„Wettrüsten annehmen und gewinnen“

Angst vor Putin: Polen verstärkt Ostsee-Marine mit Drohnenbooten

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Ansehnlich und abschreckend: Polnische Marinesoldaten stehen Spalier. Aus einer vernachlässigten Teilstreitkraft soll eine schlagkräftige Truppe entstehen. Polen will jetzt massenhaft Marinedrohnen einkaufen und in diesem Jahr auch noch drei U-Boote bestellen.
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Sowohl über als auch unter der Wasseroberfläche will Polen jeden Zentimeter Ostsee überwachen und stellt finanzielle Mittel bereit – eine Panikattacke.

Warschau – „Es besteht nicht der geringste Zweifel daran, dass wir in diesem schwierigen Moment wachsam sind. Die polnische Armee ist wachsam und vor Ort“, sagt Cezary Tomczyk. Den stellvertretenden Verteidigungsminister zitiert die Regierung Polens im Zusammenhang mit der „neuen Sicherheitsrealität“ zum Schutz der Ostsee, wie sie klarstellt. Der Ukraine-Krieg und vor allem Wladimir Putins aggressiver Expansionsdrang stellen den östlichsten Nato-Partner vor immense Herausforderungen. Das Land will neben der größten Panzerflotte der Nato auch die Marine ertüchtigen – „mit dem Ziel, die Taktiken der ukrainischen GUR und SSU zu kopieren“, wie der Defense Express schreibt.

Das Magazin berichtet, Polen rüste sich zu Wasser mit Schwärmen „ultrabilliger Marinedrohnen“, weil im Ukraine-Krieg der ukrainische Sicherheitsdienst (SSU), der ukrainische Verteidigungsgeheimdienst (GUR) und andere mit Drohnen ausgerüstete Einheiten im Kampf um das Schwarze Meer erstaunliche Erfolge erzielt hatten. Für einen möglichen Konflikt testeten polnische Spezialeinheiten aktuell Marinedrohnen der US-Firma HavocAI, berichtet Defense Express. Wie das Magazin Defense One vor einigen Wochen berichtet hat, plane das Marinedrohnen-Startup HavocAI, bis zum Jahresende ein 30 Meter langes Roboterboot zur Serienreife gebracht zu haben.

Getrieben von Putin: „Wir haben beschlossen, unverzüglich mit der Beschaffung von Drohnen zu beginnen“

Laut dem Magazin sei die US-Marine bereits Kunde der Softwareschmiede und nutze im Pazifik aktuell 32 USV (Unmanned / Uncrewed Surface Vessel) des Unternehmens. Diese scheinbar erprobten Boote hätten eine Länge von etwas mehr als zehn Metern. Das Unternehmen wolle jetzt beweisen, dass deren Software auch für größere Schiffe nutzbar sei. Die größere Größe würde einen Zuwachs an Nutzlast bedeuten, beispielsweise in der Funktion einer Kamikaze-Überwasserdrohne beziehungsweise eines Raketenträgers, wie sie die inzwischen erwachsener gewordene ukrainische Magura-Drohne darstellt. Offenbar sind die US-amerikanischen Entwickler weniger weit fortgeschritten als die ukrainischen.

„So soll möglichst jede Landnahme von Seiten Russlands verhindert werden. Anders als in Deutschland fürchten die Polen weniger den Krieg, sondern vielmehr eine erneute russische Fremdherrschaft.“

Björn Müller, loyal

Womöglich haben sie auch größere Herausforderungen zu meistern – die mit der Größe zusammenhängen. Die digitalen Steuerungssysteme scheinen diffiziler zu sein, wenn auch mehr Masse mit mehr kinetischer Energie bewegt werden müsse; auch das letztendliche Verständnis für das Verhalten auf See scheint sich noch entwickeln zu müssen. Die überaus erfolgreichen Magura-Drohnen der Ukraine sind keine sechs Meter lang, die Gewässer vor der ukrainischen Küste erscheinen bekannt, die Einsätze scheinen singulär gewesen zu sein oder zumindest in einem sehr kleinen Verband. Die US-Marine plane laut Defense One wahrscheinlich Einsätze im Indopazifik sowie vermutlich im Verbund mit klassischen Überwasserschiffen. Demnach müsse sichergestellt sein, dass die Drohnen keine eigenen Schiffe im Wert von etlichen Millionen angreifen.

