Zwei Minister sind parteilos

Impfgegner, Fox-Moderator, Hunde-Mörderin: So sieht Trumps skurriles Kabinett aus

  • schließen

Im Kabinett von Donald Trump finden sich einige bekannte Gesichter. Nicht nur Elon Musk macht seine ersten Gehversuche in der Politik. Ein Blick auf das Team.

Washington – Nun ist er wieder der mächtigste Mann der Welt. Erst als zweiter US-Präsident überhaupt – nach dem Demokraten Grover Cleveland Ende des 19. Jahrhunderts – meldet sich Donald Trump vier Jahre nach einer verlorenen Wahl im Weißen Haus zurück. Es wird wohl niemand ernste Zweifel daran haben, dass er es wie in seiner ersten Amtszeit verstehen wird, alle Aufmerksamkeit auf sich zu vereinen.

Da genügt schon ein Blick auf den Wahlkampf und die Monate seit seinem Sieg über die damalige Vize-Präsidentin Kamala Harris. Somit werden die Mitglieder seines Kabinetts im Schatten des Republikaners stehen – was in den USA aber üblich ist. Auch sie haben allerdings das Zeug, Schlagzeilen zu fabrizieren. Denn zu ihrem Kreis gehören Milliardäre, ein TV-Moderator, ein Impfgegner, ein Wrestling-Boss, ein 9/11-Überlebender und eine Frau, die offen darüber spricht, warum sie ihren Hund tötete.

Elon Musk: Tech-Milliardär verschafft sich Job im Trump-Kabinett quasi selbst

Den größten Namen in Trumps Kuriositäten-Kabinett hat zweifellos Elon Musk. Der Tech-Milliardär führt das Department of Government Efficiency und soll so der Regierung helfen, die Ausgaben effizienter zu gestalten. Ob der gebürtige Südafrikaner angesichts dieses Jobs künftig auch noch so viel Zeit findet wie bislang, um sich in den Wahlkampf in Deutschland einzumischen und für die AfD zu trommeln, muss sich zeigen.

Zuletzt entdeckte der Chef von Tesla, SpaceX und dem Twitter-Nachfolger X jedenfalls die Politik als neues Spielfeld für sich. Die neue Abteilung geht auf seine Initiative zurück. Nach eigenen Angaben sieht Musk Einsparpotenziale von zwei Billionen US-Dollar.

Denkerpose: Donald Trump lässt sich nach seiner Rückkehr ins Oval Office womöglich die kommenden vier Jahre durch den Kopf gehen.

Robert F. Kennedy: Stress mit Familie wegen Wechsel ins Trump-Lager

Interessant ist auch die Wahl des Gesundheitsministers. Denn Robert F. Kennedy, Neffe von John F. Kennedy, gilt nicht nur als Impfgegner, sondern wollte ursprünglich auch selbst ins Weiße Haus. Im Spätsommer 2024 gab er jedoch seine Kandidatur als Parteiloser auf und unterstützte fortan Trump – das kam bei einem Großteil seiner Familie nicht gut an.

Der 71-Jährige machte sich einst als Umweltaktivist einen Namen, musste jedoch auch schon wegen der Verbreitung von Verschwörungstheorien und Kontakten zu Rechtsextremen Kritik einstecken. Trump erwartet von dem langjährigen Demokraten, dass er „die Epidemie chronischer Krankheiten“ beendet und das Land wieder gesund macht.

Pete Hegseth: Umstrittener TV-Moderator mit militärischer Erfahrung übernimmt das Pentagon

Die wohl umstrittenste Personalie betrifft das Pentagon. Dort soll künftig der bisherige Fox-News-Moderator Pete Hegseth das Ruder übernehmen. Als Ex-Soldat verfügt er zwar über militärische Erfahrung – etwa dank Einsätzen im Irak und in Afghanistan –, doch seine politische Karriere beginnt erst jetzt. Und damit direkt mit großer Verantwortung.

Der 44-Jährige ist selbst unter Republikanern umstritten, weshalb sein Auftritt vor dem Senat, um die Fragen der Mitglieder zu beantworten, mit besonderer Spannung erwartet wurde. Hegseth schreibt sich selbst ins Hausaufgabenheft, „die Kriegerkultur zurück ins Verteidigungsministerium zu bringen“. Auf dem Weg zu seiner neuen Aufgabe begleiten ihn Berichte über Alkoholmissbrauch und Vorwürfe sexueller Übergriffe.

