High Noon im hohen Norden

Frostiges Klima: Putin verstärkt Territorialanspruch auf Arktis

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Frostige Stimmung in der Arktis: Seit dem Überfall Russlands auf die Ukraine machen sich Wladimir Putins Truppen auch in der Arktis breit. Die Spannungen mit den westlichen Anrainerstaaten nehmen zu – genauso der Schiffsverkehr und der Ausbau der Nordflotte, die teilweise in Murmansk stationiert ist.
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Russland erhebt historisch begründete Ansprüche auf die Arktis. Putins U-Boote agieren aggressiver, und der Westen ist genötigt, seine Position zu halten.

Moskau – „Paradoxerweise gibt es in der Arktis keine offenen Territorialstreitigkeiten“, sagt Klaus Dodds. Allerdings warnt der in London lehrende Professor für Geopolitik gegenüber Newsweek davor, dass der Ukraine-Krieg auch ins Eis hineinstrahlt. Wladimir Putins Truppen bringen sich auch dort in Stellung; wie das Magazin schreibt, seien die internationalen Beziehungen der Global Player untereinander frostiger geworden seit Russlands völkerrechtswidrigem Angriffskrieg. Jetzt baut Russland im ewigen Eis offenbar seine Stellungen aus.

„Diese zirkumpolare Region bietet eine Vorschau darauf, wie drei Großmächte – China, Russland und die Vereinigten Staaten – ihre militärischen und wirtschaftlichen Muskeln spielen lassen, um strategische und ressourcenmäßige Vorteile zu erlangen“, erläutert Dodds weiter. Von „High Noon im hohen Norden“ hat der britische Economist bereits im Juni 2022 geschrieben, als der Ukraine-Krieg noch als ein fürchterliches, aber kurzes Intermezzo gegolten hat. „Wir sind wieder im Kalten-Krieg-Modus“, sagte Jens-Arne Hoilund damals gegenüber dem Blatt. Der Norweger ist dort stationiert als Grenzkommissar; allerdings scheint er den Fokus inzwischen auf andere Ziele als auf die Hilfe für verirrte Rentiere zu richten.

Warnung: Russland hätte gegenüber Nato-Staaten einen militärischen Vorsprung von zehn Jahren

Laut der Nachrichtenagentur Reuters vermuteten Arktis-Experten, in dieser Region hätte Russland gegenüber den Nato-Staaten einen militärischen Vorsprung von zehn Jahren, so Newsweek-Autorin Jasmine Laws. Nach Daten des Thinktanks International Institute for Strategic Studies (IISS) und Reuters sei die Zahl der russischen Stützpunkte innerhalb des Polarkreises etwa ein Drittel größer als die der NATO. „Im Moment ist das militärische Gleichgewicht in der Arktis stark auf der Seite Russlands“, sagt gegenüber Reuters Colin Wall. Russland habe massiv in Häfen, Infrastruktur und Schiffe investiert, um die nördliche Seeroute auszubauen und zu schützen. Darüber hinaus sei die Nordflotte modernisiert und zum fünften Militärbezirk des Landes gemacht worden, ergänzt der IISS-Analyst.

„In der Arktis wird etwas Schlimmes passieren.“

Vizeadmiral Nathan Moore, USNI News

Über die genauen Kräfteverhältnisse zwischen den Supermächten herrschen verschiedene Zahlen und verschiedene Deutungen. In den letzten sechs Jahren habe Russland entlang seiner Nordgrenze mindestens 475 Militärstandorte errichtet, schreibt der Economist. Im engeren Arktis-Gebiet zählt der kanadische Thinktank Simons Foundation 32 durchgehend besetzte Militärbasen für Russland, 15 für Norwegen, zehn für die USA, acht für Kanada, drei für Dänemark und eine für Island. Insofern hätte die Nato-Partner nominell die Überhand; das widerlegt also die Behauptung des IISS – aber das Kräfteverhältnis hat mehrere Aspekte. Beispielsweise habe Russland von allen Anrainern die zahlenmäßig stärkste arktische Bevölkerung, möglicherweise inzwischen auch die höhere Truppenpräsenz; was aber auch noch Interpretationen zulässt.

