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Jens Kiffmeier- Simon Schröder
Felix Busjaeger
Das Weltwirtschaftsforum (WEF) wird zum Showdown: In seiner Live-Rede in Davos beharrt Donald Trump auf Grönland – und teilt gegen die EU aus. News im Ticker.
Update, 15:51 Uhr: Einen Seitenhieb auf seinen europäischen Widersacher kann er sich nicht verkneifen: Trump hat sich über Macrons verspiegelte Sonnenbrille beim Weltwirtschaftsforum lustig gemacht. „Ich habe Macron gestern mit seiner schicken Sonnenbrille gesehen“, sagte Trump. „Was zur Hölle“, habe er sich gefragt. Macron habe mit der Sonnenbrille einen toughen Eindruck gemacht. Die beiden hätten telefoniert. Dann berichtete er über ein Gespräch mit Frankreichs Präsidenten, bei dem er mit höheren Zöllen auf Medikamente gedroht habe. Trump imitierte wiederholt Macrons Antwort: „No, no, no“. Zwischendurch betonte er, dass er Macron möge – und drohte dann mit neuen Zöllen.
Anspruch auf Grönland: Trump plant laut Davos-Rede den Bau des „Golden Domes“
Update, 15:46 Uhr: US-Präsident Donald Trump hat beim Weltwirtschaftsforum in Davos den Bau des größten „Golden Dome“ auf Grönland angekündigt. Das militärische Verteidigungssystem soll Nordamerika schützen. Trump erklärte, das Abwehrsystem werde auch Kanada verteidigen. Ein „Golden Dome“ bezeichnet ein Verteidigungssystem, wie es beispielsweise Israel einsetzt. Der Republikaner betonte, Kanada erhalte viele kostenlose Leistungen von den USA. Das Land sollte dafür dankbar sein, sei es aber nicht.
Ankündigung in Davos-Rede: Trump will Ende vom Ukraine-Krieg mit Putin verhandeln
Update, 15:28 Uhr: US-Präsident Donald Trump bezeichnet den Ukraine-Krieg in seiner Rede beim Weltwirtschaftsforum in Davos als Blutbad. „Und das ist, was ich beenden möchte“, betont Trump. Er kündigt weitere Beratungen mit Russlands Präsident Wladimir Putin an. Noch heute könne ein Treffen mit dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj stattfinden, erklärt Trump.
Update, 15:22 Uhr: In seiner Rede in Davos hat Präsident Donald Trump live vor Publikum seinen Besitzanspruch auf Grönland aufrechterhalten. Die Anwendung von Gewalt schloss er aber aus. „Wir werden wahrscheinlich nichts bekommen, es sei denn, ich entscheide mich dafür, übermäßige Stärke und Gewalt anzuwenden, womit wir ehrlich gesagt unaufhaltsam wären“, sagte Trump. „Aber das werde ich nicht tun“, fügte er hinzu.
Trump greift nach Grönland: Der Streit um die Arktisinsel in Bildern




„Das ist wahrscheinlich die wichtigste Aussage, die ich gemacht habe, weil die Leute dachten, ich würde Gewalt anwenden. Ich muss keine Gewalt anwenden. Ich will keine Gewalt anwenden. Ich werde keine Gewalt anwenden“, so der US-Präsident. Dennoch sei die Insel für ihn wichtig, wesegen er unverzüglich mit den Verhandlungen für eine Übernahme beginnen wolle. Die Europäer, so Trump, „haben eine Wahl: Sie können ja sagen und wir werden sehr dankbar sein, oder sie können nein sagen und wir werden uns daran erinnern.“
Update, 15:05 Uhr: In seiner Rede beim Weltwirtschaftsforum in Davos hat der US-Präsident Grönland als ein Schlüsselland für die Verteidigung der US-amerikanischen Interessen bezeichnet. „Wir brauchen es“, beharrt Trump und bezeichnet die NATO-Verbündeten als zu schwach. Diese würden seit Jahren zu wenig machen, kritisiert Trump. „Wir bezahlen nur, aber bekommen nichts raus“, wettert der US-Präsident. Er strebe „sofortige Verhandlungen“ über den Kauf der Insel an. „Ich bitte nur um ein Stück Eis.“
Update, 14:56 Uhr: Jetzt kommt Donald Trump auf Grönland zu sprechen. Offenbar will er weiterhin nicht von seiner Position abrücken. „Ich habe großen Respekt für Grönland“, sagt er in seiner Rede in Davos. Aber man müsse auch in der Lage sein, das Territorium verteidigen zu können. Die USA seien die einzige Macht, die Grönland wirklich schützen könne, behauptet der US-Präsident und erinnert dann in einem seltsamen Vergleich daran, dass die USA die Arktisinsel vor Jahrzehnten vor dem Nazi-Regime verteidigt hätten. Danach habe man die Insel zurückgegeben. Doch das sei „dumm“ gewesen, fügt er hinzu.
