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Kreml-Kritiker Kara-Mursa wegen „Hochverrats“ zu 25 Jahren Haft verurteilt

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Russlands Ex-Präsident Medwedew attackiert Polen verbal. Aufnahmen zeigen Massen-Gräber der Wagner-Söldner. Der Ukraine-Krieg im News-Ticker.

Update vom 17. April, 14.01 Uhr: Dieser News-Ticker zum Ukraine-Krieg ist beendet. Die weiteren Entwicklungen finden Sie hier.

Update vom 17. April, 10.52 Uhr: Der Kreml-Kritiker Kara-Mursa ist in Moskau zu 25 Jahren Haft verurteilt worden. Das berichtete die Nachrichtenagentur AFP. Die Staatsanwaltschaft hatte dem 41-Jährigen unter anderem des „Hochverrats“ und der Verbreitung von „Falschinformationen“ über die russische Armee vorgeworfen.

Noch am vergangenen Dienstag (11. April) erklärte Kara-Mursa, er bereue keine seiner Äußerungen. Er werfe sich selbst allerdings vor, dass es ihm nicht gelungen sei, genügend Landsleute und Politiker in demokratischen Ländern von der Gefahr überzeugt zu haben, welche die gegenwärtige Kreml-Führung für Russland und die Welt darstelle.

Der bekannte Aktivist ist ein langjähriger Gegner von Präsident Wladimir Putin und war ein Vertrauter des im Jahr 2015 erschossenen Oppositionsführers Boris Nemzow.

11:14Wladimir Kara-Mursa (Archivbild)

Ukraine-Krieg: Kiew äußert sich über „Ukraine-Leaks“ und Russlands Verluste in Bachmut

Update vom 17. April, 6.40 Uhr: Der ukrainische Verteidigungsminister Olexij Resnikow hat sich über die „Ukraine-Leaks“ sowie die Kriegsverluste geäußert. Genaue Zahlen gibt es nicht – beide Seiten wollen nicht ihr Gesicht verlieren. Resnikows Andeutungen lassen aber Schlimmes erahnen.

„Es ist unser Hauptziel, das Leben unserer Soldaten zu retten, während Russland sie als Kanonenfutter benutzt. Es ist die Fleischwolf-Taktik“, sagte er nun der spanischen Zeitung La Razón. „Allein in Bachmut verliert Russland jeden Tag 500 Mann – entweder als Tote oder Verwundete.“

