Russlands Außenminister

Putins „notorischer Lügner“: Kettenraucher Lawrow trinkt gerne Wodka – und hat ein Problem mit Baerbock

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Sergej Lawrow, Außenminister von Russland, nippt an seinem Getränk, bevor die Eröffnungssitzung des G20-Außenministertreffens auf Bali beginnt. (Archiv)
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Sergei Lawrow plaudert die wahren Ziele Wladimir Putins im Ukraine-Krieg aus. Der Außenminister Russlands gerät mit Annalena Baerbock aneinander. Und kann weder Wodka noch Zigaretten abschwören. Ein Portrait.

München/Moskau - Wodka zum Mittag. Klingt hart, ist im politischen Moskau aber quasi ein Muss. Schon 2005 schrieb das Nachrichtenmagazin Stern: „Ein betrunkenes Volk lässt sich leichter regieren.“ Staatliche Wodka-Fabriken seien in Russland „strategische Objekte. So wie Militärflughäfen oder Raketenabschussrampen“. Es ist offenbar keine Einzelmeinung.

NameSergei Wiktorowitsch Lawrow
Geburtstag21.03.1950
GeburtsortMoskau
EhefrauMaria Lawrowa
TochterEkaterina Lawrowa (*1982)
Größe1,88 Meter

Sergei Lawrow: Wodka-Liebhaber ist Wladimir Putins Mann fürs Grobe

2015 brachte der britische Wissenschaftsverlag Oxford University Press ein Standardwerk dazu heraus. Der Titel: „Wodka-Politik. Alkohol, Herrschaft und die geheime Geschichte des russischen Staates.“ Eine These: Wodka war in Kriegs- und Krisenzeiten immer ein probates russisches Herrschaftsinstrument. Zu den Wodka-Liebhabern im Moskauer Machtzirkel von Präsident Wladimir Putin soll Sergei Lawrow gehören. Der ewige Außenminister, der schon seit März 2004 im Amt ist.

Als Überbringer schlechter Nachrichten bestätigte Lawrow am 24. Juli 2022 bei einem Staatsbesuch in Kairo die wahren Ziele Putins in der Ukraine. „Wir helfen dem ukrainischen Volk auf jeden Fall, sich von dem absolut volks- und geschichtsfeindlichen Regime zu befreien“, sagte er. Das russische und ukrainische Volk würden künftig zusammenleben. Doch, wer ist der Mann, der Drohungen fast beiläufig ausspricht? Lebenslauf, Tochter, Frau, Angewohnheiten – Merkur.de erklärt den russischen Außenminister.

Der sprachgewandte Außenpolitiker Moskaus – von Wladimir Putins Gnaden

Lawrow absolvierte ein Studium in Internationalen Beziehungen, weswegen er vertieft Englisch und Französisch lernte. Schon mit 22 Jahren begann er 1972 für die sowjetische Botschaft in Sri Lanka zu arbeiten, weswegen er die singhalesische Sprache lernte. Nach mehreren Jahren im sowjetischen Außenministerium (seit 1976) wurde Lawrow 1981 für sieben Jahre zur Ständigen Vertretung der Sowjetunion bei den Vereinten Nationen (UN) nach New York entsandt.

1992 wurde er mit dem Zerfall der Sowjetunion zum stellvertretenden Außenminister der Russischen Föderation. Nach zehn Jahren als ständiger Repräsentant Russlands bei der UN kehrte er 2004 unter Putin als Außenminister zurück.

Tochter seiner Partnerin gilt als Instagram-Influencerin in London

Über die Familie des Mannes, der am 21. März 1950 in Moskau geboren wurde, ist wenig bekannt. Verheiratet ist der 1,88 Meter große Politiker mit den breiten Schultern mit einer Maria Lawrowa. Laut Berichten hat er mit ihr eine Tochter namens Maria und von dieser zwei Enkelkinder. Offiziell bestätigt wurde dies nie, Lawrow hält seine Familie so gut wie geheim. Das gilt auch für seine angebliche inoffizielle Partnerin Swetlana Poljakowa (*1970).