Wo Donald Trump ist, ist er zur Zeit nicht weit: Elon Musk weiß sich nicht nur in der Wirtschaft zu inszenieren.

Kristi Noem: Heimatschutzministerin bringt eigenen Hund um

Wie Kennedy ist auch Scott Bessent parteilos. Der Gründer des Hedgefonds Key Square Group gehört Trumps Kabinett als Finanzminister an. Bekanntheit erlangte der 62-Jährige als Chief Investment Officer der Soros Fund Management von George Soros. Ihm fällt nun die schwierige Aufgabe zu, Trumps Wahlkampf-Versprechen wie Steuersenkungen und neue Importzölle umzusetzen und zu verantworten.

Von Kristi Noem erwartet der Präsident ebenfalls viel. Als Heimatschutzministerin soll die Gouverneurin von South Dakota das „größte Abschiebeprogramm in der amerikanischen Geschichte“ auf die Beine stellen. Das wird die 54-Jährige mit Vergnügen tun, bezeichnete sie die Situation an der US-Grenze zu Mexiko doch bereits als „Kriegsgebiet“ und sprach generell von einer „Invasion“.

Schlagzeilen schrieb sie auch, weil Noem in ihren Memoiren offen darüber sprach, ihre Hündin erschossen zu haben, weil das Tier sich nicht für die Jagd eignete. Für die dreifache Mutter ein Zeichen, dass sie bereit ist für harte Entscheidungen. Zugleich begrub sie damit aber auch alle Hoffnungen auf die Vize-Präsidentschaft – dafür war die öffentliche Empörung dann doch zu groß.

Linda McMahon: Von der Wrestling-Welt ins Bildungsministerium

Immens viel Erfahrung bringt Linda McMahon mit – aus dem Wrestling-Geschäft. Die neue Bildungsministerin ist Mitgründerin von World Wrestling Entertainment (WWE). Jener Liga, der ihr Mann Vince McMahon über mehr als vier Jahrzehnte lang als Chef vorsaß. Trump als Freund der Familie trat selbst häufiger als Protagonist im Ring in Erscheinung.

Wie nur wenige andere Kabinettsmitglieder war die 76-Jährige bereits in der ersten Amtszeit des Rückkehrers ins Weiße Haus in seinem Team. Damals leitete sie die US-Bundesbehörde zur Förderung kleiner und mittlerer Unternehmen. Zwar weist sie keinerlei nennenswerte Qualifikationen für ihre neue Aufgabe auf, für Trump war dies aber kein Hinderungsgrund, sie nun in den Rang einer Ministerin aufsteigen zu lassen.

Trumps Minister in der Übersicht

Finanzminister: Scott Bessent

Justizministerin: Pamela Bondi

Innenminister: Douglas Burgum

Arbeitsministerin: Lori Chavez-DeRemer

Kriegsveteranenminister: Douglas Collins

Verkehrsminister: Sean Duffy

Verteidigungsminister: Peter Hegseth

Gesundheitsminister: Robert F. Kennedy Jr.

Handelsminister: Howard Lutnick

Bildungsministerin: Linda McMahon

Ministerin für Innere Sicherheit: Kristi Noem

Landwirtschaftsministerin: Brooke Rollins

Außenminister: Marco Rubio

Minister für Wohnungsbau und Stadtentwicklung: Eric Scott Turner

Energieminister: Christopher Wright

Sam Bondi: Treue Trump-Weggefährtin ist nur zweite Wahl

Nicht wie geplant lief es für den 78-Jährigen bei der Wahl des Justizministers. Hier war eigentlich Matt Gaetz vorgesehen, doch dieser verzichtete auf den Posten: An seiner juristischen Expertise bestehen große Zweifel, zudem stehen Vorwürfe im Raum, er habe Sex mit einer Minderjährigen gehabt und Drogen konsumiert.

