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Ukraine-Krieg aktuell: Trump schickt Sondergesandten zu Putin

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Die aktuelle Lage im Ukraine-Krieg im Ticker: Kiew zeigt sich beim neuen US-Plan zuversichtlich. Trump schickt seinen Sondergesandten zu Putin.

Dieser News-Ticker ist beendet. Die weiteren Entwicklungen in unserem neuen News-Ticker zum Ukraine-Krieg.

Update, 26. November, 5.32 Uhr: Russland erzielt nach den Worten von NATO-Generalsekretär Mark Rutte trotz enormer personeller Verluste an der Front in der Ukraine keine wesentlichen Fortschritte. „Russland verliert jeden Monat rund 20.000 Soldaten. Können Sie sich das vorstellen: 20.000 Menschenleben, jeden Monat? Das sind Väter und Söhne, die sterben, ohne nennenswerte Gebietsgewinne zu erzielen“, sagte Rutte den Zeitungen des RND und El País (Ausgaben von heute).

Transparenzhinweis

Die hier verarbeiteten Informationen stammen von Nachrichtenagenturen und internationalen Quellen, aber auch von Kriegsparteien im Ukraine-Krieg. Die Angaben zum Ukraine-Krieg lassen sich nicht unabhängig überprüfen.

Update, 22:28 Uhr: Donald Trump hat zwei zeitgleiche Treffen von US-Vertretern mit Russland und der Ukraine angekündigt, um über letzte strittige Punkte zum Friedensplan zu verhandeln. Es gebe nur noch wenige solcher Punkte, schrieb der Republikaner auf der Plattform Truth Social. In der Hoffnung, dass das Ganze finalisiert wird, habe er die zwei Treffen angewiesen. Einen konkreten Zeitpunkt für die Gespräche nannte Trump nicht.

Update, 21:18 Uhr: US-Präsident Donald Trump hat seinen Sondergesandten Steve Witkoff zu Beratungen mit dem russischen Präsidenten Wladimir Putin nach Moskau geschickt. Er habe Witkoff gebeten, nach Moskau zu reisen, um mit Putin „einige strittige Punkte“ zu besprechen, die den Abschluss eines Ukraine-Friedensplans verhinderten, erklärte Trump am Dienstag in seinem Onlinedienst Truth Social.

Parallel dazu verhandele US-Verteidigungsstaatssekretär Dan Driscoll mit den Ukrainern, fügte Trump hinzu. Er hoffe, Putin und den ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj zu treffen, „aber nur, wenn ein Abkommen zur Beendigung dieses Krieges erzielt worden ist oder die Schlussphase“ der Verhandlungen erreicht sei, ergänzte er. Trumps Sprecherin Karoline Leavitt hatte zuvor im Onlinedienst X mitgeteilt, in den Gesprächen mit der Ukraine und Russland seien noch einige „heikle, aber nicht unüberwindbare“ Punkte des US-Plans zu klären.