„Wir haben beschlossen, unverzüglich mit der Beschaffung von Drohnen und modernerer Ausrüstung durch die Marine zu beginnen. Mit Drohnen können wir das Geschehen unter Wasser, auf dem Wasser und darüber effektiv überwachen“, verkündete Polens Ministerpräsident Donald Tusk im Mai. Polen gibt inzwischen viel mehr Geld für seine Verteidigung aus als ältere Bündnismitglieder. Der bis 2023 amtierende Verteidigungsminister Mariusz Blaszczak hatte erklärt, Polen wolle „die größte Landstreitkraft in Europa“ aufbauen. Daran arbeitet das Land eifrig. Immerhin hat Polen aber auch 500 Küstenkilometer zur Ostsee zu verteidigen.

Aggressor Russland? „Wir haben bereits Aktionen erlebt, die sehr schwere Schäden verursacht haben“

Anders auch als beispielsweise Deutschland sind die polnischen Militärs ständig wachsam gegenüber der globalen Entwicklung: Die heute gültige polnisch-russische Grenze verläuft fast geradlinig etwa 232 Kilometer lang zwischen der Republik Polen und der Verwaltungseinhalt (Oblast) Kaliningrad in der Russischen Föderation. Das Kaliningrader Gebiet ist eine Exklave, also getrennt vom übrigen russischen Territorium. Zudem trennt eine 418 Kilometer lange Grenze das EU- und Nato-Mitglied von Russlands engstem Verbündetem Belarus. Mit 3,9 Prozent des Brutto-Inlandsprodukts (BIP) war der polnische Verteidigungshaushalt 2023 fast doppelt so hoch wie das einstige Nato-Ziel von zwei Prozent des BIP für jedes Land – ein Ziel, mit dem sich beispielsweise Bündnispartner wie Deutschland und Frankreich immer schwer getan haben.

„Nicht jedem ist bewusst, wie oft kritische Infrastrukturobjekte – internationale Objekte, die auf dem Meeresboden der Ostsee liegen – Sabotage- oder sogar Terroranschlägen ausgesetzt sind. Wir haben bereits Aktionen erlebt, die sehr schwere Schäden verursacht haben“, sagt Tusk. Die Havoc-Boote sind ausgelegt auf Masseneinsatz. Eines soll 100.000 US-Dollar kosten. In welcher Größenordnung Polen einsteigen will, ist fraglich.

Sehr viel wahrscheinlicher aber ist, dass Polen offenbar in Südkorea nicht nur Panzer kauft, sondern auch seine U-Boot-Flotte von Grund auf modernisieren will. Das berichtet Army Recognition. Bereits 2023 wollte Polen drei neue U-Boote bestellt haben, aufgrund anderer Rüstungsvorhaben hatte sich der Plan über 2024 hinweg in dieses Jahr verschoben. Laut Army Recognition soll der Vertrag aber in diesem Jahr unterschrieben werden. Gut im Rennen seien die südkoreanische Werft Hanwha Ocean samt ihrer Subunternehmer, wie das Magazin Europäische Sicherheit & Technik (ESUT) im vergangenen Jahr berichtet hat.

Lehren aus dem Ukraine-Krieg: Polen steht vor einer wachsenden Abschreckungslücke auf dem Wasser

„Nach zwei Jahrzehnten mangelnder Investitionen in die Marine und der anhaltenden Abhängigkeit von einem einzigen, 40 Jahre alten U-Boot der Kilo-Klasse steht Polen vor einer wachsenden Abschreckungslücke, die die Abhängigkeit von alliierten Streitkräften birgt“, haben im April Rafał Lipka und Sebastian Czub geschrieben. Für den polnischen Thinktank Casimir Pulaski Foundation unterstreichen sie die Bedeutung an U-Booten mit Marschflugkörpern und außenluftunabhängigem Antrieb für die regionale Stabilität im Ostseeraum und die polnische Schiffbau-Industrie. Die U-Boote sollen sowohl abschrecken, als auch spionieren, überwachen und allgemeinen russischen Marineeinsätzen aus Kaliningrad als Stolperdraht entgegenstehen.

