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News zum Ukraine-Krieg: Die US-Regierung erwägt wohl die Lieferung weitreichender Waffen. Auch Merz sieht Hoffnung für eine Trump-Kehrtwende. Der Ticker.
Dieser News-Ticker zum Ukraine-Krieg ist beendet. Mit unserem neuen Ukraine-Ticker bleiben Sie weiterhin auf dem Laufenden.
Update vom 27. September, 6:30 Uhr: Russland hat nach ukrainischen Angaben die zentralukrainische Region Winnyzja, südwestlich von Kiew mit Drohnen angegriffen. „Kritische Infrastruktur wurde getroffen“, hieß es auf Facebook. „Bleiben Sie in den Schutzräumen, um den Luftalarm abzuwehren.“
Update, 22:24 Uhr: Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat das ukrainische Militär angewiesen, im Falle eines weiteren Drohnen-Vorfalls an der ukrainisch-ungarischen Grenze „angemessen zu reagieren, um unseren Staat zu verteidigen“. Das erklärte Selenskyj laut ukrainischen Medienberichten in seiner abendlichen Video-Ansprache. Zuvor hatte Selenskyj erklärt, dass die ukrainischen Streitkräfte ungarische Aufklärungsdrohnen an der ukrainischen Grenze gesichtet hätten – er sprach von einem „sehr ungewöhnlichen Ereignis“. Er habe das Militär zu Überprüfung des Vorfalls angewiesen. Ungarn weist den Bericht als falsch zurück.
Transparenzhinweis
Die hier verarbeiteten Informationen stammen von Nachrichtenagenturen und internationalen Quellen, aber auch von Kriegsparteien im Ukraine-Krieg. Die Angaben zum Ukraine-Krieg lassen sich nicht unabhängig überprüfen.
Update, 21.37 Uhr: US-Präsident Donald Trump soll sich gegenüber dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj offen gezeigt haben, der Ukraine Angriffe auf Russland mit US-Langstreckenwaffen zu genehmigen. Das berichtet das Wall Street Journal unter Berufung auf einen hochrangigen US-Beamten. Selenskyj habe den US-Präsidenten am Rande des UN-Treffens um weitere Langstreckenraketen und die Genehmigung gebeten, solche Waffen für Angriffe auf Ziele in Russland einzusetzen. Trump habe zwar keine Zusage gemacht, soll jedoch geantwortet haben, dass er nichts gegen diese Idee einzuwenden habe.
Selenskyj hatte bereits im Interview mit Axios erklärt, Trump um die Lieferung von Tomahawk-Marschflugkörper gebeten zu haben – die eine Reichweite von etwa 1.450 bis 2.400 Kilometern haben. In dem Bericht des WSJ heißt es unter Berufung auf einen hochrangigen US-Beamten, dass die Regierung die Lieferung von Tomahawks und anderen Langstreckenwaffen an die Ukraine erwäge.
Ungarn weist Selenskyj-Bericht über Drohnen an Ukraine-Grenze zurück
Update, 20:25 Uhr: Ungarn bestreitet den Bericht des ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj, wonach ungarische Drohnen den ukrainischen Luftraum verletzt hätten. Das ungarische Verteidigungsministerium erklärte gegenüber dem ungarischen Nachrichtenportal Telex: „Die ungarischen Streitkräfte haben keinen Drohnenflug an der ungarisch-ukrainischen Grenze durchgeführt und auch keinen entsprechenden Befehl erhalten, wie von den Medien berichtet wurde.“ Weiter heißt es: „Wir haben auch keine Berichte über einen solchen Vorfall von ukrainischer Seite erhalten, obwohl wir in ständigem Kontakt mit ihnen stehen.”
Trump-Wende im Ukraine-Krieg? Merz hofft auf konsistenten Kurs des US-Präsidenten
Update, 19:22 Uhr: Bundeskanzler Friedrich Merz sieht in der Rede von US-Präsident Donald Trump vor der UN-Vollversammlung ein positives Zeichen, mit Blick auf dessen Ukraine-Kurs: „Die Rede hat etwas Anlass zur Hoffnung gegeben“, sagte Merz laut Bericht der Nachrichtenagentur Reuters auf dem Mittelstandstag in Köln in Anspielung auf Trumps Rede. „Aber bleibt es dabei?“ Der Kanzler hoffe darauf, dass es nun konkrete Taten gebe und sich die Ukraine darauf verlassen könne.
Update, 18:05 Uhr: Laut Kiew setzt Moskau im Ukraine-Krieg auf eine neue Taktik: „Seit Anfang Sommer hat sich die Taktik des Feindes verändert“, zitiert AFP den ukrainischen Armeechef Oleksandr Syrsky. Russland setze nun kleinere Sabotagegruppen ein, um tief in die Front einzudringen, so der oberste Befehlshaber der Ukraine. Die Taktik ermögliche es den russischen Streitkräften, mit relativ wenigen Truppen vorzustoßen; allerdings ohne die vollständige territoriale Kontrolle über ein Gebiet zu erlangen.
