Mächtige Panzer

Panzer von Donald Trump: Polen arbeitet an Abschreckung gegen Wladimir Putin

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Gegen Wladimir Putin: Polen treibt den Ausbau seiner Panzerarmee zur Abschreckung voran. Eine Lieferung aus Donald Trumps USA erreicht den deutschen Nachbarn.

Warschau – Er macht international weiter große Sorgen: Wladimir Putin, der Autokrat aus Russland, der Anfang Dezember Europa in heftiger Wortwahl gedroht hat. Der brutale Ukraine-Krieg dient als Warnung. So stärken die europäischen NATO-Partner ihre Abschreckung gegen das Moskau-Regime. Deutschlands Nachbar Polen tut dies etwa mit der nächsten großen Panzer-Lieferung aus den USA.

Die polnische Armee hat unter anderem Abrams-Kampfpanzer in ihren Reihen, die in Donald Trumps USA gebaut werden.

Wie der stellvertretende polnische Verteidigungsminister Pawel Bejda beim Kurznachrichtendienst X mitgeteilt hat, sind die nächsten Abrams-Kampfpanzer aus den Vereinigten Staaten per Schiffslieferung in Polen eingetroffen. Diese Charge beinhaltete demnach 32 Abrams M1A2 aus Nordamerika. Laut Polskie Radio war es die vierte Abrams-Lieferung an die polnischen Streitkräfte aus einer Bestellung von insgesamt 250 Abrams-Panzern.

Panzer aus den USA: Polen hatte wegen Wladimir Putin 250 Abrams bestellt

Wie das Fachmagazin Soldat & Technik schreibt, sind nun 117 Abrams ausgeliefert (Stand: 2. Dezember 2025) Zudem habe die polnische Armee mittlerweile 26 von 49 bestellten Bergepanzern M88A2 Hercules auf Abrams-Fahrgestell erhalten. Die polnische Regierung aus Warschau hatte im April 2022 unter dem Eindruck des heimtückischen russischen Überfalls auf die Ukraine 250 Abrams-Panzer M1A2 SEPv3 für kolportiert 4,75 Milliarden US-Dollar in den USA geordert.

Anfang 2025 hatten die Amerikaner die erste Charge mit 28 nachgerüsteten M1A2 SEPv3 für zwei polnische Panzer-Kompanien geliefert. Im Mai folgten 19 weitere Abrams-Kampfpanzer für die Polen. Laut ukrainischem Online-Portal Defense Express (DE) sollen die amerikanischen Panzer-Lieferungen für die polnischen Streitkräfte Ende 2026 abgeschlossen sein. Zwischen Juni 2023 und Juni 2024 hatte Warschau in vier Chargen bereits 116 gebrauchte Abrams-Panzer M1A1FEP aus den Vereinigten Staaten bekommen.

Die Version M1A2 SEPv3 ist kampfwertgesteigert. Das Wärmebildgerät des Richtschützen hat zum Beispiel eine 50-fach vergrößernde Optik. Auch die Abrams sollen der Abschreckung gegen Putins Kreml-Regime und die Atommacht Russland dienen. Polen grenzt an die russische Ostsee-Exklave Kaliningrad. Und das Moskauer Regime poltert in Person des Putin-Vertrauten Dmitri Medwedew immer wieder gegen die Polen.

Wegen Wladimir Putin: Polen rüstet seine Streitkräfte erheblich auf

Der Stellvertretender Vorsitzender des Sicherheitsrates der Russischen Föderation hatte in den vergangenen Jahren wiederholt polemische Drohgebärden gegen Warschau geäußert. Polen rüstet seine Streitkräfte wegen der russischen Bedrohung massiv auf. So hatte Deutschlands Nachbar etwa im Sommer 2023 genau 96 Kampfhubschrauber AH-64E „Apache“ in den Vereinigten Staaten bestellt. Im Februar 2023 hatten die Polen zudem bis zu 500 Himars-Mehrfachraketenwerfer von den Amerikanern geordert.

Und schon im Sommer 2022 ging die Bestellung über 1000 Kampfpanzer „K2“ sowie 672 Panzerhaubitzen „K9“ nach Südkorea raus. Putin hatte am Dienstag (2. Dezember) in Moskau im Umfeld des Besuchs des US-Sondergesandten Steve Witkoff laut Nachrichtenagentur Interfax erklärt: „Wir haben nicht vor, mit Europa zu kämpfen, das habe ich schon 100 Mal gesagt. Aber wenn Europa wiederum kämpfen will und anfängt, dann sind wir dazu sofort bereit.“ (Quellen: X, Polskie Radio, DE, Interfax) (pm)

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