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Ukraine-Krieg aktuell: Florida-Verhandlungen beendet – Putin-Gespräch wohl schon am Montag

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  • Jens Kiffmeier
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Nach Ukraine-Verhandlungen in Florida: Insider berichten von Knackpunkten. Auch Rubio sieht „noch viel zu tun“. Der aktuelle News-Ticker zum Ukraine-Krieg.

Dieser News-Ticker ist beendet. Die weiteren Entwicklungen in unserem neuen News-Ticker zum Ukraine-Krieg.

Update, 5.52 Uhr: Nach Auffassung von US-Präsident Donald Trump stehen die Chancen auf ein Ukraine-Abkommen aktuell gut. „Ich denke, es gibt eine gute Chance, dass wir einen Deal machen können“, sagte Trump an Bord der Präsidentenmaschine Air Force One vor Journalisten.

Zugleich kritisierte Trump den Korruptionsskandal um den zurückgetretenen ukrainischen Präsidialamtschef Andrij Jermak. „Die Ukraine hat ein paar schwierige, kleine Probleme“, sagte der US-Präsident. „Es herrscht Korruption, was nicht gerade hilfreich ist.“ Experten zufolge dürfte die Affäre außenpolitisch die Verhandlungsposition der Ukraine schwächen.

Transparenzhinweis

Die hier verarbeiteten Informationen stammen von Nachrichtenagenturen und internationalen Quellen, aber auch von Kriegsparteien im Ukraine-Krieg. Die Angaben zum Ukraine-Krieg lassen sich nicht unabhängig überprüfen.

Ukraine-Friedensplan aktuell: Macron empfängt Selenskyj am Montag in Paris

Update, 1. Dezember, 5.22 Uhr: Frankreichs Präsident Emmanuel Macron empfängt heute den ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj in Paris. Die beiden Staatschefs unter anderem über „die Bedingungen für einen gerechten und dauerhaften Frieden“ in der Ukraine beraten. Weitere Themen sind die Gespräche in Genf, der US-Friedensplan für die Ukraine und die „enge Abstimmung“ mit den europäischen Verbündeten der Ukraine.

Update, 22:49 Uhr: Nach den heutigen Verhandlungen zwischen den USA und der Ukraine in Florida soll der US-Sondergesandte Steve Witkoff am Montag nach Moskau reisen und weiter über einen Plan für ein Ende des Ukraine-Kriegs verhandeln. Das berichtet CNN unter Berufung auf einen US-Beamten. Witkoff werde dort voraussichtlich auch Russlands Präsident Wladimir Putin treffen, heißt es in dem Bericht.

