Landtagswahl am 8. Oktober

Dämpfer für Söder: Aktuelle Umfrage sieht CSU vor Bayern-Wahl im Abwärtstrend

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Am 8. Oktober wird in Bayern ein neuer Landtag gewählt. Die Zustimmungswerte für Markus Söder und seine CSU gehen weiter zurück.

München – Gut zwei Monate vor der Landtagswahl in Bayern läuft für die Parteien der Wahlkampf und um Markus Söder und seine CSU sieht es nicht gerade rosig aus. Zumindest legt das eine aktuelle Umfrage nahe. Im Auftrag der Bild-Zeitung befragte das Institut Insa potenzielle Wählerinnen und Wähler und sah die CSU auf einem Wert unter 40 Prozent. So niedrig wie zuletzt kurz nach dem Jahreswechsel.

Während die Zustimmungswerte in den aktuellen Umfragen zur Bayern-Wahl für die Unionspartei sich zuletzt zwischen 40 und 41 Prozent eingependelt hatten, gaben in der am Donnerstag (27. Juli) veröffentlichten Umfrage gerade einmal 38 Prozent der Befragten an, bei der Bayern-Wahl für die CSU stimmen zu wollen. Prozente dazugewonnen hat dafür im Vergleich zur letzten Insa-Umfrage Ende Mai die rechtspopulistische AfD. Deren Zustimmungswerte kletterten in Bayern von 12 auf 14 Prozent.

CSU-Ministerpräsident Markus Söder, hier beim Staatsempfang in Bayereuth, muss im Wahlkampf für die Bayern-Wahl einen kleinen Dämpfer einstecken.

Bayern-Wahl im Oktober: Kann Söders Koalition ihre Mehrheit verlieren?

Der aktuelle Koalitionspartner der CSU, Hubert Aiwangers Freie Wähler, bleibt im Vergleich zur letzten Insa-Umfrage bei 1 1 Prozent, auch bei den anderen Parteien gab es seit Mai keine nennenswerten Zugewinne oder Verluste. Die SPD liegt, in Bayern traditionell schwach, bei 11 Prozent, die Grünen bei 15 Prozent. Knapp über oder unter der 5-Prozent-Marke liegt die FDP mit gerundet 5 Prozent, die Linke mit 2 Prozent deutlich darunter.

Für Söders aktuelles Kabinett könnte ein ähnliches Ergebnis bei der Wahl am 8. Oktober bedeuten, dass es eng werden könnte mit der Landtagsmehrheit für die aktuelle Koalition. Sollte es tatsächlich nicht reichen, müsste sich der Ministerpräsident wohl um eine Zusammenarbeit mit den Grünen bemühen. Oder eben mit der AfD, was Söder bislang immer ausgeschlossen hatte.

Landtagswahl in Bayern: CSU erneut im leichten Abwärtstrend

Eine jüngere Umfrage des Instituts GMS für Sat.1 Bayern vom 4. Juli sah die CSU bei 40 Prozent, die Grünen als zweitstärkste Kraft ebenfalls bei 15 Prozent. Darauf folgen die AfD mit 13 Prozent, die Freien Wähler mit 12 Prozent und die SPD mit gerade einmal 9 Prozent. FDP und Linke würden mit jeweils 4 und 2 Prozent nicht in den bayerischen Landtag einziehen.

Mit ihren Umfragewerten nähert sich Söders CSU erneut ihrem historisch miserablen Wahlergebnis von 2018 an, als die CSU bei der Landtagswahl 37,2 Prozent der Stimmen auf sich vereinte. Die Grünen erhielten 17,6 Prozent, die Freien Wähler als späterer Koalitionspartner 11,6 Prozent. Die erstmals bei der Bayern-Wahl angetretene AfD zog mit 10,2 Prozent in den Landtag ein, die SPD erhielt mit 9,1 Stimmen ihr schlechtestes Ergebnis seit dem späten 19. Jahrhundert als in Bayern noch Prinzregent Luitpold regierte. Die FDP schaffte mit 5,1 Prozent knapp den Sprung über die 5-Prozent-Hürde, die Linke blieb mit 3,2 Prozent deutlich darunter. (saka mit AFP)

Rubriklistenbild: © Daniel Vogl/dpa

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