China: Hat Xi Jinping reguläre Soldaten nach Russland geschickt?
VonPatrick Mayer
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Chinesische Söldner sollen im Ukraine-Krieg auf Wladimir Putins Seite stehen. Offenbar hat Peking-Autokrat Xi Jinping reguläre Soldaten nach Russland verlegt.
Moskau - Während Gespräche über eine mögliche Waffenruhe im Ukraine-Krieg stocken und Russland-Machthaber Wladimir Putin stattdessen Zivilisten in der ukrainische Großstadt Sumy bombardieren ließ, unterstützt China weiter den Moskau-Autokraten aus dem Kreml.
China-Söldner für Wladimir Putin: Bericht nennt Schätzung zum Ukraine-Krieg
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hatte am 9. April bei einem Pressetermin erzählt: „Es gibt 155 chinesische Staatsbürger, die auf dem Territorium der Ukraine gegen Ukrainer kämpfen. Wir sammeln Informationen und glauben, dass es noch viel mehr gibt.“ Nach Recherchen des russischsprachigen Investigativ-Portals Important Stories sollen zwischen Juni 2023 und Mai 2024 angeblich 51 chinesische Staatsbürger das Rekrutierungszentrum für den Zeitmilitär-Dienst aufgesucht haben. Die Informationen lassen sich jedoch nicht unabhängig überprüfen.
Die Nachrichtenagentur Reuters beruft sich indes auf Informationen eines ehemaligen westlichen Geheimdienstmitarbeiters, demzufolge rund 200 chinesische Söldner ohne Auftrag durch das Peking-Regime von Xi Jinping in den Gefechten zum Einsatz kommen. Denselben Angaben zufolge sollen chinesische Offiziere der sogenannten Volksbefreiungsarmee, also der regulären Streitkräfte, nahe der russischen Frontlinien das Kriegsgeschehen beobachten und Eindrücke sammeln.
China-Söldner in Russlands Armee: Ukrainer nahmen chinesisch-stämmige Männer gefangen
Die chinesischen Offiziere würden somit nicht die Kämpfe in der Ukraine eingreifen, sie haben diesen Informationen zufolge – die sich ebenfalls nicht unabhängig überprüfen lassen – eine Beobachtungsfunktion. Und zwar an den Frontabschnitten in Russland selbst, wo ukrainische Verbände punktuell in den Grenzregionen Kursk und Belgorod einmarschiert sind – während die Verluste der russischen Armee unter Putin weiter hoch sind. Laut Kiew rekrutieren die russischen Streitkräfte chinesische Staatsbürger über Internet- und Social-Media-Plattformen wie TikTok. Das chinesische Regime würde dies tolerieren, hieß es aus der ukrainischen Hauptstadt.
Ukrainische Einheiten hatten Anfang April 2025 chinesisch-stämmige Soldaten gefangen genommen, was die angebliche Einflussnahme Chinas in das heftige Blutvergießen ein weiteres Mal auf die globale Agenda setzte, während Putin trotz der dramatischen Verluste seinen heimtückischen Imperialismus in Europa fortsetzt. Wie Selenskyj schilderte, habe der Sicherheitsdienst der Ukraine, ergo der ukrainische Inlandsgeheimdienst, Listen mit Geburtsdaten und weiteren Passangaben der mutmaßlichen chinesischen Söldner zusammengetragen.
Die Geschichte der Volksrepublik China von 1949 bis heute
Chinesische Söldner für das russische Regime: Selenskyj erhebt Vorwürfe gegen Putin
Selenskyj hatte die Regierung von Donald Trump aus den USA zuletzt aufgefordert, mit dem russischen Regime darüber zu sprechen, während die Verhandlungen zu einem möglichen Waffenstillstand aktuell offenbar geradezu versanden. Selenskyj warf Putins Moskauer Zirkel vehement vor: „Sie ziehen andere Länder in den Krieg herein. Ich glaube, dass sie jetzt China in diesen Krieg hereinziehen.“ (pm)