Putins Verbündete: Diese Länder stehen im Ukraine-Krieg an der Seite Russlands

Russlands Präsident Wladimir Putin bei einem Treffen der Gemeinschaft unabhängiger Staaten
Russlands Präsident Wladimir Putin bei einem Treffen der Gemeinschaft unabhängiger Staaten (GUS). Die GUS besteht aus ehemaligen Staaten der Sowjetunion, die bis heute zum Großteil eng verbunden mit Russland geblieben sind. Doch Moskau-Machthaber Putin hat nicht nur in den Sowjet-Gebieten Freunde. Putin findet auch nach mehreren Jahren Angriffskrieg in der Ukraine noch immer fast weltweit Verbündete. Eine Übersicht: © Imago
Alexander Lukaschenko und Wladimir Putin
Seit Beginn des Ukraine-Kriegs steht ein Mann eng an der Seite Wladimir Putins: Alexander Lukaschenko. Das von ihm autoritär beherrschte Belarus teilt sich eine mehr als tausend Kilometer lange Grenze mit der Ukraine. Lukaschenko unterstützte Putins Truppen logistisch bei ihrer Invasion des Nachbarlandes. © Imago
Kim Jong-un und Wladimir Putin
Ein weiterer enger Verbündeter Wladimir Putins ist Kim Jong-un. Der Machthaber regiert ein totalitäres Nordkorea, das als sozialistische Diktatur historisch enge Beziehungen zu Russland pflegt. © Gavriil Grigorov/Imago
russischer Soldat, der eine Gruppe nordkoreanischer Kameraden einweist
Im Lauf des Ukraine-Kriegs wurde aus der symbolischen Verbindung ein militärisches Bündnis. Kim Jong-un unterstützte Putins Feldzug mit Waffen, Munition und Soldaten. Laut Schätzungen könnten es mehr als 30.000 Mann aus Nordkorea sein, die an der Front im Ukraine-Krieg kämpfen. Auf dem Bild zu sehen ist ein russischer Soldat, der eine Gruppe nordkoreanischer Kameraden einweist.  © Imago
Xi Jinping zu Gast bei Wladimir Putin
Die Volksrepublik China pflegt sowohl mit Nordkorea als auch mit Russland enge Beziehungen. Das bewies Präsident Xi Jinping zuletzt durch seinen Besuch Moskaus am „Tag des Sieges“. An der Seite Putins begutachte Xi als Gast auf der Ehrentribüne die große Militärparade, die durch Russlands Hauptstadt rollte. Doch China unterstützt Russland nicht nur symbolisch durch Besuche, sondern auch ganz praktisch mit Seltenen Erden und Devisen. Seit Beginn des Ukraine-Kriegs ist China der größte Importeur für russische Rohstoffe geworden. © Imago
Präsident Wladimir Putin mit To Lam
Der Dritte im Bunde der ostasiatischen Verbündeten Russlands ist Vietnam. Hier posiert Präsident Wladimir Putin mit Tô Lâm, Präsident Vietnams von Mai 2024 bis Oktober 2024, bei einem Besuch des russischen Staatschefs in der vietnamesischen Hauptstadt Hanoi. © Kristina Kormilitsyna/Imago
Wladimir Putin und Narendra Modi
In Südasien, konkret auf dem indischen Subkontinent, findet sich mit Narendra Modi der nächste enge Verbündete Russlands. Indiens Premierminister pflegt ein enges Verhältnis zu Putin. Hier umarmen sich beide bei einem Treffen in Neu-Delhi im Jahr 2018. Indien ist durch mehrere internationale Organisationen und Bündnisse mit Russland verbandelt. Die wohl wichtigsten darunter sind die Zusammenkunft der sogenannten BRICS-Staaten und die Shanghaier Organisation für Zusammenarbeit (SCO). © Imago
König Ibrahim Ismail von Johor aus Malaysia beim Besuch Putins in Russland
Auch Malaysia ist wie Russland Mitglied des BRICS-Staatenbundes. In Begleitung seiner Frau Raja Zarith Sofia reiste König Ibrahim Ismail von Johor nach Russland, um Putin im Kreml zu besuchen. © Imago
Präsident Kassym-Schomart Tokajew unterhält zu Präsident Wladimir Putin eine gute Beziehung
Zur Gemeinschaft unabhängiger Staaten (GUS) zählt neben Russland unter anderem die Ex-Sowjet-Republik Kasachstan. Das Land teilt sich mit 7644 Kilometern die längste Landgrenze der Welt mit Russland. Präsident Kassym-Schomart Tokajew unterhält zu Putin eine gute Beziehung. Kasachstan bezieht 90 Prozent seiner Waffenimporte aus Russland, das wiederum den in Kasachstan gelegenen Weltraumbahnhof Kosmodrom Baikonur mietet. Beide Länder sind außerdem Mitglied in der Shanghaier Organisation für Zusammenarbeit (SCO). © Imago
Putin und Traoré
Zu Putins engen Verbündeten gehört auch Burkina Fasos Regierungschef Inbrahim Traoré. Am 9. Mai 2025 besuchte er Putin in Moskau (im Bild). „Wir glauben, dass der Terrorismus, den wir heute erleben, vom Imperialismus herrührt, und wir bekämpfen ihn“, sagte er bei einem bilateralen Treffen. In Erinnerung geblieben ist auch eine virale Rede beim Afrika-Gipfel im Jahr 2023 in Russland. Im Beisein Putins machte er damals den Westen dafür verantwortlich, dass Afrika trotz seiner Rohstoffe der ärmste Kontinent sei.  © IMAGO/Mikhail Metzel/Kremlin Pool
Ägypten Militärband Moskau
Mehr als 80 Jahre Diplomatie verbinden Ägypten und Russland. Das Land am Nil ist wirtschaftlich von Moskau abhängig. Auch Putin profitiert von den Verbindungen nach Kairo. Der russische Präsident betrachtet Ägypten als Tor nach Afrika. Im August 2022 war eine ägyptische Militärband in Moskau zu Gast (im Bild). Auch bei der Militärparade zum 80. Jahrestag des Siegs über Nazi-Deutschland am 9. Mai 2025 marschierte eine Einheit aus Ägypten über den Roten Platz.  © Sergei Bobylev/Imago
Laos-einheit in Moskau
Am „Tag des Sieges“ über Nazi-Deutschland am 9. Mai 2025 paradierte auch eine Einheit aus Laos durch Moskau. Angeblich arbeitet Putin derzeit intensiv daran, das Land in den Krieg gegen die Ukraine einzubinden. Im Sommer 2025 begrüßte er den laotischen Präsidenten Thongloun Sisoulith in Moskau. © Ricardo Stuckert/Imago
