Baby, Vermögen, Militär

Christian Lindner privat: Ehefrau, Vermögen und Leben des FDP-Chefs

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FDP-Politiker Christian Lindner und seine Frau erwarten ein Kind. Der Nachwuchs dürfte durch ein hohes Vermögen des Liberalen abgesichert sein.

Berlin – FDP-Vorsitzender Christian Lindner ist ein Shootingstar. Auch wenn seine liberale Partei bei Umfragen zur Bundestagswahl 2025 aktuell nur auf 4 Prozent kommt, ist der Mann an der Parteispitze spätestens seit der Ampel-Koalition auf einem Bekanntheitsgrad mit Politikergrößen wie SPD-Kanzler Olaf Scholz.

Doch wer ist die Person Christian Lindner hinter der Politiker-Fassade? Informationen über Frau, Baby und vor allem sein Vermögen hält der 46-Jährige gebürtige Wuppertaler gerne im Sicherheitsabstand zur Öffentlichkeit. Viele Details über sein Privatleben sind dennoch bekannt.

Christian Lindner und Frau erwarten Kind nach Bundestagswahl 2025

Von 2011 bis 2020 war Christian Lindner mit der Welt-Journalistin Dagmar Rosenfeld (51) verheiratet. Nach der laut Angaben ihrer Anwälte und ntv einvernehmlichen und freundschaftlichen Trennung heiratete Lindner 2022 in einer pompösen Hochzeit auf Sylt Franca Lehfeldt – inklusive evangelischer kirchlicher Trauung. Vertreter der Kirche kritisieren, dass weder die Braut noch Lindner Mitglieder der Kirche seien. Christian Lindner trat bereit mit 18 Jahren aus der katholischen Kirche aus.

Christian Lindner und Ehefrau Franca Lehfeldt vor Schloss Bellevue.

Seine derzeitige Ehefrau Franca Lehfeldt – ebenfalls ehemalige Journalistin der Springer Medien, die heute selbstständig eine Beratungsagentur leitet – war ebenfalls aus der Kirche ausgetreten. Die 35-Jährige und Lindner gaben Ende des Jahres laut dem Magazin Gala bekannt, dass sie im Frühjahr erstmals Eltern werden. Sie wollen ihr Kind gleichberechtigt erziehen und beide weiterhin ihren Karrieren nachgehen, erklärte Lindner gegenüber Bunte. Die Nachricht über das Baby habe ihn unendlich gefreut, Elternzeit komme mit seinem Beruf allerdings nicht infrage.

Beobachter wettern Interessenskonflikt zwischen Lindner Politkarriere und Beruf der Frau

Christian Lindner und seine beiden Ehefrauen wurden immer wieder aufgrund vermeintlicher Interessenskonflikte zwischen Politik und Presse kritisiert. Etwa Daniel Drepper von Netzwerk Recherche sah in Lehfeldts politischer Berichterstattung laut Deutschlandfunk einen klaren Interessenkonflikt. Auch Lindner wird vorgeworfen, Themen durch seine Gattinnen gezielt in der Presse platziert zu haben.

Außerdem werden immer wieder Lindners undurchsichtige Vermögensstrukturen kritisiert. Er war unter anderem als Unternehmensberater und im Stromhandel tätig und gründete gemeinsam mit Partner zwei Unternehmen. Seine Internetfirma Moomax ging laut FAZ-Bericht bereits nach kurzer Zeit bankrott. Der FDP-Politiker geht offen mit seinem Scheitern um und sagte 2016 in Frankfurt:  „Ich habe zwei Unternehmen gegründet. Das eine war erfolgreich – und das andere war lehrreich.“

Im Vergleich zu anderen Politikern und Abgeordneten steht Lindner finanziell wohl besonders gut da und zählt zu den Mitgliedern des Bundestages mit den höchsten Nebeneinkünften. Die Plattform Finanzen.Trends.Digitales und das Vermögen-Magazin schätzen Lindners Vermögen auf insgesamt rund 5,5 Millionen Euro und seine monatlichen Einkünfte auf rund 15.000 Euro.

Christian Lindner hat wohl Vermögen in Millionenhöhe und hohe Nebeneinkünfte

Laut Spiegel hat der FDP-Vorsitzende vor allem als Redner ein privates Geschäftsmodell entwickelt. Seine Vorträge von Palma de Mallorca bis New York lässt er sich jeweils mit einigen Tausend Euro vergüten. Zu Lindners Auftraggebern gehörten Banken, Unternehmensberater und Energiekonzerne. Sollte der Liberale nach der Bundestagswahl kommendes Jahr ein Ministeramt übernehmen und bei der Arbeit mit diesen Firmen zu tun haben, droht ihm eine Debatte über Interessenkonflikte.

