Krieg in Israel

Freiwillige Kämpfer rekrutiert: Iran befeuert Israel-Krieg – US-Aufmarsch soll Stoppzeichen setzen 

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Der Iran wirbt freiwillige Kämpfer an – und warnt Israel vor Krieg in Gaza. Das ruft die USA auf den Plan, die Kriegsschiffe entsenden. Droht eine Eskalation?

Teheran – Nach den gewaltsamen Angriffen der militant-islamistischen Hamas heizt sich die Lage im Krieg in Israel weiter auf. Als Reaktion auf das Vorgehen der Terrorgruppe griff das israelische Militär den Gazastreifen an. Nun warnt der Iran vor weiteren Angriffen auf Gaza – während die USA vor Konfliktbeteiligung abzuschrecken versucht.

Krieg in Israel: Iran sagt Hamas seine Unterstützung zu

Erneut sagte der Außenminister des Iran der Hamas und den verbündeten militanten Gruppen im Nahen Osten seine Unterstützung für den Krieg in Israel zu. „Der Widerstand allein ist in der Lage, jede Aktion durchzuführen und verfügt über die Mittel dazu“, sagte Hussein Amirabdollahian vor Journalisten in Beirut. Zuvor hatte Hamas-Vertreter Ahmed Abdulhadi Newsweek gesagt, dass sich die Hamas mit dem Iran abgestimmt hatte, bevor sie am vergangenen Wochenende den Angriff gestartet hatte. Teheran bestreitet jegliche Beteiligung – weder bei der Planung, noch mit Waffen habe das Land geholfen.

Israel-Krieg aktuell: Iran soll Hamas-Kämpfern bei Planung geholfen haben

Gleichzeitig gab Iran aktuell der Newsweek die News bekannt, dass der Iran den palästinensischen Kämpfern der Hamas geholfen und ihnen „Fähigkeiten“ zur Verfügung gestellt habe. Auch Joschua Sarka, einem ranghoher Vertreter des Außenministeriums von Israel äußert Vorwürfe. Demnach sei die Eröffnung einer zweiten Kriegsfront mittels iranischen Waffenlieferungen nach oder durch Syrien in Planung. Sarka bestätigte diesbezügliche Spekulationen auf dem Kurznachrichtendienst X (früher Twitter).

Der iranische Staatssender fordert Bürger auf, sich freiwillig zu registrieren.

Rekrutierung: Iranische Bürger sollen sich registrieren lassen

Zusätzlich hat der iranische Staatssender Bürger des Iran aufgefordert, sich freiwillig registrieren zu lassen. Das soll ein Signal der Bereitschaft sein, sich für den Krieg gegen Israel rekrutieren zu lassen. Die Registrierung würde „das unterdrückte palästinensische Volk bei der Wiederherstellung seiner Würde, seiner Ehre und seines Ruhmes“ unterstützen.

„Erdbeben gegen die Zionisten“: Iran-Israel-Beziehung seit langem angespannt

Iran sieht Israel als Erzfeind – das bereits seit der Islamischen Revolution von 1979. Um eine „Achse des Widerstands“ schiitischer Milizen zu schaffen, baute Teheran in den 1990er Jahren seine politischen und militärischen Beziehungen in der Region aus. Dazu gehört auch die Unterstützung militanter Gruppierungen, wie die Hisbollah. „Hinsichtlich der Szenarien gegen die Hisbollah wird jede Aktion ein Erdbeben gegen die Zionisten sein“, sagte Hussein Amirabdollahian. Die Gruppierung erwäge, sich in den Konflikt einzumischen.

