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Davos live: Trump holt zu Europa-Rundumschlag aus – „nicht wiederzuerkennen“

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    Felix Busjaeger

Das Weltwirtschaftsforum (WEF) wird zum Showdown: In seiner Live-Rede in Davos beharrt Donald Trump auf Grönland – und teilt gegen die EU aus. News im Ticker.

Dieser News-Ticker zu Donald Trumps Rede beim Weltwirtschaftsforum in Davos ist beendet. Über unseren Ticker zu Davos halten wir Sie weiter auf dem Laufenden.

Update, 15:51 Uhr: Einen Seitenhieb auf seinen europäischen Widersacher kann er sich nicht verkneifen: Trump hat sich über Macrons verspiegelte Sonnenbrille beim Weltwirtschaftsforum lustig gemacht. „Ich habe Macron gestern mit seiner schicken Sonnenbrille gesehen“, sagte Trump. „Was zur Hölle“, habe er sich gefragt. Macron habe mit der Sonnenbrille einen toughen Eindruck gemacht. Die beiden hätten telefoniert. Dann berichtete er über ein Gespräch mit Frankreichs Präsidenten, bei dem er mit höheren Zöllen auf Medikamente gedroht habe. Trump imitierte wiederholt Macrons Antwort: „No, no, no“. Zwischendurch betonte er, dass er Macron möge – und drohte dann mit neuen Zöllen.

Donald Trump ist in Davos eingetroffen und hält auf dem Weltwirtschaftsforum seine mit Spannung beachtete Rede, in der der US-Präsident auch auf den Streit über Grönland eingeht.

Anspruch auf Grönland: Trump plant laut Davos-Rede den Bau des „Golden Domes“

Update, 15:46 Uhr: US-Präsident Donald Trump hat beim Weltwirtschaftsforum in Davos den Bau des größten „Golden Dome“ auf Grönland angekündigt. Das militärische Verteidigungssystem soll Nordamerika schützen. Trump erklärte, das Abwehrsystem werde auch Kanada verteidigen. Ein „Golden Dome“ bezeichnet ein Verteidigungssystem, wie es beispielsweise Israel einsetzt. Der Republikaner betonte, Kanada erhalte viele kostenlose Leistungen von den USA. Das Land sollte dafür dankbar sein, sei es aber nicht.

Ankündigung in Davos-Rede: Trump will Ende vom Ukraine-Krieg mit Putin verhandeln

Update, 15:28 Uhr: US-Präsident Donald Trump bezeichnet den Ukraine-Krieg in seiner Rede beim Weltwirtschaftsforum in Davos als Blutbad. „Und das ist, was ich beenden möchte“, betont Trump. Er kündigt weitere Beratungen mit Russlands Präsident Wladimir Putin an. Noch heute könne ein Treffen mit dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj stattfinden, erklärt Trump.

Update, 15:22 Uhr: In seiner Rede in Davos hat Präsident Donald Trump live vor Publikum seinen Besitzanspruch auf Grönland aufrechterhalten. Die Anwendung von Gewalt schloss er aber aus. „Wir werden wahrscheinlich nichts bekommen, es sei denn, ich entscheide mich dafür, übermäßige Stärke und Gewalt anzuwenden, womit wir ehrlich gesagt unaufhaltsam wären“, sagte Trump. „Aber das werde ich nicht tun“, fügte er hinzu.