Turkmenistan Moskau Parade
Turkmenistan schickte ebenfalls eine Einheit nach Moskau. Die zentralasiatische Republik Turkmenistan am Kaspischen Meer gehört auch Jahrzehnte nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion zu den am meisten abgeschotteten Staaten der Welt.  © Ricardo Stuckert/Imago
Aleksandar Vucic Putin Netanjahu
Auch der serbische Staatschef Aleksandar Vučić nahm 2025 – wie auch schon 2018 (im Bild) – in Moskau an der Parade vor rund 10.000 Soldaten teil. Die Beziehungen zwischen Serbien und Russland gelten als traditionell freundschaftlich. Belgrad verweigert sich den Sanktionen gegen Russland und hat den Westen für den Ukraine-Krieg verantwortlich gemacht. Zuletzt gab es trotzdem zwischen Moskau und Belgrad Verstimmungen, als der russische Auslandsgeheimdienst Serbien den Verkauf von Munition an die Ukraine vorwarf. © Mikhail Metzel/Imago
Milorad Dodik
Putins wichtigster Mann am Balkan heißt Milorad Dodik (2. von rechts). Der bosnisch-serbische Separatistenführer betreibt seit Jahren die Abspaltung des Landesteils Republika Srpska vom bosnischen Staat. Dodik stimmt sich dabei regelmäßig mit dem russischen Präsidenten ab. © Alexei Nikolsky/Imago
Salva Kiir Putin
Im September 2023 traf sich Putin mit Salva Kiir Mayardit, dem Präsidenten von Südsudan. „Die Welt diktiert, dass niemand allein überleben oder Erfolg haben kann“, sagte Salva Kiir. Zu Putin gewandt meinte er, dass sein Land starke Freunde brauche: „Sie sind einer von ihnen.“ © Valery Sharifulin/Imago
Orban Putin
Ungarns Regierungschef Viktor Orbán ist Putin im Ukraine-Krieg stets treu geblieben. So hat er während der ungarischen EU-Ratspräsidentschaft im zweiten Halbjahr 2024 den bis dahin weitgehend isolierten Kremlchef zum Ärger vieler EU-Länder überraschend in Moskau besucht und sich als Vermittler inszeniert (im Bild). Zugleich nutzt Orbán jede Gelegenheit, um gegen die Ukraine auszuteilen.  © Valeriy Sharifulin/Imago
Putin und Ramaphosa
Ende Juli 2023 war Südafrikas Präsident Cyril Ramaphosa bei Putin zu Gast. Der Kremlchef hatte seine Gäste zum Abschluss eines zweitägigen Afrika-Gipfels in St. Petersburg eingeladen, den er in der russischen Ostsee-Metropole veranstaltete. Südafrika, das mit Russland, China, Indien und Brasilien die Brics-Staatengruppe bildet, wird wegen seiner Russland-Nähe vom Westen mit Skepsis betrachtet.  © Sergei Bobylev/Imago
Peseschkian Putin
Im Januar 2025 war Massud Peseschkian in Moskau zu Besuch. Dabei unterzeichnete Irans Präsident gemeinsam mit Putin ein Abkommen über eine strategische Partnerschaft. Russland und der Iran vertieften damit ihre militärische und wirtschaftliche Zusammenarbeit für die nächsten 20 Jahre.  © Imago
Putin Ortega
Seit vielen Jahren steht Nicaragua an der Seite Putins. Nach dem Aufstand der russischen Privatarmee Wagner gegen die eigene Staatsführung im Juni 2023 schickte auch Präsident Daniel Ortega (hier ein Bild aus dem Jahr 2014) eine Botschaft nach Moskau. In der offiziellen Mitteilung hieß es, Ortega und seine Ehefrau sowie Vizepräsidentin Rosario Murillo übermittelten Putin „unsere Zuneigung in revolutionärer Bruderschaft“. © Cesar Perez/afp
Maduro
Venezuelas Präsident Nicolás Maduro tat es ihm gleich. „Wir senden unsere Umarmung der Solidarität und der Unterstützung an den Präsidenten der Russischen Föderation, Wladimir Putin, dem es gelungen ist, einen Versuch des Verrats und des Bürgerkriegs zu bewältigen und seinem Volk den Sieg und den Frieden zu garantieren“, twitterte er damals. © Alexandr Kryazhev/Imago
Putin Goita
Im Juni 2025 verständigten sich Putin und Malis Militärmachthaber Assimi Goïta auf eine bilaterale Kooperation. Russland ist enger Verbündeter von Goïta, der gegen Terrormilizen in Mali auch auf russische Wagner-Söldner setzte. Das Militär hatte sich 2020 und 2021 an die Macht geputscht, die Zusammenarbeit mit Ex-Kolonialmacht Frankreich beendet und sich Moskau zugewandt. © Alexander Kazakov/Imago
Putin Sassou Nguesso Afewerki
Ende Juli 2023 war Putin gemeinsam mit Denis Sassou Nguesso, dem Präsidenten der Republik Kongo (rechts), und dem eritreischen Präsidenten Isaias Afewerki (links) beim Tag der Marine auf der Newa in St. Petersburg unterwegs. Mit ihrem Besuch beim Russland-Afrika-Gipfel konnten die beiden Staatsmänner die Achse zwischen Russland und ihren Ländern noch einmal stärken. © Alexander Kazakov/Imago
Putin Raúl Castro
Ein besonders inniges Verhältnis pflegt Russland zu Kuba. Für die hoch verschuldete Karibikinsel ist Russland einer der engsten Verbündeten und wichtigsten Geldgeber. Der Kreml bezeichnete den sozialistischen Karibikstaat, der den Ukraine-Krieg nicht verurteilt hat, als „sehr wichtigen Partner“. Im Jahr 2014 war Putin beim vormaligen Präsidenten Raúl Castro zu Gast. © Imago
Putin
Der Kremlchef ist seit Beginn des Ukraine-Kriegs im Februar 2022 im Westen weitestgehend isoliert. Umso wichtiger ist ihm der Kontakt zu seinen Verbündeten – den sucht er in vielen Fällen auch per Video. Im Mai 2025 nahm er an einer Sitzung der Kommission für militärisch-technische Zusammenarbeit mit ausländischen Staaten teil.  © Alexander Kazakov/Imago