Bilder des Ukraine-Kriegs: Großes Grauen und kleine Momente des Glücks

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Der Krieg begann Ende Februar mit Angriffen Russlands auf zahlreiche Städte der Ukraine. Die Truppen aus Moskau nahmen frühzeitig auch Kiew, die Haupstadt des Landes, unter Raketenbeschuss. Eine der russischen Raketen wurde als Teil einer Ausstellung vor dem Nationalmuseum für Militärgeschichte platziert. Kurator Pavlo Netesov wollte nach eigener Aussage mit der Ausstellung der zerstörten Ausrüstung die Bewohnerinnen und Bewohner Kiews an die Straßenkämpfe erinnern, die in anderen Städte der Ukraine tobten, von denen die Hauptstadt aber verschont blieb. © Sergei Supinsky/afp
Wolodymyr Selenskyi in Donezk
Eine dieser Städte war Donezk. Im Mai 2022 besuchte der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj die einstige Millionenmetropole und hörte sich dort den Bericht von Frontsoldaten an. In Donezk tobt der Krieg zwischen Russland und der Ukraine bereits seit 2014. Seitdem herrscht dort ein von Moskau installiertes Regime, das sich selbst Volksrepublik Donezk nennt. Nach einigen vorübergehenden Waffenstillstandsabkommen ist die Stadt im Südosten nun wieder Ort erbitterterte Kämpfe. © Uncredited/dpa
Menschen suchen Deckung in Lyssytschansk
Es ist vor allem die Zivilbevölkerung, wie diese beiden Kinder und Seniorinnen in Lyssytschansk, die unter dem Ukraine-Krieg leiden. Die Großstadt liegt mitten im Donbass, die seit Kriegsausbruch am schwersten umkämpfte Region in der Ukraine. Die Bewohnerinnen und Bewohner, die nicht fliehen oder konnten, müssen nun regelmäßig Schutz vor Artilleriebeschuss suchen. © Aris Messinis/afp
Tschassiw Jar, Kleinstadt der Ukraine in der Nähe Lyssytschansk
Unweit von Lyssytschansk liegt die Kleinstadt Tschassiw Jar. Dort räumen Arbeiter die Trümmer eines Hauses von der Straße, das von einer russischen „Hurrikan“-Rakete getroffen wurde. Im Juli 2022 feierte Russland vor allem in der Donbass-Region militärische Erfolge. Zahlreiche Städte und Gemeinden wurden erobert. Die Truppen Wladimir Putins schienen die Ukraine im Sturm zu erobern. © Anatolii Stepanov/afp
brennendes Weizenfeld in der Region Saporischschja
Dieser Mann in Militäruniform ist in einem brennenden Weizenfeld in der Region Saporischschja, während russische Truppen Felder beschießen, um die örtlichen Landwirte an der Getreideernte zu hindern. Die Ukraine auszuhungern und die Ernte zu stehlen, war von Anfang an Teil der russischen Strategie © Uncredited/dpa
Das sechsmonatige Jubiläum im August war ein trauriger Abschnitt im russischen Angriffs-Krieg
Das sechsmonatige Jubiläum des UKraine-Kriegs im August war ein trauriger Abschnitt der russischen Invasion. Doch die ukrainischen Streitkräfte leisteten mit Herz und allen Mitteln weiter Widerstand und feierten ihre Nation, wie hier mit Drohne und ukrainischer Flagge über dem „Monument des Mutterlands“ in Kiew. © Dimitar Dilkoff/afp
Hier wurde im September in der Stadt Kupiansk in der Kharkiv Region eine Brücke bombadiert
Im September begannen die Truppen Wladimir Putins, die Infrastruktur der ukrainischen Städte unter Beschuss zu nehmen. In der Stadt Kupiansk in der Region Kharkiw bombardierte Moskau eine Brücke. An vielen anderen Städten versuchten die russischen Streitkräfte, die Energieversorgung zu stören. © Yasuyoshi Chiba/afp
Statt eines kurzen Angriffskriegs, den der russische Präsident Wladimir Putin geplant hatte, dauert der Krieg immer noch an.
Weil die Erfolge in der Ukraine ausblieben, benötigten die russischen Truppen immer mehr Rekruten für die Front. Präsident Wladimir Putin verkündete deshalb eine Teilmobilisierung im eigenen Land. Tausende junger Männer mussten sich wie dieser Mann in der Stadt Kineschma von ihren Müttern verabschieden und in den Ukraine-Krieg ziehen. © Vladimir Smirnov/imago
Hier sieht man Putin bei einer Ansprache auf einem großen Screen auf dem Roten Platz anlässlich der Annexion von vier Regionen der Ukraine, die von russischen Truppen im September besetzt waren
Im Osten der Ukraine schuf Wladimir Putin Ende September Tatsachen. Vier Regionen des Landes, die zuvor ihre Unabhängigkeit erklärt hatten, wurden annektiert. Anlässlich der Gebietsgewinne richtete sich Putin in einer TV-Ansprache an die Bevölkerung Russlands. Zumindest auf dem Roten Platz in Moskau wurde Putins Rede frenetisch bejubelt. © Alexander Nemenov/afp
Nach der Explosion eines Lastwagens in der Nähe von Kertsch am 8. Oktober 2022 steigt schwarzer Rauch aus einem Feuer auf der Brücke von Kertsch auf
Nach der Explosion eines Lastwagens in der Nähe von Kertsch am 8. Oktober 2022 steigt schwarzer Rauch aus einem Feuer auf der Brücke von Kertsch auf. Sie ist die einzige Landverbindung zwischen Russland und der annektierten Krim-Halbinsel. Russland versprach, die Täter zu finden, ohne die Ukraine sofort zu beschuldigen. © Uncredited/afp
Ukrainische Artilleristen feuern eine 152-mm-Schleppgeschütz-Haubitze (D20) auf eine Stellung an der Frontlinie in der Nähe der Stadt Bakhmut in der ostukrainischen Region Donezk Ende Oktober während des russischen Einmarsches in die Ukraine
Ebenfalls im Oktober gelingt es der Ukraine, an vielen Frontabschnitten vorzurücken. Das gelingt den Streitkräften vor allem dank der Unterstützung aus dem Westen, die immer mehr schweres Gerät in den Konflikt liefert. Hier feuern ukrainische Artilleristen eine 152-mm-Schleppgeschütz-Haubitze (D20) auf eine Stellung an der Frontlinie in der Nähe der Stadt Bakhmut in der ostukrainischen Region Donezk ab. © Dimitar Dilkoff/afp
Ein Einwohner von Cherson hebt seinen Daumen zur Unterstützung der Ukraine auf dem Hauptplatz der Stadt nach der Befreiung von den russischen Besatzern
Mitte November gelingt den ukrainischen Truppen ein großer Erfolg. Sie können die Hafenstadt Cherson im Südosten des Landes zurückerobern. Die Millionenmetropole besitzt neben hohem strategischem auch symbolischen Wert im Kampf gegen Russland. Ein Bewohner feiert die Befreieung mit erhobenem Daumen im Zentrum der Stadt. © Celestino Arce Lavin/dpa
An diesem Tag hielt die Welt den Atem an: Eine Luftaufnahme zeigt den Ort, an dem am 15. November 2022 zwei Männer im ostpolnischen Dorf Przewodow, nahe der Grenze zur kriegszerstörten Ukraine, durch einen Raketeneinschlag getötet wurden
An diesem Tag hielt die Welt den Atem an: Eine Luftaufnahme zeigt den Ort, an dem am 15. November 2022 zwei Männer im ostpolnischen Dorf Przewodow, nahe der Grenze zur kriegszerstörten Ukraine, durch einen Raketeneinschlag getötet wurden. Russland attackierte die Ukraine mit einem massiven Angriff auf die zivile Infrastruktur, wodurch Millionen von Haushalten ohne Strom blieben. Unmittelbar nach dem Vorfall gab es Befürchtungen, dass es sich um eine neue Eskalation des Konflikts handeln könnte, doch am 16. November 2022 gab Polen bekannt, dass das Geschoss wahrscheinlich von der ukrainischen Luftabwehr stammte. Diese Theorie wurde dann auch von Washington bestätigt. © Wojtek Radwanski/Damien Simonart/afp
ein Werk des britischen Straßenkünstlers Banksy auf einer mit Schnee bedeckten Panzerabwehrkonstruktion
Auch Banksy besuchte die Ukraine inmitten des Krieges. Ein am 17. November 2022 aufgenommenes Foto zeigt ein Werk des britischen Straßenkünstlers auf einer mit Schnee bedeckten Panzerabwehrkonstruktion auf dem Unabhängigkeitsplatz in Kiew. Zu diesem Zeitpunkt war bereits klar, dass die Ukraine sich auf einen Winter des Krieges einstellen wird müssen. © Sergei Supinsky/afp
Dmitri Schewtschenko, Mitarbeiter von Rosenergoatom, inspiziert einen Tank mit destilliertem Wasser, um den Betrieb des vierten Blocks des Kernkraftwerks Saporischschja zu gewährleisten
Weitere harte Angriffe auf die ukrainische Infrastruktur. Sogar Kernkraftwerke werden zum Ziel russischer Raketen. Dmitri Schewtschenko, Mitarbeiter von Rosenergoatom, inspiziert einen Tank mit destilliertem Wasser, um den Betrieb des vierten Blocks des Kernkraftwerks Saporischschja zu gewährleisten, der durch Beschuss im Zuge der russischen Militäroperation in der Ukraine in Enerhodar beschädigt wurde. © Alexey Kudenko/imago
Eine Frau spielt Gitarre in einer Kneipe während eines Stromausfalls in Lemberg am 2. Dezember 2022
Kleine Momente des Glücks im Wahnsinn des Krieges: Eine Frau spielt Gitarre in einer Kneipe während eines Stromausfalls in Lemberg am 2. Dezember 2022, als die Stadt nach den jüngsten massiven russischen Luftangriffen auf die ukrainische Energieinfrastruktur von einem geplanten Stromausfall betroffen ist. © Yuriy Dyachyshyn/afp
Hier trifft sie auf den Heiligen Mykola (Heiliger Nikolaus) am 19. Dezember 2022 in Cherson, inmitten der russischen Invasion in der Ukraine
Für einen Augenblick darf dieses Mädchen einfach Kind sein. Hier trifft sie auf den Heiligen Mykola (Heiliger Nikolaus) am 19. Dezember 2022 in Cherson, inmitten der russischen Invasion in der Ukraine © Dimitar Dilkoff/afp
Ukraine-Krieg - Jahrestag Kriegsbeginn- Kiew
Ukrainische Soldaten erinnern am 24. Februar 2023 an der Sophienkathedrale in Kiew an den Beginn des Ukraine-Kriegs ein Jahr zuvor. © Kay Nietfeld/dpa
Ukraine-Krieg - Orthodoxe Ostern in Saporischschja
Die kirchlichen Rituale werden in der Ukraine auch im April 2023 befolgt: Orthodoxe christliche Priester und Gläubige bei der Segnung der traditionellen Osterkörbe am Ostersonntag in der St. Nikolaus-Kirche in Saporischschja. © Andriy Andriyenko/dpa
Ukraine-Krieg - Ukrainische Gegenoffensive im Süden des Landes
Ukrainische Soldaten gestikulieren im September 2023 auf ihrem Bradley Fighting Vehicle (BFV) in der Frontstadt Orichiw. Aus ihrem amerikanischen Schützenpanzer berichten sie von schweren Gefechten. Seit Kriegsbeginn stand Orichiw unter ständigem Beschuss der russischen Armee. © Oliver Weiken/dpa
Ukraine-Krieg - Kupjansk
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj (Mitte) wird am 30. November 2023 während eines Besuchs in einem Gefechtsstand an der Front in Kupjansk über die Kriegssituation informiert. © dpa
Lwiw
Auch im Dezember 2023 feiern die Menschen in der Ukraine Weihnachten. In Lwiw besuchen sie den Gottesdienst an Heiligabend und bereiten sich darauf vor, den ersten Weihnachtsfeiertag am 25. Dezember zu feiern.  © Yuriy Dyachyshyn/AFP
Ukraine-Krieg - Charkiw
Ein großer Haufen Trümmer mit Resten von russischen Raketen liegt in der Stadt Charkiw. In den frühen Morgenstunden des 15. Februar 2024 schlug eine russische Rakete in einem Wohngebiet von Chugugyv ein und tötete eine 67-jährige Frau. © Ximena Borrazas/dpa
Charkiw
Trotz Gesprächen über eine Waffenruhe dauert der Ukraine-Blick auch im Jahr 2025 weiter an. Charkiw steht mehrmals schwer unter russischem Beschuss. Das Kunstwerk „Kreuz des Friedens“ mit einem Kruzifix aus 20.000 Fragmenten russischer Artilleriegeschosse wurde vom amerikanisch-ukrainischen Künstler Sergey Melnikoff (besser bekannt als MFF) und dem ukrainischen Künstler Viktor Belchik geschaffen. © Sergey Bobok/AFP
Ukraine-Krieg - Sumy
Bei einem schweren russischen Luftschlag mit ballistischen Raketen gegen die Stadt Sumy kommen am Palmsonntag 2025 mehr als 30 Menschen ums Leben. Mehr als 100 Zivilpersonen werden verletzt. Unter den Toten sind auch Kinder. © Evgeniy Maloletka/dpa