Nachdem Russland den Ukraine-Krieg vom Zaun gebrochen hatte, geriet deren Tochter Polina Kowalewa auf die Sankionsliste Großbritanniens. So wurde eine Luxuswohnung der Mittzwanzigerin (*1996) im Stadtteil Kensington beschlagnahmt, die laut RTL mehr als fünf Millionen Euro wert sein soll. Ob es sich bei Kowalea, die demnach Instagram-Influencerin ist, um seine uneheliche Tochter handelt oder sie aus einer früheren Beziehung Poljakowas stammt, ist nicht überliefert. Laut RTL erklärte die Aktivistin Maria Pewtschich: „Kowalewas einzige Geldquelle ist ihre arbeitslose Mutter, die zufällig Lawrows inoffizielle Ehefrau ist. Ihre Wohnung ist ein Lehrbuchbeispiel für unerklärlichen Reichtum.“

Wirklich diplomatische Beziehungen? Bundesaußenministerin Annalena Baerbock (li.) und der russische Außenminister Sergei Lawrow.

Wodka und Rauchen sind Lawrows Laster

Lawrow ist nicht nur als Kettenraucher bekannt. So soll er politische Gespräche nicht selten bei dem einen oder anderen Glas Wodka führen. Bundesaußenministerin Annalena Baerbock (Die Grünen) berichtete dem Spiegel von einem Wodka-Angebot Lawrows, das sie ausgeschlagen habe. Konkret: Am 18. Januar kam Baerbock mit ihm in Moskau zu Gesprächen zusammen. Nach der Vorspeise des Mittagessens habe ihr Lawrow einen Wodka angeboten, schreibt das Nachrichtenmagazin, Baerbock habe jedoch abgelehnt. Lawrow habe sie nachdrücklich aufgefordert, das Glas in die Hand zu nehmen. Doch erneut lehnte die Norddeutsche ab. 

Sergei Lawrow: Probleme mit weiblichen Politikerinnen wie Angela Merkel und Annalena Baerbock?

Apropos Baerbock. Seine deutsche Kollegin zählt wohl nicht zu seinen liebsten Gesprächspartnern. Weil er mit meinungsstarken Frauen nicht umgehen kann? Als er ihr den Wodka anbot, soll sie geantwortet haben: „Wenn mittags Wodka trinken Härtetest ist.... Ich habe zwei Kinder geboren.“ Damit nicht genug. Im Juli erzählte Baerbock dem RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND), dass sie sich vor Verhandlungen mit Lawrow „intensiv“ auf „kleine Tricksereien“ vorbereite, um sich „nicht aufs Glatteis führen zu lassen“. Baerbock: „Ein Teil von Gesprächen mit Russland ist eine Art von Spiel, wo es darum geht, den anderen vorzuführen.“

Beim G20-Gipfel in Bali soll Lawrow just vor Baerbocks Rede den Saal verlassen haben. Und auch mit Ex-Kanzlerin Angela Merkel (CDU) kam er offenbar nicht aus. Als Merkel Moskau mutmaßliche Hackerangriffe vorhielt, bezeichnete er ihre Vorwürfe abfällig als „ganz frisches Beispiel aus der Kategorie highly likely (sehr wahrscheinlich)“.