Christian Lindner beim WahlFORUM des Münchner Merkur von IPPEN.MEDIA – die Bilder der Veranstaltung

Christian Lindner
In wenigen Tagen ist Bundestagswahl – und der Wahlkampf befindet sich im Endspurt. Am Samstag, 15. Februar, war FDP-Chef Christian Lindner zu Gast beim WahlFORUM des Münchner Merkur von IPPEN.MEDIA, um sich den Fragen der Leserinnen und Leser zu stellen. © Peter Sieben
Christian Lindner
Im Münchner Pressehaus, gelegen im Zentrum der bayerischen Landeshauptstadt, nahm sich Lindner mehr als eine Stunde Zeit, um Rede und Antwort zu stehen. © Peter Sieben
Christian Lindner
Christian Lindner (rechts) stellte sich zunächst den Fragen von Markus Knall (Chefredakteur IPPEN.MEDIA), Georg Anastasiadis (Chefredakteur Münchner Merkur) und Sebastian Arbinger (Chefredakteur tz München; von links). © Peter Sieben
Christian Lindner
Ein Schwerpunkt der Diskussion war das Thema Migration „Abschottung für Deutschland wäre töricht“, so Lindner. „Wir sind angewiesen auf die qualifizierte Zuwanderung, die wir uns selbst aussuchen.“ © Peter Sieben
Christian Lindner
„Es kann nicht jeder in Deutschland bleiben”, sagte Lindner aber auch und brachte Rückführungsabkommen mit Afghanistan und Syrien ins Spiel. Denn: „Wir entscheiden, wer hier sein darf.“ © Peter Sieben
Christian Lindner
Christian Lindner, hier mit der bayerischen FDP-Bundestagskandidatin Susanne Seehofer, äußerte sich auch zum Bürgergeld. „Unser Sozialstaat ist teilweise zu großzügig“, so der FDP-Chef. © Peter Sieben
Christian Linder
Zum Thema Bürgergeld sagte Lindner weiter, dieses sei „nicht gedacht als eine dauerhafte Alimentation“. Auch Zeit für Leserfragen war reichlich beim WahlFORUM. © Peter Sieben
Christian Lindner
Christian Lindner und ein Leser: Auch zu privaten Fragen äußerte sich der FDP-Spitzenkandidat. „Ich habe von meiner Familie immer unbedingte Liebe und Geborgenheit bekommen“, so der Chef der Liberalen. © Peter Sieben
Christian Lindner
Christian Lindner (hier im Gespräch mit IPPEN.MEDIA-Chefredakteur Markus Knall) kam auch auf seine Rolle als baldiger Vater zu sprechen. Das Geschlecht seines ersten Kindes wollte Lindner allerdings nicht verraten – seine Frau habe ihm das nicht erlaubt. © Peter Sieben
Christian Lindner
„Dass ein ganzes Wochenende terminfrei ist, das ist rar bei mir“, sagte Christian Lindner über sein oftmals stressiges Privatleben. © Peter Sieben
Christian Lindner
Christian Lindner (hier mit der bayerischen FDP-Kandidatin Susanne Seehofer) setzte auch eine Spitze gegen Bundeskanzler Olaf Scholz. Auf die Frage, was er an Scholz bewundere, sagte Lindner: „die Fähigkeit, selektiv die Realität zu betrachten“. © Peter Sieben

Vor allem im Zuge seines Hauskaufes im Süden von Berlin brachte Lindner 2020 in die Bredouille. Transparency International kritisierte damals, dass die Grundschuld des Hauses mit 2,8 Millionen Euro deutlich höher angesetzt war als der Kaufpreis von 1,65 Millionen euro. Finanziert wurde der Kauf unter anderem von der BBBank, für die Lindner bei einer Jubiläumsveranstaltung gesprochen haben soll. Lindner soll zudem in der Vergangenheit in einem Werbefilm der Bank mit Sitz im badischen Karlsruhe aufgetreten sein. Zudem habe Lindner dort mehrmals gut bezahlte Vorträge gehalten. (lm)

Rubriklistenbild: © RALF HIRSCHBERGER/afp

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