Bilder zeigen, wie der Krieg in Israel das Land verändert

Massive Raketenangriffe aus Gazastreifen auf Israel
Am 7. Oktober 2023 feuern militante Palästinenser aus dem Gazastreifen Raketen auf Israel ab. Die im Gazastreifen herrschende islamistische Hamas, die von Israel, der EU und den USA als Terrororganisation eingestuft wird, hatte den Beginn einer „Militäroperation“ gegen Israel verkündet. © Hatem Moussa/ dpa
Massive Raketenangriffe aus Gazastreifen auf Israel
Nach einem Raketenangriff aus dem Gazastreifen ist Rauch aus einem Wohnhaus zu sehen.  © Ilia Yefimovich/ dpa
Israelischer Soldat mit Hund im Israel Krieg
Ein israelischer Soldat geht mit seinem Hund zwischen Autos in Deckung.  © Ohad Zwigenberg/ dpa
Israelische Polizisten evakuieren Frau und Kind im Israel Krieg
Israelische Polizisten evakuieren eine Frau und ein Kind von einem Ort, der von einer aus dem Gazastreifen abgefeuerten Rakete getroffen wurde. © Tsafrir Abayov/ dpa
Militante Palästinenser fahren im Israel Krieg mit einem Pickup, auf dem womöglich eine entführte deutsch-israelische Frau zu sehen ist.
Militante Palästinenser fahren mit einem Pickup, auf dem möglicherweise eine deutsch-israelische Frau zu sehen ist, in den Gazastreifen zurück. Die islamistische Hamas hatte mitgeteilt, ihre Mitglieder hätten einige Israelis in den Gazastreifen entführt. © Ali Mahmud/ dpa
Massive Raketenangriffe aus Gazastreifen auf Israel
Angehörige der Feuerwehr versuchen, nach einem Raketenangriff aus dem Gazastreifen das Feuer auf Autos zu löschen. © Ilia Yefimovich/ dpa
Menschen suchen in Trümmern nach Überlebenden nach massive Raketenangriffen aus Gazastreifen auf Israel.
Menschen suchen zwischen den Trümmern eines bei einem israelischen Luftangriff zerstörten Hauses nach Überlebenden.  © Omar Ashtawy/ dpa
Verlassene Stätte des Festivals Supernova nach dem Angriff der Hamas
Bei dem Rave-Musikfestivals Supernova im israelischen Kibbuz Re’im sterben rund 270 Besucher:innen. So sieht die verlassene Stätte nach dem Angriff aus.  © JACK GUEZ / AFP
Feiernde Palästinenser nach Angriff der Hamas auf Israel
Palästinenserinnen und Palästinenser feiern in Nablus nach der großen Militäroperation, die die Al-Qassam-Brigaden, der militärische Flügel der Hamas, gegen Israel gestartet haben.  © Ayman Nobani/ dpa
Hamas-Großangriff auf Israel - Gaza-Stadt
Das israelische Militär entgegnete mit dem Beschuss von Zielen der Hamas im Gazastreifen. Nach einem Angriff steigen bei einem Hochhaus in Gaza Rauch und Flammen auf. © Bashar Taleb/ dpa
Mann weint in Gaza bei Israel Krieg
Ein Mann umarmt einen Familienangehörigen im palästinensischen Gebiet und weint.  © Saher Alghorra/ dpa
Israelischer Soldat im Israel Krieg steht neben Frau
Am 8. Oktober beziehen israelische Soldaten Stellung in der Nähe einer Polizeistation, die am Tag zuvor von Hamas-Kämpfern überrannt wurde. Israelische Einsatzkräfte haben dort nach einem Medienbericht bei Gefechten in der an den Gazastreifen grenzenden Stadt Sderot mehrere mutmaßliche Hamas-Angehörige getötet. © Ilan Assayag/ dpa
Nach Hamas Großangriff - Sa'ad
Israelische Streitkräfte patrouillieren in Gebieten entlang der Grenze zwischen Israel und Gaza, während die Kämpfe zwischen israelischen Truppen und islamistischen Hamas-Kämpfern weitergehen. © Ilia Yefimovich/ dpa
Palästinensisches Kind in einer Schule, die im Israel Krieg als Schutz dient
Ein palästinensisches Kind steht auf dem Balkon einer Schule, die von den Vereinten Nationen betrieben wird und während des Konfliktes als Schutzort dient.  © Mohammed Talatene/ dpa

Rolle der USA im Israel-Krieg: Pentagon verstärkt Militärpräsenz in Konfliktregion

Die Lage im Nahen Osten ist auch für die USA eine heikle Angelegenheit. Zuvor versuchte der Präsident Joe Biden einen Teil der Annäherung an Teheran fortzusetzen, die Ex-Präsident Barack Obama verfolgte. Für die USA als enger Verbündeter Israels erschwert die Involvierung des Iran die Annäherungsversuche. Um Hamas-Verbündete und auch den Iran von einem möglichen Eingreifen im Israel-Krieg abzuschrecken, schickt das Pentagon einen zweiten Flugzeugträger in die Konfliktregion.

Militärpräsenz im Mittelmeer: Flugzeugträger soll im Krieg in Israel der Abschreckung dienen

Bereits vor Tagen wurden Luftwaffengeschwader der Air Force mit ihren Kampfjets Richtung Israel verlegt. „Diese Aufstockung der Streitkräfte sollte als unmissverständliche Demonstration der Unterstützung der USA für die Verteidigung Israels […] dienen“, sagte ein hochrangiger US-Verteidigungsbeamter dem US-Sender ABC News am Montag. Es sei als abschreckendes Signal an den Iran, die libanesische Hisbollah und jeden anderen Stellvertreter in der Region gedacht. An Kampfhandlungen wolle sich die USA im Krieg in Israel nicht beteiligen. Man plane auch nicht, Bodentruppen nach Israel zu entsenden. (dpa/AFP/hk)

Rubriklistenbild: © picture alliance/dpa/Iranian Supreme Leader Office

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