Laut Auskunft von Army Recognition böten die Südkoreaner neben den drei U-Booten des Typs KSS-III Batch-II „erhebliche lokale Industriebeteiligung, Ausbildungspakete und langfristige operative Unabhängigkeit“, so das Magazin. Südkorea will offenbar als Rüstungsgigant an der Seite der Nato auftrumpfen. Polen erscheint den Südkoreanern womöglich als Scheunentor zum Einfall in die Rüstungsindustrien Westeuropas. Laut Army Recognition würden „angesichts der Plattformanforderungen und des damit verbundenen Lebenszyklus-Supports drei Milliarden Euro in die U-Boote“ fließen.

Wie die Ukraine: Polen fürchten weniger den Krieg, sondern vielmehr eine erneute russische Fremdherrschaft

Polen kauft zurzeit scheinbar maßlos ein. 20 Milliarden Euro bekommt das Land von der Europäischen Union. Auf Pump. Rückzahlbar bis 2070, wie der Sender Polskie Radio berichtet hat. Auf dem EU-Gipfel in Brüssel im März hatte sich der polnische Ministerpräsident weit aus dem Fenster gelehnt. Wie Polskie Radio berichtet hat, habe Tusk erklärt, Europa habe das von Russland initiierte Wettrüsten anzunehmen und zu gewinnen. „Europa muss diese Herausforderung annehmen“, so der Premierminister. Er zeigte sich zuversichtlich, dass Russland das Wettrüsten verlieren werde, ähnlich wie die Sowjetunion vor 40 Jahren, schrieb Tusk auf der Plattform X.

