich von Mitteleuropa „geht es richtig heiß zu Sache“, erklärte Jung. Dort klettern die Temperaturen auf über 40 Grad. „In Italien ist es sehr, sehr heiß“, so der Wetter-Experte. Auch in Südosteuropa gebe es derzeit eine große Hitze-Welle. Jung spricht von einer „ungewöhnlich großen Hitze für diese Region“. Temperaturen von weit über 40 Grad seien gerade auf dem Balkan „relativ außergewöhnlich“.