Daher wählte Trump stattdessen Sam Bondi. Die 59-Jährige war einst Generalstaatsanwältin von Florida, scheint also deutlich geeigneter für den Job. Ihre Treue zu Trump bewies sie schon mehrmals. So machte sie sich vor vier Jahren darum verdient, die gegen Joe Biden verlorene Wahl zu einem Wahlbetrug umzudeuten. Schon in den Jahren davor stand sie dem Republikaner treu zur Seite, beispielsweise beim ersten Amtsenthebungsverfahren 2019.

Marco Rubio: Außenminister ist laut Trump ein „furchtloser Krieger“

Aus Florida kommt auch Trumps Außenminister. 2016 trat Senator Marco Rubio noch selbst als Präsidentschaftskandidat der Grand Old Party an und musste einige verbale Attacken des später siegreichen Kandidaten über sich ergehen lassen. Nun verhilft dieser ihm also in die Regierung.

Trump sieht den Sohn kubanischer Einwanderer mittlerweile als „furchtlosen Krieger“. Rubio tritt auch für ein Ende des Ukraine-Kriegs ein, sieht dabei sowohl Moskau als auch Kiew zu Zugeständnissen verpflichtet. Der 54-Jährige wurde einstimmig vom Senat gewählt, startet also aus einer starken Position in sein Amt.

Gesichter des neuen Kabinetts von Donald Trump: Robert F. Kennedy (l.) wird Gesundheitsminister, Kristi Noem führt das Heimatschutzministerium und Pete Hegseth übernimmt das Verteidigungsministerium.

Doug Burgum: Innenminister mit Faible für Öl und Gas verpasst Vize-Posten

Im Innenministerium bekommt Doug Burgum das Sagen. Der Unternehmer war bis vor kurzem noch Gouverneur von North Dakota und wollte eigentlich selbst Präsident werden. Nachdem er schnell erkannte, wie aussichtslos seine Bewerbung war, schloss er sich Trumps Lager an. Der 68-Jährige galt sogar als Anwärter auf den Posten als Vize-Präsident, hier machte aber letztlich J.D. Vance das Rennen.

Burgum, der mit einer Software-Firma reich wurde und diese an Microsoft verkaufte, soll auch den Vorsitz des neugeschaffenen Nationalen Energierates übernehmen. So könnte er auch die Energieproduktion und -nutzung koordinieren. Bislang setzte er sich für mehr Öl- und Gasförderung in den USA ein.

Howard Lutnick: Handelsminister überlebt 9/11 dank Kindergartenbesuch

Handelsminister Howard Lutnick führt das Finanzunternehmen Cantor Fitzgerald und trat einst in Trumps Reality-Show „The Apprentice“ auf. Er überlebte die Terroranschläge vom 11. September 2001 nur durch Glück. Weil er seinen Sohn zu dessen erstem Kindergartentag brachte, war er noch nicht im Büro im Nordturm des World Trade Center, als das erste Flugzeug dort einschlug.

Die Büroräume der New Yorker Niederlassung des Unternehmens befanden sich genau in der Höhe des Aufpralls. Mehr als zwei Drittel der dort arbeitenden Mitarbeiter kamen ums Leben, auch Lutnicks Bruder war unter den Opfern.

Mit der Aufgabe als Nationaler Sicherheitsberater betraut Trump Mike Waltz, für den China der „größte Rivale“ ist. Europa will der 50-Jährige bei der Unterstützung der Ukraine im Kampf gegen Russland mehr in die Pflicht nehmen. Das Landwirtschaftsministerium liegt künftig in den Händen von Brooke Rollins, die bereits in Trumps erster Amtszeit verschiedene Posten innehatte. Die Juristin muss sich damit auch um das Ernährungsprogramm für einkommensschwache Haushalte kümmern.