Wladimir Putin: Der Aufstieg von Russlands Machthaber in Bildern

Wladimir Putin ist seit dem 24. Februar 2022 auch Kriegsherr – auch wenn in Russland nach offizieller Lesart nur von einer militärischen „Spezialoperation“ in der Ukraine gesprochen wird.
Am 24. Februar 2022 befahl Wladimir Putin den Angriff russischer Truppen auf die Ukraine. Setdem ist er nicht nur Präsident Russlands, sondern Kriegsherr – auch wenn in Russland der Ukraine-Krieg nach offizieller Lesart nur eine militärische „Spezialoperation“ genannt wird. © Mikhail Klimentyev/Imago
Wladmir Putin mit Flottenchef Kurojedow
Von 1975 bis 1982 war der am 7. Oktober 1952 geborene Putin KGB-Offizier, von 1984 bis 1985 besuchte er die KGB-Hochschule in Moskau. Ab 1985 war er in der DDR tätig, hauptsächlich in Dresden. Danach ging es wieder zurück nach St. Petersburg. Vom 25. Juli 1998 bis August 1999 war Putin Direktor des Inlandsgeheimdienstes FSB. In dieser Eigenschaft traf er sich im November 1998 mit Flottenchef Wladmir Kurojedow (rechts). © Stringer/dpa
So sah Wladimir Putin im Alter von 40 Jahren aus, als er an der Eröffnung der Honda Motor Show 1992 in St. Petersburg teilnahm.
Eine Schwarz-Weiß-Aufnahme zeigt Wladimir Putin im Jahr 1992 im Alter von 40 Jahren, als er an der Eröffnung der Honda Motor Show 1992 in St. Petersburg teilnahm. Zwei Jahre später wurde er von einem der Vizebürgermeister zum ersten Vizebürgermeister der Stadt ernannt. Sein politischer Aufstieg nahm Formen an. © Russian Look/IMAGO
Dieses Foto zeigt den russischen Präsidenten Wladimir Putin im Jahr 1994 in seinem Büro. Damals war er 42 Jahre alt und Vizebürgermeister von St. Petersburg.
In seinem ersten Jahr als erster Vizebürgermeister der Stadt St. Petersburg im Jahr 1994 wurde Wladimir Putin in seinem Büro fotografiert. Damals war er 42 Jahre alt. Von körperlichen Beschwerden aus dieser Zeit ist nichts bekannt. Putin war zudem bereits seit seiner Jugend sportlich und ging unter anderem dem Kampfsport Judo nach, in dem er sich einen Schwarzen Gurt verdiente. © Russian Look/IMAGO
Drei Jahre später enstand dieses Foto von Wladimir Putin zusammen mit Anatoly Sobchak, ehemaliger Bürgermeister von St. Petersburg.
Dieses Foto entstand drei Jahre später, 1997, und zeigt Wladimir Putin – damals 45 Jahre alt – zusammen mit Anatoly Sobchak, dem ehemaligen Bürgermeister von St. Petersburg. © Russian Look/IMAGO
Wladimir Putin mit Boris Jelzin im Kreml.
Im Jahr 1999 übernahm Putin zum ersten Mal das Amt des Ministerpräsidenten – mit Option auf die Nachfolge von Präsident Boris Jelzin (links). Als Jelzin am 31. Dezember 1999 sein Amt niederlegte, übernahm Putin kommissarisch auch die Amtsgeschäfte des Präsidenten. Im Mai 2000 wurde Putin dann regulär zum Präsidenten Russlands gewählt. © dpa
Im Jahr 2000 wurde Putin zum ersten Mal Präsident der Russichen Föderation. Das Foto zeigt den damals 48-Jährigen zusammen mit Ex-Bundeskanzler Gerhard Schröder in Berlin.
Im Jahr 2000 wurde Wladimir Putin erstmals zum Präsidenten der Russischen Föderation gewählt. Das Foto zeigt den damals 48-Jährigen zusammen mit Ex-Bundeskanzler Gerhard Schröder (SPD) in Berlin. Die Beiden sollte im weiteren Verlauf eine innige Freundschaft verbinden, die auch über Schröders politische Karriere hinaus Bestand hatte. © Thomas Imo/IMAGO
Wladimir Putin während einer Trainingssession in Sotschi im Jahr 2019. Der russische Präsident gilt als großer Judo-Fan und hat im Jahr 2000 in Tokio den Titel des sechsten Dan des „Kodokan-Judo“ verliehen bekommen.
Wladimir Putin während einer Trainingssession in Sotschi im Jahr 2019. Der russische Präsident gilt als großer Judo-Fan und hat im Jahr 2000 in Tokio den Titel des sechsten Dan des „Kodokan-Judo“ verliehen bekommen. © Mikhail Metzel/Imago
Am 7. Mai 2000 legte Putin seinen Amtseid ab.