Trump greift nach Grönland: Der Streit um die Arktisinsel in Bildern

Grönland
Donald Trump ist nicht der erste US-Präsident, der ein Auge auf Grönland geworfen hat. Schon in den 1860ern gab es einen ersten US-Vorstoß zum Kauf. So ließ Außenminister William Seward im Jahr 1868 einen „Bericht über die Ressourcen Islands und Grönlands“ erstellen. Es gebe dort Rohstoffvorkommen, die für die USA von Nutzen sein könnten, hieß es damals. Kurz zuvor hatte Seward bereits den erfolgreichen Kauf Alaskas vom russischen Zarenreich organisiert und wollte die Expansionspolitik fortsetzen. © Odd Andersen/AFP
Grönland
Der erste konkrete Kaufversuch scheiterte nicht an Dänemark, sondern am US-Kongress selbst. Dänemark hatte dem Verkauf Grönlands zugestimmt, doch der amerikanische Kongress wollte nicht schon wieder hohe Summen für nahezu unbewohnte „Eisregionen“ ausgeben. Die Abgeordneten waren nach dem teuren Alaska-Kauf skeptisch gegenüber weiteren kostspieligen Territorialerwerbungen in unwirtlichen Gebieten. © Odd Andersen/AFP
Expeditionen nach Grönland
Zwischen 1853 und 1909 führten die USA systematisch wissenschaftliche Expeditionen nach Nordgrönland durch, das damals noch staatsrechtliches Niemandsland war. Forscher wie Elisha Kent Kane, Isaac Israel Hayes und Robert Edwin Peary (dessen Basislager der Expedition von 1909 im Bild zu sehen ist) erkundeten das von den Inughuit bewohnte Gebiet und lieferten sich spektakuläre Wettläufe um die Erreichung des Nordpols. Diese Expeditionen legten den Grundstein für spätere amerikanische Gebietsansprüche. © Imago
Dänisch Westindien
1916/17 gelang den USA ein diplomatischer Schachzug: Dänemark verkaufte seine Kolonie Dänisch-Westindien in der Karibik an die Vereinigten Staaten, die daraufhin im Gegenzug die dänische Oberhoheit über ganz Grönland anerkannten. Dieser Handel war strategisch wichtig, da Dänemark bis dahin nur die grönländische Westküste kolonisiert hatte und Nord- sowie Ostgrönland Niemandsland gewesen waren. © Imago
Dänemark im Jahr 1940
Mit Beginn des Zweiten Weltkriegs und der deutschen Besetzung Dänemarks am 9. April 1940 flammte das US-Interesse an Grönland erneut auf. Washington befürchtete, Nazi-Deutschland könnte die gewaltige Insel unter seine Kontrolle bringen und damit eine strategische Bedrohung für Nordamerika darstellen. Grönland war durch die britische Seeherrschaft von dem besetzten Dänemark abgeschnitten. © Imago
Grönland
Der dänische Gesandte Henrik Kauffmann handelte am 9. April 1941 eigenmächtig einen Vertrag mit den USA aus, der die Errichtung amerikanischer Militärbasen in Grönland genehmigte. Kauffmann erklärte, dass er keine Weisungen aus dem deutsch besetzten Kopenhagen mehr entgegennehmen werde und sich zum alleinigen Vertreter der dänischen Interessen für Grönland erkläre. Diese „Entscheidung ebnete den Weg für die amerikanische Militarisierung Grönlands, die seither aufrechterhalten wurde.“ © Odd Andersen/AFP
Rostiges Fahrzeug ehemaliger US Luftwaffenstützpunkt im Zweiten Weltkrieg Ikatek Grönland
Bis Kriegsende waren knapp 6000 US-Militärs auf vier Marine- und 13 Armeestützpunkten auf Grönland stationiert (im Bild: der ehemalige US-Luftwaffenstützpunkt im Zweiten Weltkrieg, Ikatek). Die Insel diente vor allem als Basis für atlantiküberwachende Flugzeuge auf der Suche nach deutschen U-Booten und wurde als Auftankstation für eigene Seemissionen genutzt. 1941 wurde zudem die Sirius-Schlittenpatrouille gegründet, um deutsche Versuche zur Errichtung von Wetterstationen der Wehrmacht in der Arktis zu verhindern. © Egmont Strigl/Imago
Harry Truman unterzeichnet NATO-Vertrag 1949
Nach dem Krieg wollte Dänemark die amerikanische Militärpräsenz auf der Insel wieder rückgängig machen, doch ohne Erfolg. US-Präsident Harry Truman (hier bei der Unterzeichnung des NATO-Pakts 1949) schlug Kopenhagen drei Optionen vor: entweder das Abkommen von 1941 fortzusetzen, die US-Stützpunkte für 99 Jahre zu leasen oder Grönland für 100 Millionen US-Dollar in Gold zu kaufen. Die dänische Antwort war eindeutig: „Absurd.“ © Imago
