Beeindruckende Bilder

Eurofighter eskortieren Flieger von König Charles III. nach Berlin

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König Charles III. besucht Deutschland. Empfangen wurde er bereits in der Luft: Eurofighter der Luftwaffe eskortierten sein Flugzeug nach Berlin.

Köln/Berlin – Der britische König Charles III. und seine Frau Camilla statten Deutschland einen Besuch ab. Am Mittwoch (29. März) sind die britischen Royals in Berlin gelandet. Doch schon zuvor wurde der britische König feierlich in der Luft begrüßt – von mehreren Kampfjets der Luftwaffe.

Eurofighter begrüßen König Charles – und eskortieren seinen Flieger nach Deutschland

Ein Kampfjet des Typs „Eurofighter Typhoon“ begleitete das Flugzeug von König Charles III. zum Flughafen BER in Berlin.

„Ich habe die Ehre, Eure Majestät auf dem Gebiet der Bundesrepublik Deutschland begrüßen zu dürfen“, ist in einem Video der Luftwaffe zu hören. Mit diesen Worten wurde König Charles von einem Piloten der Eurofighter begrüßt. Im Video zu sehen ist das Flugzeug des Königs mit der Aufschrift „United Kingdom“, das in den Farben des Vereinigten Königreichs lackiert ist. Es handelt sich um einen Airbus A330 MRTT, die Lackierung wurde von Ex-Premierminister Boris Johnson im Jahr 2020 in Auftrag gegeben.

Voyager „Vespina“ der Royal Air Force
TypAirbus A330 MRTT
KennzeichenZZ336
Wer nutzt das Flugzeug?Minister der Regierung sowie Angehörige der königlichen Familie

Daneben fliegt ein Kampfjet der Bundeswehr. Es handelt sich dabei um eine Formation von Eurofightern der Deutschen Luftwaffe, die das Flugzeug des britischen Königs als sogenannte Ehreneskorte begleitet haben. Die spektakulären Aufnahmen selbst scheinen ebenfalls aus einem der Kampfjets aufgenommen zu sein.

Ähnliche Bilder gab es bereits einige Wochen zuvor, als Eurofighter einen neuen Regierungsflieger zum Flughafen Köln/Bonn eskortiert haben. Eurofighter über NRW sind kein Einzellfall, denn immer wieder sind Kampfjets zu hören und zu sehen. Meist handelt es sich dabei um Übungsflüge, die teilweise auch in den Abendstunden stattfinden.

Kampfjets der Bundeswehr

Mehr als 130 Eurofighter gehören aktuell zum Bestand der Bundeswehr. Auch in NRW sind Kampfjets stationiert. Der Fliegerhorst Nörvenich (Taktisches Luftwaffengeschwader 31) ist einer von vier Standorten in Deutschland, an denen Eurofighter stationiert sind. In Nörvenich sind neben den Kampfjets vom Typ Eurofighter auch Kampfjets vom Typ Tornado stationiert.