Donald Trumps Amtseinführung: Promis und Superstars feiern in Washington DC

Das Ergebnis der US-Wahl 2024 fiel überraschend eindeutig aus: Donald Trump gewann alle sieben Swing States und wurde damit zum zweiten Mal zum Präsidenten gewählt.
Das Ergebnis der US-Wahl 2024 fiel überraschend eindeutig aus: Donald Trump gewann alle sieben Swing States und wurde damit zum zweiten Mal zum Präsidenten gewählt.  © Jim Watson/AFP
Es ist Tradition, dass frühere Präsidenten und ihre Ehepartner bei der Feier anwesend sind – unabhängig von ihrer Parteizugehörigkeit. Joe Biden hat schon im Dezember klargemacht, dass er „selbstverständlich“ an Trumps Amtseinführung teilnehmen werde.
Es ist Tradition, dass frühere Präsidenten und ihre Ehepartner bei der Feier anwesend sind – unabhängig von ihrer Parteizugehörigkeit. Joe Biden hat schon im Dezember klargemacht, dass er „selbstverständlich“ an Trumps Amtseinführung teilnehmen werde.  © Saul Loeb/AFP
Auch für Jill Biden heißt es Abschied nehmen vom Weißen Haus. Die Ehefrau von Joe Biden hat ihre Zeit als First Lady genossen. Sie hätte es gerne gesehen, wenn ihr Ehemann noch einmal zur Wahl angetreten wäre.
Auch für Jill Biden heißt es Abschied nehmen vom Weißen Haus. Die Ehefrau von Joe Biden hat ihre Zeit als First Lady genossen. Sie hätte es gerne gesehen, wenn ihr Ehemann noch einmal zur Wahl angetreten wäre. © Robyn Beck/AFP
Zur Tradition gehört auch, dass die scheidende Vizepräsidentin bei der Amtseinführung zugegen ist. Das gilt auch für diejenigen, die die US-Wahl verloren haben. Kamala Harris und Second Gentleman Doug Emhoff dürften also zugegen sein.
Zur Tradition gehört auch, dass die scheidende Vizepräsidentin bei der Amtseinführung zugegen ist. Das gilt auch für diejenigen, die die US-Wahl verloren haben. Kamala Harris und Second Gentleman Doug Emhoff dürften also zugegen sein. © Angela Weiss/AFP
In der Regel sind in den USA auch die früheren Präsidenten bei einer Amtseinführung dabei. Das gilt auch für Barack Obama, der vor der US-Wahl 2024 die Werbetrommel für Harris gerührt hat.
In der Regel sind in den USA auch die früheren Präsidenten bei einer Amtseinführung dabei. Das gilt auch für Barack Obama, der vor der US-Wahl 2024 die Werbetrommel für Harris gerührt hat.  © Matthew Hatcher/AFP
Michelle Obama
Seine Ehefrau Michelle Obama (Archivbild) wiederum wird Donald Trumps Amtseinführung nicht besuchen. Die ehemalige First Lady der USA bleibt auf dem Familienanwesen in Hawaii.  © Charles Rex Arbogast/AP/dpa
Als ehemaliger Präsident ist auch Bill Clinton als Teilnehmer an Trumps Amtseinführung gesetzt. Ebenfalls vor Ort ist die ehemalige Außenministerin Hillary Clinton, die 2016 die Wahl gegen Donald Trump verloren hat.
Als ehemaliger Präsident ist auch Bill Clinton als Teilnehmer an Trumps Amtseinführung gesetzt. Ebenfalls vor Ort ist die ehemalige Außenministerin Hillary Clinton, die 2016 die Wahl gegen Donald Trump verloren hat. © Aaron Schwartz/Imago
Auch George W. Bush und die ehemalige First Lady Laura Bush werden an der Veranstaltung teilnehmen. Zur Erinnerung: Bei der Amtseinführung von Joe Biden waren weder Donald Trump noch seine Ehefrau Melania Trump vor Ort.
Auch George W. Bush und die ehemalige First Lady Laura Bush werden an der Veranstaltung teilnehmen. Zur Erinnerung: Bei der Amtseinführung von Joe Biden waren weder Donald Trump noch seine Ehefrau Melania Trump vor Ort. © Jerome Miron/Imago
Die italienische Ministerpräsidentin Giorgia Meloni wird voraussichtlich teilnehmen, prüft jedoch noch ihren Terminplan. CNN berichtete, sie habe eine offizielle Einladung erhalten.
Die italienische Ministerpräsidentin Giorgia Meloni wird voraussichtlich teilnehmen, prüft jedoch noch ihren Terminplan. Der TV-Sender CNN berichtete, sie habe eine offizielle Einladung erhalten. © Phil Noble/dpa