Update 14:44 Uhr: Nach seinen Eröffnungsworten schlägt Trump in seiner Rede jetzt einen Bogen zu Europa. Nach seiner Lobrede auf die USA überzieht er die Europäische Union (EU) mit Kritik. „Ich erkenne die Länder überhaupt nicht wieder“, sagt der US-Präsident in Davos. Er wirft den alten Partnern eine gewisse Trägheit vor – und schwärmt dann weiter über die wirtschaftlichen Erfolge der USA. Aus seiner Sicht sollten sich andere auf der Welt daran ein Beispiel nehmen. „Vielleicht könnten Sie und die Orte, aus denen Sie kommen, viel mehr erreichen, wenn Sie unserem Beispiel folgen würden, denn bestimmte Orte in Europa sind, offen gesagt, nicht mehr wiederzuerkennen“, sagt Trump. Der alte Kontinent gehe „nicht mehr in die richtige Richtung“, fügte er hinzu. Bislang hat er Grönland noch mit keinem Wort erwähnt.
Davo live: Trump startet Rede – alle Details
Update, 14:38 Uhr: Jetzt geht es los: Donald Trump betritt in Davos die Bühne für seine Rede. Der US-Präsident kündigt „phänomenale“ Neuigkeiten an. Er sei nun seit einem Jahr im Amt und die wirtschaftliche Situation der USA hätten sich glänzend entwickelt. Als Grund nannte er seine Zollpolitik. Am Ende könnten alle davon profitieren. Denn die USA seinen für viele Länder auf der Welt ein Wirtschaftsmotor. „Die Menschen“, sagt Trump bei seinem Auftritt beim Weltwirtschaftsforum in der Schweiz, „sind sehr zufrieden mit uns.“
Update, 13:15 Uhr: US-Präsident Donald Trump ist am Mittwochmittag nach einem technischen Problem und einem Flugzeugwechsel in der Schweiz angekommen. Am Nachmittag plant er, auf dem Weltwirtschaftsforum in Davos eine Rede zu halten. Dabei soll es auch um die von den USA verfolgte Einverleibung Grönlands gehen. Seit 2020 nimmt Trump erstmals wieder persönlich an der Jahrestagung des Weltwirtschaftsforums teil.
Treffen zwischen Merz und Trump wohl abgesagt
Update, 12:44 Uhr: Die Nachrichtenagentur Reuters meldet unter Berufung auf Regierungskreise, dass das geplante Treffen zwischen Bundeskanzler Friedrich Merz und dem US-Präsidenten Donald Trump nicht stattfinden kann. Der Grund dafür ist die verspätete Ankunft des US-Präsidenten. Ein Defekt an der Regierungsmaschine Air Force One führte zu einer mehrstündigen Verzögerung von Trumps Abreise.
Vor Davos-Rede des US-Präsidenten: Rutte reagiert auf Trumps Grönland-Pläne
Update, 12:15 Uhr: NATO-Generalsekretär Mark Rutte forderte im Grönland-Streit zwischen den USA und Europa zu „umsichtiger Diplomatie“ auf. „Der einzige Weg, damit umzugehen, ist am Ende eine umsichtige Diplomatie“, erklärte Rutte am Mittwoch bei einer Podiumsdiskussion beim Weltwirtschaftsforum in Davos. Für einen NATO-Generalsekretär sei es „unmöglich“, sich öffentlich zu Spannungen zwischen Mitgliedstaaten zu äußern, ergänzte Rutte.
Sorge wegen Trump-Rede in Davos – Finanzminister appelliert an Europäer
Update, 11:20 Uhr: US-Finanzminister Scott Bessent hat die Europäer im Grönland-Streit vor zornigen Reaktionen gewarnt und sie zu Gesprächen aufgefordert. „Ich werde allen sagen: Atmen Sie tief durch“, äußerte Bessent am Mittwoch in Davos. Die Europäer sollten sich nicht von Verbitterung und „diesem Wutreflex, den wir gesehen haben“, bestimmen lassen. „Warum setzen sie sich nicht hin, warten, bis Präsident Trump hier ankommt, und hören sich seine Argumente an?“
Update, 10:27 Uhr: Angesichts des Grönland-Streits zwischen den USA und Europa hat die Präsidentin der UN-Vollversammlung, Annalena Baerbock, die Souveränität der Bewohner der weltgrößten Insel betont. Zwar existierten verschiedene geopolitische Interessen und Sicherheitsbedenken – doch keinesfalls lasse sich daraus folgern, dass die Grönländer nicht zu Grönland gehörten oder keine Bürger des Königreichs Dänemark seien, erklärte die ehemalige deutsche Außenministerin beim Weltwirtschaftsforum (WEF) in Davos. „Als EU-Bürger und NATO-Mitglieder genießen sie dieselben souveränen Rechte wie alle anderen Menschen auf der Erde“, fügte Baerbock hinzu.