Zu den „Ukraine-Leaks“ sagte Resnikow: „Dieser Leak ist interessant, weil er eine Mischung aus Wahrheit und Lüge ist.“ Das Hauptziel sei, das Vertrauen zwischen den Verbündeten zu untergraben, mutmaßte er. „Sie verwenden zum Beispiel falsche Opferzahlen und implizieren, dass Washington unseren Fähigkeiten zur Gegenoffensive nicht traut.“ Es stimme nicht, dass sich aktuell Nato-Soldaten in der Ukraine befänden, beharrte der Politiker: „Natürlich gibt es Militärattachés aus Ländern der Allianz, aber sie sind in ihren Botschaften in Kiew. Nicht auf dem Schlachtfeld.“

Der ukrainische Verteidigungsminister Olexij Resnikow mit einem britischen Kampfpanzer „Challenger 2“ (Videostill vom 28. März 2023)

Ukraine-Krieg: Sorge vor China-Russland-Bündnis

Update vom 16. April, 21.28 Uhr: Chinas Verteidigungsminister Li Shangfu hebt bei seinem Treffen mit dem russischen Präsidenten Wladimir Putin die „sehr starken Beziehungen“ Russlands und Chinas hervor. „Sie sind besser als die militärischen und politischen Allianzen aus der Zeit des Kalten Krieges“, sagt er im Kreml. Zudem seien die russisch-chinesischen Beziehungen „sehr stabil“.

„In letzter Zeit hat sich die Zusammenarbeit zwischen Russland und China im militärischen und technischen Bereich sehr gut entwickelt. Sie ist ein Beitrag zur globalen und regionalen Sicherheit“, wird Li von der russischen Staatsagentur Tass zitiert. Putin sieht in der militärischen Kooperation Chinas und Russlands eine Stärkung der „strategischen und vertrauensvollen Beziehungen“ der beiden Länder.

Ukraine-Krieg: China betont die starke Beziehung zu Russland.

Update vom 16. April, 19.39 Uhr: Die russischen Streitkräfte haben nach Angaben des Generalstabs in Kiew im Osten der Ukraine Dutzende Angriffe gegen Stellungen der ukrainischen Verteidiger geführt. Dabei erlitten die russischen Einheiten nicht näher genannte, schwere Verluste, teilte die ukrainische Armeeführung am Sonntag in ihrem täglichen Lagebericht mit. Insgesamt seien rund um Bachmut und Marjinka 45 russische Angriffe abgewehrt worden. Die Angaben konnten nicht unabhängig geprüft werden.

„Der Feind erleidet erhebliche Verluste, aber er hält an seinen Plänen zur Besetzung ukrainischen Gebiets fest.“ Trotz der Vielzahl russischer Angriffe sei die Frontlinie unverändert geblieben.

Ukraine-Krieg: Offizieller gibt Auskunft über ukrainische Verluste

Update vom 16. April, 18.40 Uhr:  Der ukrainische Verteidigungsminister Olexij Resnikow hat einen Hinweis auf die ungefähre Höhe der eigenen Verluste seit Beginn des russischen Angriffskrieges gemacht. „Ich kann Ihnen keine genaue Zahl sagen, aber versichern, dass sie niedriger als die Zahl der Toten bei dem Erdbeben in der Türkei ist“, sagte er in einem am Sonntag veröffentlichten Interview mit der spanischen Zeitung „La Razón“. Nach türkischen Angaben starben bei dem Erdbeben vom 6. Februar im Südosten des Landes mehr als 50 000 Menschen.