Am 7. Mai 2000 legte Putin unter den Augen von Boris Jelzin seinen Amtseid ab. Mit einer Ausnahme einer Zeit als Regierungschef von 2008 bis 2012 hat Putin seither das Amt des Präsidenten der Russischen Föderation inne.  © Imago
Wladimir Putin und Bill Clinton bei der Unterzeichnung eines Vertrages in New York.
Im September 2000 führte Putin der Weg in die USA. Bill Clinton (rechts) war der erste US-Präsident, mit dem er es in den kommenden Jahren zu tun bekam. in seiner Mit dem damals noch amtierenden US-Präsidenten B © Imago
Mit einer Umarmung begrüßen sich Gerhard Schröder und Wladmir Putin im Foyer des Taschenbergpalais in Dresden.
Als Russlands Präsident reiste Putin im September 2001 zu einem dreitägigen Staatsbesuch nach Deutschland. Im Foyer des Taschenbergpalais in der sächsischen Landeshauptstadt Dresden begrüßte ihn auch der damalige Bundeskanzler Gerhard Schröder (links). Die beiden verstanden sich offensichtlich schon damals ausnehmend gut. Die Freundschaft hat auch heute noch Bestand. © Jan-Peter Kasper/dpa
Der schwarze Labrador von Wladimir Putin läuft beim Treffen seines Herrchens mit Angela Merkel durchs Zimmer.
Putin spielt gerne psychologische Spielchen – so auch 2007 mit Kanzlerin Angela Merkel. Bei ihrem Treffen in Sotschi am Schwarzen Meer ließ Putin während einer gemeinsamen Pressekonferenz eine Labradorhündin ohne Leine herumlaufen. Merkel, einst in ihrer Jugend von einem Hund gebissen worden, fühlte sich sichtlich unwohl.  © Dmitry Astakhov/dpa
George Bush und Wladimir Putin spazieren auf dem Gelände von Putins Sommerresidenz Bocharov Ruchei.
George W. Bush (rechts) war der zweite US-Präsident, mit dem es Putin zu tun bekam. Im April 2008 trafen sich beiden Staatschefs auf dem Gelände von Putins Sommerresidenz Bocharov Ruchei. © Imago
Wladimir Putin neuer russischer Regierungschef.
Am 7. Mai 2008 löste Dmitri Medwedew nach zwei Amtszeiten Putin im Amt des russischen Präsidenten ab. Einen Tag danach wählte die Duma Putin auf Vorschlag des neuen Präsidenten zum neuen Regierungschef. Putin blieb auch in dieser Position der starke Mann. © dpa
Im Jahr 2009 ließ sich Putin mit freiem Oberkörper auf einem Pferd sitzend zur Demonstration von Macht fotografieren, als er durch die südsibirische Republik Tuwa ritt.
Im Jahr 2009 ließ sich Wladimir Putin mit freiem Oberkörper auf einem Pferd sitzend fotografieren, als er durch die südsibirische Republik Tuwa ritt. Mit solchen Fotos pflegte Putin sein Macho-Image. Er wollte er laut Informationen der „Süddeutschen Zeitung“ Wirkung in der russischen Bevölkerung erzielen und auch international demonstrieren, dass er ein starker Gegner ist. © epa Alexey Druzhinyn
Bekleidet mit olivgrüner Jagdhose und einem dazu passenden Sonnenhut präsentiert sich Wladimir Putin beim Angeln in den sibirischen Bergen im Jahr 2017. Geht es nach dem russischen Präsidenten, hat der Oberkörper aber freizubleiben.
Bekleidet mit olivgrüner Jagdhose und einem dazu passenden Sonnenhut präsentiert sich Wladimir Putin beim Angeln in den sibirischen Bergen im Jahr 2017. Geht es nach dem russischen Präsidenten, hat der Oberkörper aber freizubleiben. Das gilt für Reiten wie offenbar auch fürs Angeln. © Aleksey Nikolskyi/Imago
Putin und Obama stoßen miteinander an.
Am 7. Mai 2012 wurde Putin erneut zum Präsidenten gewählt. Sein Verhältnis zu US-Präsident Barack Obama war von Distanz geprägt. Das war auch im September 2015 bei einer Veranstaltung der Vereinten Nationen in New York der Fall.  © Amanda Voisard/dpa
Wladimir Putin in einem camouflage-farbendem Tauchanzug während eines Ausflugs in der russischen Republik Tuwa in Sibirien im Jahr 2017. Das Foto zeigt den russischen Präsidenten während einer Verschnaufpause.
Wladimir Putin in einem camouflage-farbendem Tauchanzug während eines Ausflugs in der russischen Republik Tuwa in Sibirien im Jahr 2017. Das Foto zeigt den russischen Präsidenten während einer Verschnaufpause. © Alexei Nikolsky/Imago