Trump stellt seit geraumer Zeit Besitzansprüche auf Grönland und rechtfertigt dies mit der Behauptung, anderenfalls würden sich Russland oder China die rohstoffreiche Insel aneignen. Europäische Verbündete schlugen einen verstärkten Bündnisauftritt in der Arktis vor, doch Trump zeigte sich uninteressiert. An diesem Mittwoch soll der Republikaner beim Weltwirtschaftsforum sprechen.
Davos live: Trump-Rede verzögert sich
Update, 9:05 Uhr: US-Präsident Donald Trump ist verspätet zum Weltwirtschaftsforum nach Davos abgereist. Seine Präsidentenmaschine Air Force One musste wegen technischer Probleme zurückkehren, sodass er am Mittwoch gegen 6:00 Uhr MEZ mit einem Ersatzflugzeug Richtung Schweiz startete, wie ein AFP-Journalist an Bord berichtete. US-Finanzminister Scott Bessent zufolge wird Trump mit etwa dreistündiger Verspätung in Davos eintreffen.
Die Präsidentenmaschine war laut Weißem Haus zur Luftwaffenbasis Joint Base Andrews zurückgekehrt, nachdem ein „kleines“ elektronisches Problem entdeckt wurde. Trump und seine Delegation stiegen dort in ein anderes Flugzeug um. „Ich denke, Präsident Trump wird sich um etwa drei Stunden verspäten“, erklärte Bessent in Davos. Den aktualisierten Zeitplan habe er aber noch nicht eingesehen.
Erstmeldung: Davos – Showdown in Davos: Mit Spannung wird der Auftritt von US-Präsident Donald Trump beim Weltwirtschaftsforum (WEF) erwartet. Vieles könnte auf dem Spiel stehen: Grönland, Zölle, die Lage im Nahen Osten und, ganz zur Sorge der Europäer, die fundamentalen Strukturen der NATO. Die USA hatten in den vergangenen Wochen den Diskurs rhetorisch zunehmend verschärft und eine Annexion Grönlands nicht ausgeschlossen. In Davos ringen nun die Parteien um Lösungen und Antworten. Trump hatte zuletzt mit Strafzöllen gegen Deutschland und andere Länder gedroht, falls Dänemark Grönland nicht an die USA verkaufen sollte.
Bereits vergangenes Wochenende hatten sich die Reihen der meisten europäischen Staaten geschlossen und man hatte sich auf eine klare Antwort an die USA verständigt. Im Raum steht seitdem auch die sogenannte Handels-Bazooka, die im Falle eines offenen Handelskonflikts mit den Vereinigten Staaten als schärfste Waffe der EU gilt. In Davos steht nun heute live der bisherige Höhepunkt des Grönland-Streits an. Zwar verspätet sich Trump wegen einer Flugzeug-Panne, doch seine Davos-Rede wird mit Sicherheit in der ganzen Welt verfolgt werden.
Davos live: Anspannung vor Trump-Rede zum Grönland-Streit beim Weltwirtschaftsforum (WEF)
Trump hatte in den Wochen vor dem Weltwirtschaftsforum (WEF) in Davos immer wieder erklärt, dass es sein Ziel sei, sich Grönland für die USA einzuverleiben. Noch vor seinem Abflug in die Schweiz gab sich der US-Präsident zuversichtlich: „Ich denke, die Dinge werden gut laufen.“ Man werde eine Lösung finden, mit der die NATO und die USA „sehr glücklich“ sein werden, so Trump mit Blick auf den Grönland-Streit. Der Republikaner hatte sein Interesse an der Arktisinsel immer wieder damit begründet, dass die USA aus Sicherheitsgründen auf die Region angewiesen seien. Auf die Frage, wie weit er gehen würde, um die weltgrößte Insel in den Besitz der USA zu bringen, antwortete der US-Präsident vor seiner Abreise: „Das werden Sie sehen.“
Trump ließ vor seiner Rede in Davos zuletzt keinen Zweifel an seiner Absicht, das international auf Fassungslosigkeit stoßende Vorhaben mit allen Mitteln zu verfolgen. Als Reaktion auf die Solidarität europäischer NATO-Länder mit Dänemark und Grönland hatte er angekündigt, ab dem 1. Februar Strafzölle gegen Deutschland und andere europäische Staaten zu verhängen, falls sie nicht einlenken und Grönland an die USA verkauft wird.
