Black Panther aus Südkorea

Polen: Mit Gut-und-Günstig-Panzern

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Deutschland tüftelt, Polen marschiert: Polnische Soldaten präsentieren K2 Black Panther-Panzer auf der Wislostrada im Zentrum von Warschau, der Hauptstadt Polens, während einer Militärparade am Tag der polnischen Armee
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Leo, Panther, Main Ground Combat System? Polen widersetzt sich Europas Panzerbeschaffungs-Theater und kauft weiter in Südkorea ein – Masse mit Klasse.

Warschau – „Mindestens 1.400 Panzer, 2.000 Schützenpanzer und 700 Artilleriegeschütze (155-Millimeter-Haubitzen und Mehrfachraketenwerfer)“, diese Menge betrachten Alexandr Burilkov und Guntram B. Wolff als Minimum einer „glaubwürdigen europäische Abschreckung – etwa um einen schnellen russischen Durchbruch im Baltikum zu verhindern“, wie die Autoren des Brüsseler Thinktanks Bruegel schreiben. Panzer sind ein heikles Thema, seit beispielsweise die Bundeswehr von ihren einstigen 3.000 Stück auf ein Zehntel des Bestands abgespeckt hatte – Wladimir Putins Offensive im Ukraine-Krieg hat die Nato ihre Fehler vor Augen geführt. Polen versucht jetzt mit Macht, das Ruder herumzureißen.

Der Staat an der Nato-Ostgrenze wolle jetzt 6,5 Milliarden US-Dollar vorrangig in Kettenfahrzeuge investieren, schreiben die Defense News. Laut dem Magazin fließe die Summe in 180 Exemplare des K2-Black Panther von Hyundai Rotem inklusive 81 Begleitfahrzeuge; ein Unterfangen, durch das Polen bald eine größere Panzerarmee haben werde, als Großbritannien, Deutschland und Frankreich zusammen, wie Peter Althaus schreibt: „Polen würde demnach im Jahr 2031 insgesamt 1100 Panzer betreiben“, so der Autor von Focus Online. Die Neue Zürcher Zeitung (NZZ) sieht Polen gar auf dem Weg zur stärksten Armee Europas. Bis 2035 will Polen das geschafft haben.

Rüstung gegen Russland: Polen gibt inzwischen viel mehr Geld aus als ältere Bündnismitglieder

Dem Land hat jetzt schon nur etwas weniger Panzer als andere bedeutende Nato-Nationen zusammen: Für Deutschland rollen rund 300 und für Großbritannien und Frankreich jeweils etwas mehr als 200 Stück. Das Land verfügt bereits jetzt über die viertgrößte Panzerarmee der Nato: Den Spitzenplatz halten die USA mit mehr als 4.000 Kampfpanzern, gefolgt von der Türkei mit mehr als 2.000 und Griechenland mit mehr als 1.000 Kampfpanzern.

„Aus ökonomischer Sicht ist die geplante Militarisierung der deutschen Wirtschaft eine risikoreiche Wette mit niedriger gesamtwirtschaftlicher Rendite.“

Tom Krebs und Patrick Kaczmarczyk, Spiegel

Polen gibt inzwischen viel mehr Geld aus als ältere Bündnismitglieder. Anders auch als beispielsweise Deutschland sind die polnischen Militärs ständig wachsam gegenüber der globalen Entwicklung: Die heute gültige polnisch-russische Grenze verläuft fast geradlinig etwa 232 Kilometer lang zwischen der Republik Polen und der Verwaltungseinhalt (Oblast) Kaliningrad in der Russischen Föderation. Das Kaliningrader Gebiet ist eine Exklave, also getrennt vom übrigen russischen Territorium. Zudem trennt eine 418 Kilometer lange Grenze das EU- und Nato-Mitglied von Russlands engstem Verbündetem Belarus. Mit 3,9 Prozent des Brutto-Inlandsprodukts (BIP) war der polnische Verteidigungshaushalt 2023 fast doppelt so hoch wie das einstige Nato-Ziel von zwei Prozent des BIP für jedes Land – ein Ziel, mit dem sich beispielsweise Bündnispartner wie Deutschland und Frankreich immer schwer getan haben.

Der bis 2023 amtierende Verteidigungsminister Mariusz Blaszczak hatte erklärt, Polen wolle „die größte Landstreitkraft in Europa“ aufbauen. Polen verfügt derzeit über gleichermaßen westliche wie sowjetische Ausrüstung, darunter 569 Panzer, geschätzte 800 Artilleriegeschütze, rund 100 Kampfjets und rund 30 Kampfhubschrauber. Für die Jahre 2023 bis 2026 wurden Rüstungskäufe für umgerechnet 37 Milliarden Euro eingeplant.