Frederik IX
„Wir verkaufen nicht!“ – Diese klare Absage stammte vom dänischen König Frederik IX (hier ein Gedenkstein in Nuuk) im Jahr 1960, nachdem US-Präsident Eisenhower wiederholt die Absicht geäußert hatte, Grönland von Dänemark kaufen zu wollen. 65 Jahre später sind die Aussagen Dänemarks und der USA zum gleichen Thema nahezu identisch, auch an den Motiven Washingtons hat sich im Wesentlichen nichts geändert. © Imago
Thule Air Base in Grönland
1951 gelang es den USA dennoch, ein Abkommen auszuhandeln, das ihnen gewährte, Grönland weiterhin militärisch zu nutzen, wenn sie dafür die Verteidigung Grönlands übernahmen. In diesem Jahr wurde die Thule Air Base als wichtigster militärischer Stützpunkt in Grönland errichtet. Bis 1958 nutzten die USA den Flughafen Narsarsuaq und bis 1992 den Flughafen Kangerlussuaq als Militärbasen. © Imago
Absturz einer B-52 nahe der Thule Air Base 1968
Die amerikanische Militärpräsenz führte zu schweren diplomatischen Krisen und Problemen. Zu den bedeutendsten gehörten die Zwangsumsiedlung der Bewohnerinnen und Bewohner von Uummannaq direkt neben der Thule Air Base nach Qaanaaq im Jahr 1953 und der Absturz einer B-52 nahe der Thule Air Base 1968 (im Bild). Mit diesem Vorfall musste Dänemark anerkennen, dass die USA heimlich Atomwaffen in Grönland lagerten. © Imago
Grönland
Nach Ende des Kalten Kriegs verminderten die USA ihre militärischen Aktivitäten und zogen sich 1991 aus Kangerlussuaq (im Bild) und Kulusuk zurück. Jedes Mal hinterließen sie das Gebiet mit Schrott verunreinigt und häufig mit umweltschädlichen Stoffen verseucht, weigerten sich aber dafür zu haften. Dänemark erklärte sich bereit, die Verantwortung für das Aufräumen zu übernehmen. © Sergi Reboredo/Imago
Colin Powell, Per Stig Møller und Josef Motzfeldt
2004 wurde das sogenannte Igaliku-Abkommen von den Außenministern Colin Powell (USA, rechts), Per Stig Møller (Dänemark, links) und Josef Motzfeldt (Grönland, Mitte) unterzeichnet. Die USA verpflichteten sich zur Zusammenarbeit für den Umweltschutz und Grönland erhielt mehrere entwicklungsmäßige und finanzielle Vorteile von den USA. Das Abkommen wurde im Heimatort des grönländischen Außenministers geschlossen. © AFP
Klimawandel in Grönland
Das schmelzende Polareis verschärft die strategische Bedeutung Grönlands dramatisch. Die Arktis erwärmt sich laut einer Studie der Stiftung für Wissenschaft und Politik viermal so stark wie im globalen Durchschnitt. Das zurückgehende Meereis öffnet neue Seewege zwischen Asien und Europa und macht Lagerstätten von Rohstoffen an Land und auf dem Meeresboden besser zugänglich. © Jason Briner/dpa
Grönland
In der Arktis werden in Gebieten, die durch die Klimakrise zugänglich werden, riesige Mengen an unentdeckten Erdgas- und Erdölvorkommen vermutet. Diese beiden Faktoren - Kontrolle der neuen Seewege in der Arktis und Zugang zu den immensen Rohstoffvorkommen - sind die wesentlichen Gründe für den jetzigen, erneuten Vorstoß der USA, sich Grönland „anzueignen.“ © Steffen Trumpf/dpa
Anti-Trump-Demo in Kopenhagen 2019
Donald Trump hatte bereits während seiner ersten Amtszeit 2019 ein „gieriges Auge“ auf Grönland geworfen und einen Kauf der Insel ins Gespräch gebracht. Seine Begründung: Man benötige die strategisch gelegene Insel für die „nationale Sicherheit“ der USA. In Kopenhagen kam es deswegen schon damals zu Demonstrationen.  © Niels Christian Vilmann/Imago
Grönland und Trump
