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Ende des Ukraine-Kriegs? „Entscheidender Schritt“ auf dem Weg zum Frieden

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Steht das Ende des Ukraine-Kriegs bevor? Die USA und die Ukraine überarbeiten gemeinsam den Friedensplan. Der News-Ticker.

Dieser News-Ticker ist beendet. Die weiteren Entwicklungen finden Sie in unserem neuen News-Ticker zum Ukraine-Krieg.

Update, 6:40 Uhr: Kiew ist nach Darstellung der USA mit der gemeinsam überarbeiteten Version des Friedensplans zufrieden und sieht die wichtigsten Interessen der Ukraine darin widergespiegelt. Der Entwurf umfasse den Vertretern aus Kiew zufolge „kurz- und langfristige, glaubwürdige und durchsetzbare Mechanismen zum Schutz der ukrainischen Sicherheit“, teilte das Weiße Haus mit. Die Ukraine äußerte sich zunächst nicht dazu. 

Transparenzhinweis

Die hier verarbeiteten Informationen stammen von Nachrichtenagenturen und internationalen Quellen, aber auch von Kriegsparteien im Ukraine-Krieg. Die Angaben zum Ukraine-Krieg lassen sich nicht unabhängig überprüfen.

Ukraine News: USA und Ukraine arbeiten an neuem Rahmen für Friedensplan

Update, 5:15 Uhr: Bei Gesprächen über ein Ende des Ukraine-Kriegs in Genf ist nach Angaben der USA ein „entscheidender Schritt voran“ gelungen. Ein mögliches Abkommen werde „vollständig“ die Souveränität der Ukraine bewahren, teilte das Weiße Haus mit. Ergebnis der Gespräche sei ein „aktualisierter und verfeinerter Friedensrahmen“, heißt es in einer gemeinsamen Erklärung von USA und Ukraine. „Die Gespräche waren konstruktiv, zielgerichtet und respektvoll und unterstrichen das gemeinsame Engagement für einen gerechten und dauerhaften Frieden“, heißt es weiter. Es habe „bedeutende Fortschritte bei der Annäherung der Positionen und der Identifizierung von klaren nächsten Schritten“ gegeben. In den kommenden Tagen werde nun von beiden Seiten weiter an gemeinsamen Vorschlägen gearbeitet.

US-Außenminister Rubio hat Änderungen am Friedensplan für die Ukraine angekündigt. (Archivbild)

Update, 24. November, 4:05 Uhr: Ein neuer Entwurf eines „Friedensplans“ zur Beendigung des Ukraine-Kriegs wird nach Angaben des Weißen Hauses „vollständig“ die Souveränität der Ukraine bewahren. Dies gab das Weiße Haus bekannt, nachdem Vertreter der Ukraine, der USA und europäischer Staaten in mehreren Gesprächsrunden in Genf über den in den vergangenen Tagen von Washington vorgelegten Plan beraten hatten. Die Gespräche seien ein „bedeutender Schritt voran“ gewesen.