Laut Venkatesh Kandlikar mausere sich Südkorea als Rüstungsproduzent damit zum verlässlichen Nato-Versorger: „Polens ursprüngliche Vereinbarung für 2022 umfasste 180 K2-Panzer, die Auslieferungen dieser Bestellung sind noch im Gange. Die jüngste Ankündigung für die zusätzlichen 180 K2-Panzer vertieft diese Beziehung und wird Polens Panzerfahrzeugbestand deutlich erhöhen“, zitiert Army-Technology den Analysten des in London ansässigen Beratungsunternehmen GlobalData. Laut dem Magazin umfasse der jüngste Vertragsschluss die lokale Produktion von etwa 63 Panzern in Polen durch Technologietransfer von Hyundai Rotem und die Zusammenarbeit mit polnischen Rüstungsunternehmen.

Gut und günstig gegen Putin: Das südkoreanische Produkt kostet die Hälfte der deutschen Neukonstruktion

2009 ist der Panzer erstmals öffentlich vorgestellt worden und von daher deutlich moderner als beispielsweise ein 1979 in Dienst gestellter Leopard 2. Im Durchschnitt wird ein Exemplar mit Kosten von 8,5 Millionen Dollar beziffert. Der von Rheinmetall jetzt neu vorgestellte KF 15 Panther wird auf Stückkosten von 15 Millionen Euro geschätzt. Den Umrechnungskurs einbezogen, kostet das südkoreanische Produkt also genau die Hälfte der deutschen Neukonstruktion – ob der deutsche Panzer auch doppelt soviel Kampfkraft bietet, muss sich zeigen. Gemeinsam haben die beiden jüngsten Entwicklungen in der Nato-Flotte, dass sie bis jetzt Exoten sind. Am Rheinmetall-Panzer haben bisher nur Ungarn und Italien Interesse gezeigt. Den Black Panther nutzt allein Polen.

Gemeinsam haben die beiden Fahrzeuge den unbemannten Turm mit Autolader – der allerdings bei russischen Panzern im Ukraine-Krieg durchaus auch zu Problemen geführt hat. Der K2 verfügt serienmäßig über eine 120 Millimeter-Glattrohrkanone und verschießt damit das Nato-Standardkaliber, wodurch die Interoperabilität mit den anderen Nato-Streitkräften gesichert zu sein scheint – der KF 51 soll eine 130 Millimeter-Kanone tragen, aber optional mit einem 120 Millimeter-Geschütz gebaut werden können. Darüber hinaus gilt Der K2-Kampfpanzer laut Army Recognition als konventionell konstruiert: Fahrerkabine vorne, Kampfraum in der Mitte sowie Motor und Getriebe hinten, so das Magazin. „Die Panzerung des Black Panther besteht aus einer unbekannten Verbundpanzerung und einem aktiven Verteidigungssystem (ADS) mit reaktiven Panzerungsblöcken. Die Besatzung des K2 ist dreiköpfig: Der Fahrer sitzt vorne in der Mitte der Wanne, Kommandant und Richtschütze im Turm.“

Bundeswehr bedingt abwehrbereit: „Deutschland hatte immer nach einer Goldrandlösung gesucht.“

Um die heimische Wirtschaft zu beteiligen wird Polen jetzt nur noch um die 60 Exemplare in Lizenz bauen – eigentlich hatte der Nato-Grenzstaat mehr in heimischer Produktion herstellen wollen, aber das Magazin Soldat & Technik spricht von „offenbar fehlenden inländischen Produktionskapazitäten und Meinungsverschiedenheiten über den Technologietransfer“, so Autor Stefan Axel Boes. Ihm zufolge sei die Beschaffung „Teil eines umfangreichen Rahmenvertrags, der auch die Lieferung beziehungsweise Lizenzproduktion von Panzerhaubitzen des Typs K9 Thunder, Raketenartilleriesystemen K239 Chunmoo und leichten Kampfflugzeugen FA-50 Fighting Eagle umfasst“.

