Ukraine-News-Ticker

Schwere Verluste für Russland – Offenbar weitere Diplomaten ausgewiesen

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Die Ukraine schießt mehrere russische Angriffs-Drohnen ab. Russland erhöht seine Bemühungen, neue Soldaten zu rekrutieren. Der aktuelle News-Ticker zum Ukraine-Krieg.

Update vom 24. April, 12.42 Uhr: Dieser News-Ticker zum Ukraine-Krieg ist beendet. Die weiteren Entwicklungen finden Sie hier.

Update vom 23. April, 13.21 Uhr: Russland und Deutschland weisen offenbar erneut gegenseitig Diplomaten aus. Moskau kündigte am Samstag (22. April) die Ausweisung von mehr als 20 deutschen Diplomaten als Vergeltung für die „massenhafte“ Ausweisung russischer Botschaftsmitarbeiter aus Deutschland an.

Das Auswärtige Amt in Berlin sprach seinerseits zwar nicht von einer Ausweisung russischer Diplomaten. Aus dem AA hieß es aber, russische „Botschaftsangehörige“ seien an dem Tag an Bord eines Fluges aus Deutschland gewesen. Die Bundesregierung und die russische Seite hätten in den vergangenen Wochen Gespräche geführt, in denen es um eine „Reduzierung der russischen nachrichtendienstlichen Präsenz in Deutschland“ gegangen sei, berichtete die Nachrichtenagentur AFP.

Seit Beginn des Ukraine-Kriegs haben die russischen Spionageaktivitäten in Deutschland ein Ausmaß angenommen, das in den Jahren davor selten erreicht wurde. Deutsche Nachrichtendienste warnen regelmäßig vor dieser Bedrohung. So war erst im Dezember ein Mitarbeiter des Bundesnachrichtendienstes (BND) festgenommen worden, der Staatsgeheimnisse an Russland verraten haben soll.