Russlands Fähigkeit, einen schnellen konventionellen Bodenangriff auf seine westlichen Nachbarn in der Arktis erfolgreich durchzuführen, sei kurzfristig noch geringer als vor dem Krieg, bilanzieren Colin Wall und Njord Wegge. Ihnen zufolge zeigten auch die dort stationierten Truppen die gleiche geringe Moral wie ihre an der Front eingesetzten Kameraden. Allerdings sähe das Bild der Marine – vor allem der strategischen U-Boot-Flotte – sowie der strategischen Luftwaffe möglicherweise anders aus. Moskau präsentiere allein dadurch „weiterhin eine glaubwürdige Zweitschlagfähigkeit“ schreiben die Analysten des Thintanks Center for Strategic & International Studies (CSIS).

Abschreckend: Russland setzt vor allem auf die Nordflotte

„Russland setzt vor allem auf die Nordflotte, die zur Abschreckung der Nato dient und im Ernstfall den Zugang zum Nordatlantik und zur nordeuropäischen Arktis sichern soll. Sie wird seit Jahren kontinuierlich ausgebaut. Dies stellt für die Nato laut ihrem strategischen Konzept von 2022 eine strategische Herausforderung dar“, schreibt Volker Rachold.

Zur Nordflotte sollen bald drei Luftwaffenstützpunkte auf der Kola-Halbinsel gehören. Neben den beiden bestehenden Severomorsk-1 und Severomorsk-3 bald auch Severomorsk-2, der einst aufgegeben worden war, aber seit letztem Jahr wieder aufgemöbelt werden sollte – wahrscheinlich im Zuge des Ukraine-Krieges beziehungsweise für eine mögliche Auseinandersetzung mit der Nato. Die Flugplätze sollen zwischen zehn und 30 Kilometer vom Hafen der Nordflotte entfernt liegen, wie der Experte des Deutschen Arktisbüros am Alfred-Wegener-Institut Ende 2022 festgehalten hat.

Darüberhinaus verfügt Russland über 57 Eisbrecher, die Nato-Staaten kommen auf 32; obwohl Eisbrecher in Konflikten keine Rolle spielen, halten sie jedoch die Versorgungslinien offen und bilden somit die Grundlage der Präsenz der Truppen. Auch im ewigen Eis werden die zwischenmenschlichen Beziehungen also deutlich frostiger, wie Sina Behrend klarstellt: Ende 2022 hätten die Vereinigten Staaten entschieden, vier Milliarden Dollar zu investieren, „um für weitere zwölf Jahre eine Luftwaffenbasis auf Grönland zu betreiben“, wie die Analystin für das deutsche Reservistenmagazin die reserve festhält.

Bedrohlich: Arktis neben Ukraine und Baltikum ein dritter Hotspot russischer Großmachtphantasien

Wie auch das Interesse Russlands an der Ukraine soll auch Russlands Griff nach der Arktis historische Wurzeln haben, schreiben Eugene Rumer, Richard Sokolsky und Paul Stronski. Die Analysten des Thinktanks Carnegie Endowment sehen diese Wurzeln im 16. Jahrhundert im Rahmen der Eroberung Sibiriens und der Erschließung von Ressourcen und Handelsrouten. Die Arktis bilde deshalb einen integralen Bestandteil der grundsätzlichen Konfrontation Russlands mit dem Westen und hier hauptsächlich mit Europa, schreiben die Analysten. Insofern ist die Arktis drauf und dran, neben der Ukraine und dem Baltikum ein dritter Hotspot russischer Großmachtphantasien zu werden. Wirtschaftsinteressen Russlands beziehungsweise die persönliche Gier russischer Eliten würden dabei die Gemengelage für die zunehmenden Spannungen ergeben, legen die Analysten nahe.

Das führte beispielsweise dazu, dass das Magazin des US Naval Institute (USNI) Ende vergangenen Jahres titelte: „USA und Verbündete ringen mit einem unberechenbaren Kreml“ – was möglicherweise durch die neue US-Regierung unter Donald Trump noch verstärkt werden wird. „Darüber hinaus bleibt der ‚hohe Norden‘ die erste Verteidigungslinie in unserer Fähigkeit, eine umfassende maritime Heimatverteidigung durchzuführen, die oberhalb des Polarkreises beginnt“, zitieren die USNI News Daryl Caudle. Auch unter den Demokraten sollten die USA bereits in der Arktis verteidigt werden – um eben einen möglichen „Zweitschlag“ Russlands zu unterbinden.