Deutschland nicht in den Top 3: Die Nato-Länder mit den größten Truppenstärken

Nato-Übung „Arctic Defender 2024“
Die Nato ist das größte militärische Verteidigungsbündnis der Welt. Der Nordatlantikpakt („North Atlantic Treaty Organization“) soll die territoriale Souveränität der Mitgliedsstaaten sichern und im Kriegsfall verteidigen. Dafür gibt es die Beistandsklausel im Gründungsvertrag der Nato. Die Truppenstärke aller Nato-Länder zusammengerechnet umfasste 2025 nach vorläufigen Zahlen rund 3,4 Millionen Soldaten und Soldatinnen.  © Kay Nietfeld/dpa
US-Armee Nato
Dem „Global Firepower Index“ zufolge stellen die USA mit rund 1,328 Millionen Soldatinnen und Soldaten die größte Nato-Truppe. Im Kampfeinsatz vertraut die US-Armee auch auf den Chinook-Hubschrauber. Der CH-47 ist bekannt für seine Fähigkeit, schweres Material und Personal in unwegsames Gelände zu transportieren. Im Bild ist eine gemeinsame Übung von Südkorea und den USA in Yeoncheon zu sehen. © Jung Yeon-Je/AFP
Militär Türkei
Das zweitgrößte Militär der Nato-Mitgliedstaaten kommt aus der Türkei (Truppenstärke: 355.200). Die Armee gilt als eine der stärksten der Welt. Anhand von mehr als 60 Einzelfaktoren analysieren die Fachleute von „Global Firepower Index“ die militärische Gesamtstärke der Armeen. Türkei, die seit 1952 Mitglied der Nato ist, belegt hier unter 145 Armeen den neunten Platz. © Tunahan Turhan/Imago
Polnische Armee
In der Nato-Rangliste der Truppenstärke liegt Polen auf Platz drei. Die polnischen Streitkräfte verfügen über 202.100 aktive Soldatinnen und Soldaten. Die Streitkräfte sind seit 2010 eine Berufsarmee und gliedern sich wie folgt: Heer, Marine, Luftwaffe, Spezialkräfte, Territorialverteidigung (Freiwilligenmiliz). © Radek Pietruszka/dpa
Frankreich Macron
Platz vier in der Nato-Rangliste belegt Frankreich (Truppenstärke: 200.000). Frankreich ist seit dem EU-Austritt des Vereinigten Königreichs die einzige Atommacht in der Europäischen Union. Der französische Staatspräsident ist Oberbefehlshaber der Streitkräfte und die einzige Person, die einen nuklearen Angriff befehlen kann. Hier hält Präsident Emmanuel Macron (Mitte) eine Rede vor zwei Kampfjets vom Typ Dassault Mirage 2000 (links) und vom Typ Dassault Rafale (rechts). © Ludovic Marin/AFP
Britische Armee bei einer Übung in Finnland
Die Streitkräfte des Vereinigten Königreichs gliedern sich in drei Teilstreitkräfte und umfassen ungefähr 184.860 Soldatinnen und Soldaten. Bei einer Übung in der Nähe von Rovaniemi am Polarkreis testet die Armee hier die mobile Haubitze Archer.  © Ben Birchall/dpa
Pistorius-Besuch in Litauen
Auf Platz sechs in der Nato-Rangliste liegt die Bundesrepublik Deutschland. Die Bundeswehr umfasst das Heer, die Luftwaffe, die Marine, den Cyber- und Informationsraum, sowie den Unterstützungsbereich. Aktuell gibt es rund 181.600 aktive Soldatinnen und Soldaten in Uniform. Verteidigungsminister Boris Pistorius (SPD, rechts) erlebt die Fähigkeiten eines Leopard-2-Panzers auch schon mal aus nächster Nähe. © Alexander Welscher/dpa
Tag der italienischen Streitkräfte 2021
Die italienische Kunstflugstaffel „Frecce Tricolori“ fliegt am Tag der italienischen Streitkräfte über das Denkmal des Unbekannten Soldaten hinweg. Mit einer Truppenstärke von 165.500 Soldatinnen und Soldaten belegt Italien in der Nato-Rangliste den siebten Platz.  © Giuseppe Lami/dpa
Griechenland Militär