Bisher machte die Ukraine keine Angaben zur Zahl ihrer Verwundeten und Gefallenen. Zu den gesamten ukrainischen Opferzahlen existieren nur Schätzungen. Kiew sieht die Zahlen als ein Staatsgeheimnis an.

Ukraine-Krieg: US-Ministerin fordert Reparationen von Russland

Update vom 16. April, 18.16 Uhr: Russland sollte nach Auffassung von US-Finanzministerin Janet Yellen die finanzielle Verantwortung für die Zerstörung in der Ukraine übernehmen. „Ich denke, Russland sollte für den Schaden, den es der Ukraine zugefügt hat, bezahlen“, sagte Yellen am Sonntag im US-Fernsehen mit Blick auf den russischen Angriffskrieg gegen die Ukraine. Auf die von der Ukraine geforderte Beschlagnahmung russischer Vermögenswerte reagierte sie jedoch zögerlich. „Das ist etwas, was wir mit unseren Partnern diskutieren. Aber Sie wissen, dass es rechtliche Beschränkungen dafür gibt, was wir mit eingefrorenen russischen Vermögenswerten tun können.“

Ukraine-Krieg: Friedhof wohl in der Nähe von Bachmut entstanden

Update vom 16. April, 17.24 Uhr: In einem von Russland besetzten Dorf in der Nähe der ostukrainischen Städte Soledar und Bahmut ist offenbar innerhalb von einem Monat ein großer Friedhof entstanden. Das berichtet das Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND) unter Berufung auf Satellitenbilder. Den Aufnahmen zufolge sind die rund 200 Gräber in Wolodymyriwka, das vor dem Krieg 675 Einwohner zählte, zwischen dem 23. Februar und dem 1. April 2023 ausgehoben worden.

Aus Drohnenaufnahmen der ukrainischen Armee vom 10. April geht hervor, dass zu diesem Zeitpunkt etwa 70 der Gräber für eine Bestattung vorbereitet waren, in den übrigen 130 Gräbern sind bereits Personen bestattet worden. Die Gräber sind Aufnahmen zufolge einzeln ausgehoben. „Höchstwahrscheinlich handelt es sich um getötete Kämpfer der Gruppe Wagner, da diese oft keine Angehörigen mehr in der Heimat haben, mit ihren Familien gebrochen haben und somit in der Ukraine verbleiben“, sagt Oberst Markus Reisner dem RND.

Ukraine spricht weiter von Gegenoffensive - doch Experten warnen

Update vom 16. April, 15.10 Uhr: Die Ukraine spricht weiterhin über den Plan einer Gegenoffensive, um russische Truppen aus weiten Teilen des Landes zu vertreiben. Gegenüber der Financial Times warnten militärische Beamte und Analysten jedoch, dass dies mit einem „sehr hohen Risiko“ verbunden ist. Schließlich müssten alle einzelnen Einheiten, die an der Offensive beteiligt sind, äußerst synchron miteinander arbeiten. „Es benötigt eine gigantische Orchestrierung vernetzter Kampfführung“, betonte der britische Ex-Soldat Nick Gunnell, der in den Royal Engineers des britischen Militärs große Erfahrungen mit Operation zum Durchbruch sammeln konnte. Jeder müsse die zugeschriebene Rolle auch wirklich spielen.

Die russische Lufthoheit könne die gepanzerten Fahrzeuge des ukrainischen Militärs „zerquetschen“ warnte er. Die fehlende Luftunterstützung erschwert offenbar die Durchführung der Gegenoffensive. Ben Barry, ein ehemaliger britischer Kommandeur eines gepanzerten Infanteriebataillons, räumte dies ein: „Erfolgreiche Beispiele ohne Lufthoheit sind selten.“ Die Analysten warnen, dass die ukrainische Armee nur wenig Erfahrung mit synchronen Operationen hat und zudem einen Großteil erfahrener Soldaten in den bisherigen Kämpfen verloren hat.

Ukraine-Krieg: Russland setzt Angriffe fort

Update vom 16. April, 13.34 Uhr: Auch während des orthodoxen Osterfests gab es schwere Angriffe auf die Ukraine. Durch russischen Beschuss seien in der Nacht zum Sonntag (16. April) in der Region Mykolajiw zwei Teenager getötet worden, teilte der dortige Militärgouverneur Witalij Kim nun mit.

Auch im Gebiet Saporischschja berichtete der Leiter der Militärverwaltung, Jurij Malaschko, von einem „massiven Angriff“ der Russen. Dabei sei etwa eine Kirche beschädigt worden, so dass der Gottesdienst habe abgesagt werden müssen. „Nichts ist heilig, selbst in der Nacht der Auferstehung Christi“, schrieb Malaschko.

In der östlichen Stadt Slowjansk war am Freitag eine Rakete in ein Wohnviertel eingeschlagen. Noch immer würden Bewohner in den Trümmern vermisst, hieß es von vor Ort. Letzten Angaben zufolge waren bei dem Angriff elf Zivilisten getötet worden – darunter auch ein Kleinkind. Mehr als 20 weitere Menschen wurden den ukrainischen Angaben zufolge verletzt.

Ukraine-Krieg: Putin-Freund Medwedew droht Polen mit Vernichtung

Update vom 16. April, 12.25 Uhr: Dmitri Medwedew poltert wieder. Der Ex-Kremlchef fällt oft durch Hetze gegen den Westen auf. In einem seiner Tweets geht es nun gegen Polen. Den Eintrag vom Freitag (14. April) hat Medwedew – der als Verbündeter Putins gilt, den ein Experte aber auch als möglichen Putin-Nachfolger nicht ausschließt – auf Englisch und Polnisch verfasst.

„Irgendein Dummkopf namens Mateusz Morawiecki hat behauptet, die Ukraine habe das Recht, Russland anzugreifen – und dass er sich keine Sorgen über einen Krieg der Nato gegen Russland machen würde, weil Moskau einen solchen Krieg bald verlieren würde“, hieß es da.

„Ich weiß nicht, wer einen solchen Krieg gewinnen oder verlieren wird, aber angesichts der Rolle Polens als Außenposten der Nato in Europa wird dieses Land mit Sicherheit verschwinden, und zwar zusammen mit seinem dummen Premierminister“, fuhr er fort.

