Der Kreml hat das Treffen bereits bestätigt und Trump im Anschluss nach Russland eingeladen. Seit 2019 haben sich Trump und Putin nicht mehr persönlich gesehen.
Trump und Putin: Die Geschichte ihrer Beziehung in Bildern
Ukraine-Gipfel in Alaska: Trump und Putin treffen sich statt Strafzölle zu verhängen
In den letzten Tagen deutete sich das Treffen bereits an. Kurz vor der Veröffentlichung eines Online-Artikels erklärte Trump gegenüber Journalisten, dass er Putin „sehr bald“ zu Gesprächen über das Ende des Ukraine-Kriegs treffen werde. Ursprünglich war das Treffen früher geplant, jedoch mussten zunächst Sicherheitsmaßnahmen getroffen werden.
Putin äußerte sich ebenfalls gegenüber Journalisten und sagte, er habe „grundsätzlich nichts“ gegen ein solches Treffen, jedoch müssten „bestimmte Voraussetzungen“ erfüllt sein.
Trump bleibt vage zu den möglichen Inhalten eines neuen Abkommens zwischen der Ukraine und Russland. Ein „Gebietstausch“ könnte Teil der Verhandlungen sein, jedoch werde darüber erst „später oder morgen“ gesprochen. „Es ist kompliziert, wirklich nicht einfach“, fügte der 79-Jährige hinzu.
Vor dem Ukraine-Gipfel in Alaska: Bericht über möglichen Deal zu Lasten der Ukraine
Laut einem Bericht von Bloomberg könnte ein Abkommen die Besetzung der von Russland eroberten Gebiete festschreiben. Ein Vertreter des Weißen Hauses nannte den Bericht spekulativ, und der Kreml äußerte sich zunächst nicht dazu. Angeblich hat Putin von Trump gefordert, dass Russland die volle Kontrolle über die ostukrainischen Gebiete Donezk und Luhansk bekommt.
Die russische Regierung forderte zuletzt Bedingungen für eine friedliche Lösung des Konflikts, darunter den Verzicht der Ukraine auf einen Nato-Beitritt und die Abtretung der von Russland annektierten Gebiete. Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj lehnt den Verzicht auf die Krim sowie auf die teils von Moskau kontrollierten Gebiete Luhansk, Donezk, Saporischschja und Cherson kategorisch ab.
Auf die Frage, ob Putin zuerst Selenskyj treffen müsse, antwortete Trump mit einem klaren „Nein“.
Daten zum Ukraine-Krieg
Beginn
24. Februar 2022
Ort
Ukraine
Konfliktparteien
Russland Ukraine
Befehlshaber
Wladimir Putin, Wolodymyr Selenskyj
Berater von Putin äußert sich zum Treffen in Alaska
Kreml-Berater Juri Uschakow bezeichnete die Wahl des Treffpunkts als naheliegend. „Russland und die USA sind enge Nachbarn, die aneinandergrenzen“. „Da ist es ziemlich logisch, dass unsere Delegation einfach über die Beringstraße fliegt, und dass ein so wichtiges und mit Spannung erwartetes Gipfeltreffen zwischen den Staatschefs beider Länder in Alaska stattfindet“.
Uschakow erklärte weiter, dass es „nur natürlich, dass das nächste Treffen der Präsidenten auf russischem Boden stattfindet.“ Eine Einladung an den US-Präsidenten sei bereits verschickt worden.
Beim bevorstehenden Treffen würden sich die Präsidenten „zweifelsohne auf eine Diskussion über Möglichkeiten für eine langfristige friedliche Lösung der Ukraine-Krise konzentrieren“, so die Deutsche Presse-Agentur unter Berufung auf Uschakow.
Erstes persönliches Treffen zwischen Trump und Putin seit 2019
Seit Trumps Rückkehr ins Weiße Haus haben die beiden Staatschefs mehrfach telefoniert, sich jedoch nicht persönlich getroffen. Ihr letztes Treffen fand im Juni 2019 am Rande des G20-Gipfels in Japan statt. Putin war zuletzt 2015 in den USA.
Trump hatte im Wahlkampf mehrfach versprochen, den Ukraine-Krieg innerhalb von 24 Stunden beenden zu können. Bisher gab es jedoch keine greifbaren Fortschritte in den Friedensbemühungen. (dpa/kox)