Für die deutsche Rüstungsproduktion oder überhaupt europäische Produktionskapazitäten ein derber Schlag ins Gesicht – die Folge über Jahre fehlender rüstungspolitischer Weitsicht: Wie der deutsche Politikwissenschaftler Carlo Masala in seinem neuen Buch „Bedingt abwehrbereit“ schreibt, war der Politik gerade in Deutschland schlichtweg egal, wie lange die Auslieferung eines bestellten Großgerätes dauerte. Masala: „Deutschland hatte immer nach einer Goldrandlösung gesucht.“ Auch der Schützenpanzer Puma hatte von den ersten Ideen bis zur Auslieferung zur Truppe 20 Jahre gebraucht; und ist immer noch extrem fehlerbehaftet und fast schon „kriegsuntüchtig“.

Wie die Deutsche Presseagentur (dpa) am Anfang dieses Jahres berichtet hat, könnten höhere Rüstungsausgaben 200.000 neue Jobs bringen und der deutschen Wirtschaft helfen. Die dpa beruft sich auf das Ergebnis einer neuen Simulation des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) mit dem Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB) und der Gesellschaft für Wirtschaftliche Strukturforschung (GWS). Das Ergebnis ist zweifelhaft.

Kein Profit mit Panzern: Militarisierung der deutschen Wirtschaft eine risikoreiche Wette

Der Spiegel hat im Juni aus einer Studie mit gegenteiligem Ergebnis veröffentlicht: Rüstung brächte volkswirtschaftlich wenig. Insofern wäre die Bundeswehr vielleicht gut beraten, ebenfalls statt eines neuen teuren Zukunftspanzers zusammen mit Frankreich – dem Main Ground Combat System – auf eine fertige Lösung zu setzen. Auch ein neuer, neu entwickelter Panzer würde zumindest ökonomisch keinen Nutzen für Deutschland bieten: Die Erhöhung des Verteidigungsbudgets „dürfte Deutschlands Wirtschaft höchstens mäßig ankurbeln“, übersetzt Spiegel-Autor David Böcking das Ergebnis der Universität Mannheim.