Trump und Putin: Die Geschichte ihrer Beziehung in Bildern

Wandbild Putin Trump Litauen
Einen besseren US-Präsidenten als Donald Trump kann sich Kremlchef Wladimir Putin gar nicht wünschen: So könnte dieses Wandbild in der litauischen Hauptstadt Vilnius interpretiert werden. Bemerkenswert: Es ist eine Aufnahme aus dem Mai 2016, als Trump nicht gar nicht im Amt war. Offenbar schwante den Menschen in Litauen schon damals Böses. © Petras Malukas/AFP
Trump telefoniert mit Putin
Trump hat seit Jahren einen guten Draht zu Putin. Am 28. Januar 2017 telefonierte er im Oval Office des Weißen Hauses zum ersten Mal mit dem russischen Präsidenten. © Mandel Ngan/AFP
Wachsfiguren von Trump und Putin
Schon damals standen sie sich auch in Wachsfigurenkabinetten nahe, so auch in Sofia (Bulgarien). © Valentina Petrova/dpa
G20-Gipfel - Trump trifft Putin
Das erste persönliche und extrem heikle Treffen mit Putin wickelte Trump beim G20-Gipfel in Hamburg im Juli 2017 unfallfrei ab. Im Kreml wie im Weißen Haus herrschten anschließend Optimismus und Zufriedenheit.  © Evan Vucci/dpa
G20 Summit - Demonstration
Aktivisten von Oxfam standen dem G20-Gipfel kritisch gegenüber. Mit ihrer Aktion wollten sie auf den Abzweig zwischen mehr sozialer Ungleichheit und weniger Armut hinzuweisen. Sie trugen Masken von Theresa May, Donald Trump, Shinzō Abe, Emmanuel Macron, Angela Merkel, Justin Trudeau, Wladimir Putin, und Jacob Zuma. © Michael Kappeler/dpa
G20-Gipfel - Trump trifft Putin
„Der Fernseh-Trump unterscheidet sich sehr vom realen Menschen,“ sagte Putin nach dem G20-Gipfel in Hamburg vor der Presse über seinen US-Kollegen Donald Trump. © Steffen Kugler/dpa
Apec-Gipfel in Vietnam
Ein zweites Mal trafen sich Trump und Putin am Rande des Gipfels der Asiatisch-Pazifischen Wirtschaftsgemeinschaft (Apec) im vietnamesischen Da Nang. © dpa
Putin trifft Trump beim Apec-Gipfel in Vietnam
Beide Präsidenten stimmten damals überein, dass das Verhältnis ihrer Länder nicht gut sei. Putin sah weiter eine tiefe Krise. Russland sei aber bereit, „eine neue Seite aufzuschlagen, vorwärtszugehen, in die Zukunft zu schauen“. © Mikhail Klimentyev
Trump Putin Da Nang
„Wenn wir ein Verhältnis zu Russland hätten, das wäre eine gute Sache“, sagte Trump. Sein persönliches Verhältnis zu Putin sei gleichwohl in sehr gutem Zustand, obwohl man sich nicht gut kenne. © Jorge Silva/AFP
Helsinki-Gipfel
Im Juli 2018 kamen Trump und Putin in Helsinki zu ihrem ersten offiziellen Gipfel zusammen.  © Heikki Saukkomaa/dpa
USA Ausstieg aus INF-Abrüstungsvertrag
Sie begrüßten sich mit einem kurzen, doch kräftigen Händedruck. „Es ist an der Zeit, detailliert über unsere bilateralen Beziehungen zu sprechen und über die schmerzhaften Punkte auf der Welt. Davon gibt es sehr viele“, sagte Putin. Trump betonte: „Die Welt möchte, dass wir miteinander auskommen.“ © Alexander Zemlianichenko/dpa
Helsinki
Während des Gipfeltreffens gingen in Helsinki mehrere Hundert Menschen aus Protest auf die Straßen. Dabei machten sie auf eine Reihe von Missständen aufmerksam.  © Joonas SaloIlta-Sanomat/Imago
Melania Trump
Auch First Lady Melania Trump war in Helsinki mit von der Partie. © Alexei Nikolsky/AFP
Trump und Putin
Trump äußerte sich hinterher zufrieden über sein Treffen mit Putin: „Der Dialog ist sehr gut verlaufen“, sagte er bei einer gemeinsamen Pressekonferenz mit Putin. „Ein produktiver Dialog ist nicht nur gut für die Vereinigten Staaten und Russland, sondern für die Welt.“ © Brendan Smialowski/AFP
Proteste gegen Treffen von Trump und Putin
Derweil protestierten die Menschen auch im fernen Washington, D.C., gegen das Treffen. Unter anderem hielt eine Frau vor dem Weißen Haus ein Schild in die Höhe, auf dem die beiden Präsidenten karikiert waren.  © Andrew Harnik/dpa
100. Jahrestag Waffenstillstand Erster Weltkrieg
Im November 2018 nahmen Trump und Putin an einer Gedenkfeier anlässlich des Endes des Ersten Weltkriegs in Paris teil. Frankreichs Präsident Emmanuel Macron lud damals zum Spitzentreffen ein. © Ludovic Marin/AFP
Erster Weltkrieg - Waffenstillstand 1918
Auch vor Ort waren First Lady Melania Trump (links), die damalige Bundeskanzlerin Angela Merkel und Brigitte Macron, die Ehefrau des französischen Präsidenten. © Francois Mori/dpa
Beginn des G20-Gipfels
Kurz danach trafen Trump und Putin beim G20-Gipfel in Buenos Aires erneut aufeinander. © Ralf Hirschberger/dpa
G20-Gipfel in Argentinien
Die Gespräche wurden von der Eskalation zwischen Russland und der Ukraine um einen Seezwischenfall vor der Krim überschattet. Deshalb sagte Trump ein direktes Treffen mit Putin am Rande des Gipfels kurzfristig ab.  © dpa
Japan, Osaka
Im Juni 2019 trafen Trump und Putin beim G20-Treffen im japanischen Osaka zusammen. © Imago
Osaka 2019
Trump wurde dabei von einem Reporter angesprochen, ob er Putin bei ihrem gemeinsamen Treffen auch sagen werde, dass sich der Kremlchef nicht in die US-Wahlen einzumischen habe. Trump beugte sich zu Putin und sagte: „Mische Dich nicht in unsere Wahlen ein“ – ein Lächeln glitt dabei über Trumps Gesicht. Die Aktion war allerdings nicht ganz ernst gemeint. © Brendan Smialowski/AFP
Osaka 2019
Trump nannte das Verhältnis zu Putin „sehr, sehr gut“.  © Brendan Smialowski/AFP
Trump Putin
Am Ende seiner ersten Amtszeit musste sich Trump wegen Machtmissbrauchs und Behinderung der Ermittlungen im Senat verantworten. Hintergrund war die sogenannte Ukraine-Affäre. Viele Menschen in den USA sahen Trump als Verräter – und Putin als Feind. © Olivier Douliery/AFP
Ukrainekrieg - Anti-Kriegsprotest in New York
Im Januar 2025 kam Trump zum zweiten Mal an die Macht. Im Ukraine-Krieg stellte er sich auf die Seite von Putin. Das rief Proteste hervor. Auch am Times Square in New York galt: Trump ist ein Verräter. © Adam Gray/dpa
Trump Putin
Trump sucht dennoch weiter die Nähe zu Putin. Nach offiziellen Angaben haben beide im Februar 2025 ein erstes Mal miteinander telefoniert, seit der US-Präsident wieder im Amt ist. Vor dem zweiten Gespräch am 18. März verkündete Trump: „Ich freue mich sehr auf das Gespräch mit Präsident Putin.“ Auch danach telefonierte er noch mehrmals mit seinem russischen Amtskollegen. © Alexander Nemenow/AFP
Trump und Putin
Am 15. Augsut 2025 kam es zum Gipfel zwischen Trump und Putin in Alaska. Es handelte sich um das erste persönliche Treffen der beiden Staatschefs seit Putins Einmarsch in die Ukraine im Februar 2022. Das Treffen fand in der Stadt Anchorage statt. Am Ende gab es von beiden Staatschefs nichts Konkretes. © Andrew Caballero-Reynolds/AFP