Ukraine-Krieg aktuell: Selenskyj meldet ungarische Aufklärungsdrohnen im ukrainischen Luftraum
Update, 15:55 Uhr: Wolodymyr Selenskyj hat auf X mitgeteilt, dass ukrainische Kräfte mehrfach Aufklärungsdrohnen im eigenen Luftraum registriert hätten, die vermutlich aus Ungarn stammen. Laut ersten Analysen könnten sie zur Erkundung des industriellen Potenzials in Grenzgebieten eingesetzt worden sein. Der Präsident ordnete eine sofortige Prüfung und Protokollierung aller Vorfälle an. Zudem meldete er den Abschuss eines russischen Su-34-Jets über Saporischschja sowie Geländegewinne bei der laufenden Gegenoffensive im Donezker Raum.
Ukraine-Krieg: Russland dringt ins Zentrum von Kupjansk vor – Lukaschenko schlägt neues Atomkraftwerk für besetzte Gebiete vor
Update, 15:35 Uhr: Laut dem Analyseprojekt DeepState dringen russische Einheiten zunehmend in die ostukrainische Stadt Kupjansk vor und wurden bereits im Zentrum sowie nahe dem Viertel Jubileinyj festgestellt. Zwar verhinderten ukrainische Kräfte die Nutzung einer Versorgungsröhre, doch die Angreifer weichen auf Flussüberquerungen und Waldstreifen aus und verfügen inzwischen über ausreichend Truppen für Sturmangriffe und Aufklärungsaktionen, unterstützt durch Drohnen und Mörserfeuer.
Selenskyj fordert von Trump Tomahawks – Grünes Licht für Schläge in Russland?
Update, 14:55 Uhr: Wolodymyr Selenskyj hat US-Präsident Donald Trump nach Angaben des Telegraph bei einem vertraulichen UN-Treffen um die Lieferung von Tomahawk-Marschflugkörpern gebeten. Mit einer Reichweite von bis zu 1.500 Kilometern könnten die Raketen auch Moskau in Reichweite bringen. Trump habe sich dem Bericht zufolge offen gezeigt und erklärt, man werde „daran arbeiten“.
Selenskyj betonte, die Waffen seien notwendig, um Russland unter Druck zu setzen und Verhandlungen zu erzwingen. In einem Interview mit Axios sagte er zudem, Trump habe grünes Licht für ukrainische Schläge tief in Russland gegeben, falls Moskau weiterhin Energieanlagen in der Ukraine angreife. Bisher hatten die USA ähnliche Anfragen aus Eskalationssorgen abgelehnt.
Update, 14:40 Uhr: Die russische Armee hat am Freitag Energieanlagen in der nordukrainischen Region Tschernihiw angegriffen. Mehrere Einrichtungen seien getroffen worden, teilte Regionalgouverneur Wjatscheslaw Tschaus auf Telegram mit, berichtet Ukrinform. Infolge der Attacken kam es zu Stromausfällen in der Stadt und im Umland. Der öffentliche Nahverkehr musste teilweise eingestellt werden, auch die Wasserversorgung ist betroffen. Die Stadtverwaltung rief Anwohner auf, Trinkwasserreserven anzulegen. Laut Behörden sind Luftabwehrsysteme im Einsatz.
Rumänien will mit Kiew Drohnen bauen – Kreml attackiert Selenskyj
Update, 14:10 Uhr: Rumänien plant, gemeinsam mit der Ukraine Drohnen im Rahmen eines neuen EU-Rüstungsprogramms zu produzieren. Das bestätigte eine Regierungsquelle am Freitag gegenüber Reuters. Ziel sei es, die Erfahrungen Kiews mit im Krieg erprobter Drohnentechnologie zu nutzen. Rumänien teilt eine 650 Kilometer lange Grenze mit der Ukraine und war in den vergangenen zwei Jahren mehr als 20 Mal von Drohnenteilen betroffen, die durch russische Angriffe auf ukrainische Donauhafenstädte auf sein Territorium fielen. Laut Regierung wird es jedoch noch mindestens sieben Jahre dauern, bis das Land über ein vollständiges mehrschichtiges Luftverteidigungssystem verfügt.
Update, 13:35 Uhr: Polens Präsident Karol Nawrocki hat klargestellt, dass russische Drohnen im polnischen Luftraum künftig abgeschossen werden sollen, wenn sie eine Bedrohung darstellen. In einem Interview mit dem US-Sender Newsmax sagte er, die Maßnahmen würden eng mit den Verbündeten abgestimmt und erforderten seine Zustimmung als Oberbefehlshaber. Den Zwischenfall vom 9./10. September, als russische Drohnen polnisches Territorium verletzten, bezeichnete Nawrocki als „geplante Aktion“ Moskaus, um die Verteidigungsbereitschaft Polens und seine Rolle in der NATO zu testen
Ukraine-Krieg: Russland weist Vorwürfe zu Drohnen zurück – Ukraine meldet abgewehrten Angriff
Update, 12:55 Uhr: Russland will nach Darstellung seines Außenministeriums nicht auf „krankhafte“ Vorwürfe westlicher Politiker zu Drohnenattacken und mutmaßlichen Luftraumverletzungen eingehen. Sprecherin Maria Sacharowa erklärte am Freitag laut der russischen Nachrichtenagentur Tass, Äußerungen etwa von EU-Außenbeauftragter Kaja Kallas oder NATO-Generalsekretär Mark Rutte hätten „mehr mit dem psychischen Zustand der Redner zu tun als mit Fakten“. Falsche Behauptungen würden von Moskau lediglich in der Rubrik „Antifake“ des Außenministeriums richtiggestellt.