Von Taurus bis Leopard – die Waffensysteme der Bundeswehr im Überblick

Die Bundeswehr ist zu See, an Land und in der Luft mit verschiedenen Waffensystemen präsent.
Marine, Heer und Luftwaffe können auf ein breites Angebot an militärischem Arsenal zurückgreifen. Wir zeigen in dieser Fotostrecke eine Auswahl. © dpa (3) / Boris Roessler / Moritz Frankenberg / Bernd von Jutrczenka
Ein Startfahrzeug eines Patriot-Luftabwehrsystems der Bundeswehr. (Symbolfoto)
Patriot (MIM-104): Weitreichendes Flugabwehrraketensystem zur Abwehr von Flugzeugen, Marschflugkörpern und ballistischen Raketen. Bekämpfungsreichweite ca. 68 Kilometer, kann mehrere Ziele gleichzeitig erfassen und bekämpfen. © IMAGO / Schöning
Ein Flugabwehrsystem Skyranger 35 von Rheinmetall, in diesem Fall auf einem GTK Boxer als Waffenplattform.
Ein Flugabwehrsystem Skyranger 35 von Rheinmetall, in diesem Fall auf einem GTK Boxer als Waffenplattform – es kombiniert Kanone und Boden-Luft-Raketen und ist spezialisiert auf Drohnenabwehr. © IMAGO / Zoonar
Die Fregatte F 222 Baden-Württemberg nimmt an der multinationalen Formationsfahrt teil auf dem Transit im Ostchinesischen Meer im Rahmen des Indo-Pacific Deployment, am 11.09.2024.
Die Fregatte „Baden-Württemberg“ ist das Typschiff der modernen F125-Klasse der Deutschen Marine und wurde für langandauernde, weltweite Einsätze mit geringer Besatzung konzipiert. Sie zeichnet sich durch hohe Automatisierung, vielseitige Einsatzmöglichkeiten und eine besondere Eignung für Stabilitätsmissionen und Kriseninterventionen aus. © Bundeswehr/Leon Rodewald
Ein Tornado-Kampfflugzeug startet während der Übung „Baltic Hunter 2023“ vom Flugplatz des Taktischen Luftwaffengeschwaders 73 „Steinhoff“ in Rostock-Laage.
Der Tornado ist ein zweistrahliges Mehrzweckkampfflugzeug, das von Deutschland, Großbritannien und Italien entwickelt wurde und seit den 1980er Jahren vor allem für Tiefflugangriffe, Aufklärung und elektronische Kampfführung eingesetzt wird. Er bleibt trotz seines Alters ein wichtiger Bestandteil der Luftwaffe, insbesondere als Träger für die nukleare Teilhabe und spezialisierte Aufgaben. © Jens Büttner/dpa
Kampfpanzer Leopard 2A7 der Bundeswehr (vorne) bei einer Übung mit einem Puma-Schützenpanzer (hinten). (Archivfoto)
Der Leopard 2 ist ein deutscher Kampfpanzer, der seit 1979 das Rückgrat der Panzertruppe bildet und als Hauptwaffensystem der Bundeswehr sowie vieler Nato-Staaten gilt. Er vereint hohe Feuerkraft durch seine 120-mm-Glattrohrkanone, starken Panzerschutz und außergewöhnliche Beweglichkeit und ist speziell für den Kampf gegen gegnerische Panzerverbände konzipiert. © IMAGO/Björn Trotzki
Infanterist der Zukunft der Bundeswehr ausgestattet u.a. mit Panzerfaust 3.
Die Panzerfaust 3 ist eine moderne, tragbare Panzerabwehrwaffe der Bundeswehr, die mit einem Mehrfachscharfschuss-System und einem hochentwickelten Gefechtskopf ausgestattet ist, um gut geschützte Fahrzeuge zu bekämpfen. Sie bietet eine hohe Präzision, Reichweite von bis zu 600 Metern und kann sowohl gegen gepanzerte Fahrzeuge als auch gegen befestigte Ziele eingesetzt werden. © Björn Trotzki/imago
Drohne "Luna"
„Luna“ ist ein unbemanntes Aufklärungsdrohnensystem der Bundeswehr, das zur Echtzeitüberwachung und Zielaufklärung auf dem Gefechtsfeld eingesetzt wird. Mit einer Reichweite von bis zu 100 Kilometern liefert die „Luna“-Drohne Bild- und Videodaten zur Unterstützung von Einsatzkräften. © dpa
Wuchtig: Eine Panzerhaubitze 2000 der Bundeswehr.
Die Panzerhaubitze 2000 ist ein selbstfahrendes Artilleriegeschütz der Bundeswehr mit einer 155-mm-Kanone, das Reichweiten von 30 Kilometern mit Standard- und bis zu 40 Kilometern mit reichweitengesteigerter Munition erzielt. © IMAGO / Sven Simon
Am 28.02.22 lief das Minenjagdboot Dattelnzur Verstärkung der NATO-Nordflanke aus.
Das Minenjagdboot „Datteln“ ist Teil der Frankenthal-Klasse (Klasse 332) der Deutschen Marine und spezialisiert auf das Aufspüren und Beseitigen von Seeminen. Es nimmt regelmäßig an internationalen Nato-Einsätzen und Übungen teil und trägt so zur Sicherung von Seewegen bei. © Presse- und Informationszentrum Marine
Soldaten bei der Waffen- und Geräteausbildung mit einem Gewehr (Archivfoto aus dem Jahr 2005).