Verhandlungen im Ukraine-Krieg: Gebietsabtretungen offenbar großer Streitpunkt

Update, 20:39 Uhr: Gebietsabtretungen haben sich als zentraler Streitpunkt bei Verhandlungen über den neuesten Friedensplan im Ukraine-Krieg herauskristallisiert. Das erklärte ein ukrainischer Insider gegenüber Reuters. Eine endgültige Einigung sei deswegen alles andere als sicher, warnte der Insider vor voreiligen Hoffnungen. „Das sind wirklich schwierige Fragen für uns.“

Update, 19:42 Uhr: Die jüngste Fassung des US-Plans zur Beendigung des Ukraine-Kriegs ist nach Angaben aus Kiew „deutlich besser“ für die Ukraine als der erste Entwurf. Wie die Nachrichtenagentur AFP am Dienstag von einem informierten ranghohen Vertreter der Ukraine erfuhr, soll die ukrainische Armee künftig eine Truppenstärke von insgesamt 800.000 Mann haben dürfen – „ungefähr so wie sie jetzt ist“. Im ersten Entwurf des US-Plans war eine Obergrenze von 600.000 Soldaten vorgesehen gewesen.

„Die Ukraine, die USA und die Europäer haben den amerikanischen Vorschlag gangbar gemacht“, sagte der Vertreter zur überarbeiteten Fassung. Der 28-Punkte-Plan war ursprünglich mit weitreichenden Zugeständnissen an Russland versehen, darunter ein Nato-Verzicht und die Abtretung des gesamten Donbass.