Putin trifft Trump beim Apec-Gipfel in Vietnam.
Als Donald Trump die US-Wahl 2016 gegen Hillary Clinton gewann, hatte Russland wohl seine Hände mit im Spiel. Putin hatte sicher seinen Grund. Mit Donald Trump kam er jedenfalls gut zurecht. Im November 2017 begrüßten sie sich Familienfoto im Rahmen des Gipfeltreffens der Asiatisch-Pazifischen Wirtschaftsgemeinschaft (Apec) in Da Nang (Vietnam) herzlich.  © Mikhail Klimentyev/dpa
Der chinesische Präsident Xi Jinping (r) und der russische Präsident Wladimir Putin (l) geben sich am 04.07.2017 im Kreml in Moskau (Russland) bei einem Gespräch die Hände
Unter Putin sind sich Russland und China zuletzt immer nähergekommen. Ein wichtiger Termin war der 4. Juli 2017, als der chinesische Präsident Xi Jiping im Kreml in Moskau zu Besuch war. Damals wurden mehrere Verträge und Wirtschaftsabkommen unterzeichnet. © Sergei Ilnitsky/dpa
Wladimir Putin und Olaf Scholz am Tisch im Kreml.
So pflegt Putin inzwischen seine Gäste zu empfangen – vor allem die aus dem Westen. Am 15. Februar 2022 reiste Kanzler Olaf Scholz nach Moskau. Damals hatte der Ukraine-Krieg noch nicht begonnen. Putin ließ sich von Scholz aber nicht beeindrucken. © Kremlin Pool/Imago
Wladimir Putin im Kreml.
Putin forcierte in seiner dritten Amtszeit die kriegerischen Auseinandersetzungen. Seit dem 21. März 2014 betrachtet Russland die Krim als Teil des eigenen Staatsgebiets, seit September 2015 unterstützt die russische Luftwaffe im Militäreinsatz in Syrien den syrischen Präsidenten Assad im dortigen Bürgerkrieg.  © Sergei Ilnitsky/dpa
Wladimir Putin (links) und Joe Biden schütteln sich bei ihrem Treffen in der „Villa la Grange“ die Hand.
Anlässlich der Genfer Gipfelkonferenz traf sich Putin am 16. Juni 2021 mit US-Präsident Joe Biden zu einem Gespräch. Schon damals waren die russischen Truppenaufmärsche an der Grenze zur Ukraine ein Thema. © Denis Balibouse/dpa
Wladimir Putin lacht
Genutzt hat das Gipfelgespräch wenig. Am 24. Februar 2022 begann mit dem Einmarsch der russischen Truppen ins Nachbarland der Ukraine-Krieg. Putin wusste es wohl schon in Genf.  © Denis Balibouse/dpa
Selbst wenn sich der Kreml-Chef nahe den Gewässern Russlands erholt, sind die Kameras der russischen Staatspresse nicht weit entfernt. Schnappschüsse von einem schwimmenden Wladimir Putin, wie hier im Jahr 2017, würde ihnen sonst glatt entgehen.
Selbst wenn sich der Kreml-Chef nahe den Gewässern Russlands erholt, sind die Kameras der russischen Staatspresse nicht weit entfernt. Schnappschüsse von einem schwimmenden Wladimir Putin, wie hier im Jahr 2017, würde ihnen sonst glatt entgehen. © Alexei Nikolsky/Imago

Der engste Vertraute von Moskau-Machthaber Wladimir Putin

Lawrow ist immer eines – ein treuer Diener des Kreml-Chefs Putin. Was auch immer dieser ausheckte, er ist dabei. Und so verstrickte sich der Außenminister in immer fadenscheinigere Behauptungen. Der frühere Bundesinnenminister Gerhart Baum (FDP, 1978 – 1982) sagte im März bei RTL, dass Lawrow „seit Jahrzehnten ein notorischer Lügner“ sei. Der Publizist Karl Schlögel wirft ihm vor, dass er „alle Hemmungen fallen gelassen“ habe. S

eine wirren Auftritte gipfelten darin, dass er mit Blick auf den ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj, einen Juden, behauptete, dass „die eifrigsten Antisemiten in der Regel Juden sind“. Stand Sommer 2022 soll er für Putin laut Recherchen von ARD und ZDF aktuell eines machen: Möglichst viele afrikanische Staaten für Russland gewinnen und die westlichen Staaten wie die ehemalige Kolonialmacht Frankreich dort denunzieren. Nicht zuletzt gehen die Hälfte aller russischen Waffen-Exporte nach Afrika. (pm)

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