Das G36 ist seit 1997 das Standard-Sturmgewehr der Bundeswehr und zeichnet sich durch sein geringes Gewicht, die modulare Bauweise und die einfache Handhabung aus. Es verfügt über eine Feuerrate von etwa 750 Schuss pro Minute und ist mit einem integrierten Optiksystem ausgestattet. Es wird schrittweise durch das modernere G95 ersetzt. © dpa
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Die Bundeswehr nutzt aktuell die Pistole P8 als Standarddienstpistole im Kaliber 9 x 19 mm, plant jedoch deren Ablösung durch die modernere P13. Für Spezialkräfte werden bereits die neuen Walther P14 und P14K eingeführt, die speziell auf deren Anforderungen zugeschnitten sind. (Symbolfoto) © dpa (Symbolbild)
Bundeswehr in Hamburg
Der Wiesel ist ein leicht gepanzertes, luftverlastbares Kettenfahrzeug der Bundeswehr, das vor allem bei Fallschirmjägern und Spezialkräften im Einsatz ist. Es existiert in verschiedenen Varianten, etwa mit 20-mm-Maschinenkanone oder Panzerabwehrlenkwaffen, und bietet hohe Mobilität bei geringem Gewicht. © Markus Scholz/dpa
Von Kiew schon lange angefragt: der Taurus-Marschflugkörper aus Deutschland.
Der Taurus ist ein hochpräziser, weitreichender Marschflugkörper, der von Deutschland und Schweden entwickelt wurde und vor allem zur Bekämpfung stark geschützter Bodenziele aus großer Entfernung eingesetzt wird. Mit einer Reichweite von über 500 Kilometern und modernster Zielerfassungstechnologie ermöglicht der Taurus präzise Angriffe bei minimalem Risiko für das Trägerflugzeug. © IMAGO / Political-Moments
Deutsches Flugabwehrsystem Iris-T
Das Luftverteidigungssystem IRIS-T SLM. Es dient der Abwehr von Flugzeugen, Hubschraubern, Marschflugkörpern und Drohnen. Seit 2024 in der Bundeswehr eingeführt. © Wolfgang Kumm/dpa
Korvette läuft zu EU-Einsatz vor Libyen aus
Die Korvette „Ludwigshafen am Rhein“ ist ein modernes Kriegsschiff der Braunschweig-Klasse der Deutschen Marine, das vor allem für Küstenüberwachung, Aufklärung und Schutzaufgaben eingesetzt wird. Sie ist mit einem 76-mm-Geschütz, Flugabwehrraketen und Seezielflugkörpern bewaffnet und zeichnet sich durch hohe Wendigkeit und moderne Sensorik aus. © picture alliance / dpa
Mit dieser Ausrüstung kämpft unsere Bundeswehr
Der Mungo ist ein leicht gepanzertes Mehrzweckfahrzeug der Bundeswehr, das speziell für den schnellen Transport von Soldaten und Material, insbesondere für Spezialkräfte, entwickelt wurde. Aufgrund seiner kompakten Bauweise und Luftverlastbarkeit eignet sich der Mungo besonders für Einsätze in schwierigem Gelände und bei schnellen Operationen. © Quelle: Bundeswehr
PIONIERPANZER DACHS: Der Panzer ist ein Arbeitsgerät der Pioniere und basiert auf dem Fahrgestellt des Leopard 1. Mit seinem Teleskoparmbagger errichtet er Ein- und Ausfahrten sowie Zu- und Abfahrten an Gewässerübergangsstellen und macht den Gewässergrund befahrbar. Außerdem dient er zum Anlegen und Beseitigen von Hindernissen und Sperren auf dem Gefechtsfeld. TECHNISCHE DATEN: Motorleistung: 610 kW (830 PS); Gewicht: ca. 43 t; Baggerleistung: ca. 140 Kubikmeter/h
Der Pionierpanzer Dachs ist ein spezialisiertes Unterstützungsfahrzeug der Bundeswehr, das auf dem Leopard-1-Fahrgestell basiert und für Aufgaben wie Baggern, Räumen und Bergen eingesetzt wird. Ausgestattet mit Baggerarm, Räumschild und Seilwinde ermöglicht er Pionieren das Überwinden von Hindernissen und das Befahrbarmachen von Wegen unter Gefechtsbedingungen. © Quelle: Bundeswehr
Ein Raketenwerfer MARS II steht in der Alb-Kaserne.
Der MARS II ist das moderne Raketenartilleriesystem der Bundeswehr, das präzisionsgelenkte Raketen mit Reichweiten von bis zu 84 Kilometern abfeuern kann. Es basiert auf dem amerikanischen MLRS M270, bietet hohe Feuerkraft und Flexibilität und wird vor allem zur Unterstützung von Bodentruppen eingesetzt. © Sebastian Gollnow/dpa
Die Eurofighter sind beeindruckende Kampfjets. Zahlreiche westliche Armeen haben sie in ihrem Bestand. Fotos lassen erahnen, welche technischen Fähigkeiten sie haben.
Der Eurofighter Typhoon ist ein Mehrzweckkampfflugzeug europäischer Herkunft, das durch seine hohe Wendigkeit und vielseitige Bewaffnung sowohl Luftüberlegenheits- als auch Präzisionsangriffe ermöglicht. Er bildet das Rückgrat der Luftwaffen mehrerer europäischer Staaten und ist für Luftverteidigung, Begleitschutz sowie internationale Einsätze ausgelegt. © dpa