Ukraine-Krieg: Putin feiert Ostern mit Patriarch Kirill

Update vom 16. April, 11.41 Uhr: Wladimir Putin hat in der Christ-Erlöser-Kathedrale in Moskau das orthodoxe Ostern gefeiert. Gemeinsam mit dem Bürgermeister Sergej Sobjanin besuchte der Kremlchef in der Nacht zum Sonntag (16. April) einen Gottesdienst des russisch-orthodoxen Kirchenoberhaupts, Patriarch Kirill.

In der diesjährigen Osterbotschaft des Kremls sagte Putin, gegen den mittlerweile ein internationaler Haftbefehl wegen mutmaßlicher Kriegsverbrechen erlassen wurde: „Das wunderbare, geliebte Osterfest schenkt den Gläubigen Hoffnung, inspiriert zu guten Gedanken und Taten und dient dazu, in der Gesellschaft hohe moralische Ideale und Werte zu bekräftigen.“

Putin lobte zudem die russisch-orthodoxe Kirche, die sich „angesichts ernsthafter Herausforderungen aktiv in Sachen Barmherzigkeit und Nächstenliebe“ engagiere. Kirill gilt international allerdings vor allem als glühender Befürworter von Putins Überfall auf die Ukraine – und verteidigte diesen in der Vergangenheit immer wieder unter anderem in Predigten.

Ukraine-Krieg: Wagner-Chef Prigoschin spricht jetzt von „ehrlichem Kampf“

Update vom 16. April, 10.50 Uhr: Jewgeni Prigoschin hat sich wieder zu Wort gemeldet. Zuvor hatte der Chef der berüchtigten russischen Söldnergruppe Wagner mit einem Text über ein mögliches Ende des Ukraine-Kriegs für Aufsehen gesorgt. Nun ließ er über seinen Pressedienst die Medienberichte kommentieren: Die Hauptaussage seines Artikels sei gewesen, dass es einen „ehrlichen Kampf“ geben müsse, stellte er klar.

Ukraine-Krieg: Kiew veröffentlicht neue Zahlen zu Russlands Verlusten

Update vom 16. April, 9.41 Uhr: Der ukrainische Generalstab hat neue Zahlen zu den Verlusten Russlands veröffentlicht. Demnach hat der Angreifer binnen eines Tages mehr als 500 Soldaten verloren. Unabhängig verifizieren lassen sich diese Angaben zunächst nicht. Eine Auswahl aus dem Facebook-Post aus Kiew:

  • Soldaten: Bislang insgesamt 182.070 (+ 520)
  • Flugzeuge: 308 (+1)
  • Panzer: 3657 (+4)
  • Gepanzerte Fahrzeuge: 7083 (+10)
  • Artilleriesysteme: 2795 (+10)
  • Quelle: Ukrainischer Generalstab vom 16. April. Die Angaben lassen sich nicht unabhängig prüfen.

Ukraine-Krieg: G7-Außenminister beraten in Japan über Rolle Chinas in dem Konflikt

Update vom 16. April, 6.13 Uhr: Im japanischen Karuizawa kommen an diesem Sonntag (16. April) die Außenminister der G7-Staaten zu Beratungen unter anderem über den Ukraine-Krieg zusammen. Eine wichtige Rolle bei den Gesprächen dürfte auch Chinas Rolle angesichts des Konflikts sein, die vom Westen als zu russlandfreundlich kritisiert wird. Außenministerin Annalena Baerbock (Grüne), die an den Beratungen teilnimmt, hatte Peking am Vortag vorgeworfen, weltpolitisch „seine eigenen Regeln“ schaffen zu wollen.

Ukraine-Krieg: Kiew meldet russische Angriffe in Donezk

Update vom 15. April, 22.25 Uhr: Während immer wieder über eine mögliche ukrainische Gegenoffensive spekuliert wird, attackiert Russland nach Angaben des ukrainischen Militärstabes vor allem die Region Donezk. Die Bemühungen von Putins Armee konzentrieren sich nach Einschätzung der aktuell Lage im Ukraine-Krieg besonders auf vier Orte. Demnach sind die Städte Lyman, Bachmut, Awdjiwka und Marinka derzeit die Hauptziele der russischen Angriffe. Die schwersten Gefechte würden sich nach weiteren Angaben in Bachmut und Marinka abspielen. Hier habe die ukrainische Armee 40 Angriffe binnen 24 Stunden entgegenstellen müssen.

Dabei sei es vor allem zu russischen Luftangriffen auf bewohnte Gebiete gekommen, erklärte der Generalstab in seiner Meldung, die sich bisher nicht unabhängig bestätigen ließ. „Die russischen Aggressoren nutzen weiterhin Terror-Taktiken und die Wahrscheinlichkeit von weiteren Raketen- und Luftangriffen bleibt hoch.“

Russland erobert nach eigenen Angaben weitere Bezirke in Bachmut

Vor allem in Bachmut, merkt ein westlicher Geheimdienst an, haben die Russen wohl ihrem Angriff „neuen Schwung verliehen“. Scheinbar ist dieser Umstand auf die verbesserte Zusammenarbeit zwischen der regulären Armee und den Söldner der Wagner-Gruppe zurückzuführen. Nach Angaben des russischen Verteidigungsministeriums konnten Russland in Bachmut weitere Gebietsgewinne verzeichnen. Demnach sei es den Wagner-Söldner gelungen, „zwei Bezirke am nördlichen und südlichen Stadtrand“ zu erobern.

Unabhängig bestätigen ließ sich diese Entwicklung ebenso wenig, wie die Aussage, dass die ukrainischen Truppen auf ihrem Rückzug mutwillig die eigene Infrastruktur, um einen weiteren Vormarsch der russischen Streitkräfte zu erschweren. Der ukrainische Generalstab teilte hingegen mit, dass die Russen zwar weiterhin den Versuch von Vorstößen unternahmen, aber keine Erfolge verzeichnen konnten.

Ukraine setzt auf wegen des Angriffskrieges weiter russische Unternehmen und Personen auf Sanktionsliste

Update vom 15. April, 20.23 Uhr: Angesichts des andauernden russischen Angriffskriegs hat die Ukraine Hunderte weitere russische Firmen und Einzelpersonen auf ihre Sanktionsliste gesetzt. Zu den mehr als 240 betroffenen Unternehmen zählen etwa die Internet-Konzerne Yandex und VK, wie aus den am Samstag veröffentlichten Dekreten von Präsident Wolodymyr Selenskyj hervorgeht. Auch die Tochter von Russlands Verteidigungsminister Sergej Schoigu, Xenia Schoigu, steht auf der Liste. Unter den mehr als 400 sanktionierten Menschen sind zudem viele bekannte Sportler – auch aus der mit Russland verbündeten Ex-Sowjetrepublik Belarus.

