Ukraine-Krieg

Nach Sprengung des Kachowka-Staudamms: Russische Truppen werden weggespült

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Mitten im Ukraine-Krieg wird der Kachowka-Staudamm gesprengt. Besonders die von Russland besetzte Region Cherson ist betroffen.

Kachowka – Mitten in der groß angekündigten Gegenoffensive der Ukraine gegen Russland wurde am vergangenen Dienstag (6. Juni) der Kachowka-Staudamm in der Region Cherson gesprengt. Beide Kriegsparteien machen sich gegenseitig für die Zerstörung verantwortlich. Der Geheimdienst der USA geht davon aus, dass es sich um einen russischen Angriff gehandelt haben muss. Laut des ukrainischen Offiziers Andrei Pidlisnyi sei von den Folgen der Sprengung aber vor allem das russische Militär betroffen.

Gegenüber dem amerikanischen Nachrichtensender CNN sagte Pidlisnyi: „Niemand auf der russischen Seite ist in der Lage gewesen zu entkommen. Alle Regimenter, die die Russen auf dieser Seite hatten, wurden überflutet.“ So seien die Ukrainer Zeuge davon gewesen, wie nach dem Zusammenbruch des Staudamms Wladimir Putins Truppen von den Fluten mitgerissen wurden. Die Soldaten sollen mithilfe von Drohnen das Geschehen beobachtet haben.

Dieses von Maxar Technologies über AP zur Verfügung gestellte Satellitenbild zeigt den zerstörten Kachowka-Staudamm.

Russland soll den Kachowka-Staudamm gesprengt haben: Etliche Siedlungen überflutet

Trotz der angeblich zahlreichen russischen Opfer stimmt der ukrainische Offizier der Vermutung des amerikanischen Geheimdienstes zu. Im Interview sagte er: „Gegen 3 Uhr nachts sprengte der Feind das Wasserkraftwerk Kachowka in die Luft, um den Wasserspiegel anzuheben und die Zufahrten und das linke Ufer des Dnipro sowie die dortigen Siedlungen zu überfluten. Und um den ukrainischen Streitkräften den weiteren Vormarsch unmöglich zu machen.“

Kachowka-Staudamm in der Ukraine gesprengt: Erste Fotos zeigen die schlimmen Folgen

Eine Ansicht zeigt das von Überschwemmungen betroffene Zentrum von Nowaja Kachowka nach einem Dammbruch im Wasserkraftwerk Kachowka.
Eine Ansicht zeigt das von Überschwemmungen betroffene Zentrum von Nowaja Kachowka nach einem Dammbruch im Wasserkraftwerk Kachowka.  © IMAGO/Alexei Konovalov/Tass
Dieses vom ukrainischen Präsidialamt über AP veröffentlichte Videostandbild zeigt den beschädigten Kachowka-Staudamm in der Nähe von Cherson.
Dieses vom ukrainischen Präsidialamt über AP veröffentlichte Videostandbild zeigt den beschädigten Kachowka-Staudamm in der Nähe von Cherson.  © dpa/Ukraine‘s Presidential Office
Dieses von Planet Labs PBC zur Verfügung gestellte Satellitenbild zeigt einen Überblick über die Schäden am Kachowka-Damm im Süden der Ukraine.
Dieses von Planet Labs PBC zur Verfügung gestellte Satellitenbild zeigt einen Überblick über die Schäden am Kachowka-Damm im Süden der Ukraine.  © dpa/Planet Labs PBC
Weitere Satellitenbilder zeigen die Zerstörungen.
Weitere Satellitenbilder zeigen die Zerstörungen. © dpa/Maxar Technologies
Dieses vom ukrainischen Präsidialamt über AP veröffentlichte Videostandbild zeigt Wasser, das durch einen Durchbruch im Kachowka-Staudamm fließt.
Dieses vom ukrainischen Präsidialamt über AP veröffentlichte Videostandbild zeigt Wasser, das durch einen Durchbruch im Kachowka-Staudamm fließt.  © dpa/Ukrainian Presidential Office
Das Turbinengebäude des Wasserkraftwerks Kachowka stürzt in Nowaja Kachowka ein.
Das Turbinengebäude des Wasserkraftwerks Kachowka in Nowaja Kachowka stürzt laut russischen Meldungen ein. © IMAGO/Alexei Konovalov/Tass
Das Gemeindezentrum steht in der von Überschwemmungen heimgesuchten Stadt Nowaja Kachowka nach einem Dammbruch im Wasserkraftwerk Kachowka.
Das Gemeindezentrum steht in der von Überschwemmungen heimgesuchten Stadt Nowaja Kachowka nach einem Dammbruch im Wasserkraftwerk Kachowka unter Wasser. © IMAGO/Alexei Konovalov/Tass
Eine Ansicht zeigt das von Überschwemmungen betroffene Zentrum von Nowaja Kachowka
Eine Ansicht zeigt das von Überschwemmungen betroffene Zentrum von Nowaja Kachowka © IMAGO/Alexei Konovalov/Tass
Eine Ansicht zeigt das von Überschwemmungen betroffene Zentrum von Nowaja Kachowka nach einem Dammbruch im Wasserkraftwerk Kachowka.
Eine Ansicht zeigt das von Überschwemmungen betroffene Zentrum von Nowaja Kachowka nach einem Dammbruch im Wasserkraftwerk Kachowka. © IMAGO/Alexei Konovalov/Tass
Eine Ansicht zeigt das von Überschwemmungen betroffene Zentrum von Nowaja Kachowka nach einem Dammbruch im Wasserkraftwerk Kachowka.
Eine Ansicht zeigt das von Überschwemmungen betroffene Zentrum von Nowaja Kachowka nach einem Dammbruch im Wasserkraftwerk Kachowka. © IMAGO/Alexei Konovalov/Tass
Das Gemeindezentrum steht in der von Überschwemmungen heimgesuchten Stadt Nowaja Kachowka nach einem Dammbruch im Wasserkraftwerk Kachowka unter Wasser.
Das Gemeindezentrum steht in der von Überschwemmungen heimgesuchten Stadt Nowaja Kachowka nach einem Dammbruch im Wasserkraftwerk Kachowka unter Wasser.  © IMAGO/Alexei Konovalov/Tass

Auch die Regierung in Kiew rund um Präsident Wolodymyr Selenskyj glaubt an einen Sabotageakt vonseiten Moskaus. So habe das russische Militär den Staudamm absichtlich in die Luft gesprengt. Satellitenbilder deuten laut CNN dagegen darauf hin, dass es sich um strukturelles Versagen handeln könnte. Russland besetzte den Kachowka-Staudamm im März vergangenen Jahres. (Jakob von Sass)

Rubriklistenbild: © Uncredited/Maxar Technologies/AP/dpa

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