Geplant: Zur Arktis-Sicherung kämen Flugzeugträger-Kampfgruppen wie die USS Harry S. Truman in Betracht

Den Admiral und Befehlshaber der US-Flotte sorgen Russlands seit dem Ukraine-Krieg die verstärkten Aktivitäten der Nordflotte. Demgegenüber kritisiert Caudle die stagnierenden Such- und Rettungsmöglichkeiten der eigenen Marine, die das Aufspüren der U-Boot-Armada erschwert. „Dies ist ein Russland, das bereit ist, viel mehr Risiken einzugehen, das tatsächlich jeden Tag absichtlich Zivilisten in der Ukraine bombardiert. Und es ist dieselbe Regierung, die das tut und die U-Boote und Flugzeuge betreibt. Wir müssen also wachsam sein“, sagte ergänzend Charles Q. Brown während eines Treffens der arktischen Verteidigungsminister, wie die USNI News den Generalstabschef der Streitkräfte der Vereinigten Staaten wiedergeben.

Nordlichter, Fjorde und wilde Natur: 20 Orte in Norwegen, die Sie nicht verpassen dürfen

Trolltunga in Norwegen
Die Trolltunga gehört zu den spektakulärsten Sehenswürdigkeiten Norwegens. Bei ihr handelt es sich um einen horizontalen Felsvorsprung, der etwa 700 Meter über dem darunterliegenden Ringedalsvatnet-See hervorragt. Viele Norwegen-Urlauber nehmen die Wanderung zur Trolltunga auf sich, um auch einmal einen Schnappschuss vor der atemberaubenden Kulisse zu machen – diese nimmt für Hin- und Rückweg bis zu 12 Stunden in Anspruch. Es ist also Ausdauer gefragt.  © Fokke Baarssen/Imago
Voringsfossen
An der Westseite der Hochebene Hardangervidda befindet sich mit dem Vøringsfossen der wohl bekannteste Wasserfall Norwegens. Die Fluten stürzen 182 Meter tief über die Felsen in das Tal Måbødalen. Rund um den Wasserfall wurden Aussichtsplattformen und Wege aus Metall gebaut, um Besuchern von allen Seiten einen Blick auf den Vøringsfossen zu bieten. Zuletzt wurde eine 47 Meter lange Brücke quer über den Wasserfall gebaut.  © Depositphotos/Imago
Kleine Inseln und Schiffswrack entlang der Atlantikstraße
Norwegen ist ein ideales Ziel für eine Rundreise mit dem Auto oder Camper. Überall erwarten Sie gut ausgestattete Campingplätze und atemberaubende Landschaftsrouten, die jede Reise unvergesslich machen. Eine der schönsten Routen weltweit ist die Atlantikstraße, die sich in der Nähe von Kristiansund über das Meer erstreckt. Acht Brücken verbinden die Inseln zwischen Kårvåg auf Averøya und Vevang auf dem Festland miteinander und ermöglichen es Reisenden, die frische Ozeanbrise während der Fahrt zu genießen. Nicht ohne Grund wird diese Strecke auch „Straße des Meeres“ genannt. © Robert Haasmann/Imago
Hafen von Oslo
Im Vergleich zu anderen Hauptstädten Europas ist Oslo recht klein und beschaulich. Das ermöglicht einen entspannten Rundgang zu den bedeutendsten Sehenswürdigkeiten: darunter die mittelalterliche Festungsanlage Akershus, das Nationalmuseum, der Vigeland Skulpturenpark oder in den Sommermonaten das Königliche Schloss. Vom Hafen aus lassen sich Schifffahrten im Oslofjord unternehmen, um die vielen Inseln des Meeresarmes zu besichtigen, an dem sich die Hauptstadt befindet. © Panthermedia/Imago
Stabkirche Heddal
Etwa zwei Fahrtstunden westlich von Oslo steht die größte noch erhaltene Stabkirche Norwegens – die Stabkirche Heddal. Diese Art von Kirche war vor allem in Skandinavien verbreitet und zeigte neben christlichen Motiven auch Wikingerthemen wie Drachen und andere Tiere. Von über tausend Stabkirchen, die einst in Norwegen existierten, sind jedoch nur noch 28 übrig. Die Stabkirche in Heddal wurde im 12. Jahrhundert erbaut und enthält einen Prunkstuhl aus dem Mittelalter, in den Motive aus der Nibelungensage geschnitzt wurden. Noch heute wird sie von der Gemeinde für Gottesdienste genutzt.  © Zoonar/Imago
Flåmbahn in Norwegen
Die Flåmbahn gilt als eine der schönsten Eisenbahnstrecken der Welt. Sie verbindet das Ende des Aurlandsfjords mit der Hochgebirgsstation Myrdal und überwindet dabei beeindruckende 800 Höhenmeter. Während der Fahrt eröffnet sich den Reisenden ein spektakulärer Blick auf eine Landschaft aus majestätischen Bergen, tiefen Tälern, tosenden Wasserfällen und wilden Flüssen. Wer an der Station Vatnahalsen aussteigt, hat die Möglichkeit, mit einer Zipline rasant zurück ins Tal zu gleiten. © Dreamstime/Imago
Kristiansand in Norwegen