Eurofighter und Tornado: Die Kampfjets der Bundeswehr im Überblick

Ein Kampfjet des Typs „Eurofighter Typhoon“ steht auf einer Landebahn.
Der häufigste Kampfjet bei der Bundeswehr: Der Eurofighter Typhoon. 138 der Mehrzweckkampfflugzeuge befinden sich im Besitz der Luftwaffe. Die Bundeswehr bezeichnet den Flieger deshalb als „Rückgrat der deutschen Kampfflugzeugsflotte“. (Archivbild) © Nicolas Economou/Imago
Ein Kampfjet des Typs „Eurofighter Typhoon“ der Bundeswehr fliegt durch die Luft
Der Eurofighter Typhoon ist ein wahrer Alleskönner. Der Flieger kann sowohl zur Verteidigung als auch für den Angriff in der Luft verwendet werden. Dabei ist der Eurofighter mit einem Leergewicht von elf Tonnen und einer Schubkraft von bis zu 90.000 Newton pro Triebwerk besonders antriebsstark. (Archivbild) © Rainer Droese/Imago
Ein Kampfjet des Typs „Tornado ECR“ startet von der Landbahn des Fliegerhorst Lechfeld.
Mit seinem geringen Gewicht und der hohen Schubkraft hat der Eurofighter dem Kampfjet des Typs „Tornado ECR“ von Panavia etwas voraus. Das Mehrzweckkampfflugzeug ist mit einem Leergewicht von 14 Tonnen deutlich schwerer. Zudem kommt der Tornado ECR“auf eine maximale Schubkraft von bis zu 69.000 Newton. (Archivbild) © StockTrek Images/Imago
Der Kampfjet Panavia Tornado ECR steht auf einer Landebahn
Seit der Einführung des Eurofighters wurde der Bestand des in die Jahre gekommenen Tornado ECR deshalb auf 85 Waffensysteme reduziert. Ab 2030 ist dann komplett Schluss: Der Tornado ECR, der zur elektrischen Lokalisierung und zur Bekämpfung gegnerischer Radarstellungen vorgesehen ist, wird dann nach über 40 Dienstjahren in den Ruhestand geschickt. (Archivbild) © Rob Edgcumbe/Imago
Ein Panavia Kampfjet des Typs „Tornado“ der Bundeswehr steht auf einer Landebahn.
Das baldige Ende gilt auch für den Kampfjet des Typs Tornado IDS von Panavia. Im Gegensatz zum Tornado ECR dient der Jet als tieffliegender Jagdbomber. Er ist für die Unterstützung der Bodentruppen aus der Luft, zum Verhindern des Eintreffens neuer Bodentruppen und für den Luftangriff auf feindliche Einrichtungen und Stellungen vorgesehen. (Archivbild) © Star-Media/Imago
Ein Kampfjet des Typs „ Tornado IDS“ fliegt durch die Luft.
Der Tornado IDS führt umfangreiche Mittel und Ausrüstung zur Selbstverteidigung mit, wie die Bundeswehr schreibt. Am Rumpf des Tornados kann zudem noch das digitale Aufklärungssystem „RecceLite“ mitgeführt werden. Durch den Einsatz ist unter anderem eine Echtzeitübertragung der Aufklärungsergebnisse möglich. (Archivbild) © PIZ - Luftwaffe/dpa
Ein Tornado-Kampfjet der Luftwaffe wurde 2013 für das Nato Tiger Meet speziell foliert.
Für besondere Anlässe geben die Soldaten der deutschen Luftwaffe ihren Kampfjets auch immer wieder besondere Folierungen. Im Jahr 2013 nahmen Teile das Taktischen Luftwaffengeschwader 51 aus der Nähe von Schleswig in Schleswig-Holstein an der Militärübung „Tiger Meet“ der NATO teil. Der Name beruht auf den Wappen der ersten Teilnehmer, die allesamt einen Tigerkopf im Wappen führten. Seither ist es Tradition, dass die Fliegerstaffeln ihre Kampfjets im passenden Design präsentieren – in diesem Fall ein Tornado. (Archivbild) © StockTrek Images/Imago
Ein Kampfjet des Typs Tornado mit spezieller Folierung fliegt im Rahmen der Nato-Übung Tiger Meet im Jahr 2018 über Polen.
Auch 2018 nahm das taktische Luftwaffengeschwader 51 am Nato Tiger Meet teil. In diesem Jahr fand die Militärübung in Polen statt. Dieses mal setzten die Soldatinnen und Soldaten auf die klassischen Farben eines Tigers – orange und schwarz. (Archivbild) © Giovanni Colla/StockTrek Images/Imago
Das Taktische Luftwaffengeschwader 74 verpasste einem Eurofighter anlässlich des Nato Tiger Meet ein „Ghost Tiger“-Design
Auch die Fliegerstaffel Bavarian Tigers – die durch Angehörige des Taktischen Luftwaffengeschwaders 74 aus Neuburg in Bayern gegründet wurde – nahm 2018 am Nato Tiger Meet teil. Dafür wurde ein Eurofighter zu einem grün-schwarzen „Ghost Tiger“ foliert. (Archivbild) © Giovanni Colla/Imago
Ein Eurofighter wurde im Rahmen des Nato Tiger Meets und des 60. Geburtstags des Taktischen Luftwaffengeschwaders 74 ein Design in den bayerischen Landesfarben blau und weiß.
2021 nahmen die Bavarian Tigers nicht an dem Nato Tiger Meet teil. Zum 60. Jubiläum des Luftwaffengeschwaders aus Bayern ließen sich die Soldatinnen und Soldaten es sich trotzdem nicht nehmen, einem Eurofighter ein besonders Bayern-Design zu geben. Die Landesfarben blau und weiß sowie auch die Darstellung schemenhafter Berge sollten Heimatverbundenheit, Eleganz und Seriosität vermitteln, heißt es bei der Bundeswehr. (Archivbild) © Timm Ziegenthaler/Imago
Ein Eurofighter Typhoon der Luftwaffe der Bundeswehr wurde für eine Reise nach Japan speziell foliert.
Die Soldatinnen und Soldaten aus Bayern nahmen vergangenes Jahr an internationalen Übungen in Australien teil. Weil es im Anschluss direkt weiter nach Singapur zu einem Treffen mit Verbündeten aus Südkorea und Japan ging, erhielt ein Eurofighter dieses Design, welches die Flaggen von Australien, Japan, Südkorea und Deutschland enthält. (Archivbild) © Kento Nara/Future Image/Imago
Der speziell folierter Eurofighter Eagle Star nimmt an der Luftwaffenübung Blue Flag in Israel teil
Zu der internationalen Militärübung „Blue Flag 2021“ in Israel reisten die Soldatinnen und Soldaten des taktischen Luftgeschwaders 31 aus Nörvenich unter anderem mit dem Eagle Star an. Das Design des Eurofighter-Kampfjets sollte ein Ausdruck der Freundschaft zwischen den Luftwaffen aus Deutschland und dem Gastgeberland darstellen. (Archivbild) © Falk Bärwald/dpa
Deutschlands erste Luftwaffen-Jetpilotin sitzt in einem Übungsjet des Typs „Northrop T-38C Talon“
Doch selbst die besten Flugsysteme sind ohne gut ausgebildete Soldatinnen und Soldaten nutzlos. Dafür erhalten deutsche Flugschüler der Luftwaffe im Rahmen des Euro Nato Joint Jet Pilot Training innerhalb von 55 Kalenderwochen ihre fliegerische Ausbildung auf der Sheppard Air Force Base im Nordosten von Texas.  © DB Marcus Rott IMZ-Bw/dpa
Ein Übungsjet des Typs „Northtrop T-38C Talon“ fliegt durch die Luft.
Als Schulflugzeug dient dabei die Northrop T-38C Talon. Mit einer Geschwindigkeit von bis zu 1.380 Kilometern pro Stunde liegt das Tempo des Fliegers knapp über der Grenze zur Schallgeschwindigkeit. Mit einer Spannweite von 7,70 Meter ist der Flieger zudem deutlich schmaler als viele andere Kampfjets. (Archivbild) © StockTrek Images/Imago