Von Taurus bis Leopard – die Waffensysteme der Bundeswehr im Überblick

Die Bundeswehr ist zu See, an Land und in der Luft mit verschiedenen Waffensystemen präsent.
Marine, Heer und Luftwaffe können auf ein breites Angebot an militärischem Arsenal zurückgreifen. Wir zeigen in dieser Fotostrecke eine Auswahl. © dpa (3) / Boris Roessler / Moritz Frankenberg / Bernd von Jutrczenka
Ein Startfahrzeug eines Patriot-Luftabwehrsystems der Bundeswehr. (Symbolfoto)
Patriot (MIM-104): Weitreichendes Flugabwehrraketensystem zur Abwehr von Flugzeugen, Marschflugkörpern und ballistischen Raketen. Bekämpfungsreichweite ca. 68 Kilometer, kann mehrere Ziele gleichzeitig erfassen und bekämpfen. © IMAGO / Schöning
Ein Flugabwehrsystem Skyranger 35 von Rheinmetall, in diesem Fall auf einem GTK Boxer als Waffenplattform.
Ein Flugabwehrsystem Skyranger 35 von Rheinmetall, in diesem Fall auf einem GTK Boxer als Waffenplattform – es kombiniert Kanone und Boden-Luft-Raketen und ist spezialisiert auf Drohnenabwehr. © IMAGO / Zoonar
Die Fregatte F 222 Baden-Württemberg nimmt an der multinationalen Formationsfahrt teil auf dem Transit im Ostchinesischen Meer im Rahmen des Indo-Pacific Deployment, am 11.09.2024.
Die Fregatte „Baden-Württemberg“ ist das Typschiff der modernen F125-Klasse der Deutschen Marine und wurde für langandauernde, weltweite Einsätze mit geringer Besatzung konzipiert. Sie zeichnet sich durch hohe Automatisierung, vielseitige Einsatzmöglichkeiten und eine besondere Eignung für Stabilitätsmissionen und Kriseninterventionen aus. © Bundeswehr/Leon Rodewald
Ein Tornado-Kampfflugzeug startet während der Übung „Baltic Hunter 2023“ vom Flugplatz des Taktischen Luftwaffengeschwaders 73 „Steinhoff“ in Rostock-Laage.
Der Tornado ist ein zweistrahliges Mehrzweckkampfflugzeug, das von Deutschland, Großbritannien und Italien entwickelt wurde und seit den 1980er Jahren vor allem für Tiefflugangriffe, Aufklärung und elektronische Kampfführung eingesetzt wird. Er bleibt trotz seines Alters ein wichtiger Bestandteil der Luftwaffe, insbesondere als Träger für die nukleare Teilhabe und spezialisierte Aufgaben. © Jens Büttner/dpa
Kampfpanzer Leopard 2A7 der Bundeswehr (vorne) bei einer Übung mit einem Puma-Schützenpanzer (hinten). (Archivfoto)
Der Leopard 2 ist ein deutscher Kampfpanzer, der seit 1979 das Rückgrat der Panzertruppe bildet und als Hauptwaffensystem der Bundeswehr sowie vieler Nato-Staaten gilt. Er vereint hohe Feuerkraft durch seine 120-mm-Glattrohrkanone, starken Panzerschutz und außergewöhnliche Beweglichkeit und ist speziell für den Kampf gegen gegnerische Panzerverbände konzipiert. © IMAGO/Björn Trotzki
Infanterist der Zukunft der Bundeswehr ausgestattet u.a. mit Panzerfaust 3.
Die Panzerfaust 3 ist eine moderne, tragbare Panzerabwehrwaffe der Bundeswehr, die mit einem Mehrfachscharfschuss-System und einem hochentwickelten Gefechtskopf ausgestattet ist, um gut geschützte Fahrzeuge zu bekämpfen. Sie bietet eine hohe Präzision, Reichweite von bis zu 600 Metern und kann sowohl gegen gepanzerte Fahrzeuge als auch gegen befestigte Ziele eingesetzt werden. © Björn Trotzki/imago
Drohne "Luna"
„Luna“ ist ein unbemanntes Aufklärungsdrohnensystem der Bundeswehr, das zur Echtzeitüberwachung und Zielaufklärung auf dem Gefechtsfeld eingesetzt wird. Mit einer Reichweite von bis zu 100 Kilometern liefert die „Luna“-Drohne Bild- und Videodaten zur Unterstützung von Einsatzkräften. © dpa
Wuchtig: Eine Panzerhaubitze 2000 der Bundeswehr.
Die Panzerhaubitze 2000 ist ein selbstfahrendes Artilleriegeschütz der Bundeswehr mit einer 155-mm-Kanone, das Reichweiten von 30 Kilometern mit Standard- und bis zu 40 Kilometern mit reichweitengesteigerter Munition erzielt. © IMAGO / Sven Simon
Am 28.02.22 lief das Minenjagdboot Dattelnzur Verstärkung der NATO-Nordflanke aus.
Das Minenjagdboot „Datteln“ ist Teil der Frankenthal-Klasse (Klasse 332) der Deutschen Marine und spezialisiert auf das Aufspüren und Beseitigen von Seeminen. Es nimmt regelmäßig an internationalen Nato-Einsätzen und Übungen teil und trägt so zur Sicherung von Seewegen bei. © Presse- und Informationszentrum Marine
Soldaten bei der Waffen- und Geräteausbildung mit einem Gewehr (Archivfoto aus dem Jahr 2005).