Die Betroffenen dürfen beispielsweise keine Geschäfte mehr in der Ukraine führen oder nicht mehr einreisen. Falls vorhanden, wird oft auch ihr Vermögen in der Ukraine eingefroren. In vielen Fällen dürften die Sanktionen aber vor allem symbolischen Wert haben.

Update vom 15. April, 18.21 Uhr: Die Söldnergruppe Wagner hat russischen Angaben zufolge in Bachmut weiter Boden gutgemacht. Es seien zwei weitere Stadtteile eingenommen worden, zitieren russische Nachrichtenagenturen das Verteidigungsministerium.

Berichte über Explosion in Russland: Hohe Rauchsäule steigt über Kasan auf

Update vom 15. April, 15.45 Uhr: Nahe der russischen Großstadt Kasan ist offenbar ein Feuer ausgebrochen. Die lokale Zeitung InKazan berichtet von einer schwarzen Rauchsäule im südlichen Teil der Stadt. Dort befinde sich ein Panzerübungsplatz. Die Ukrainska Pravda sowie das Portal Nexta zeigten zudem Videos des Brandes. In sozialen Medien hieß es, Anwohner hätten eine laute Explosion auf dem Panzerübungsplatz gehört. Das russische Katastrophenschutzministerium teilte mit, es habe keine Berichte über Explosionen, Sprengungen oder Brände in dem Gebiet erhalten.

Update vom 15. April, 15.25 Uhr: Bei russischen Angriffen in der Ukraine gab es am Samstag mindestens 31 Verletzte und neun Tote. Kiew meldete Beschuss in den Regionen Tschernihiw, Sumy, Charkiw, Luhansk, Donezk, Saporischschja, Mykolajiw, Dnipropetrowsk und Cherson.

News im Ukraine-Krieg: Zahl der Todesopfer nach russischem Raketenangriff steigt

Update vom 15. April, 13.50 Uhr: Nach dem Einschlag einer russischen Rakete in ein Wohnviertel in der ostukrainischen Stadt Slowjansk ist die Zahl der Todesopfer Behördenangaben zufolge inzwischen auf elf gestiegen. In der Nacht hätten Rettungskräfte eine Frau leblos aus dem schwer beschädigten Hochhaus geborgen, teilte Bürgermeister Wadym Ljach auf Facebook mit. Noch immer werden demnach unter den Trümmern fünf Menschen vermisst. Unter den Todesopfern soll auch ein zwei Jahre altes Kind sein. Mehr als 20 Personen wurden demnach verletzt.

Die Rakete war ukrainischen Angaben zufolge am Freitagnachmittag in der Großstadt im schwer umkämpften Gebiet Donezk eingeschlagen. Auf Fotos ist ein mehrstöckiges Gebäude zu sehen, in dem in den oberen Etagen ein großes Loch klafft.

Ukraine-Krieg: Mehrere Explosionen in Mariupol

Update vom 15. April, 12.30 Uhr: In der Großstadt Mariupol ist es offenbar zu zwei schweren Explosionen gekommen. Ein ukrainischer Beamter, Petro Andriuschtschenko, schrieb auf Telegram: „Es gab gerade zwei starke Explosionen in Mariupol.“ Auch in den sozialen Netzwerken kursieren Fotos, die ein schwer beschädigtes Gebäude zeigen, welches in Mariupol stehen soll. Die Faktenlage ist bislang allerdings noch unklar.

Ukraine-Krieg: Pro-russischer Politiker berichtet von ukrainischem Angriff

Update vom 15. April, 11.35 Uhr: Bei einem Angriff der ukrainischen Streitkräfte auf die russisch kontrollierte Stadt Jassynuwata in der Region Donezk sollen mehrere Menschen getötet und verletzt worden sein. Dies berichtet Reuters unter Berufung auf den Interimspräsidenten der selbsternannten „Volksrepublik Donezk“, Denis Puschilin. Weder die Opferzahlen noch der Beschuss selbst konnte bislang aber bestätigt werden.

Ukraine-Krieg: Brasilianischer Präsident ruft zu Frieden auf

Update vom 15. April, 10.00 Uhr: Der brasilianische Präsident Lula da Silva hat die USA dazu aufgefordert, den Ukraine-Krieg nicht länger „zu fördern“ und stattdessen „anfangen, über Frieden zu reden“. Auf diese Weise könne die internationale Gemeinschaft Putin und Selenskyj davon „überzeugen“, dass „Frieden im Interesse der ganzen Welt liegt“, sagte Lula vor der Presse im Rahmen seines China-Besuchs.

Vor seiner Reise hatte Lula vorgeschlagen, eine Gruppe von Ländern zu bilden, die in dem Krieg vermitteln soll, und sagte, er werde dies in Peking besprechen. Auf die Frage nach den Fortschritten dieser Initiative nach seinem Gespräch mit Xi nannte Lula jedoch keine Einzelheiten.

Russische Verluste im Ukraine-Krieg: Moskau verliert 500 Soldaten

Update vom 15. April, 08.25 Uhr: Russland hat in den vergangenen Wochen im Angriffskrieg gegen die Ukraine etliche Waffen und militärische Ausrüstung verloren. Wie die Ukrainska Pravda unter Berufung auf den ukrainischen Generalstab berichtet, sind in den vergangenen 24 Stunden zudem 500 russische Soldaten umgekommen. Die Angaben lassen sich jedoch nur unzureichend überprüfen.

  • Soldaten: 181.090 (+500)
  • Flugzeuge: 307
  • Helikopter: 293
  • Panzer: 3650 (+4)
  • Gepanzerte Fahrzeuge: 7069 (+16)
  • Artilleriesysteme: 2784 (+7)
  • Flugabwehrsysteme: 283
  • Mehrfachraketenwerfer: 535
  • Quelle: Ukrainischer Generalstab vom 15. April. Die Angaben lassen sich nicht unabhängig prüfen.