Ukraine-Krieg aktuell: Selenskyj will US-Friedensplan vorantreiben

Update, 18:41 Uhr: Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat sich bereit erklärt, den vorliegenden Friedensplan voranzutreiben. Heikle Punkte des Plans müsse er jedoch noch mit US-Präsident Donald Trump erörtern, sagte Selenskyj laut der Nachrichtenagentur Reuters in einer Rede vor der sogenannten Koalition der Willigen. Zugleich forderte der Staatschef die europäischen Staats- und Regierungschefs auf, einen Rahmen für den Einsatz einer „Verstärkungstruppe“ in der Ukraine auszuarbeiten. Die Unterstützung solle so lange andauern, bis Russland Bereitschaft zeige, den Ukraine-Krieg zu beenden.

Lage im Ukraine-Krieg: Trump will mit Putin und Selenskyj verhandeln. (Symbolbild/Montage)

Ukraine-Krieg aktuell: Macron sieht US-Plan als „Chance“ für Frieden

Update, 17:20 Uhr: Frankreichs Präsident Emmanuel Macron hat den US-Plan für die Ukraine als „Chance, Fortschritte hin zu einem guten Frieden zu machen“ bezeichnet. Bedingung seien jedoch „sehr robuste Sicherheitsgarantien“, die „nicht nur auf dem Papier“ existieren sollten, sagte Macron zum Auftakt einer Videokonferenz der Koalition der Willigen.

Die Vertreter wollten eine Bilanz der Ukraine-Krieg-Gespräche in Genf ziehen, bei denen über einen 28-Punkte-Plan zur Kriegsbeendigung beraten wurde. Zuvor wies Macron US-Pläne zur Nutzung russischer Vermögenswerte zurück: „Die Europäer sind die einzigen, die entscheiden, was mit den in Europa eingefrorenen russischen Vermögen passiert“, sagte er dem Sender RTL.

Update, 16:32 Uhr: Bundeskanzler Friedrich Merz und der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj haben über weitere Schritte im Ukraine-Krieg telefoniert. Dabei koordinierten beide Politiker ihre nächsten Maßnahmen und besprachen die Tagesordnung einer Sitzung der sogenannten Koalition der Willigen aus Unterstützerstaaten. Hintergrund sind laufende Friedensgespräche, nachdem die USA vergangene Woche der Ukraine einen Entwurf für einen möglichen Friedensplan vorgelegt hatten. Dieser wurde nach ukrainischen Angaben bei Gesprächen in Genf am Sonntag stark verändert, während eine US-Delegation Medienberichten zufolge parallel in Abu Dhabi mit russischen Vertretern verhandelte.

Ukraine-Krieg aktuell: Russland will Verbindung zu Pokrowsk kappen

Update, 15:56 Uhr: Ukrainische Streitkräfte haben vier russische Soldaten gefangen genommen, die versucht haben, die Stadt Myrnohrad im Gebiet Donezk zu stürmen. Die Russen versuchen nach Angaben der Operativen Strategischen Gruppe Ost, die Landverbindung zwischen Myrnohrad und Pokrowsk zu kappen. Die Verteidigung der Städte dauert im Ukraine-Krieg an. „Russische Streitkräfte versuchen Angriffe mit kleinen Infanteriegruppen aus nordöstlicher Richtung, insbesondere aus dem Gebiet der Siedlung Novoekonomichne“, teilte die Militärführung mit.

Update, 14:54 Uhr: Die europäischen Ukraine-Verbündeten hätten ihre Chance verspielt, an einem Ende des Ukraine-Kriegs mitzuwirken. „Ihr hattet eure Chancen, Leute“, sagte Außenminister Sergej Lawrow russischen Agenturen zufolge am Dienstag. „Ihr habt diese Chancen nicht genutzt, ihr habt sie einfach vertan“, führte er mit Bezug auf das Minsker Abkommen aus. Die Minsker Friedensverhandlungen waren ein diplomatischer Prozess zur Befriedung des Konflikts im Osten der Ukraine, der im Jahr 2014 begann. Die unter Vermittlung Deutschlands und Frankreichs geschlossenen Abkommen von 2014 und 2015 sahen unter anderem eine Autonomie für den Donbass vor. 

Jetzt könne von einer Vermittlung Deutschlands und Frankreichs keine Rede mehr sein, sagte Lawrow. Unter den Vermittlern schätze Moskau die Positionen von Belarus, der Türkei und Ungarn. Außerdem die USA, die „im Unterschied zu London, Brüssel, Paris, Berlin“ die Initiative ergreife, um Lösungswege zu finden.