Ukraine News: Rubio zeigt sich zuversichtlich für überarbeitete Version des US-Friedensplans

Update, 22:24 Uhr: Nach Beratungen mit Vertretern der Ukraine und europäischen Verbündeten hat sich US-Außenminister Marco Rubio zuversichtlich für eine überarbeitete Version des US-Friedensplans gezeigt, der zu einem Ende des Ukraine-Kriegs führen soll. Die Gespräche hätten in einem „grundlegenden Dokument“ gemündet, das nun als Basis für die weitere Arbeit dienen solle, sagte er vor anwesenden Journalisten. Rubio sprach von „enormen Fortschritten“ und fügte an, dass die noch offenen Punkte „nicht unüberwindbar“ seien. Es brauche nur mehr Zeit. „Ich bin fest davon überzeugt, dass wir es schaffen werden.“

Update, 21:35 Uhr: Europäische Änderungsvorschläge zum US-Plan für ein Ende des Ukraine-Kriegs sehen eine deutliche Abschwächung zahlreicher Kernpunkte zugunsten der Ukraine vor. Nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur soll die Regierung in Kiew demnach beispielsweise keine Gebiete an Russland abgeben müssen, die sie bislang noch selbst kontrolliert. Zudem ist auch keine de facto Anerkennung der von Russland eingenommen Gebiete vorgesehen.

Ebenso sehen die Vorschläge vor, die Größe der ukrainischen Streitkräfte nur auf 800.000 statt auf 600.000 Soldaten zu begrenzen und eingefrorenes russische Staatsvermögen nur dann freizugeben, wenn Russland Ausgleichszahlungen für die Kriegsschäden leistet.

Vorschlag für Ende des Ukraine-Kriegs: Europäische Staaten machen Gegenentwurf

Zudem soll ein Nato-Beitritt der Ukraine nicht mehr explizit ausgeschlossen sein und auch keine allgemeine Amnestie für Kriegsverbrechen gewährt werden. Die im US-Plan genannte Frist für Wahlen in der Ukraine innerhalb von 100 Tagen wird ebenfalls nicht genannt. Stattdessen sollen sie nur so „schnell wie möglich“ organisiert werden. Russland soll allerdings weiterhin wie im US-Plan eine Wiederbelebung der G8-Gruppe der großen Industrienationen in Aussicht gestellt worden. Aus ihr war das Land 2014 nach der Annexion der ukrainischen Halbinsel Krim verbannt worden.