Kampfjets, Kriegsschiffe, Drohnenabwehrsysteme: Griechenland rüstet auf. Die Regierung will Milliarden investieren, um ihr Militär stärker zu machen als je zuvor. Aktuell verfügen die griechischen Streitkräfte (hier bei einer Militärparade in Athen) über eine Truppenstärke von 142.700 aktiven Soldatinnen und Soldaten. © Kostas Galanis/Imago
Luftlandeübung Swift Response
Noch eine weitere Armee der Nato verfügt über mehr als 100.000 aktive Soldatinnen und Soldaten: Spanien (Truppenstärke: 133.282). Allerdings ist das Land weit davon entfernt, das Zwei-Prozent-Ziel der Nato zu erreichen: Mit knapp 1,3 Prozent des Bruttoinlandsproduktes ist Spanien sogar Schlusslicht in der Nato.  © Kay Nietfeld/dpa
Air Police Übung der Nato in Rumänien
Ein Kampfflugzeug vom Typ F-16 der rumänischen Luftwaffe steht auf dem rumänischen Luftwaffenstützpunkt in Borcea. Rumänien liegt in der Nato-Rangliste auf Platz zehn (Truppenstärke: 81.300).  © Kathrin Lauer/dpa
Kanada - Snowbirds bei Flugtag
Kanada verfügt über rund 68.000 aktive Soldatinnen und Soldaten. In Canadian Army, Royal Canadian Navy und Royal Canadian Air Force dienen nur Freiwillige. Die Kunstflugstaffel der Air Force ist unter dem Namen „Snowbirds“ bekannt. Die Schneevögel sind ein Symbol Kanadas. © Patrick Doyle/dpa
Ungarn Militär
Die H225M Caracal ist ein taktischer Mehrzweck- und Transporthubschrauber mit großer Reichweite. Benutzt wird er unter anderem von Ungarn (Truppenstärke: 41.600).  © Sergey Kohl/Imago
Abschluss der Nato-Übung Quadriga 2024
Niederländische Kräfte nehmen an der Quadriga-Übung 2024 teil. Die Niederlande liegt auf Platz 13 der Nato-Rangliste (Truppenstärke: 41.380). Die Regierung will die Stärke der nationalen Streitkräfte allerdings deutlich erhöhen. © Kay Nietfeld/dpa
Bulgarien Militär
Seit 2004 ist Bulgarien Nato-Mitglied. Die bulgarischen Streitkräfte bestehen aus den Teilstreitkräften Heer, Marine, Luftstreitkräfte. Derzeit umfasst das Militär in Bulgarien etwa 37.000 Frauen und Männern. © Vassil Donev/dpa
Kriegsende-Gedenken - Tschechien
Flugzeuge hinterlassen am Himmel farbige Spuren in den Nationalfarben Tschechiens anlässlich der Feierlichkeiten zum Tag des Sieges über Nazi-Deutschland im Zweiten Weltkrieg. Tschechien verfügt über 28.000 aktive Soldatinnen und Soldaten. © Kamaryt Michal/dpa
Belgische Kronprinzessin schwitzt beim Militär-Sommercamp
Die Streitkräfte aus Belgien untergliedern sich in Heer, Marine, Luftstreitkräfte und medizinisches Korps. Es gibt rein niederländisch- und rein französischsprachige Einheiten. Im Jahr 2022 trainierte auch die belgische Kronprinzessin Elisabeth (2. von rechts) in einem Bootcamp der Königlichen Militärschule ihre Führungsqualitäten. Belgien liegt in der Nato-Rangliste auf Platz 16 (Truppenstärke: 25.000). © Erwin Ceupp/dpa
Schwedische Nato-Truppen in Lettland stationiert
Die schwedischen Streitkräfte bestehen aus den vier Teilstreitkräften: Heer, Marine, Luftstreitkräfte, Heimwehr. Seit dem 7. März 2024 ist Schweden (Truppenstärke: 24.400) das 32. Mitglied der Nato. © Alexander Welscher/dpa
80. Jahrestag der Schlacht von Arnheim
Fallschirmjäger aus acht Nato-Mitgliedsländern (Deutschland, Griechenland, Niederlande, Polen, Portugal, Spanien, Vereinigtes Königreich und USA) springen hier zum Gedenken an den Jahrestag der Schlacht von Arnheim auf der Ginkelschen Heide ab. Portugals Truppenstärke beträgt 24.000 Frauen und Männer.  © Ben Birchall/dpa
Raketensschiff Pori der finnischen Marine