Doch so unverhohlen wie jetzt hatte Trump noch nie gedroht, Grönland „haben“ zu wollen. Trump verweist auf die zunehmende Präsenz russischer und chinesischer Schiffe in der Arktis-Region und behauptet, Dänemark sei nicht in der Lage, Grönland ausreichend zu schützen. Sogar eine militärische Intervention schließt er nicht aus. Die große Mehrheit der rund 57.000 auf der Insel lebenden Menschen wollen dagegen mit den USA nichts zu tun haben: Grönland stehe nicht zum Verkauf, hieß es bei einer Demonstration im März 2025. © Christian Klindt Soelbeck/dpa
Vance in Grönland
Ende März 2025 reiste US-Vizepräsident JD Vance nach Grönland. Dort äußerte er vor den stationierten US-Soldaten scharfe Kritik am NATO-Verbündeten Dänemark, zu dem die riesige Eisinsel gehört. Das Land tue angesichts der Bedrohungen durch Russland und China zu wenig für die Sicherheit Grönlands, sagte Vance auf die US-Militärstützpunkt Pituffik im abgeschiedenen Norden Grönlands.  © Jim Watson/AFP
Die Frau von Trump-Berater Stephen Miller zündelt.
Trumps stellvertretender Stabschef Stephen Miller stellte in einem CNN-Interview sogar infrage, ob Grönland rechtmäßig zum NATO-Partner Dänemark gehöre. „Nach welchem Recht hat Dänemark die Kontrolle über Grönland?“, fragte Miller provokativ. Ein Social Media Post seiner Ehefrau Katie Miller zeigte eine Karte von Grönland in US-amerikanischen Farben. © Screenshot X
Grönland-Konflikt
In der EU und in der NATO hat sich die Erkenntnis durchgesetzt: Donald Trump meint es ernst mit seinen Grönland-Ambitionen. Europas Spitzenpolitiker reagieren mit klaren Worten auf Trumps Forderungen. Deutschland und weitere Länder stellen sich nach Trumps Drohungen demonstrativ hinter Grönland und Dänemark. Erst im September 2025 hatten dänische Streitkräfte mit Hunderten Soldaten aus mehreren europäischen Staaten an einer NATO-Übung auf Gönland teilgenommen (im Bild). © Ebrahim Noroozi/dpa
Mette Frederiksen und Donald Trump
Dänemark hat Trumps Anspruch auf Grönland und die militärischen Drohungen entschieden zurückgewiesen. Regierungschefin Mette Frederiksen sagte: „Wenn die USA ein anderes NATO-Land angreifen, dann hört alles auf.“ Das wäre das Ende des westlichen Verteidigungsbündnisses und damit auch der seit dem Ende des Zweiten Weltkriegs bestehenden Sicherheitsarchitektur. © Christian Hartmann/AFP
Thule, Grönland
Mehrere NATO-Bündnisstaaten haben sich zuletzt für eine stärkere Präsenz des Bündnisses in der Region ausgesprochen – auch Deutschland. Im Gespräch ist dabei unter anderem der Start eines neuen Überwachungseinsatzes mit dem Namen „Arctic Sentry“ (deutsch etwa: Wächter der Arktis). Er soll den USA das Argument nehmen, dass die Sicherheit in der strategisch wichtigen Region nicht ausreichend gewährleistet werden kann. © Imago
US-Militärbasis Pituffik Space Base in Grönland
Die USA betreiben schon heute auf Basis von Abkommen mit Dänemark die Pituffik Space Base auf Grönland. Dieser Stützpunkt unterstützt Raketenwarnsysteme sowie Raketenabwehr- und Weltraumüberwachungsmissionen. Dänemark hat grundsätzlich nichts gegen eine verstärkte US-Militärpräsenz auf der Insel, solange die Souveränität respektiert wird. Die dänischen Streitkräfte sind hauptsächlich über das Arktische Kommando in Nuuk auf der Insel präsent. © Thomas Traasdahl/dpa
Grönland
Dass die Trump-Regierung bislang auch militärischen Zwang nicht ausschließt, um die Kontrolle über Grönland zu erlangen, sorgt in Europa für große Beunruhigung. Tatsächlich ist der Fall, dass ein NATO-Land das andere überfällt, in den Statuten der Allianz nicht vorgesehen – der Feind kommt traditionell immer von außen. © Mads Claus Rasmussen/Imago
Alpenglühen in Alaska
Trump hat im Streit um Grönland aber auch immer von einem „Erwerb“ gesprochen. Der Kauf zusätzlichen Territoriums ist in der US-Geschichte kein Novum. In der Vergangenheit haben die USA für bestimmte Gebietserweiterungen immer wieder Geld in die Hand genommen. Dazu zählt beispielsweise auch Alaska (im Bild), das die damalige US-Regierung im Jahr 1867 für einen Spottpreis von 7,2 Millionen Dollar von Russland erwarb.  © Al Grillo/dpa