Beeindruckende Bilder zeigen, wie Eurofighter Flugzeug nach Berlin eskortieren

„Es war uns eine Ehre“, schreibt die Luftwaffe zur besonderen Kampfjet-Begleitung auf Twitter. Die Eurofighter begleiteten das Flugzeug der Royal Air Force ab dem Zeitpunkt des Eintritts in den deutschen Luftraum. „Wir werden ihren Flug bis zum Flughafen Berlin begleiten“, ist in einem weiteren Funkspruch zu hören.

Eine britische Journalistin, die sich an Bord des Flugzeugs befand, teilte Videos aus dem Inneren des britischen Fliegers. Zu sehen ist, wie in einer der Eurofighter direkt neben dem Flugzeug fliegt. „Spektakuläre Szenen“ schreibt sie in ihrem Tweet. „Keiner von uns an Bord kann sich an eine solche Geste erinnern und zeigt, wie wichtig #StateVisitGermany für beide Länder ist“, schreibt sie.

Das Flugzeug von König Charles III. von Großbritannien und Königsgemahlin Camilla bei seiner Ankunft am Flughafen BER.

König Charles III. und Camilla begannen ihren dreitägigen Staatsbesuch in Berlin. Dort landete am Mittwoch das Flugzeug der Royals am Flughafen BER. Im Anschluss wurden sie am Brandenburger Tor mit militärischen Ehren begrüßt. Am Abend fand ein Staatsbankett zu Ehren von König Charles und Queen Camilla im Schloss Bellevue statt, berichtet merkur.de.  „Was auch immer vor uns liegt, ich weiß: Unsere deutsch-britische Freundschaft bleibt wichtig, und sie bleibt stark“, sagte Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier. Am Donnerstag spricht der britische König im Bundestag. Am Freitag besuchen die britischen Royals Hamburg. (mlu) Fair und unabhängig informiert, was in Köln, NRW und Deutschland passiert – hier unseren kostenlosen 24RHEIN-Newsletter abonnieren.

Rubriklistenbild: © Screenshot Luftwaffe

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