Das Raketensschiff Pori der finnischen Marine bricht vom Suomenlinna-Pier in Helsinki zur Nato-Operation „Enhanced Vigilance Activity“ in der Ostsee auf. Auch Finnland verfügt über 24.000 aktiven Soldatinnen und Soldaten. © Vesa Moilanen/dpa
Militärübung „Nordic Response“ in Norwegen
Norwegische Soldaten sitzen während der Militärübung „Nordic Response 24“ auf Schneemobilen. Die Streitkräfte bestehen aus dem Heer, der Marine, der Luftwaffe und der milizartig organisierten Heimwehr. Mit einer Truppenstärke von 23.250 Frauen und Männer belegt Norwegen Platz 20 in der Nato-Rangliste. © Jouni Porsanger/dpa
Deutsche Brigade in Litauen
Litauische Soldaten legen nach einem Schießtraining bei Rudninkai in dem Areal, wo die deutsche Brigade in Litauen stationiert werden soll, eine Pause ein. Die Truppenstärke von Litauen beträgt 23.000 Frauen und Männer. © Kay Nietfeld/dpa
The Royal Life Guards
Rekruten der Royal Life Guards aus Dänemark überqueren auf dem Truppenübungsplatz Kulsbjerg bei Vordingborg das Wasser. Dänemarks Militär verfügt derzeit über etwa 20.000 aktive Soldatinnen und Soldaten. © Mads Claus Rasmussen/Imago
Luftwaffe bildet slowakische Soldaten an Flugabwehrsystem aus
Slowakische Soldaten trainieren an einem Flugabwehrsystem. Seit 2004 ist die Slowakei Mitglied der Nato. Die Truppenstärke des Militärs beträgt 19.500 Frauen und Männer. © Marcus Brandt/dpa
Lettland Militär Parade
imago80894560.jpg © Victor Lisitsyn/Imago
Militärmanöver in Kroatien
Kroatien verfügt über 14.325 aktive Soldatinnen und Soldaten. Die Streitkräfte werden umgangssprachlich meist als „Hrvatska vojska“ (Kroatische Armee) bezeichnet. Kroatien ist seit April 2009 Mitglied der Nato. © dpa
Mazedonien Namensänderung
Die Armee der Republik Nordmazedonien (Truppenstärke: 9000) gliedert sich in ein Heer mit angeschlossenen Luftstreitkräften (Heeresflieger). Aufgrund der Binnenlage des Landes gibt es keine eigenständige Marine.  © Dragan Perkovksi/dpa
Kaja Kallas
Am 15. Mai 2024 besuchte die damalige estnische Premierministerin Kaja Kallas die gemeinsame Übung „Spring Storm“ der estnischen Streitkräfte (Truppenstärke: 7700) und der alliierten Nato-Streitkräfte in Pärnu. © Jussi Nukari/Imago
Slowenien
Sloweniens Truppenstärke beträgt 7300 Frauen und Männer. Die Streitkräfte unterstehen dem Verteidigungsministerium. Die für den Schutz der 46 Kilometer langen Adriaküste zuständige Marine und die Luftstreitkräfte sind keine selbständigen Teilstreitkräfte. © Zeljko Stevanic/Imago
Albanien
Seit 2010 hat Albanien eine Berufsarmee. Sie besteht derzeit aus 6600 aktiven Soldatinnen und Soldaten. Das Joint Force Command bildet ein Hauptquartier, dem die drei Teilstreitkräfte Heer, Luftwaffe und Marine unterstehen. © Imago
Montenegro
Die seit 2006 aufgebauten Streitkräfte von Montenegro umfassen 2350 Frauen und Männer und gelten heute als eine funktionierende Kleinarmee in Europa. Montenegro ist seit Juni 2017 Mitglied der Nato. © Imago
Luxwemburg
Die Armee Luxemburgs umfasst die Streitkräfte des Großherzogtums Luxemburg. Sie besitzt eine leichtbewaffnete, Freiwilligenarmee (Truppenstärke: 1000). Die luxemburgische Armee ist in ein Infanteriebataillon mit zwei Aufklärungskompanien gegliedert. Mit einer dieser beiden Kompanien beteiligt sich Luxemburg am Eurokorps. © Berit Kessler7Imago
Eurofighter über Island. (Archivbild)
Ein Eurofighter fliegt bei der Übung „Rapid Viking 2023“ über Island. Der hohe Norden gewinnt zunehmend an geopolitischer Bedeutung. Nato-Mitglied Island selbst verfügt über keine eigene Armee. © Britta Pedersen