„Das ist wahrscheinlich die wichtigste Aussage, die ich gemacht habe, weil die Leute dachten, ich würde Gewalt anwenden. Ich muss keine Gewalt anwenden. Ich will keine Gewalt anwenden. Ich werde keine Gewalt anwenden“, so der US-Präsident. Dennoch sei die Insel für ihn wichtig, wesegen er unverzüglich mit den Verhandlungen für eine Übernahme beginnen wolle. Die Europäer, so Trump, „haben eine Wahl: Sie können ja sagen und wir werden sehr dankbar sein, oder sie können nein sagen und wir werden uns daran erinnern.“

Update, 15:05 Uhr: In seiner Rede beim Weltwirtschaftsforum in Davos hat der US-Präsident Grönland als ein Schlüsselland für die Verteidigung der US-amerikanischen Interessen bezeichnet. „Wir brauchen es“, beharrt Trump und bezeichnet die NATO-Verbündeten als zu schwach. Diese würden seit Jahren zu wenig machen, kritisiert Trump. „Wir bezahlen nur, aber bekommen nichts raus“, wettert der US-Präsident. Er strebe „sofortige Verhandlungen“ über den Kauf der Insel an. „Ich bitte nur um ein Stück Eis.“

Update, 14:56 Uhr: Jetzt kommt Donald Trump auf Grönland zu sprechen. Offenbar will er weiterhin nicht von seiner Position abrücken. „Ich habe großen Respekt für Grönland“, sagt er in seiner Rede in Davos. Aber man müsse auch in der Lage sein, das Territorium verteidigen zu können. Die USA seien die einzige Macht, die Grönland wirklich schützen könne, behauptet der US-Präsident und erinnert dann in einem seltsamen Vergleich daran, dass die USA die Arktisinsel vor Jahrzehnten vor dem Nazi-Regime verteidigt hätten. Danach habe man die Insel zurückgegeben. Doch das sei „dumm“ gewesen, fügt er hinzu.

Update 14:44 Uhr: Nach seinen Eröffnungsworten schlägt Trump in seiner Rede jetzt einen Bogen zu Europa. Nach seiner Lobrede auf die USA überzieht er die Europäische Union (EU) mit Kritik. „Ich erkenne die Länder überhaupt nicht wieder“, sagt der US-Präsident in Davos. Er wirft den alten Partnern eine gewisse Trägheit vor – und schwärmt dann weiter über die wirtschaftlichen Erfolge der USA. Aus seiner Sicht sollten sich andere auf der Welt daran ein Beispiel nehmen. „Vielleicht könnten Sie und die Orte, aus denen Sie kommen, viel mehr erreichen, wenn Sie unserem Beispiel folgen würden, denn bestimmte Orte in Europa sind, offen gesagt, nicht mehr wiederzuerkennen“, sagt Trump. Der alte Kontinent gehe „nicht mehr in die richtige Richtung“, fügte er hinzu. Bislang hat er Grönland noch mit keinem Wort erwähnt.