Das G36 ist seit 1997 das Standard-Sturmgewehr der Bundeswehr und zeichnet sich durch sein geringes Gewicht, die modulare Bauweise und die einfache Handhabung aus. Es verfügt über eine Feuerrate von etwa 750 Schuss pro Minute und ist mit einem integrierten Optiksystem ausgestattet. Es wird schrittweise durch das modernere G95 ersetzt. © dpa
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Die Bundeswehr nutzt aktuell die Pistole P8 als Standarddienstpistole im Kaliber 9 x 19 mm, plant jedoch deren Ablösung durch die modernere P13. Für Spezialkräfte werden bereits die neuen Walther P14 und P14K eingeführt, die speziell auf deren Anforderungen zugeschnitten sind. (Symbolfoto) © dpa (Symbolbild)
Bundeswehr in Hamburg
Der Wiesel ist ein leicht gepanzertes, luftverlastbares Kettenfahrzeug der Bundeswehr, das vor allem bei Fallschirmjägern und Spezialkräften im Einsatz ist. Es existiert in verschiedenen Varianten, etwa mit 20-mm-Maschinenkanone oder Panzerabwehrlenkwaffen, und bietet hohe Mobilität bei geringem Gewicht. © Markus Scholz/dpa
Von Kiew schon lange angefragt: der Taurus-Marschflugkörper aus Deutschland.
Der Taurus ist ein hochpräziser, weitreichender Marschflugkörper, der von Deutschland und Schweden entwickelt wurde und vor allem zur Bekämpfung stark geschützter Bodenziele aus großer Entfernung eingesetzt wird. Mit einer Reichweite von über 500 Kilometern und modernster Zielerfassungstechnologie ermöglicht der Taurus präzise Angriffe bei minimalem Risiko für das Trägerflugzeug. © IMAGO / Political-Moments
Deutsches Flugabwehrsystem Iris-T
Das Luftverteidigungssystem IRIS-T SLM. Es dient der Abwehr von Flugzeugen, Hubschraubern, Marschflugkörpern und Drohnen. Seit 2024 in der Bundeswehr eingeführt. © Wolfgang Kumm/dpa
Korvette läuft zu EU-Einsatz vor Libyen aus
Die Korvette „Ludwigshafen am Rhein“ ist ein modernes Kriegsschiff der Braunschweig-Klasse der Deutschen Marine, das vor allem für Küstenüberwachung, Aufklärung und Schutzaufgaben eingesetzt wird. Sie ist mit einem 76-mm-Geschütz, Flugabwehrraketen und Seezielflugkörpern bewaffnet und zeichnet sich durch hohe Wendigkeit und moderne Sensorik aus. © picture alliance / dpa
Mit dieser Ausrüstung kämpft unsere Bundeswehr
Der Mungo ist ein leicht gepanzertes Mehrzweckfahrzeug der Bundeswehr, das speziell für den schnellen Transport von Soldaten und Material, insbesondere für Spezialkräfte, entwickelt wurde. Aufgrund seiner kompakten Bauweise und Luftverlastbarkeit eignet sich der Mungo besonders für Einsätze in schwierigem Gelände und bei schnellen Operationen. © Quelle: Bundeswehr
PIONIERPANZER DACHS: Der Panzer ist ein Arbeitsgerät der Pioniere und basiert auf dem Fahrgestellt des Leopard 1. Mit seinem Teleskoparmbagger errichtet er Ein- und Ausfahrten sowie Zu- und Abfahrten an Gewässerübergangsstellen und macht den Gewässergrund befahrbar. Außerdem dient er zum Anlegen und Beseitigen von Hindernissen und Sperren auf dem Gefechtsfeld. TECHNISCHE DATEN: Motorleistung: 610 kW (830 PS); Gewicht: ca. 43 t; Baggerleistung: ca. 140 Kubikmeter/h
Der Pionierpanzer Dachs ist ein spezialisiertes Unterstützungsfahrzeug der Bundeswehr, das auf dem Leopard-1-Fahrgestell basiert und für Aufgaben wie Baggern, Räumen und Bergen eingesetzt wird. Ausgestattet mit Baggerarm, Räumschild und Seilwinde ermöglicht er Pionieren das Überwinden von Hindernissen und das Befahrbarmachen von Wegen unter Gefechtsbedingungen. © Quelle: Bundeswehr
Ein Raketenwerfer MARS II steht in der Alb-Kaserne.
Der MARS II ist das moderne Raketenartilleriesystem der Bundeswehr, das präzisionsgelenkte Raketen mit Reichweiten von bis zu 84 Kilometern abfeuern kann. Es basiert auf dem amerikanischen MLRS M270, bietet hohe Feuerkraft und Flexibilität und wird vor allem zur Unterstützung von Bodentruppen eingesetzt. © Sebastian Gollnow/dpa
Die Eurofighter sind beeindruckende Kampfjets. Zahlreiche westliche Armeen haben sie in ihrem Bestand. Fotos lassen erahnen, welche technischen Fähigkeiten sie haben.
Der Eurofighter Typhoon ist ein Mehrzweckkampfflugzeug europäischer Herkunft, das durch seine hohe Wendigkeit und vielseitige Bewaffnung sowohl Luftüberlegenheits- als auch Präzisionsangriffe ermöglicht. Er bildet das Rückgrat der Luftwaffen mehrerer europäischer Staaten und ist für Luftverteidigung, Begleitschutz sowie internationale Einsätze ausgelegt. © dpa