Ukraine-Krieg aktuell: Rubio spricht nach Verhandlungen von „produktiven“ Gesprächen

Update, 21:08 Uhr: Die Ukraine-Verhandlungen in Florida waren nach Angaben aus dem Umfeld des Kiewer Verhandlungsteams kompliziert. „Der Prozess ist nicht einfach, da die Suche nach Formulierungen und Lösungen weitergeht“, zitiert die Nachrichtenagentur Quellen, während am Sonntag die Gespräche liefen. Die US-Unterhändler wollten „unbedingt, dass die letzten Punkte vereinbart werden, damit sie nach Moskau reisen können“, erklärte demnach eine weitere mit dem Verhandlungsverlauf vertraute Quelle.

Kompliziert seien einzelne Formulierungen, „insbesondere in Bezug auf Gebiete“. Die US-Unterhändler sähen sich „ausschließlich als Vermittler und nicht als Partei, die die Ukraine unterstützt“ – die US-Delegierten übten einen gewissen Druck aus. Alle versuchten aber „konstruktiv zu sein und eine Lösung zu finden“, zitiert die Nachrichtenagentur die Quelle.

US-Außenminister Marco Rubio sowie der Leiter der ukrainischen Delegation, Rustem Umerov, äußerten sich nach dem Treffen positiv. Umerov bezeichnete die Verhandlungen als „produktiv und erfolgreich“, zitiert CNN. Auch Rubio sprach von produktiven Gesprächen und „weiteren Fortschritten“. Man habe auf den Ergebnissen aus Genf aufgebaut, „aber es bleibt noch viel zu tun“.

US-Außenminister Marco Rubio (links) spricht während eines Treffens mit ukrainischen Beamten unter der Leitung von Rustem Umerov (rechts), dem Sekretär des Nationalen Sicherheits- und Verteidigungsrates der Ukraine.

Ukraine-Krieg aktuell: „Schwierige, aber konstruktive“ Verhandlungen – neue Details sickern durch

Update, 19:42 Uhr: Neue Details zu den Ukraine-Verhandlungen in Florida: Laut einem hochrangigen Beamten der US-Regierung wird es in den Gesprächen unter anderem um den Wahltermin in der Ukraine gehen, wie das Wall Street Journal berichtet. Zudem soll es um die Möglichkeit eines Gebietsaustauschs zwischen Russland und der Ukraine sowie weitere offene Fragen zwischen dem Weißen Haus und Kiew für ein Ende des Ukraine-Kriegs gehen.

Aktuell verhandelt Kiew mit Washington über einen Friedensplan. Die Gespräche seien „schwierig, aber sehr konstruktiv“, sagte eine mit den Verhandlungen vertraute Quelle gegenüber CNN. Demnach wurden bei dem Treffen bereits einige der heikelsten Fragen zur Beilegung des Krieges erörtert. In den nächsten Tagen werden US-Vertreter dann zu Verhandlungen in Moskau erwartet.

Neue Details zu aktuellen Ukraine-Verhandlungen

Update, 18:18 Uhr: In Hallandale Beach beraten Vertreter Washingtons und Kiews über einen Plan für ein Ende des Ukraine-Kriegs. Die USA sollen einem Axios-Bericht zufolge heute Differenzen in zwei bislang ungeklärten Punkten ausräumen wollen: Territorium und Sicherheitsgarantien. Ein hochrangiger US-Beamter erklärte demnach: „Die Ukrainer wissen, was wir von ihnen erwarten.“

Der ursprüngliche 28-Punkte-Plan der USA hatte unter anderem vorgesehen, dass die Ukraine nicht nur die von Russland besetzten Gebiete im Osten des Landes abtreten soll, sondern auch noch nicht eroberte Regionen dort. Bei Gesprächen in Genf, an denen auch Vertreter europäischer Staaten beteiligt waren, wurde der Plan dann zugunsten der Ukraine überarbeitet – territoriale Fragen und Sicherheitsgarantien sollen dabei jedoch offen geblieben sein.

Vor seinem Rücktritt hatte der bisherige ukrainische Chefunterhändler Andrij Jermak gegenüber Axios erklärt, dass territoriale Zugeständnisse nur auf Präsidentenebene verhandelt werden könnten. Trump hingegen hatte erklärt, sich erst mit Selenskyj und Putin treffen zu wollen, wenn die Parteien kurz vor einer Einigung zur Beendigung des Krieges stünden.