Ukraine-Krieg: Mehrere Explosionen in der Oblast Sumy

Update vom 15. April, 06.25 Uhr: Die Militärverwaltung der Oblast Sumy berichtete auf Telegram, dass russische Truppen die Gemeinde Seredyna-Buda angegriffen haben. Mehrere Wohngebäude sowie Fahrzeuge seien durch Mörsereinschläge beschädigt worden. Trotz mehrerer Explosionen wurden bislang keine Todesopfer oder Verletzte gemeldet.

Ukraine-Krieg: Acht Menschen bei Angriff auf Slowjansk getötet

Update vom 14. April, 22.23 Uhr: Bei dem russischen Raketenangriff auf Slowjansk in der Oblast Donezk sind mindestens sechs Menschen ums Leben gekommen – darunter ein zweijähriger Junge. Das Kind wurde am Morgen aus den Trümmern gezogen und starb später in einem Krankenwagen, teilt die First Lady der Ukraine, Olena Selenska, auf Twitter mit. „Mein Beileid an die Familie“, schreibt sie. „Jedes Kind ist ein kleines Universum für seine Lieben.“ Bei dem Bombardement seien zudem 15 Menschen verletzt worden, erklärte der Gouverneur der Region, Pawlo Kirilenko, bei Telegram. Mehrere Menschen werden demnach noch unter den Trümmern vermutet. Auch Präsident Wolodymyr Selenskyj betrauert die Toten.

Update vom 14. April, 21.29 Uhr: In Russland können Männer mit sofortiger Wirkung leichter zum Militär eingezogen werden. Präsident Wladimir Putin unterschrieb dazu am Freitag die erforderlichen Gesetzesänderungen. Damit traten die Regelungen, die in der Bevölkerung für große Verunsicherung sorgen, in Kraft. Künftig müssen Einberufungsbescheide nicht mehr persönlich überreicht werden, sondern können auf elektronischem Weg zugestellt werden. Online erfasste Wehrpflichtige dürfen Russland bis zur Vorstellung bei der Armee nicht mehr verlassen.

Das Parlament in Moskau hatte das Gesetz am Mittwoch in einer Blitzabstimmung verabschiedet. Einige Abgeordnete beklagten, sie hätten gar keine Zeit gehabt, die mehr als 50 Seiten Gesetzestext richtig zu lesen. Viele Russen fürchten, dass nun erneut massenhaft Männer für den bald 14 Monate dauernden Krieg gegen die Ukraine eingezogen werden sollen. Der Kreml dementierte solche Pläne.

Update vom 14. April, 20.00 Uhr: US-Präsident Joe Biden hat nach der Festnahme im Datenleck-Skandal Militär und Geheimdienste angewiesen, zusätzliche Maßnahmen zum Schutz sensibler Informationen zu ergreifen. Die Verbreitung von Informationen über die nationale Verteidigung solle weiter eingeschränkt werden, kündigte Biden am Freitag an. Man sei noch dabei, den inhaltlichen Wert der im Internet veröffentlichten Geheimdokumente zu ermitteln. Dabei stimmten sich die USA eng mit Partnern und Verbündeten ab. Biden lobte die Strafverfolgungsbehörden für „rasches Handeln“.

Raketenangriff in der Ostukraine: Mindestens fünf Menschen getötet

Update vom 14. April, 19.19 Uhr: In Slowiansk im Osten der Ukraine sind nach Angaben des regionalen Gouverneurs Pawlo Kyrylenko bei einem Raketenangriff mindestens fünf Menschen getötet worden. Mindestens 15 seien verletzt worden. Eine S-300-Rakete habe fünf Apartmenthäuser und fünf Privathäuser beschädigt. Es werde nach sieben Menschen in den Trümmern gesucht.

Bis zu 95 Prozent der russischen Elitekämpfer in der Ukraine getötet?

Update vom 14. April, 19.09 Uhr: Wurden bis zu 95 Prozent der russischen Elitekämpfer in der Ukraine getötet? Dies schreibt die Washington Post und beruft sich auf amerikanische Militärschätzungen und Experten sowie Satellitenbilder, die unter vom Pentagon durchgesickerten Dokumenten auftauchten. Russische Militärkommandeure setzten demnach in den ersten Monaten nach der Invasion häufig Brigaden der Spezialeinheiten als gewöhnliche Infanteristen ein. Infolgedessen wurden Eliteeinheiten, deren Ausbildung mindestens vier Jahre dauert, fast vollständig besiegt. Typischerweise werden Spetsnaz-Mitarbeitern hochriskante Undercover-Missionen zugewiesen – einschließlich eines „offensichtlichen“ Befehls, Ukraine-Präsident Wolodymyr Selenskyj zu kidnappen.

Die hohen Verlusten haben demnach die russische Armee der Möglichkeit von Spezialoperationen beraubt, für die solche Einheiten bestimmt sind. Es könnte etwa ein Jahrzehnt dauern, bis Russland tatsächlich kampfbereite Einheiten wieder aufgebaut hat, wie Pentagon-Dokumente zeigen. Darin heißt es: Von den fünf separaten russischen Spezialoperationsbrigaden, die im Spätsommer 2022 aus Kampfhandlungen in der Ukraine zurückkehrten, erlitten alle bis auf eine Einheit erhebliche Verluste.

Immer mehr chinesische Bauteile in russischen Waffensystemen

Update vom 14. April, 17.41 Uhr: Die Ukraine findet nach eigener Darstellung immer mehr chinesische Bauteile in russischen Waffensystemen. Die Zusammensetzung der auf dem Schlachtfeld sichergestellten Waffen habe sich geändert, sagte Regierungsberater Wladyslaw Wlasiuk der Nachrichtenagentur Reuters per Videoschalte. „Der Trend geht nun zu weniger Komponenten aus westlicher Produktion, dafür aber mehr Komponenten aus – nicht schwer zu erraten, welches Land“, sagte der für die Sanktionspolitik zuständige Berater von Präsident Wolodymyr Selenskyj. „Natürlich China.“ 

Ukraine-Krieg: Belarus droht Westen mit Atomwaffen: „Wird der nächste Schritt sein“

Update vom 14. April, 14.55 Uhr: Der Verteidigungsminister von Belarus droht während eines unangekündigten Manövers der belarussischen Armee mit der Aufstellung strategischer Atomwaffen. „Wenn nötig, werden wir auch strategische Atomwaffen haben. Wir befassen uns schon mit der Vorbereitung bestehender Startrampen“, sagte Viktor Chrenin Medienberichten zufolge auf einem Truppenübungsplatz. Sollte die feindselige Rhetorik des Westens anhalten, werde das „der nächste Schritt“ sein, erklärte der General. Belarus selbst verfügt über keine Atomwaffen. Ende März hatte Russlands Präsident Wladimir Putin angekündigt, taktische Atomwaffen in der verbündeten früheren Sowjetrepublik zu stationieren.