Der ungarische Ministerpräsident Viktor Orbán soll laut CBS News eine Einladung erhalten haben. Ob er teilnehmen wird, ist noch offen.
Der ungarische Ministerpräsident Viktor Orbán soll laut CBS News eine Einladung erhalten haben. Ob er teilnehmen wird, ist noch offen.  © Frederick Florin/AFP
Bloomberg berichtete im Dezember unter Berufung auf einen Präsidentensprecher, dass der argentinische Präsident Javier Milei voraussichtlich teilnehmen werde.
Bloomberg berichtete im Dezember unter Berufung auf einen Präsidentensprecher, dass der argentinische Präsident Javier Milei voraussichtlich teilnehmen werde. © Lucas Vinicius Correia/dpa
Der chinesische Präsident Xi Jinping erhielt eine persönliche Einladung von Donald Trump. Er wird aber nicht selbst teilnehmen, sondern an seiner Stelle einen offiziellen Gesandten schicken. Vizepräsident Han Zheng oder Außenminister Wang Yi könnten China am 20. Januar vertreten.
Der chinesische Präsident Xi Jinping erhielt eine persönliche Einladung von Donald Trump. Er wird aber nicht selbst teilnehmen, sondern an seiner Stelle einen offiziellen Gesandten schicken. Vizepräsident Han Zheng oder Außenminister Wang Yi könnten China am 20. Januar vertreten. © Johannes Neudecker/dpa
Laut NBC News hat Trump auch El Salvadors Präsidenten Nayib Bukele eingeladen. Trumps Sohn, Donald Trump Jr., nahm 2024 an Bukeles Amtseinführung teil. Es ist aber unklar, ob Bukele teilnehmen wird.
Laut NBC News hat Trump auch El Salvadors Präsidenten Nayib Bukele eingeladen. Trumps Sohn, Donald Trump Jr., nahm 2024 an Bukeles Amtseinführung teil. Es ist aber unklar, ob Bukele teilnehmen wird.  © Anna Moneymaker/AFP
Der japanische Außenminister Takeshi Iwaya bestätigte gegenüber NHK seine Teilnahme an Trumps Amtseinführung als Teil der Bemühungen Japans, die Beziehungen mit der neuen Regierung zu stärken.
Der japanische Außenminister Takeshi Iwaya bestätigte seine Teilnahme an Trumps Amtseinführung als Teil der Bemühungen Japans, die Beziehungen mit der neuen Regierung zu stärken. © dpa
Der frühere brasilianische Präsident Jair Bolsonaro gab via X bekannt, dass er eine Einladung zu Trumps Amtseinführung erhalten habe. Er versuche nun, seinen Pass zurückzubekommen, der im Zuge der Ermittlungen zum Putschversuch von 2023 konfisziert wurde.
Der frühere brasilianische Präsident Jair Bolsonaro gab via X bekannt, dass er eine Einladung zu Trumps Amtseinführung erhalten habe. Er versuche nun, seinen Pass zurückzubekommen, der im Zuge der Ermittlungen zum Putschversuch von 2023 konfisziert wurde. © Nelson Almeida/AFP
Der britische Rechtspopulist Nigel Farage hat seine Teilnahme über Sky News bestätigt.
Der britische Rechtspopulist Nigel Farage hat seine Teilnahme über Sky News bestätigt. © Henry Nicholls/AFP
Laut Politico wurden auch der rechtsextreme französische Politiker Éric Zemmour und seine Partnerin, die Europaabgeordnete Sarah Knafo, zur Zeremonie eingeladen. Ob sie allerdings teilnehmen werden, ist unklar.
Laut Politico wurden auch der rechtsextreme französische Politiker Éric Zemmour und seine Partnerin, die Europaabgeordnete Sarah Knafo, zur Zeremonie eingeladen. Ob sie allerdings teilnehmen werden, ist unklar. © Valery Hache/AFP
Die Anwesenheit von Elon Musk ist nicht überraschend. Der in Südafrika geborene Chef von SpaceX und Tesla investierte mindestens 270 Millionen Dollar in Trumps Wahlkampf. Im Gegenzug macht Trump Musk, der sich über seinen Onlinedienst X weltweit in die Politik einmischt, zum Co-Leiter einer zukünftigen Abteilung für effizientes Regieren (Doge). Auch Kid Rock (Mitte) lässt sich gerne mit Trump sehen.