Update, 16:38 Uhr: Vor den heutigen Ukraine-Verhandlungen hat sich US-Außenminister Marco Rubio optimistisch geäußert. Rubio rechne mit Fortschritten bei den Gesprächen mit Kiews Delegation über ein Ende des Ukraine-Kriegs. „Es geht nicht nur um Friedensabkommen. Es geht darum, einen Weg zu ebnen, der für die Ukraine Souveränität, Unabhängigkeit und Wohlstand bedeutet und deshalb erwarten wir, heute weitere Fortschritte zu erzielen“, zitiert die Nachrichtenagentur Reuters Rubio in Florida.

Von ukrainischer Seite heißt es unterdessen, man strebe einen echten Frieden an: „Wir haben klare Richtlinien und Prioritäten: die Wahrung ukrainischer Interessen, die Sicherstellung eines substanziellen Dialogs und das Vorankommen auf der Grundlage der in Genf erzielten Fortschritte“, schreibt Chefunterhändler Rustem Umjerow vor Beginn der Gespräche auf X.

Aktuelle Ukraine-Verhandlungen: Selenskyj äußert sich vor Gesprächen mit Trumps Delegation

Update, 15:30 Uhr: Während die Ukraine und die USA heute in Florida über einen Plan für ein Ende des Ukraine-Kriegs verhandeln, lässt der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj die konkrete Position seiner Delegation weitgehend offen. In einem Post auf der Plattform X schreibt Selenskyj ab Sonntag lediglich, sich mit dem finnischen Präsidenten, Alexander Stubb, in einem Telefonat ausgetauscht zu haben: „Wir tauschten uns über verfügbare Informationen zu verschiedenen Aspekten der russischen Position und über die Einschätzung der aktuellen diplomatischen Aussichten aus.“

Zudem habe er Stubb über die Vorbereitung der ukrainischen Delegation auf die heutigen Gespräche mit US-Vertretern unterrichtet, „sowie über die Signale, die wir von amerikanischer Seite erhalten haben“. Welche das sind, bleibt offen. Mit Blick auf weitere Verhandlungen kündigte Selenskyj an: „Diese Woche wird viel Arbeit mit unseren Partnern in Europa erfordern.“

Ukraine-Krieg aktuell: Russland verurteilt Angriffe auf Öltanker und Infrastruktur als Terror

Update, 14:21 Uhr: Russland hat die ukrainischen Angriffe auf zwei Öltanker und die Infrastruktur des Kaspischen Pipeline-Konsortiums (CPC) im Schwarzen Meer als Terror verurteilt. Dadurch werde die freie Schifffahrt bedroht, zitierte Reuters das russische Außenministerium. Die attackierten Anlagen seien zivile Energieinfrastrukturen mit wichtiger Rolle für die globale Energiesicherheit, hieß es weiter. Russlands Armee greift jedoch ebenfalls regelmäßig ukrainische Infrastruktur an. Einen Tag zuvor hatte die ukrainische Armee mit Seedrohnen die CPC-Anlage in Brand gesetzt.

Ukraine-Verhandlungen über Friedensplan: Selenskyj schickt Delegation nach Florida

Update, 12.35 Uhr: Die Gespräche am heutigen Sonntag (30. November) in Florida sind der Auftakt für eine neue Woche intensiver diplomatischer Bemühungen im Ukraine-Krieg. Es sei ein „großer Erfolg, auch der deutschen Außenpolitik“ gewesen, dass die europäischen Regierungen den „absolut inakzeptablen“ US-Friedensplan „erst einmal“ entschärft hätten, sagte dazu der Verteidigungsexperte Guntram der Nachrichtenagentur AFP.

Gleichzeitig zeige der Vorgang das „große strukturelle Problem“, dass Teile der Regierung von US-Präsident Donald Trump die russische Haltung für „berechtigt“ halten. Wolff arbeitet am Institut Bruegel in Brüssel. Das geplante NATO-Treffen am Mittwoch und Donnerstag bietet den USA erneut die Gelegenheit, ihr Bekenntnis zu dem Verteidigungsbündnis zu bekräftigen – allerdings wird US-Außenminister Marco Rubio daran voraussichtlich nicht teilnehmen, wie aus mit Rubios Reiseplänen vertrauten Kreisen verlautete.