Mit Trumps Vorstoß bei der Grönland-Frage wachsen in der restlichen NATO vor Trumps Rede in Davos weiter die Zweifel an der Zukunftsfähigkeit des Verteidigungsbündnisses. Schließlich attackiert hier ein NATO-Partner öffentlich den anderen und untergräbt dessen territoriale Souveränität. Damit stellt sich auch die Frage, wie es um die Beistandspflicht und andere Bündniszusagen steht, die die NATO zur mächtigsten Militärallianz der Welt gemacht haben. Sollte der Konflikt um Grönland eskalieren, stünde all das auf dem Spiel.
Trump-Rede in Davos live: Sorge wegen NATO-Stabilität
Donald Trumps Auftritt in Davos könnte am Ende nicht weniger als die Stabilität der NATO gefährden. Der US-Präsident wird mutmaßlich während seiner Rede allerdings sein eigenes Engagement für das Bündnis loben. Nach seiner Ansicht hat er immerhin dafür gesorgt, dass die Verteidigungsausgaben der Mitglieder deutlich gestiegen sind. Bislang stand Trump zwar grundsätzlich zur NATO. Allerdings nutzt er ihre Abhängigkeit von den USA für seine Zwecke – und macht unverhohlen klar, dass Loyalität gegenüber Bündnispartnern für ihn keine Selbstverständlichkeit ist: „Wenn die NATO uns nicht hat, ist die NATO nicht sehr stark.“
Unklar ist bislang allerdings, wann Trump seine Davos-Rede halten wird. Wegen technischer Probleme musste seine Regierungsmaschine umdrehen. Man habe den Flug vorsichtshalber abgebrochen, teilte seine Sprecherin Karoline Leavitt mit. Nun soll es mit einer Ersatzmaschine nach Davos gehen. Ursprünglich war Trumps Rede beim Weltwirtschaftsforum für 14.30 vorgesehen. Dieser Zeitplan verzögert sich nun. Der US-Präsident reist mit der größten US-Delegation an, die das alljährliche Treffen der Topmanager und Spitzenpolitiker in den Schweizer Bergen je gesehen hat. Als Zentrale für ihren riesigen Tross haben die Amerikaner eine Kirche auserkoren.
Ebenfalls für Aufsehen sorgte vor Davos Trumps vielbeschworenes Projekt eines „Friedensrats“, zu dem er nach Angaben des Weißen Hauses für diesen Donnerstag eine Ankündigung plant, wird in Davos für Zündstoff sorgen. Ursprünglich war der Rat von den USA – zumindest offiziell – auf die Umsetzung des Gaza-Friedensplans zugeschnitten und sollte die Nachkriegs-Ordnung in dem weitgehend zerstörten Küstengebiet am Mittelmeer überwachen. Doch längst ist die Rede davon, das sich das komplett auf Trump zugeschnittene Gremium noch vieler anderer Konflikte annehmen und Ordnung im Sinne des US-Präsidenten schaffen könnte.
Die Präsidentin der UN-Vollversammlung, Annalena Baerbock, hält eine neue Organisation zur Sicherung des Friedens auf der Welt für unnötig. Es gebe ja bereits „eine internationale Organisation, deren zentrale Aufgabe und Ziel es ist, den Weltfrieden und die internationale Sicherheit zu wahren“, sagte die frühere deutsche Außenministerin am Rande des Weltwirtschaftsforums der Deutschen Presse-Agentur. „Das sind die Vereinten Nationen, in denen aus sehr, sehr gutem Grund alle Staaten der Welt unabhängig von ihrer Größe, ihrer wirtschaftlichen oder militärischen Stärke einen Sitz und eine Stimme haben.“
Vor seinem Abflug nach Davos machte Trump allerdings seine Kritik an den Vereinten Nationen deutlich. Diese würden seit langem ihre Möglichkeiten nicht auszuschöpfen, ineffektiv zu sein und den Interessen der USA zuwiderzuhandeln. Die UN seien „nicht sehr hilfreich“ gewesen, sagte der Republikaner. (fbu mit Agenturen)
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