Neue Daten zu russischen Verlusten: Dutzende Leichen ausgetauscht

Update vom 14. April, 13.25 Uhr: Die Ukraine und Russland haben erneut Leichen Dutzender getöteter Soldaten ausgetauscht. „Die Ukraine hat die Leichen von weiteren 82 gefallenen Verteidigern zurückgeholt“, teilte das zuständige Ministerium in Kiew auf Telegram mit. Wie viele Tote die russische Seite in Empfang nahm, wurde nicht mitgeteilt. Eine Bestätigung aus Moskau stand noch aus. Seit Beginn des Ukraine-Kriegs vor fast 14 Monaten wurden den Behörden zufolge rund 800 Leichen an die ukrainische Seite übergeben. Zu den gesamten ukrainischen Opferzahlen existieren nur Schätzungen. Kiew sieht die Zahlen als ein Staatsgeheimnis an. Auch Russland macht kaum Angaben zu seinen Verlusten.

Ukraine-Krieg: Leaks weisen auf hohe Verluste auf beiden Seiten hin

Update vom 14. April, 12.15 Uhr: Schon seit Wochen kursieren im Internet geheime US-Dokumente, die Informationen zu Waffenlieferungen und Einschätzungen zum Geschehen im Ukraine-Krieg enthalten. Die Leaks zeigen unter anderem auch, dass US-amerikanischen Schätzungen zufolge die Zahl der russischen Verluste (Tote und Verwundete) zwischen 189.500 und 223.000 liege. Davon sollen 35.500 bis 43.000 Soldaten im Einsatz getötet worden sein. Die Verluste für die Ukraine betragen demnach zwischen 124.500 und 131.000.

In den Dokumenten wird aber auch noch eine andere Zahl genannt. Die ist von besonderem Interesse, stammt sie doch vom russischen Inlandsgeheimdienst FSB. Demnach sollen bis Februar fast 110.000 russische Soldaten getötet oder verwundet worden sein. Der FSB wirft gleichzeitig dem Verteidigungsministerium vor, Todesfälle der russischen Nationalgarde oder der Wagner-Söldner nicht zu zählen. Zudem scheinen die Dokumente den Verdacht zu bestätigen, dass das Militär dem russischen Präsidenten Wladimir Putin das wahre Ausmaß russischer Verluste bewusst vorenthält.

Russland kämpft im Ukraine-Krieg mit hohen Verlusten

Erstmeldung vom 14. April: Moskau - Russland muss im Ukraine-Krieg weiter schwere Verluste hinnehmen. Öffentlich zugängliche Daten deuten darauf hin, dass mindestens 19.688 russische Soldaten bisher im Kampf gefallen sind. Dies geht aus den Zahlen hervor, die der russische Dienst der BBC und das unabhängige russische Medienunternehmen Mediazona regelmäßig veröffentlichen.

Die Daten stützen sich einzig auf bestätigte Quellen, die die Namen der Toten nennen. Darunter fallen Social-Media-Posts von Verwandten, Berichte in lokalen Medien und Aussagen der regionalen Behörden. Da nur öffentlich verfügbare Berichte überprüft werden können, dürfte die tatsächliche Zahl der Todesopfer allerdings deutlich höher liegen. Zudem können keine Angaben über vermisste oder gefangene Soldaten gemacht werden.

Zum Vergleich: Im zehn Jahre währenden Afghanistan-Krieg von 1979 bis 1989 sind nach offiziellen Angaben 14.453 sowjetische Soldaten gefallen, 53.753 Soldaten wurden damals verwundet.

Verluste von Russland im Ukraine-Krieg: Zahlreiche Offiziere unter den Opfern

An der Spitze der Opferliste stehen nach wie vor die Kämpfer, die von der Wagner-Gruppe rekrutiert und in der Schlacht um die strategisch wichtige Kleinstadt Bachmut eingesetzt wurden. Bisher bekannt sind die Namen von 1.100 Soldaten, die dort starben. Allerdings gibt es demnach unter freiwilligen Söldnern weniger Verluste als unter den Gefangenen, die von Wagner-Chef Jewgeni Prigoschin eingezogen worden sind. Insgesamt hat Mediazona die Namen von 1.783 mobilisierten Wehrpflichtigen ausgemacht, die bisher im Krieg gefallen sind.

Schwere Verluste gibt es besonders auch in den höheren Rängen. So soll die russische Armee seit Beginn der Kampfhandlungen bisher mehr als 2.000 Offiziere verloren haben. Allein in den vergangenen zwei Wochen konnte Mediazona den Tod von neun russischen Offizieren im Rang eines Oberstleutnants oder höher bestätigen. In der Regel handelt es sich um junge und unerfahrene Militärs, die erst kürzlich befördert wurden. 220 von ihnen hatten den Rang eines Oberstleutnants oder höher, auf oberster Ebene sind demnach fünf Generalmajore gestorben:

  • Wladimir Frolow
  • Roman Kutusow
  • Andrei Suchowezki
  • Dimitri Uljanow
  • Andrei Paly

Auch der Twitter-Account „KilledInUkraine“ geht davon aus, dass mehr als 2.000 russische Offiziere im Ukraine-Krieg gefallen sind. Hier ist von 2.055 Opfern die Rede.

Verluste für Russland: Kreml nennt keine Zahlen mehr

Der Kreml selbst gibt seit September keine Zahlen zu den eigenen Verlusten bekannt. Verteidigungsminister Sergei Schoigu nannte damals die Zahl von 5.937 getöteten Militärangehörigen. Allerdings meldete das britische Verteidigungsministerium am 17. Februar, dass russische Truppen und Wagner-Söldner seit Beginn des Ukraine-Kriegs wahrscheinlich bis zu 200.000 Opfer erlitten hätten. Bis zu 60.000 Soldaten seien gestorben, hatte das Ministerium im Februar ausgewertet. Der ukrainische Generalstab sprach am 14. April von mehr als 181.000 „liquidierten russischen Soldaten“. (Red mit Agenturen)

Rubriklistenbild: © Hannah Wagner/dpa

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