Inwieweit die Änderungsvorschläge bei den laufenden Verhandlungen zwischen den USA und der Ukraine Gehör finden, blieb zunächst unklar. An ihnen sind auch Vertreter Deutschlands, Frankreichs, Großbritanniens sowie der EU beteiligt. Aus EU-Kreisen hieß es am Abend, einige Vorschläge seien möglicherweise schon wieder überholt. Über die konkreten Punkte hatten zunächst unter anderem die Nachrichtenagentur Reuters (siehe vorheriges Update) und die britische Zeitung The Telegraph berichtet.

Update, 20:40 Uhr: Reuters hat inzwischen den vollständigen Gegenentwurf der europäischen Partner zu Trumps Friedensplan veröffentlicht. Der Plan, der zum Ende des Ukraine-Kriegs führen soll, beinhaltet unter anderem eine Obergrenze von 800.000 Soldaten für die ukrainischen Streitkräfte und die Aufnahme von Verhandlungen von der aktuellen Kontaktlinie aus. Wie es bei Reuters heißt, basiert der Gegenentwurf auf dem US-Friedensplan. Jedoch wurde jeder Punkt einzeln geprüft und Änderungen sowie Streichungen unterzogen.

Update, 18:46 Uhr: US-Außenminister Marco Rubio hat nach Verhandlungen mit der Ukraine und ihren europäischen Unterstützern Änderungen des Friedensplans zur Beendigung des Ukraine-Krieges angekündigt. Man habe ein „sehr gutes Arbeitsergebnis erzielt, das auf den Beiträgen aller beteiligten Parteien“ basiere, sagte er bei einer gemeinsamen Pressekonferenz mit dem ukrainischen Verhandlungsführer Andrij Jermak. Nun sollen die Differenzen zu dem Russland verringert und eine Lösung ausgearbeitet werden, mit der sowohl die Ukraine als auch die USA zufrieden wären.

Rubio bezeichnete die Gespräche als das „produktivste und bedeutsamste“ Treffen eines Prozesses, an dem die Vereinigten Staaten „von Anfang an“ beteiligt gewesen seien. Er zeigte sich zuversichtlich, dass am Ende US-Präsident Donald Trump sein Einverständnis für den neuen Plan geben werde.

Merz zu Ukraine-Friedensplan: Kanzler hofft auf zeitnahen Waffenstillstand

Update, 18:40 Uhr: Bundeskanzler Friedrich Merz hofft, dass die Verhandlungen über ein Ende des Ukraine-Kriegs nun rasch zu einer Feuerpause führen. Nach dem G20-Gipfel in der südafrikanischen Wirtschaftsmetropole Johannesburg sagte der Kanzler, man müsse „wenigstens einen ersten Schritt“ am Donnerstag tun. 

US-Präsident Donald Trump hat dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj eine Frist bis Donnerstag gesetzt, dem US-Friedensplan grundsätzlich zuzustimmen. Die Unterstützer der Ukraine lehnen den Plan in der derzeitigen Fassung ab. Er tue alles, „um wenigstens einen Waffenstillstand zu erreichen, um jetzt wirklich in Verhandlungen eintreten zu können“, sagte Merz im Interview mit der Sendung :newstime von ProSieben/Sat1.

Details zum US-Friedensplan: So entstand wohl das Vorhaben für ein Ende des Ukraine-Kriegs

Update, 17:58 Uhr: Nach Informationen von Bloomberg entstand der US-Friedensplan, der zum Ende des Ukraine-Kriegs führen soll, während eines Treffens zwischen Steve Witkoff, dem Sondergesandten von US-Präsident Donald Trump, Trumps Schwiegersohn Jared Kushner und Kirill Dmitriev, dem Sondergesandten von Kremlchef Wladimir Putin.

Wie aus den Informationen hervorgeht, wussten weder US-Außenminister Marco Rubio noch der US-Präsident zunächst von der Existenz des Plans. Donald Trump soll das Vorhaben aber nach einer Unterrichtung genehmigt haben. Quellen teilten Bloomberg zudem mit, dass vor diesem Hintergrund die Rolle des US-Vizepräsidenten JD Vance bei der Gestaltung von Entscheidungen über Russlands Krieg gegen die Ukraine zugenommen habe.

