Wahl in Berlin

Berlin-Wahl: Linke will Rot-Grün-Rot festhalten

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Katina Schubert ist die Landesvorsitzende des Landesverbandes der Linken in Berlin.

Die Linke glaubt an eine Fortsetzung der bisherigen rot-grün-roten Koalition in Berlin. Diese sei die einzig stabile Koalition.

Berlin -  «Das ist offensichtlich», sagte Landeschefin Katina Schubert am Montag der Deutschen Presse-Agentur. «SPD und CDU wäre irgendwie eine Notgemeinschaft, die genauso katastrophal enden würde wie die letzte rot-schwarze Koalition, die wir in Berlin hatten», meinte Schubert. Es sei eine Zeit des Stillstands gewesen.

Zugleich räumte die Linken-Landesvorsitzende ein, dass die Koalition von SPD, Grünen und ihrer Partei bei einer Fortsetzung unter Bewährung stünde. «Aber ich glaube, die Koalition hätte die Kraft, die Bewährungsprobe zu bestehen. Es steht ja noch einiges vor uns, was wir uns für diese Wahlperiode vorgenommen haben», so Schubert.

Die CDU ist mit 28,2 Prozent (2021: 18,0) eindeutiger Sieger der Abgeordnetenhauswahl. Die Linke rutschte auf 12,2 Prozent (14,1). SPD und Grüne bekamen beide 18,4 Prozent, die SPD hat mit 105 Stimmen einen hauchdünnen Vorsprung.

Auf die Frage, ob die Koalition von SPD-Regierungschefin Franziska Giffey oder Grünen-Spitzenkandidatin Bettina Jarasch angeführt werden soll, meinte Schubert: «Ehrlich gesagt, da nehme ich mir Popcorn.» Die Linke habe nicht darüber zu entscheiden, wer letztlich im Roten Rathaus sitze. «Wenn es dabei bleibt, dass die SPD vorne ist, dann ist die SPD vorne - egal, ob mit einer Stimme oder mit hundert Stimmen», so die Linken-Politikerin. «Für uns steht sozial gerechte Krisenbewältigung im Vordergrund. Aber auch der Pfad zur Klimaneutralität muss natürlich weiter eingeschlagen werden, damit die Stadt lebenswert bleibt.» (dpa)

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