Wer im Süden Norwegens unterwegs ist, sollte dem sonnigen Kristiansand einen Besuch abstatten. Die Stadt zeichnet sich zum einen durch die typisch farbenfrohen Holzhäuser aus, zum anderen aber auch durch die weißen Bauten in der Altstadt Posebyen. Wer den Stadtstrand Bystranda besucht, könnte zudem meinen, er wäre in der Karibik gelandet – der helle, feine Sand und die Palmen locken zahlreiche Badegäste, um ein wenig Sonne zu genießen. Schlendern Sie entlang der Uferpromenade oder statten Sie dem bunten Fischmarkt Fiskebrygga einen Besuch ab.  © Panthermedia/Imago
Ausblick auf See Gjende und See Bessvatnet mit Bergen
Für Wanderliebhaber ist der Jotunheimen-Nationalpark im Herzen Südnorwegens ein absolutes Muss. Besonders in den Sommermonaten Juli und August zieht es zahlreiche Besucher auf den Grat Besseggen oder den Galdhøpiggen, den höchsten Berg Norwegens. Nicht umsonst war Jotunheimen laut der nordischen Mythologie einst der Ort, wo Riesen lebten. Ein Highlight ist der smaragdgrüne Gebirgssee Gjende (s. Foto), dessen intensive Farbe durch Gletscherwasser entsteht, das winzige Tonpartikel enthält. Bei Sonnenlicht reflektieren diese Partikel in einem faszinierenden Grünton. © Mara Brandl/Imago
Geirangerfjord in Norwegen
Norwegen ist berühmt für seine beeindruckenden Fjorde, doch der Geirangerfjord dürfte wohl der bekannteste sein. Dabei erstreckt er sich lediglich über eine Länge von 15 Kilometern zwischen den Orten Hellesylt und Geiranger in der Gemeinde Stranda. Der Fjord ist Teil eines weitläufigeren Systems, das sich bis nach Ålesund zieht. Die steilen Berghänge, die auf beiden Seiten bis zu 1.700 Meter in die Höhe ragen, schaffen eine spektakuläre Kulisse. Zahlreiche Wasserfälle stürzen die Klippen hinab und ergänzen das unvergleichliche Naturschauspiel. Seit 2005 zählt der Geirangerfjord zum Unesco-Weltnaturerbe. © Wirestock/Imago
Bergen in Norwegen
Die Stadt Bergen wird gerne als das „Herz der Fjorde” bezeichnet. Dank ihrer Lage zwischen dem Hardangerfjord und dem Sognefjord ist sie der ideale Ausgangspunkt für einen Ausflug entlang der Meeresarme. Besonders sehenswert sind außerdem die charakteristischen, bunten Holzhäuser am alten Kai Bryggen, die nicht umsonst ein beliebtes Postkartenmotiv darstellen. Wer wissen möchte, wie es früher in Bergen ausgesehen hat, kann das Stadtmuseum aufsuchen – dort gibt es rund 50 rekonstruierte Holzhäuser aus dem 18., 19. und 20. Jahrhundert.  © Depositphotos/Imago
Mt. Hornelen im Bremanger
Der Mt. Hornelen gehört zu den spektakulärsten Wanderungen in Fjordnorwegen. Der Sage nach soll der norwegische König Olaf Tryggvason, der vor rund 1.000 Jahren regierte, die steile Felswand des Hornelen hinaufgeklettert sein. Heute wählen Wanderer jedoch lieber die Route von Berleneset oder Hunskår aus. Von oben bietet sich in Richtung Westen ein atemberaubender Blick aufs Meer, während in 860 Metern Tiefe der Fjord entlangführt.  © Depositphotos/Imago
Trollstigen Norwegen
In elf Haarnadelkurven schlängelt sich die berühmte Passstraße Trollstigen über steile Hänge ins Romsdalen. Bei ihr handelt es sich um eine alte Verbindung zwischen Valldal und Åndalsnes, die bereits 1533 in Form eines markierten Pfades existierte. 1936 rollten erstmals Autos über die ausgebaute Strecke und seit 2012 gilt sie als Nationale Touristenstraße. Einen einzigartigen Ausblick auf die spektakuläre Talfahrt bietet zwei Aussichtspunkte auf dem Trollstigen-Plateau, deren Architektur an die Landschaft angepasst ist.  © Depositphotos/Imago
Ålesund in Norwegen
Ålesund liegt malerisch eingebettet zwischen Fjorden, Bergen und dem Meer. Nach einem verheerenden Brand im Jahr 1904, der große Teile der Stadt zerstörte, wurde sie mit zahlreichen Jugendstilbauten wiederaufgebaut. Vom Hausberg Aksla bietet sich ein spektakulärer Blick auf die hübschen Häuserreihen, die vorgelagerten Inseln Giske und Godøy und die umliegende Landschaft. Um den Gipfel zu erreichen, können Besucher die 418 Stufen erklimmen oder bequem mit dem Auto hinauffahren. Ålesund ist zudem ein idealer Ausgangspunkt für Ausflüge zur spektakulären Bergstraße Trollstigen mit ihren elf Haarnadelkurven, in die Sunnmøre-Alpen oder zum Unesco-Weltnaturerbe Geirangerfjord. © YAY Images/Imagp
Trondheim in Norwegen