Putins Verbündete: Diese Länder stehen im Ukraine-Krieg an der Seite Russlands




Polen lässt Übergänge zu Belarus offen – Drohnensichtung über schwedischer Marinebasis
Update, 11:25 Uhr: Polen hat den Grenzverkehr mit Belarus seit Donnerstag (25. September) an zwei Übergängen wieder aufgenommen, berichtet European Pravda. Gleichzeitig warnt Warschau seine Bürger eindringlich und fordert sie auf, das Nachbarland umgehend zu verlassen. Für Reisende ist der Übergang Terespol–Brest geöffnet, für den Güterverkehr Koroszczyn–Kozlovichi. Wegen wachsender Spannungen angesichts des Ukraine-Kriegs, russisch-belarussischer Militärübungen und willkürlicher Festnahmen rät das Außenministerium von Fahrten nach Belarus ab. Im Ernstfall könne eine Evakuierung „deutlich erschwert oder gar unmöglich“ sein, so die Botschaft in Minsk.
Ukraine-Krieg: EU-Staaten beraten über europäischen „Drohnenwall“ wegen Russland
Update, 10:45 Uhr: Nach wiederholten russischen Luftraumverletzungen beraten neun EU-Mitgliedstaaten und die Ukraine erstmals über einen europäischen „Drohnenwall“. Wie die EU-Kommission laut AFP mitteilte, spricht Verteidigungskommissar Andrius Kubilius am Freitag (26. September) per Videoschaltung mit Vertretern aus Finnland, Estland, Lettland, Litauen, Polen, Slowakei, Ungarn, Rumänien sowie Dänemark und der Ukraine über erste Vorschläge.
Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen hatte Mitte September eine gemeinsame Abwehrstruktur gefordert, die „in Echtzeit reagieren kann“. Konkrete Pläne liegen laut Brüssel noch nicht vor, als erster Schritt gilt der Ausbau von Sensoren an der östlichen EU-Außengrenze. Hintergrund sind jüngste russische Drohnenangriffe, bei denen mehrfach der polnische Luftraum verletzt wurde.
Russische Angriffe: Massive Bombardierung in Cherson – Drohne explodiert nahe Atomkraftwerk
Update, 10:25 Uhr: Die südukrainische Stadt Cherson ist am Freitagmorgen (26. September) nach Behördenangaben unter schweren Beschuss geraten. Gouverneur Oleksandr Prokudin berichtete auf Facebook, dass innerhalb einer Stunde etwa 15 Fliegerbomben auf Cherson abgeworfen wurden, zusätzlich sei Artillerie ins Stadtzentrum eingeschlagen. Getroffen wurden unter anderem ein Verwaltungsgebäude und neun Privatwohnungen, ein Taxi wurde zerstört. Eine 48-jährige Frau erlitt Gesichtsverbrennungen und eine Gehirnerschütterung und musste in ein Krankenhaus gebracht werden.
Laut The Kyiv Independent erklärte IAEA-Generaldirektor Rafael Grossi: „Nächstes Mal haben wir vielleicht nicht so viel Glück.“ An der Anlage selbst entstanden keine Schäden, doch der Einschlag hinterließ einen vier Meter breiten Krater, beschädigte Fahrzeuge und eine zerstörte Stromleitung, die nicht mit dem Kraftwerk verbunden war. Zur Herkunft der Drohnen machte die IAEA keine Angaben. Allerdings wird die Region Mykolajiw nahezu jede Nacht von russischen Kamikaze-Drohnen angegriffen.
Update, 8:40 Uhr: Die Ukraine setzt ihre systematischen Attacken auf die russische Ölindustrie fort und hat eine Raffinerie im Süden mit Drohnen angegriffen. Die russischen Behörden der Region Krasnodar teilten mit, dass in der Raffinerie von Afipski ein kleiner Brand ausgebrochen sei. Teile einer Drohne seien in die Anlage gestürzt, hieß es offiziell. Nach ukrainischen Angaben war die Raffinerie, die Benzin und Diesel herstellt, zuvor am 28. August angegriffen worden. Durch die wiederholten Angriffe auf Raffinerien, Pumpstationen und Verladeterminals hat Russland nach Expertenschätzungen etwa ein Viertel seiner Kapazitäten zur Ölverarbeitung verloren. Dies sorgt in einigen Regionen dafür, dass Diesel und Benzin knapp sind.
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