Die Anwesenheit von Elon Musk ist nicht überraschend. Der in Südafrika geborene Chef von SpaceX und Tesla investierte mindestens 270 Millionen Dollar in Trumps Wahlkampf. Im Gegenzug macht Trump Musk, der sich über seinen Onlinedienst X weltweit in die Politik einmischt, zum Co-Leiter einer zukünftigen Abteilung für effizientes Regieren (Doge). Auch Kid Rock (Mitte) lässt sich gerne mit Trump sehen. © Kena Betancur/AFP
Mark Zuckerberg gilt als weniger eng verbündet mit Trump als Musk. Doch zuletzt hatte Zuckerberg erklärt, sein Konzern Meta werde das Faktencheck-Programm bei den Diensten Facebook und Instagram in den USA einstellen. Der Meta-Chef hatte sich dabei der Rhetorik von Trump angenähert und war für seine Aussagen international kritisiert worden.
Mark Zuckerberg gilt als weniger eng verbündet mit Trump als Musk. Doch zuletzt hatte Zuckerberg erklärt, sein Konzern Meta werde das Faktencheck-Programm bei den Diensten Facebook und Instagram in den USA einstellen. Der Meta-Chef hatte sich dabei der Rhetorik von Trump angenähert und war für seine Aussagen international kritisiert worden. © Brendan Smialowski/AFP
Bei Amazon-Gründer Jeff Bezos, der auch die Zeitung „The Washington Post“ besitzt, hatte sich schon vor der US-Wahl 2024 ein Wandel hin zu Trump angedeutet. Anders als sonst üblich veröffentlichte die „Washington Post“ keine Wahlempfehlung. Laut einem Bericht der Zeitung hatte Bezos die Veröffentlichung einer Empfehlung für Trumps Gegenkandidatin Kamala Harris verhindert. Bei Trumps Amtseinführung wird er gemeinsam mit Musk und Zuckerberg auf der Tribüne sitzen.
Bei Amazon-Gründer Jeff Bezos, der auch die Zeitung „The Washington Post“ besitzt, hatte sich schon vor der US-Wahl 2024 ein Wandel hin zu Trump angedeutet. Anders als sonst üblich veröffentlichte die „Washington Post“ keine Wahlempfehlung. Laut einem Bericht der Zeitung hatte Bezos die Veröffentlichung einer Empfehlung für Trumps Gegenkandidatin Kamala Harris verhindert. Bei Trumps Amtseinführung wird er gemeinsam mit Musk und Zuckerberg auf der Tribüne sitzen. © Michael M. Santiago/AFP
Dana White ist ein enger Verbündeter von Donald Trump. Jetzt hat Mark Zuckerberg den Chef des Kampfsportverbands UFC in den Vorstand des Internetkonzerns Meta berufen.
Auch Schlagkraft ist bei der Amtseinführung gefragt. Dana White ist ein enger Verbündeter von Donald Trump. Jetzt hat Mark Zuckerberg den Chef des Kampfsportverbands UFC in den Vorstand des Internetkonzerns Meta berufen. © Brad Penner/Imago
Influencer und Social-Media-Promi Jake Paul (links) und sein Bruder Logan Paul sorgen auf ihre Art für Schlagzeilen. Im November forderte Jake den früheren Schwergewichtschampion Mike Tyson zum Kampf – und gewann.
Influencer und Social-Media-Promi Jake Paul (links) und sein Bruder Logan Paul sorgen auf ihre Art für Schlagzeilen. Im November forderte Jake den früheren Schwergewichtschampion Mike Tyson zum Kampf – und gewann. © Ed Mulholland/Imago
Es bleibt sportlich: Caitlyn Jenner spielt gerne Golf – wie hier in Trumps Golfclub in Bedminster. Jenner wurde 1976 als Bruce Olympiasieger im Zehnkampf, lebt seit 2015 als Frau und nennt sich seitdem Caitlyn. Jenner war dreimal verheiratet, zuletzt mit Kris Jenner – Mutter des unter anderem durch zahlreiche Reality-Shows bekannten Kardashian-Clans.
Es bleibt sportlich: Caitlyn Jenner spielt gerne Golf – wie hier in Trumps Golfclub in Bedminster. Jenner wurde 1976 als Bruce Olympiasieger im Zehnkampf, lebt seit 2015 als Frau und nennt sich seitdem Caitlyn. Jenner war dreimal verheiratet, zuletzt mit Kris Jenner – Mutter des unter anderem durch zahlreiche Reality-Shows bekannten Kardashian-Clans. © Peter Foley/Imago
Model Amber Rose (Mitte) war schon beim Parteitag der Republikaner im Juli in Milwaukee zu Gast.
Model Amber Rose (Mitte) war schon beim Parteitag der Republikaner im Juli in Milwaukee zu Gast.  © IMAGO/Mark Hoffman