Update, 14:30 Uhr: Der britische Premierminister Keir Starmer sieht ein Ende des Ukraine-Kriegs in weiter Ferne. „Wir haben noch einen weiten und beschwerlichen Weg vor uns“, sagte Starmer am Dienstag im britischen Parlament, bevor eine Videokonferenz der „Koalition der Willigen“ zur Unterstützung der Ukraine angesetzt war. Zugleich bekräftigte Starmer die anhaltende Unterstützung der europäischen Verbündeten für die Ukraine: „Wir sind entschlossener denn je, uns für diese Sache einzusetzen und diesen Prozess voranzutreiben“, sagte er.

UN-Atombehördenchef warnt: Sorge um Atomkraftwerk Saporischschja in der Ukraine

Update, 13:59 Uhr: Der Chef der Internationalen Atomenergiebehörde Rafael Grossi hat für das Atomkraftwerk Saporischschja einen „besonderen Status“ und ein Kooperationsabkommen zwischen Russland und der Ukraine gefordert. Das berichtet die Nachrichtenagentur Reuters. Dies sei notwendig, falls ein Friedensabkommen im Ukraine-Krieg erreicht werde, sagte Grossi am Dienstag. „Bis der Krieg stoppt oder es einen Waffenstillstand gibt, besteht immer die Möglichkeit, dass etwas sehr, sehr schiefgeht“, warnte Grossi vor einem möglichen Atomunfall. Die Anlage produziert derzeit keinen Strom, beide Seiten werfen einander militärische Aktionen vor, die die nukleare Sicherheit gefährden.

Update, 13:08 Uhr: Moskau hält nach Kremlangaben eine Beteiligung der Europäer an Gesprächen über die Sicherheitsarchitektur in Europa für nötig. Ein Sicherheitssystem in Europa für die Zeit nach Ende des Konflikts in der Ukraine zu besprechen, sei „ohne Beteiligung der Europäer praktisch unmöglich“, sagte Kremlsprecher Dmitri Peskow der staatlichen russischen Nachrichtenagentur Tass zufolge. Zu den Verhandlungen über einen US-Friedensplan wiederholte Peskow bisherige Positionen Russlands. Moskau sei daran interessiert, seine Ziele auf diplomatischem Weg zu erreichen. Der ursprüngliche US-Friedensplan könne eine Grundlage für Verhandlungen sein. Man habe aber verstanden, dass der Moskau bekannte Text inzwischen geändert worden sei.

Ukraine gelingt Drohnenangriff auf russischen Hafen – Ölterminal getroffen

Update, 12:35 Uhr: Die Ukraine hat in der Nacht einen großangelegten Drohnenangriff auf den strategisch wichtigen russischen Hafen Noworossijsk gestartet und dabei ein Ölterminal, Luftabwehrsysteme sowie ein russisches Landungsschiff beschädigt. Das berichtet die Kyiv Post. Laut Quellen der ukrainischen Sicherheitsdienste führte demnach die Spezialeinheit Alfa des ukrainischen Geheimdienstes gemeinsam mit ukrainischen Streitkräften den koordinierten Angriff durch.

Videos zeigen mehrere Einschläge an Verladeanlagen des Ölterminals sowie an nahegelegenen Luftabwehrstellungen im Schwarzmeerhafen der Region Krasnodar. Laut ersten Berichten wurde auch ein am Marinestützpunkt liegendes Landungsschiff getroffen.

Ukraine-Krieg aktuell: US-Beamte in Abu Dhabi, um mit Russland zu verhandeln

Update, 12:12 Uhr: Hochrangige Mitglieder der US-Regierung befinden derzeit in Abu Dhabi, um mit einer russischen Delegation über eine mögliche Friedenslösung in der Ukraine zu sprechen. Das berichten mehrere US-Medien einstimmig. Daniel Driscoll, der Staatssekretär im US-Verteidigungsministerium, führe seit Montag Gespräche mit Vertretern der russischen Regierung.

Update, 11:44 Uhr: Washington und Kiew sind sich nach ukrainischen Angaben über die wichtigsten Fragen des US-Friedensplans einig. „Unsere Delegationen haben eine Übereinkunft über die wichtigsten Bestimmungen des in Genf ausgehandelten Abkommens erzielt“, schrieb der Sekretär des nationalen Sicherheitsrats der Ukraine, Rustem Umjerow, bei Facebook. Seinen Angaben nach soll der ukrainische Staatschef Wolodymyr Selenskyj schon in den nächsten Tagen nach Washington zu einem Treffen mit US-Präsident Donald Trump reisen. Der Besuch soll noch im November stattfinden. Ziel sei es, die letzten Etappen des Abkommens zu erörtern und eine Vereinbarung mit Trump zu erzielen.