Trondheim verzaubert mit seinen farbenfrohen Holzhäusern aus dem 18. Jahrhundert, die typisch skandinavischen Charme versprühen. Obwohl ein verheerender Brand im Jahr 1681 fast alle Stadthäuser zerstörte, lassen viele enge Gassen und Straßen noch erahnen, wie die Stadt im Mittelalter ausgesehen haben könnte. Die bedeutendste Sehenswürdigkeit Trondheims ist der majestätische Nidarosdom, der als Nationalheiligtum Norwegens gilt. Errichtet zu Ehren von Olav dem Heiligen, dem Wikingerkönig, der die Christianisierung des Landes vorantrieb, ist die Kirche bis heute der Ort, an dem Norwegens Könige und Königinnen gekrönt werden. © Depositphotos/Imago
Eine einsame Gestalt steht am Rande des Preikestolen, einer dramatischen Klippe in Norwegen.
Der Preikestolen (deutsch: Felskanzel) zählt neben der Trolltunga zu den beeindruckendsten Aussichtspunkten Norwegens. Vor mehr als 10.000 Jahren geformt, erhebt sich diese markante Felsformation 604 Meter über den Lysefjord. Besonders eindrucksvoll ist ihre nahezu quadratische Form mit einer Fläche von 25 mal 25 Metern. Um das atemberaubende Panorama von oben zu erleben, sollten Wanderfreunde etwa vier Stunden für Aufstieg und Abstieg einplanen. Die Strecke gilt als moderat, mit einem zu bewältigenden Höhenunterschied von 500 Metern. © Fokke Baarssen/Imago
Ein atemberaubender Blick auf einen den Lysefjord mit Lysevegen, mit hoch aufragenden Klippen, üppigem Grün und dem kristallklaren Wasser des Fjords.
Nicht nur der Trollstigen bietet eine spektakuläre Fahrt durch eine malerische Berglandschaft – der Lysevegen setzt mit 27 Haarnadelkurven und einem Höhenunterschied von über 900 Metern noch einen drauf. Die Straße führt von Lysebotn am Lysefjord über beeindruckende Berggipfel und durch eine fast schon mondähnliche Landschaft bis ins Tal von Sirdal. Ein Stopp am Aussichtspunkt Øygardstøl am oberen Ende der Serpentinen lohnt sich besonders, um die grandiose Umgebung zu genießen. Von hier aus kann man auch eine Wanderung zum Kjeragbolten starten – einem berühmten Monolithen, der spektakulär zwischen zwei Felsspalten eingeklemmt ist und als beliebtes Fotomotiv gilt. © Fokke Baarssen/Imago
Nordlichter über Tromsø
Tromsø ist für viele Reisende die Stadt der Nordlichter – zwischen September und April herrschen ideale Bedingungen, um auf die Jagd nach den tanzenden Himmelslichtern zu gehen. Im Sommer lockt dafür die Mitternachtssonne, bei der an 70 Tagen im Jahr die Sonne nicht untergeht. In der Stadt selbst gibt es ebenfalls einige Sehenswürdigkeiten: darunter die Eismeerkathedrale oder das Tromsø Museum. Als Ausflugsziel bietet sich hingegen der Hausberg Storsteinen an, der nicht nur einen Ausblick auf die Stadt, sondern auch die umliegenden Inseln bietet.  © Wirestock/Imago
Lofoten in Norwegen
Die Lofoten sind ein Ort der Kontraste: Majestätische Berge treffen auf das rauschende Nordmeer und wilde Täler, in traditionellen Fischerdörfern fühlen sich nicht nur Handwerker, sondern auch Hipster und Kunstliebhaber wohl. Über die Inselkette verläuft eine Landschaftsroute, die bei Campingurlaubern sehr beliebt ist – sie bietet wunderschöne Ausblicke auf idyllische Dörfer, weiße Küstenabschnitte, spitze Berggipfel und raue Meerengen. © Pond5 Images/Imago
Longyearbyen auf Spitzbergen
Die arktischen Inseln von Spitzbergen entführen in eine völlig andere Welt: Eisbären, Rentiere und Robben nennen das Archipel ihr Zuhause und gigantische Eisschollen prägen das Bild dieser Inselgruppe, die sich etwa 600 Kilometer vom Festland Norwegens entfernt befindet. Trotzdem oder gerade deswegen ist Spitzbergen vom Tourismus geprägt: Auf Tageskreuzfahrten können Besucher die Gletscher aus nächster Nähe betrachten, außerdem gibt es die Möglichkeit, beeindruckende Eishöhlen zu erkunden. Im Winter herrscht tagsüber aufgrund der Nähe zum Polarkreis zwar überwiegend Dunkelheit, doch die Chancen auf außergewöhnliche Nordlicht-Beobachtungen stehen dafür umso besser. © Depositphotos/Imago
Globus am Nordkapp in Norwegen
Das Nordkapp markiert den nördlichsten Punkt des europäischen Festlands und fasziniert mit seinen extremen Lichtverhältnissen: Im Sommer bleibt die Sonne monatelang über dem Horizont, während sie im Winter gar nicht aufgeht. Die meisten Besucher erklimmen die beeindruckende Klippe, die übrigens auch bequem mit dem Bus erreichbar ist, um den Blick auf die Weite des Barentssees und das endlose Meer zu genießen. Abgesehen von den Inseln Spitzbergens gibt es bis zum Nordpol keine weitere Landmasse mehr. © McPHOTO/Imago