TV-Moderatorin Megyn Kelly hat die Vergangenheit hinter sich gelassen. Während des Wahlkampfes 2016 war sie über die USA hinaus bekannt geworden, nachdem Donald Trump sie heftig beleidigt hatte. Vor der US-Wahl 2024 hat sie dann die Werbetrommel für ihn gerührt.
TV-Moderatorin Megyn Kelly hat die Vergangenheit hinter sich gelassen. Während des Wahlkampfes 2016 war sie über die USA hinaus bekannt geworden, nachdem Donald Trump sie heftig beleidigt hatte. Vor der US-Wahl 2024 hat sie dann die Werbetrommel für ihn gerührt.  © Charly Triballeau/AFP
Die Band Village People wird nach eigenen Angaben bei Veranstaltungen rund um die Amtseinführung auftreten. „Unser Song Y.M.C.A ist eine globale Hymne, die hoffentlich dazu beiträgt, das Land nach einem turbulenten und gespaltenen Wahlkampf, in dem unsere bevorzugte Kandidatin verloren hat, zusammenzubringen“, erklärte Sänger Victor Willis (Dritter von rechts) auf Facebook.
Die Band Village People wird nach eigenen Angaben bei Veranstaltungen rund um die Amtseinführung auftreten. „Unser Song Y.M.C.A ist eine globale Hymne, die hoffentlich dazu beiträgt, das Land nach einem turbulenten und gespaltenen Wahlkampf, in dem unsere bevorzugte Kandidatin verloren hat, zusammenzubringen“, erklärte Sänger Victor Willis (Dritter von rechts) auf Facebook.  © Hutchins Photo/Imago
Tatsächlich ist der Disco-Hit Y.M.C.A aus dem Jahr 1978 oft bei Wahlkampfauftritten Trumps verwendet worden. Häufig tanzte der Republikaner dazu auf der Bühne, so wie zum Beispiel am 22. Oktober in Greensboro im US-Bundestaat North Carolina.
Tatsächlich ist der Disco-Hit Y.M.C.A aus dem Jahr 1978 oft bei Wahlkampfauftritten Trumps verwendet worden. Häufig tanzte der Republikaner sogar dazu auf der Bühne, so wie zum Beispiel am 22. Oktober in Greensboro im US-Bundestaat North Carolina. © Josh Brown/Imago
Country-Sängerin Carrie Underwood wird ebenfalls auftreten. „Ich liebe unser Land und fühle mich geehrt, dass man mich gebeten hat, bei der Amtseinführung zu singen und ein kleiner Teil dieses historischen Ereignisses zu sein“, teilte Underwood mit. Die 41-Jährige soll den Song „America The Beautiful“ singen.
Country-Sängerin Carrie Underwood wird ebenfalls auftreten. „Ich liebe unser Land und fühle mich geehrt, dass man mich gebeten hat, bei der Amtseinführung zu singen und ein kleiner Teil dieses historischen Ereignisses zu sein“, teilte Underwood mit. Die 41-Jährige soll den Song „America The Beautiful“ singen. © John Angelillo/Imago
Auch der Countrysänger Lee Greenwood wird auftreten. Sein Song „God Bless The USA“ gehört ebenfalls zu den Klassikern bei Trumps Kundgebungen.
Auch der Countrysänger Lee Greenwood wird auftreten. Sein Song „God Bless The USA“ gehört ebenfalls zu den Klassikern bei Trumps Kundgebungen. © Archie Carpenter/Imago
Der Opernsänger Christopher Macchio, der bei Trumps umstrittener Kundgebung im Madison Square Garden unter anderem den Siong „New York, New York“ intonierte, wird die Nationalhymne singen.
Der Opernsänger Christopher Macchio, der bei Trumps umstrittener Kundgebung im Madison Square Garden unter anderem den Siong „New York, New York“ intonierte, wird die Nationalhymne singen.  © Angela Weiss/AFP
John Roberts ist der Oberste Richter der USA. Der Chief Justice des Supreme Courts nimmt Donald Trump den Amtseid ab.
John Roberts ist der Oberste Richter der USA. Der Chief Justice des Supreme Courts nimmt Donald Trump den Amtseid ab. © Ricky Carioti/Imago
Tim Cook bei einer Präsentation von Apple
277776268.jpg © -/dpa
Sundar Pichai. CHef von Google.
Sundar Pichai, CEO des Internetriesen Google, erweitert die Liste der Tech-Unternehmer bei Trumps Amtseinführung in Washington. Vor Beginn der Feierlichkeiten wurden Bilder von Pichai und Tesla-Chef Elon Musk im vertrauten Gespräch veröffentlicht. © Christoph Soeder/dpa