Davo live: Trump startet Rede – alle Details

Update, 14:38 Uhr: Jetzt geht es los: Donald Trump betritt in Davos die Bühne für seine Rede. Der US-Präsident kündigt „phänomenale“ Neuigkeiten an. Er sei nun seit einem Jahr im Amt und die wirtschaftliche Situation der USA hätten sich glänzend entwickelt. Als Grund nannte er seine Zollpolitik. Am Ende könnten alle davon profitieren. Denn die USA seinen für viele Länder auf der Welt ein Wirtschaftsmotor. „Die Menschen“, sagt Trump bei seinem Auftritt beim Weltwirtschaftsforum in der Schweiz, „sind sehr zufrieden mit uns.“

Update, 13:15 Uhr: US-Präsident Donald Trump ist am Mittwochmittag nach einem technischen Problem und einem Flugzeugwechsel in der Schweiz angekommen. Am Nachmittag plant er, auf dem Weltwirtschaftsforum in Davos eine Rede zu halten. Dabei soll es auch um die von den USA verfolgte Einverleibung Grönlands gehen. Seit 2020 nimmt Trump erstmals wieder persönlich an der Jahrestagung des Weltwirtschaftsforums teil.

Treffen zwischen Merz und Trump wohl abgesagt

Update, 12:44 Uhr: Die Nachrichtenagentur Reuters meldet unter Berufung auf Regierungskreise, dass das geplante Treffen zwischen Bundeskanzler Friedrich Merz und dem US-Präsidenten Donald Trump nicht stattfinden kann. Der Grund dafür ist die verspätete Ankunft des US-Präsidenten. Ein Defekt an der Regierungsmaschine Air Force One führte zu einer mehrstündigen Verzögerung von Trumps Abreise.

Vor Davos-Rede des US-Präsidenten: Rutte reagiert auf Trumps Grönland-Pläne

Update, 12:15 Uhr: NATO-Generalsekretär Mark Rutte forderte im Grönland-Streit zwischen den USA und Europa zu „umsichtiger Diplomatie“ auf. „Der einzige Weg, damit umzugehen, ist am Ende eine umsichtige Diplomatie“, erklärte Rutte am Mittwoch bei einer Podiumsdiskussion beim Weltwirtschaftsforum in Davos. Für einen NATO-Generalsekretär sei es „unmöglich“, sich öffentlich zu Spannungen zwischen Mitgliedstaaten zu äußern, ergänzte Rutte.

Sorge wegen Trump-Rede in Davos – Finanzminister appelliert an Europäer

Update, 11:20 Uhr: US-Finanzminister Scott Bessent hat die Europäer im Grönland-Streit vor zornigen Reaktionen gewarnt und sie zu Gesprächen aufgefordert. „Ich werde allen sagen: Atmen Sie tief durch“, äußerte Bessent am Mittwoch in Davos. Die Europäer sollten sich nicht von Verbitterung und „diesem Wutreflex, den wir gesehen haben“, bestimmen lassen. „Warum setzen sie sich nicht hin, warten, bis Präsident Trump hier ankommt, und hören sich seine Argumente an?“

Update, 10:27 Uhr: Angesichts des Grönland-Streits zwischen den USA und Europa hat die Präsidentin der UN-Vollversammlung, Annalena Baerbock, die Souveränität der Bewohner der weltgrößten Insel betont. Zwar existierten verschiedene geopolitische Interessen und Sicherheitsbedenken – doch keinesfalls lasse sich daraus folgern, dass die Grönländer nicht zu Grönland gehörten oder keine Bürger des Königreichs Dänemark seien, erklärte die ehemalige deutsche Außenministerin beim Weltwirtschaftsforum (WEF) in Davos. „Als EU-Bürger und NATO-Mitglieder genießen sie dieselben souveränen Rechte wie alle anderen Menschen auf der Erde“, fügte Baerbock hinzu.

Trump stellt seit geraumer Zeit Besitzansprüche auf Grönland und rechtfertigt dies mit der Behauptung, anderenfalls würden sich Russland oder China die rohstoffreiche Insel aneignen. Europäische Verbündete schlugen einen verstärkten Bündnisauftritt in der Arktis vor, doch Trump zeigte sich uninteressiert. An diesem Mittwoch soll der Republikaner beim Weltwirtschaftsforum sprechen.