U-Boot der Klasse U212A
Die U-Boote der Klasse 212 A sind das Rückgrat der deutschen Marine und zählen zu den modernsten konventionellen U-Booten weltweit. Dank ihres außenluftunabhängigen Brennstoffzellenantriebs sind sie besonders leise, ausdauernd und schwer zu orten, was sie ideal für Aufklärungs- und Spezialoperationen macht. (Symbolfoto)  © picture alliance / Daniel Reinhardt/dpa
Die Bundeswehr in Afghanistan: Von dem Ausspäh-Programm "Prism" wußten die Deutschen angeblilch schon seit 2011.
Der Dingo ist ein gepanzertes Allschutz-Transport-Fahrzeug (ATF) der Bundeswehr, das vor allem für Patrouillen- und Konvoifahrten in gefährlichen Einsatzgebieten entwickelt wurde und durch hervorragenden Minen- und ballistischen Schutz vielen Soldaten das Leben gerettet hat.  © picture alliance / dpa
Bundeswehr
Das MANTIS, ehemals auch Nächstbereichschutzsystem C-RAM (NBS C-RAM), ist ein stationäres Luft-Nahbereichs-Flugabwehrsystem (engl. Short Range Air Defense, kurz SHORAD). Neben den klassischen Zielen der Flugabwehr, wie Flugzeuge und Hubschrauber, kann es sowohl gegen kleine Ziele wie Drohnen/UAVs und Lenkwaffen als auch gegen sogenannte RAM-Ziele (Raketen, Artilleriegeschosse und Mörser) eingesetzt werden. © Bundeswehr
Wiesbaden Army Airfield
Der Kampfhubschrauber Tiger ist ein deutsch-französischer, zweisitziger Mehrzweckhubschrauber der Bundeswehr, der für Panzerabwehr, Luftnahunterstützung und Aufklärung konzipiert wurde. Er ist mit modernen Waffen wie Panzerabwehrlenkraketen, Maschinengewehren und Luft-Luft-Raketen ausgestattet ist. Die Bundeswehr plant, den Tiger bis 2032 aus der Nutzung zu nehmen und schrittweise durch leichtere Kampfhubschrauber zu ersetzen. © Andreas Arnold/dpa
Militärische Fahrzeuge im Norden von Sachsen-Anhalt
Der Schützenpanzer Marder war über Jahrzehnte das Standardfahrzeug der Panzergrenadiertruppe der Bundeswehr und gilt als bewährtes, wendiges und feuerkräftiges Waffensystem. Mit seiner 20-mm-Bordmaschinenkanone, Panzerabwehrlenkwaffen und moderner Nachtsichttechnik bot er den Panzergrenadieren Schutz, Mobilität und vielseitige Einsatzmöglichkeiten – sowohl im Kalten Krieg als auch bei Auslandseinsätzen, etwa in Afghanistan. © Klaus-Dietmar Gabbert/dpa
Symbolbild: Das Panzergrenadierbataillon 112 ist mit dem Schützenpanzer Puma auf dem Weg in die Letzlinger Heide zum Gefechtsübungszentrum Heer, am 12.02.2024.
Der Puma ist der modernste Schützenpanzer der Bundeswehr und ersetzt schrittweise den Marder. Er bietet eine hochmoderne Kombination aus starker Bewaffnung, umfassendem Schutz und digitaler Vernetzung, wodurch er optimal auf die Anforderungen moderner Gefechtsführung und die Zusammenarbeit mit dem Kampfpanzer Leopard 2 ausgelegt ist. © Bundeswehr/Julia Dahlmann
Tag der Bundeswehr 2024
Der CH-53 ist der größte und schwerste Transporthubschrauber der Bundeswehr und seit 1975 im Einsatz, vor allem für den schnellen Transport von Personen, Material und bei Katastrophenhilfe sowie in Auslandseinsätzen wie Afghanistan und Mali. Aufgrund seines Alters und steigender Wartungsprobleme soll der CH-53 bis 2030 durch den moderneren CH-47F Chinook ersetzt werden. © Frank Hammerschmidt/dpa

Die Studien-Autoren Tom Krebs und Patrick Kaczmarczyk schätzen, jeder zusätzliche Euro für die Rüstungsindustrie erwirtschafte „höchstens 50 Cent an zusätzlicher gesamtwirtschaftlicher Produktion“. Das hieße, mindestens 50 Cent an zusätzlichen Investitionen würden verpuffen; im besten Fall. Möglicherweise hätte der für Rüstung zusätzlich investierte Euro auch gar keinen Effekt. Den Autoren zufolge könnten Investitionen in die öffentliche Infrastruktur jeden investierten Euro möglicherweise verdoppeln; die Investition in Ausbau der Infrastruktur und des Personals in Kitas und Schulen könnten den investierten Euro womöglich verdreifachen.

Laut dem Nachrichtenmagazin sind sich Krebs und Kaczmarczyk sicher: „Aus ökonomischer Sicht ist die geplante Militarisierung der deutschen Wirtschaft eine risikoreiche Wette mit niedriger gesamtwirtschaftlicher Rendite.“

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