Grün-Linke-Sorgen vor der Bremen-Wahl? Bovenschulte hält sich alle Optionen offen
VonBona Hyun
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Jens Kiffmeier
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Rot-Grün-Rot oder Große Koalition: Andreas Bovenschulte (SPD) eröffnen sich in Bremen laut Umfragen mehrere Optionen. IPPEN.MEDIA erklärt er die Lage.
Bremen – Countdown zur Bremen-Wahl: Knapp zwei Wochen vor der Bürgerschaftswahl 2023 nimmt das Ringen um die Macht zu. Laut Umfragen kann sich Bürgermeister Andreas Bovenschulte (SPD) berechtigte Hoffnung auf seine Wiederwahl machen. Doch er braucht einen Partner. Wer regiert am Ende also mit wem? Für die Sozialdemokraten bieten sich zwei Optionen. Beide scheinen für den Amtsinhaber denkbar zu sein.
Bremens Bürgermeister verweigerte auf Anfrage von kreiszeitung.de von IPPEN.MEDIA ein klares Bekenntnis zu seiner bisherigen rot-grün-roten Regierungskoalition. „Ich bin gegen Ausschließeritis“, stellte Bovenschulte fest und fügte hinzu: „Die demokratischen Parteien in der Bürgerschaft sollten alle untereinander koalitionsfähig sein.“
Bremen-Wahl 2023: Bovenschulte liegt in Umfragen mit der SPD vorn
Rot-Grün-Rot oder Große Koalition? Bovenschulte hält sich Koalition offen
Vor diesem Hintergrund sind rechnerisch zwei Machtbündnisse möglich: die Bildung einer Großen Koalition sowie die Fortsetzung von Rot-Grün-Rot. Für die letztere Option ließ Bovenschulte eine leichte Präferenz erkennen. Wer am Ende das Land regiere, hänge von den Wählerinnen und Wähler ab, so der Sozialdemokrat. „Ich sage aber auch: Rot-Grün-Rot hat in den vergangenen vier Jahren gute Arbeit gemacht und das Land unaufgeregt regiert.“ Ähnlich hatte sich der Amtsinhaber auch schon in den vergangenen Wochen geäußert.
Bremen-Wahl: Das Spitzenpersonal der Parteien im Überblick
In Bremen wird die neue Bürgerschaft am 14. Mai gewählt. Das Landesparlament der Freien Hansestadt besteht aus 87 Abgeordneten. 72 Abgeordnete stammen aus dem Wahlbereich Bremen, hinzu kommen 15 weitere aus dem Wahlbereich Bremerhaven. Beide Städte sind getrennte Wahlbereiche mit unterschiedlichen Wahllisten.
Wer regiert in Bremen? Bovenschulte zeigt sich vor Bürgerschaftswahl kämpferisch
Trotz der guten Machtaussichten will Bovenschulte aber bis zum Schluss im Wahlkampf zur Bremen-Wahl kämpfen. Noch sei nichts entschieden, deshalb werde er bis zum Schluss um jede Stimme auf dem Stimmzettel kämpfen, sagte der SPD-Politiker und betonte, seine Regierung habe den Stadtstaat sicher durch die Corona-Pandemie und die Energiekrise gesteuert. Das, so Bovenschulte, werde man auch in Zukunft tun. (bohy/jkf)