Ukraine-Krieg aktuell: Generalstab meldet 76 Pokrows-Offensiven an einem Tag

Update, 11.44 Uhr: Der ukrainische Generalstab hat neue Zahlen zu Russlands Verlusten an der Front veröffentlicht. Demnach wurden am vergangenen Samstag 1.160 russische Soldaten in den Gefechten entweder verwundet oder getötet. Damit stieg ihre Gesamtzahl seit Kriegsbeginn auf 1.172.860. In dem Lagebericht wird auch die Region Pokrowsk erwähnt. Dort habe es binnen eines Tages 76 versuchte Angriffe der russischen Armee gegeben.

Analyse zur aktuellen Lage im Ukraine-Krieg: Russland rückt in Saporischschja vor

Update, 10.39 Uhr: Russland ist im Süden der Ukraine in kurzer Zeit massiv vorgerückt. In der Region Saporischschja sei die Frontlinie in bestimmten Abschnitten um etwa 10 bis 12 Kilometer verschoben worden, heißt es in einer aktuellen Analyse für das ZDF. Sie stammt von zwei Experten für Sicherheitspolitik, Christian Mölling und András Rácz.

Ziel sei die befestigte Stadt Huljajpole, heißt es. Die ukrainischen Soldaten hätten einen geordneten Rückzug versucht, was aber nur teilweise gelungen sei. Sollte Huljajpole fallen, könnte das den von Moskau erhobenen Anspruch auf nicht russisch besetzte Teile der Region Saporischschja bestärken, so die ZDF-Bericht.

Ukraine-Krieg aktuell: Warnung vor Worst-Case-Szenario bei Verhandlungen in Florida

Update, 10.02 Uhr: Eine US-Delegation trifft heute ein ukrainisches Verhandlungsteam in Florida. Vor dem „Friedensstreit in Miami“ warnt ein Beobachter gegenüber der Kyiv Post allerdings vor einem Worst-Case-Szenario. Sollte Washington Kiew am heutigen Sonntag unter Druck setzen, und etwa einen Militärabbau oder einen Verzicht auf eine NATO-Mitgliedschaft fordern, könnte die Ukraine die Friedensplan-Bedingungen ablehnen, sagte Yuriy Boyechko, Vorstand der humanitären Hilfsorganisation Hope For Ukraine. Die Folge, so Boyechko zu dem Blatt: Der drohende Entzug entscheidender US-Militärhilfen.

Update, 8.23 Uhr: Kasachstan hat der Ukraine vorgeworfen, erneut das internationale Kaspische Pipeline-Konsortium (CPC) im Schwarzen Meer angegriffen zu haben. Das kasachische Außenministerium bezeichnete den Vorfall als „dritten Akt der Aggression gegen eine ausschließlich zivile Einrichtung“, wie Reuters berichtet.

Das CPC hatte am Samstag mitgeteilt, den Betrieb an seinem wichtigen Öl-Terminal eingestellt zu haben, nachdem ein Ankerpunkt durch Marinedrohnen erheblich beschädigt worden war. Das Konsortium wickelt mehr als ein Prozent des weltweiten Öls ab und exportiert hauptsächlich kasachisches Öl über Russland. Russland ist einer der wichtigsten Handelspartner Kasachstans.

Ukraine-Friedensplan aktuell: Türkei sieht Verhandlungsbereitschaft in Russland

Update, 8.01 Uhr: Der türkische Außenminister Hakan Fidan sieht sowohl in Kiew als auch in Moskau eine wachsende Bereitschaft für ein Friedensabkommen. „Nach unserem Verständnis ist auch Herr Putin bereit, einem Waffenstillstand und einem umfassenden Friedensabkommen unter bestimmten Bedingungen zuzustimmen“, sagte Fidan der Welt am Sonntag mit Blick auf den Kremlchef.