Davos live: Trump-Rede verzögert sich

Update, 9:05 Uhr: US-Präsident Donald Trump ist verspätet zum Weltwirtschaftsforum nach Davos abgereist. Seine Präsidentenmaschine Air Force One musste wegen technischer Probleme zurückkehren, sodass er am Mittwoch gegen 6:00 Uhr MEZ mit einem Ersatzflugzeug Richtung Schweiz startete, wie ein AFP-Journalist an Bord berichtete. US-Finanzminister Scott Bessent zufolge wird Trump mit etwa dreistündiger Verspätung in Davos eintreffen.

Die Präsidentenmaschine war laut Weißem Haus zur Luftwaffenbasis Joint Base Andrews zurückgekehrt, nachdem ein „kleines“ elektronisches Problem entdeckt wurde. Trump und seine Delegation stiegen dort in ein anderes Flugzeug um. „Ich denke, Präsident Trump wird sich um etwa drei Stunden verspäten“, erklärte Bessent in Davos. Den aktualisierten Zeitplan habe er aber noch nicht eingesehen.

Erstmeldung: Davos – Showdown in Davos: Mit Spannung wird der Auftritt von US-Präsident Donald Trump beim Weltwirtschaftsforum (WEF) erwartet. Vieles könnte auf dem Spiel stehen: Grönland, Zölle, die Lage im Nahen Osten und, ganz zur Sorge der Europäer, die fundamentalen Strukturen der NATO. Die USA hatten in den vergangenen Wochen den Diskurs rhetorisch zunehmend verschärft und eine Annexion Grönlands nicht ausgeschlossen. In Davos ringen nun die Parteien um Lösungen und Antworten. Trump hatte zuletzt mit Strafzöllen gegen Deutschland und andere Länder gedroht, falls Dänemark Grönland nicht an die USA verkaufen sollte.

Bereits vergangenes Wochenende hatten sich die Reihen der meisten europäischen Staaten geschlossen und man hatte sich auf eine klare Antwort an die USA verständigt. Im Raum steht seitdem auch die sogenannte Handels-Bazooka, die im Falle eines offenen Handelskonflikts mit den Vereinigten Staaten als schärfste Waffe der EU gilt. In Davos steht nun heute live der bisherige Höhepunkt des Grönland-Streits an. Zwar verspätet sich Trump wegen einer Flugzeug-Panne, doch seine Davos-Rede wird mit Sicherheit in der ganzen Welt verfolgt werden.

Davos live: Anspannung vor Trump-Rede zum Grönland-Streit beim Weltwirtschaftsforum (WEF)

Trump hatte in den Wochen vor dem Weltwirtschaftsforum (WEF) in Davos immer wieder erklärt, dass es sein Ziel sei, sich Grönland für die USA einzuverleiben. Noch vor seinem Abflug in die Schweiz gab sich der US-Präsident zuversichtlich: „Ich denke, die Dinge werden gut laufen.“ Man werde eine Lösung finden, mit der die NATO und die USA „sehr glücklich“ sein werden, so Trump mit Blick auf den Grönland-Streit. Der Republikaner hatte sein Interesse an der Arktisinsel immer wieder damit begründet, dass die USA aus Sicherheitsgründen auf die Region angewiesen seien. Auf die Frage, wie weit er gehen würde, um die weltgrößte Insel in den Besitz der USA zu bringen, antwortete der US-Präsident vor seiner Abreise: „Das werden Sie sehen.“

Trump ließ vor seiner Rede in Davos zuletzt keinen Zweifel an seiner Absicht, das international auf Fassungslosigkeit stoßende Vorhaben mit allen Mitteln zu verfolgen. Als Reaktion auf die Solidarität europäischer NATO-Länder mit Dänemark und Grönland hatte er angekündigt, ab dem 1. Februar Strafzölle gegen Deutschland und andere europäische Staaten zu verhängen, falls sie nicht einlenken und Grönland an die USA verkauft wird.