Macron weist bestimmten Punkt von Trumps Friedensplan deutlich zurück

Update, 11:12 Uhr: Der französische Präsident Emmanuel Macron hat die US-Pläne zur Nutzung russischer Vermögenswerte zurückgewiesen. „Die Europäer sind die einzigen, die entscheiden, was mit den in Europa eingefrorenen russischen Vermögen passiert“, sagte Macron dem Sender RTL in einem am Dienstag ausgestrahlten Interview. „Das entspricht geltendem Recht, und das haben wir immer so gehalten“, fügte er hinzu.

Der von US-Präsident Donald Trump vorgeschlagene Ukraine-Plan sieht unter anderem vor, dass 100 Milliarden Dollar eingefrorener russischer Vermögen für Aufbauprojekte und Investitionen in der Ukraine unter US-Führung genutzt werden sollen. Die Hälfte der Gewinne sollten an die USA gehen.

Drohnen-Vorfall im Luftraum von NATO-Land

Update, 09:42 Uhr: Drohnen haben erneut den NATO-Luftraum verletzt. Rumänien hat am frühen Dienstagmorgen Kampfjets zur Verfolgung von Drohnen entsandt, die in das Territorium nahe der Grenze zur Ukraine eingedrungen waren. Eine Drohne ist dabei tiefer ins Landesinnere vorgedrungen. Das berichtet die Nachrichtenagentur Reuters.

Das Verteidigungsministerium in Bukarest ließ zunächst zwei deutsche Eurofighter aufsteigen, die im Rahmen der deutschen Luftpolizeimission in Rumänien stationiert sind. Die Jets verfolgten eine Drohne im südöstlichen Bezirk Tulcea, bevor diese wieder in ukrainisches Gebiet zurückkehrte. Später starteten rumänische F-16-Jets nach einer zweiten Luftraumverletzung im Bezirk Galati. Die Bewohner aller drei betroffenen Bezirke wurden aufgefordert, Schutz zu suchen. Unklar ist aktuell, ob es sich bei dem Vorfall erneut um russische Drohnen handelt.

Putin will gesamten Oblast Donezk im Ukraine-Krieg erobern – ISW mit Analyse

Update, 09:02 Uhr: Russlands Präsident Wladimir Putin ist überzeugt, die gesamte Oblast Donezk „so oder so“ erobern zu können – entweder durch Verhandlungen oder militärische Mittel. Das berichtete der US-Sender CBS am Samstag unter Berufung auf amerikanische Regierungskreise. Der Kreml verstärke derzeit die Verbreitung der falschen Darstellung, ein russischer Sieg im Ukraine-Krieg sei unvermeidlich, weshalb die Ukraine und der Westen sofort den russischen Forderungen nachgeben sollten. Das Institute for the Study of War (ISW) schätzt jedoch, dass die russische Offensive zur Eroberung der Oblast Donezk einen jahrelangen Kampf bedeuten würde, der Russland erhebliche Verluste an Personal und Material kosten dürfte.

Update, 08:22 Uhr: Bei einem ukrainischen Drohnenangriff auf den Süden Russlands und die von Moskau annektierte Halbinsel Krim sind mindestens drei Menschen getötet worden. Die Opfer stammten aus der Großstadt Taganrog, teilte der Gouverneur der Region Rostow am Don, Juri Sljussar, bei Telegram mit. Schäden habe es in vier Mehr- und zwölf Einfamilienhäusern, einer Lackiererei, einem Lager und mehreren sozialen Objekten gegeben, schrieb er. Dem Internetportal Astra zufolge brachen Brände in der Nähe einer Flugzeugfabrik mit Rollbahn aus.

Ukraine-Krieg aktuell: Tote bei Großangriff mit Raketen auf Kiew

Update, 07:48 Uhr: Bei dem jüngsten Raketenangriff auf Kiew hat es mindestens zwei Todesopfer gegeben. Zudem wurden mindestens sieben Menschen verletzt. Das berichtet der Kyiv Independent unter Berufung auf örtliche Sicherheitskräfte.