Denn dieser Krieg verursache auch Russland sehr hohe Kosten, führte Fidan aus. Es gehe zudem auch um dauerhafte „Stabilität für ganz Europa“. Noch ist unklar, welche Sicherheitsgarantien die Ukraine erhalten könnte. Putin hatte zuletzt gesagt, Russland könnte schriftlich zusichern, dass es keine europäischen Länder angreifen werde.

Ukraine-Krieg aktuell: Bericht über Wirtschaftsinteressen der USA bei Friedensplan

Update, 30. November, 7.27 Uhr: Der Sondergesandte Steve Witkoff soll mit dem ursprünglichen US-Friedensplan für die Ukraine auch geschäftliche Interessen in dem Land verfolgt haben. Das legt jetzt eine Recherche des Wall Street Journal (WJS) nahe. Unter der Überschrift „Make money not war“ berichtet die Zeitung unter anderem, dass Witkoff angeblich ukrainischen Vertretern vorschlug, auf die Lieferung von Tomahawk-Raketen aus den USA zu verzichten, und stattdessen lieber um eine zehnjährige Befreiung von US-Zöllen zu bitten. So zitiert es die Ukrajinska Prawda aus dem WSJ-Bericht.

Ukraine-Krieg aktuell: Polen stellt Luftabwehr scharf – Bundeswehr beteiligt

Erstmeldung: Kiew/Warschau – Russische Kampfjets haben einem Medienbericht zufolge am Freitag einen Alarm der Luftverteidigung in Polen ausgelöst. Vier Kampfjets vom Typ MiG-31 seien in Richtung der russischen Westgrenze geflogen, berichtete die Bild am Sonntag laut Vorabmeldung vom Samstag und berief sich auf Informationen aus NATO-Kreisen. Polnische Streitkräfte sowie in Polen stationierte Bundeswehr-Einheiten hätten ihre Luftverteidigungssysteme daraufhin in höchste Alarmbereitschaft versetzt.

Luftverteidigung in Polen reagiert auf russische Kampfjets

Zwei deutsche Patriot-Luftabwehrsysteme am Flughafen in Rzeszow, über den ein Großteil der westlichen Militärhilfe für die Ukraine läuft, wurden dem Bericht zufolge aktiviert, Soldaten der deutschen Luftwaffe waren demnach an der Reaktion beteiligt. Wie die Bild am Sonntag unter Berufung auf NATO-Angaben berichtete, kehrten die russischen Jets später wieder um.

Polen ist ein entschiedener Unterstützer der Ukraine bei der Verteidigung gegen den russischen Angriffskrieg und ein wichtiges Drehkreuz für Hilfs- und Waffenlieferungen in die Ukraine. Das EU- und Nato-Mitgliedsland hat Grenzen zur Ukraine, zu Russlands Verbündetem Belarus und zur russischen Exklave Kaliningrad. Auch EU- und Nato-Länder wie Estland oder Rumänien meldeten bereits das Eindringen russischer Drohnen oder Militärflugzeuge in ihren Luftraum.

Aktueller Friedensplan im Ukraine-Krieg: Selenskyj und Trump schicken Gesandte nach Florida

Am heute Sonntag (30. November) wollen die Ukraine und die USA ihre Friedensbemühungen bei einem Treffen einen entscheidenden Schritt voranbringen. Für die Ukraine ist nach dem Korruptionsskandal ein neuer Leiter dabei.

Die beiden Länder diskutieren im US-Bundesstaat Florida Wege für ein Ende des russischen Angriffskriegs. Für die US-Seite sollen laut übereinstimmenden Medienberichten Außenminister Marco Rubio, der Sondergesandte von US-Präsident Donald Trump, Steve Witkoff, und Trumps Schwiegersohn Jared Kushner an dem Treffen teilnehmen. Das Team der Ukraine wird von Delegationsleiter Rustem Umjerow angeführt.  (Redaktion mit Nachrichtenagenturen)

Rubriklistenbild: © CHANDAN KHANNA / AFP

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