Mit Trumps Vorstoß bei der Grönland-Frage wachsen in der restlichen NATO vor Trumps Rede in Davos weiter die Zweifel an der Zukunftsfähigkeit des Verteidigungsbündnisses. Schließlich attackiert hier ein NATO-Partner öffentlich den anderen und untergräbt dessen territoriale Souveränität. Damit stellt sich auch die Frage, wie es um die Beistandspflicht und andere Bündniszusagen steht, die die NATO zur mächtigsten Militärallianz der Welt gemacht haben. Sollte der Konflikt um Grönland eskalieren, stünde all das auf dem Spiel.

Trump-Rede in Davos live: Sorge wegen NATO-Stabilität

Donald Trumps Auftritt in Davos könnte am Ende nicht weniger als die Stabilität der NATO gefährden. Der US-Präsident wird mutmaßlich während seiner Rede allerdings sein eigenes Engagement für das Bündnis loben. Nach seiner Ansicht hat er immerhin dafür gesorgt, dass die Verteidigungsausgaben der Mitglieder deutlich gestiegen sind. Bislang stand Trump zwar grundsätzlich zur NATO. Allerdings nutzt er ihre Abhängigkeit von den USA für seine Zwecke – und macht unverhohlen klar, dass Loyalität gegenüber Bündnispartnern für ihn keine Selbstverständlichkeit ist: „Wenn die NATO uns nicht hat, ist die NATO nicht sehr stark.“

Unklar ist bislang allerdings, wann Trump seine Davos-Rede halten wird. Wegen technischer Probleme musste seine Regierungsmaschine umdrehen. Man habe den Flug vorsichtshalber abgebrochen, teilte seine Sprecherin Karoline Leavitt mit. Nun soll es mit einer Ersatzmaschine nach Davos gehen. Ursprünglich war Trumps Rede beim Weltwirtschaftsforum für 14.30 vorgesehen. Dieser Zeitplan verzögert sich nun. Der US-Präsident reist mit der größten US-Delegation an, die das alljährliche Treffen der Topmanager und Spitzenpolitiker in den Schweizer Bergen je gesehen hat. Als Zentrale für ihren riesigen Tross haben die Amerikaner eine Kirche auserkoren.

Ebenfalls für Aufsehen sorgte vor Davos Trumps vielbeschworenes Projekt eines „Friedensrats“, zu dem er nach Angaben des Weißen Hauses für diesen Donnerstag eine Ankündigung plant, wird in Davos für Zündstoff sorgen. Ursprünglich war der Rat von den USA – zumindest offiziell – auf die Umsetzung des Gaza-Friedensplans zugeschnitten und sollte die Nachkriegs-Ordnung in dem weitgehend zerstörten Küstengebiet am Mittelmeer überwachen. Doch längst ist die Rede davon, das sich das komplett auf Trump zugeschnittene Gremium noch vieler anderer Konflikte annehmen und Ordnung im Sinne des US-Präsidenten schaffen könnte.

Die Präsidentin der UN-Vollversammlung, Annalena Baerbock, hält eine neue Organisation zur Sicherung des Friedens auf der Welt für unnötig. Es gebe ja bereits „eine internationale Organisation, deren zentrale Aufgabe und Ziel es ist, den Weltfrieden und die internationale Sicherheit zu wahren“, sagte die frühere deutsche Außenministerin am Rande des Weltwirtschaftsforums der Deutschen Presse-Agentur. „Das sind die Vereinten Nationen, in denen aus sehr, sehr gutem Grund alle Staaten der Welt unabhängig von ihrer Größe, ihrer wirtschaftlichen oder militärischen Stärke einen Sitz und eine Stimme haben.“

Vor seinem Abflug nach Davos machte Trump allerdings seine Kritik an den Vereinten Nationen deutlich. Diese würden seit langem ihre Möglichkeiten nicht auszuschöpfen, ineffektiv zu sein und den Interessen der USA zuwiderzuhandeln. Die UN seien „nicht sehr hilfreich“ gewesen, sagte der Republikaner. (fbu mit Agenturen)

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