U-Boot der Klasse U212A
Die U-Boote der Klasse 212 A sind das Rückgrat der deutschen Marine und zählen zu den modernsten konventionellen U-Booten weltweit. Dank ihres außenluftunabhängigen Brennstoffzellenantriebs sind sie besonders leise, ausdauernd und schwer zu orten, was sie ideal für Aufklärungs- und Spezialoperationen macht. (Symbolfoto)  © picture alliance / Daniel Reinhardt/dpa
Die Bundeswehr in Afghanistan: Von dem Ausspäh-Programm "Prism" wußten die Deutschen angeblilch schon seit 2011.
Der Dingo ist ein gepanzertes Allschutz-Transport-Fahrzeug (ATF) der Bundeswehr, das vor allem für Patrouillen- und Konvoifahrten in gefährlichen Einsatzgebieten entwickelt wurde und durch hervorragenden Minen- und ballistischen Schutz vielen Soldaten das Leben gerettet hat.  © picture alliance / dpa
Bundeswehr
Das MANTIS, ehemals auch Nächstbereichschutzsystem C-RAM (NBS C-RAM), ist ein stationäres Luft-Nahbereichs-Flugabwehrsystem (engl. Short Range Air Defense, kurz SHORAD). Neben den klassischen Zielen der Flugabwehr, wie Flugzeuge und Hubschrauber, kann es sowohl gegen kleine Ziele wie Drohnen/UAVs und Lenkwaffen als auch gegen sogenannte RAM-Ziele (Raketen, Artilleriegeschosse und Mörser) eingesetzt werden. © Bundeswehr
Wiesbaden Army Airfield
Der Kampfhubschrauber Tiger ist ein deutsch-französischer, zweisitziger Mehrzweckhubschrauber der Bundeswehr, der für Panzerabwehr, Luftnahunterstützung und Aufklärung konzipiert wurde. Er ist mit modernen Waffen wie Panzerabwehrlenkraketen, Maschinengewehren und Luft-Luft-Raketen ausgestattet ist. Die Bundeswehr plant, den Tiger bis 2032 aus der Nutzung zu nehmen und schrittweise durch leichtere Kampfhubschrauber zu ersetzen. © Andreas Arnold/dpa
Militärische Fahrzeuge im Norden von Sachsen-Anhalt
Der Schützenpanzer Marder war über Jahrzehnte das Standardfahrzeug der Panzergrenadiertruppe der Bundeswehr und gilt als bewährtes, wendiges und feuerkräftiges Waffensystem. Mit seiner 20-mm-Bordmaschinenkanone, Panzerabwehrlenkwaffen und moderner Nachtsichttechnik bot er den Panzergrenadieren Schutz, Mobilität und vielseitige Einsatzmöglichkeiten – sowohl im Kalten Krieg als auch bei Auslandseinsätzen, etwa in Afghanistan. © Klaus-Dietmar Gabbert/dpa
Symbolbild: Das Panzergrenadierbataillon 112 ist mit dem Schützenpanzer Puma auf dem Weg in die Letzlinger Heide zum Gefechtsübungszentrum Heer, am 12.02.2024.
Der Puma ist der modernste Schützenpanzer der Bundeswehr und ersetzt schrittweise den Marder. Er bietet eine hochmoderne Kombination aus starker Bewaffnung, umfassendem Schutz und digitaler Vernetzung, wodurch er optimal auf die Anforderungen moderner Gefechtsführung und die Zusammenarbeit mit dem Kampfpanzer Leopard 2 ausgelegt ist. © Bundeswehr/Julia Dahlmann
Tag der Bundeswehr 2024
Der CH-53 ist der größte und schwerste Transporthubschrauber der Bundeswehr und seit 1975 im Einsatz, vor allem für den schnellen Transport von Personen, Material und bei Katastrophenhilfe sowie in Auslandseinsätzen wie Afghanistan und Mali. Aufgrund seines Alters und steigender Wartungsprobleme soll der CH-53 bis 2030 durch den moderneren CH-47F Chinook ersetzt werden. © Frank Hammerschmidt/dpa

Auch der Kauf der Drohnen kann in die Milliarden gehen. Jan Opielka äußert Zweifel, dass viel Technologie auch viel helfe. Der Autor des Freitag zitiert Janusz Zemke dahingehend, dass sich Polen übernehmen könne: „Der Wert der geplanten Ausgaben allein für Militärtechnologie wird bis zum Jahr 2035 bei 210 Milliarden Euro liegen. Und noch immer versinken die Finanzierungswege im Nebel. Wir reden von Ausgaben, die den Jahreshaushalt Polens übersteigen“, so der Staatssekretär im Verteidigungsministerium Polens von 2001 bis 2005 im Freitag.

Aber die Polen seien getrieben von Angst, konstatiert Björn Müller im Bundeswehr-Reservistenmagazin loyal. „So soll möglichst jede Landnahme von Seiten Russlands verhindert werden. Anders als in Deutschland fürchten die Polen weniger den Krieg, sondern vielmehr eine erneute russische Fremdherrschaft.

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