Ukraine-Krieg aktuell: Luftangriffe auf Kiew – Einschläge in Wohnhäusern gemeldet 

Update, 7.16 Uhr: Neuer Großangriff auf Kiew in der Nacht: Das ukrainische Energieministerium spricht dem Kyiv Independent zufolge von einem „massiven kombinierten Angriff“ auf die Energieinfrastruktur. Die Millionenmetropole sei mit Hyperschallraketen und Drohnen attackiert worden, berichteten örtliche Medien. Aus verschiedenen Stadtbezirken seien Explosionen und Stromausfälle gemeldet worden. Laut Bürgermeister Vitali Klitschko wurden Wohngebäude getroffen und gingen in Flammen auf. Ein 22-stöckiges Hochhaus sei evakuiert worden.

Ukraine-Friedensplan: Aus 28 Punkten sind offenbar 19 Punkte geworden

Update, 25. November, 6.14 Uhr: News zu den Verhandlungen im Ukraine-Krieg: Aus den 28 Punkten im ursprünglichen US-Friedensplan sind offenbar inzwischen 19 Punkte geworden. Laut dem stellvertretenden Außenminister der Ukraine, Sergiy Kyslytsya, hat der neue Vorschlag „nur noch wenig“ mit dem ersten Entwurf gemein. „Nur noch sehr wenig aus der Originalversion ist übergeblieben“, zitierte laut Handelsblatt die Financial Times den Ukrainer.

Putin „passt“ neuer Ukraine-Friedensplan nicht – heftige Explosionen in Kiew

Erstmeldung: Moskau/Kiew – Moskau ist zwar weiter bereit, über den von den USA an Russland übermittelten Friedensplan für die Ukraine zu reden – aber die Initiative der Europäer stößt schon einmal auf Ablehnung. Vertreter Europas, der Ukraine und der USA hatten am Sonntag (23. November) in Genf den ersten, umstrittenen Entwurf des 28-Punkte-Plans von US-Präsident Donald Trump nachgebessert.

Aktueller Ukraine-Friedensplan: USA sollen Kiew gedrängt haben

Die USA haben bei den Ukraine-Gesprächen in Genf nach Angaben aus Verhandlungskreisen Druck auf die Unterhändler Kiews ausgeübt, den von Washington vorgelegten Plan für ein Ende des Ukraine-Krieges zu akzeptieren. Zwar habe das Drängen der USA im Laufe der Verhandlungen abgenommen, aber der „grundsätzliche Druck“ sei bestehen geblieben, erfuhr die Nachrichtenagentur AFP am Montag von einem mit den Genfer Gesprächen vertrauten hochrangigen Beamten.

Delegationen der USA, der Ukraine und mehrerer europäischer Staaten, darunter Deutschland, hatten in Genf Verhandlungen über einen von den USA vorgelegten 28-Punkte-Plan zur Beendigung des Ukraine-Kriegs geführt. Die ursprüngliche Fassung des Plans verlangte von der Ukraine schmerzhafte Zugeständnisse an Kremlchef Wladimir Putin. Die Ukraine und ihre Verbündeten drangen in Genf daher auf eine Überarbeitung des US-Plans. 

Russland weist aktuellen Ukraine-Friedensplan zurück – Putin-Berater nennt Vorschläge „nicht konstruktiv“

Russland seinerseits wies am Montag einen laut Moskau kursierenden Gegenvorschlag der Europäer zum US-Plan für die Ukraine als „nicht konstruktiv“ zurück. „Wir haben von einem europäischen Plan erfahren, der auf den ersten Blick überhaupt nicht konstruktiv ist“, sagte Kreml-Berater Juri Uschakow am Montag (24. November) einem Bericht der russischen Nachrichtenagentur Tass zufolge. „Er passt uns nicht.“

Die ukrainische Hauptstadt Kiew ist in der Nacht zum heutigen Dienstag (25. November) von heftigen Explosionen erschüttert worden. Das berichtete eine Journalistin der Nachrichtenagentur AFP. Die Luftwaffe gab im Onlinedienst Telegram Raketenalarm für das gesamte Land heraus. Das ukrainische Energieministerium erklärte, es gebe einen „massiven“ Angriff auf Energie-Infrastruktur.

Seit Beginn des Angriffskriegs gegen die Ukraine hat Russland das Nachbarland nahezu täglich mit Raketen und Drohnen attackiert. Zuletzt verstärkten die russischen Streitkräfte inmitten des nahenden Winters ihre Angriffe vor allem auf die ukrainische Energie-Infrastruktur. (Redaktion mit Nachrichtenagenturen)

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