Seit Russlands Überfall auf die Ukraine investiert jetzt aber auch die Nato wieder in Überwachungsflugzeuge gegen U-Boote; wie alle Nato-Anrainer finanziell nachlegen. Besonders die USA. Für Admiral Daryl Caudle bedeute dies, wie USNI News schreiben, dass die USA ihre Präsenz in der Region verstärken müsse. Ihm zufolge kämen Flugzeugträger-Kampfgruppen wie die USS Harry S. Truman in Betracht; außerdem patrouillierten auch US-U-Boote das Seegebiet. Obwohl gerade Donald Trump den Konflikt mit Dänemark zuspitzt, will Caudle, dass die USA ihre Partnerschaften mit Verbündeten wie Island ausbauten; davon verspreche er sich mehr Sicherheit und Leistungsfähigkeit in der Region, wie er sagte.

Auch die US-Küstenwache ist alarmiert – sie betreibt die Polareisbrecher Amerikas, deren Kommandant im Atlantik davor gewarnt hat, dass der Klimawandel zu abschmelzendem Eis führe, also zu mehr Wasser und mehr Schiffsverkehr, wie Vizeadmiral Nathan Moore sagte – möglicherweise also auch zu verstärkten Konfrontationen: „In der Arktis wird etwas Schlimmes passieren.“ (KaHin)

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