Update, 16:30 Uhr: Wie Wolodymyr Selenskyj auf X schreibt, werden sich kommende Woche Vertreter der sogenannten Koalition der Willigen treffen, um über die aktuelle Lage im Ukraine-Krieg zu sprechen. „Wir schätzen dieses Format der Koordinierung innerhalb eines breiteren Partnerkreises, damit alle in den Friedensprozess einbezogen und darüber informiert sind“, schrieb der ukrainische Präsident vor dem Hintergrund der jüngsten Entwicklungen. US-Präsident Donald Trump hatte erst kürzlich für Aufsehen gesorgt, indem seine Regierung einen Vorschlag für einen Friedensplan hervorgebracht hatte, der zum Ende des Ukraine-Kriegs führen soll.

Friedensgipfel in Genf für Ende des Ukraine-Kriegs: Teilnehmer, Ablauf, Ziele – das sind die Details

Update, 10.48 Uhr: Die Europäer wollen Trumps Ukraine-Plan entschärfen: Der US-Vorstoß für ein Ende des Ukraine-Kriegs verlangt vor allem Kiew Zugeständnisse ab. Kanzler Merz und andere Unterstützer wollen heute retten, was zu retten ist –  Ukraine-Friedensgipfel in Genf: Teilnehmer, Ablauf, Ziele – das sind die Details.

Update, 10.12 Uhr: Die westlichen Verbündeten haben den ursprünglichen Friedensplan von US-Präsident Donald Trump für die Ukraine grundlegend überarbeitet und Washington eine neue Version vorgelegt. Die E3-Staaten Deutschland, Frankreich und Großbritannien sowie weitere EU-Länder, Japan und Kanada konnten den 28-Punkte-Plan so nicht akzeptieren.

Kanadas Ministerpräsident Mark Carney will noch am heutigen Sonntag (23. November) mit dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj über den US-Friedensplan sprechen.

Ende des Ukraine-Kriegs? Trump-Minister verteidigt US-Friedensplan – Heute Gipfel in Genf

Erstmeldung: Kiew/Washington – Donald Trumps Außenminister Marco Rubio (Republikaner) sieht sich mit parteiübergreifender Kritik am US-Friedensplan für die Ukraine konfrontiert. Der 28-Punkte-Plan sorgt für Kontroversen zwischen der Trump Regierung und Senatoren beider Parteien, die den Vorschlag als zu russlandfreundlich bewerten. Rubio wies diese Vorwürfe entschieden zurück und betont die amerikanische Urheberschaft des Plans.

Der republikanische Senator Mike Rounds, der Unabhängige Angus King und die Demokratin Jeanne Shaheen hatten den US-Vorschlag für ein Ende des Ukraine-Kriegs am Samstag (22. November) scharf kritisiert. Sie bezeichneten ihn als „Wunschliste der Russen“.

Ukraine-News: US-Friedensplan von Russland erarbeitet? Rubio widerspricht

Rounds berief sich dabei auf ein Telefonat mit Rubio und erklärte, der Außenminister habe „sehr deutlich gemacht“, dass der Plan von einem russischen Vertreter „übermittelt wurde“. „Es ist nicht unser Friedensplan“, so Rounds.

Rubio widersprach diesen Darstellungen in der Nacht zum Sonntag (23. November) über den Onlinedienst X. Der Friedensvorschlag „wurde von den USA verfasst“, erklärte er.

Ukraine-News: Verhandlungen mit den USA über Trump-Friedensplan in der Schweiz

Eine Delegation der USA sowie Vertreter der Ukraine und ihrer europäischen Verbündeten wollen am Sonntag in der Schweiz über den US-Plan zur Beendigung des Ukraine-Kriegs beraten. Eine Einigung sei noch nicht in Sichtweite, sagte Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) am Samstag. US-Präsident Donald Trump betonte, der vorliegende 28-Punkte-Plan sei nicht sein letztes Angebot.


Der umstrittene Plan verlangt von der Ukraine weitreichende Zugeständnisse für ein Ende des Kriegs. Dazu gehören die Abtretung großer Gebiete in der Ostukraine an Russland, eine Begrenzung der Truppenstärke und der Verzicht auf einen NATO-Beitritt. Diese Forderungen überschreiten von Kiew seit langem formulierte rote Linien.

Ukraine-News: Selenskyj will „Alternative“ zu US-Friedensplan

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hatte den US-Plan am Freitag in seiner aktuellen Form zurückgewiesen und „Alternativen“ angekündigt. US-Präsident Donald Trump setzte der Ukraine daraufhin eine Frist bis Donnerstag kommender Woche, dem Plan zuzustimmen. Die europäischen Verbündeten der Ukraine warnten, dass keine Entscheidung über die Ukraine ohne Beteiligung Kiews getroffen werden dürfe. (Redaktion mit Nachrichtenagenturen)

Rubriklistenbild: © IMAGO / ABACAPRESS

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