Tulsi Gabbard: Ex-Demokratin wird Geheimdienstkoordinatorin

Zwischen 2013 und 2021 saß Tulsi Gabbard noch für die Demokraten im US-Repräsentantenhaus, doch seither verschrieb sie sich Trumps Politik. Bei ihrer Präsidentschaftskandidatur 2020 für ihre alte Partei blieb sie chancenlos. Nun wird sie Geheimdienstkoordinatorin der republikanischen Regierung. Trump schätzt vor allem ihren „furchtlosen Geist“.

Bereits in der ersten Amtszeit des Nun-wieder-Präsidenten tat sich Stephen Miller – wenn auch eher im Hintergrund – als Verfechter der restriktiven Einwanderungspolitik hervor. Damit verdiente er sich den Posten als stellvertretender Stabschef und Heimatschutz-Berater. Der 39-Jährige soll auch hinter den detaillierten Plänen für die angekündigten Massenabschiebungen stehen.

Susie Wiles war das erste Mitglied seines Kabinetts, das Trump kurz nach seinem Wahlsieg nominierte. Die 67-Jährige gilt als wichtige Strippenzieherin im Hintergrund. Sie wird die erste Frau als Stabschefin sein, gilt als extrem loyal.

So jung kommen sie nicht mehr zusammen: Als sich die Kabinettsmitglieder von Donald Trump aufstellen, zückt Energieminister Chris Wright sein Handy, um den Moment festzuhalten.

Elise Stefanik: UN-Botschafterin schon mit 30 Jahren im Repräsentantenhaus

Mit John Ratcliffe bestimmte Trump einen langjährigen Weggefährten zum CIA-Chef. In seiner ersten Amtszeit war er noch Geheimdienstkoordinator. Während dem damaligen Kongressabgeordneten aus Texas von Demokraten vorgeworfen wurde, seine Position für politische Zwecke zu missbrauchen, lobt ihn der neue Präsident als „Kämpfer für die Wahrheit“.

Im Alter von 30 Jahren wurde Elise Stefanik 2014 als jüngste Frau ins Repräsentantenhaus gewählt. Einst galt die Abgeordnete aus dem Bundesstaat New York als moderates Parteimitglied. Doch längst befindet sie sich auf einer Linie mit Trump und unterstützte dessen nach wie vor nicht belegte Behauptungen von der gestohlenen Wahl 2020. Ihr kommt der Posten der UN-Botschafterin zu.

Dieses Team soll Trump also durch seine zweite und nach dem US-Gesetz letzte Amtszeit begleiten. Inwiefern das klappt, wird durchaus mit Spannung beobachtet. Der Blick in seine ersten vier Jahre im Oval Office lässt jedenfalls einige Personalrochaden erwarten. Denn zwischen Januar 2017 und Januar 2021 gab es in Trumps Kabinett zuweilen ein Kommen und Gehen. Von den 15 Ministern blieben nur sechs durchgehend im Amt. (mg, mit dpa)

Rubriklistenbild: © IMAGO / Cover-Images, IMAGO / ZUMA Press, IMAGO / Newscom / AdMedia

Kommentare