Panzer, Drohnen, Luftabwehr: Waffen für die Ukraine

Die Bundeswehr nutzt den Kampfpanzer Leopard in verschiedenen Varianten seit 1979. Bewaffnet mit einer 120-Millimeter-Kanone lassen sich in den jüngeren Modellen von vier Soldaten an Bord Ziele in einer Entfernung bis zu 5000 Metern bekämpfen. Die Ukraine erhält Panzer des Typs Leopard 2 A6. Das 62,5 Tonnen-Gefährt war bei seiner Einführung im Jahr 2001 als verbesserte Variante des A5 etwa mit neuer Hauptwaffe versehen worden. Das Modell A6M verfügt zudem über einen erhöhten Minenschutz.
Die Bundeswehr nutzt den Kampfpanzer Leopard in verschiedenen Varianten seit 1979. Bewaffnet mit einer 120-Millimeter-Kanone lassen sich in den jüngeren Modellen von vier Soldaten an Bord Ziele in einer Entfernung bis zu 5000 Metern bekämpfen. Die Ukraine erhält Panzer des Typs Leopard 2 A6. Das 62,5 Tonnen-Gefährt war bei seiner Einführung im Jahr 2001 als verbesserte Variante des A5 etwa mit neuer Hauptwaffe versehen worden. Das Modell A6M verfügt zudem über einen erhöhten Minenschutz. © Philipp Schulze/dpa
Der US-Kampfpanzer M1 Abrams gleicht dem Leopard 2 in weiten Teilen. Den M1 Abrams gibt es seit 1980 in mittlerweile drei Hauptvarianten. Seit dem Modell M1A1 ist eine 120-Millimeter-Kanone an Bord. Die vier Insassen werden von einer Stahl-Panzerung vor Angriffen geschützt. Mit 1500 PS kommt der je nach Modell bis zu 74 Tonnen schwere Abrams auf eine Höchstgeschwindigkeit von knapp 68 Kilometern pro Stunde. Anders als der Leopard 2 wird der M1 Abrams über eine Gasturbine mit Kerosin angetrieben.
Der US-Kampfpanzer M1 Abrams gleicht dem Leopard 2 in weiten Teilen. Den M1 Abrams gibt es seit 1980 in mittlerweile drei Hauptvarianten. Seit dem Modell M1A1 ist eine 120-Millimeter-Kanone an Bord. Die vier Insassen werden von einer Stahl-Panzerung vor Angriffen geschützt. Mit 1500 PS kommt der je nach Modell bis zu 74 Tonnen schwere Abrams auf eine Höchstgeschwindigkeit von knapp 68 Kilometern pro Stunde. Anders als der Leopard 2 wird der M1 Abrams über eine Gasturbine mit Kerosin angetrieben. © JONATHAN NACKSTRAND/afp
Die Hauptwaffe der US-amerikanischen Bradley-Schützenpanzer besteht aus einer 25-Millimeter-Maschinenkanone M242 Bushmaster, die zwischen 100 und 200 Schuss pro Minute verschießen kann. Zudem sind die gepanzerten Kettenfahrzeuge, die nach General Omar N. Bardley benannt sind, mit Maschinengewehren des Typs M240 sowie panzerbrechende Raketen ausgestattet. Die Besatzung umfasst bis zu zehn Soldaten: Fahrer, Kommandant, Richtschütze sowie bis zu sieben Soldaten als Infanterietrupp. Der Panzer wurde dafür konzipiert, im Verbund mit Panzerartillerie und Kampfhelikoptern zu operieren.
Die Hauptwaffe der US-amerikanischen Bradley-Schützenpanzer besteht aus einer 25-Millimeter-Maschinenkanone M242 Bushmaster, die zwischen 100 und 200 Schuss pro Minute verschießen kann. Zudem sind die gepanzerten Kettenfahrzeuge, die nach General Omar N. Bradley benannt sind, mit Maschinengewehren des Typs M240 sowie panzerbrechenden Raketen ausgestattet. Die Besatzung umfasst bis zu zehn Soldaten: Fahrer, Kommandant, Richtschütze sowie bis zu sieben Soldaten als Infanterietrupp. Der Panzer wurde dafür konzipiert, im Verbund mit Panzerartillerie und Kampfhelikoptern zu operieren. © U.S. Army/dpa
Beim AMX-10 RC aus Frankreich handelt es sich um einen amphibischen Spähpanzer. Der Panzer wird aufgrund seiner schwereren Panzerung und Bewaffnung hauptsächlich bei der Aufklärung eingesetzt. Ausgestattet ist er mit einer 105-Millimeter-Kanone, wodurch er auch als Panzerjäger verwendet werden kann. Die Besatzung besteht aus mindestens vier Soldaten. Bei einer Gefechtsmasse von 14,2 Tonnen ist der Panzer mit 85 km/h extrem mobil.
Beim AMX-10 RC aus Frankreich handelt es sich um einen amphibischen Spähpanzer. Der Panzer wird aufgrund seiner schwereren Panzerung und Bewaffnung hauptsächlich bei der Aufklärung eingesetzt. Ausgestattet ist er mit einer 105-Millimeter-Kanone, wodurch er auch als Panzerjäger verwendet werden kann. Die Besatzung besteht aus mindestens vier Soldaten. Bei einer Gefechtsmasse von 14,2 Tonnen ist der Panzer mit 85 km/h extrem mobil. © Björn Trotzki/Imago
Aus Großbritannien stammt der Kampfpanzer vom Typ Challenger 2. Dabei handelt es sich um einen der modernsten Panzer weltweit. Im Gegensatz zu den meisten anderen modernen Kampfpanzern ist der Challenger 2 mit einer 120-Millimeter-Kanone mit gezogenem Lauf ausgerüstet. Auch auf lange Entfernung sind zuverlässige Treffer zu erwarten. So soll ein Challenger 2 im Golfkrieg von 1991 einen irakischen Panzer auf fast fünf Kilometer Entfernung ausgeschaltet haben. Die Chobham-Panzerung sorgt für einen enorm guten Schutz. Als Nachteile gelten das hohe Gewicht, die komplizierte Logistik und die eingeschränkte Mobilität.
Aus Großbritannien stammt der Kampfpanzer vom Typ Challenger 2. Dabei handelt es sich um einen der modernsten Panzer weltweit. Im Gegensatz zu den meisten anderen modernen Kampfpanzern ist der Challenger 2 mit einer 120-Millimeter-Kanone mit gezogenem Lauf ausgerüstet. Auch auf lange Entfernung sind zuverlässige Treffer zu erwarten. So soll ein Challenger 2 im Golfkrieg von 1991 einen irakischen Panzer auf fast fünf Kilometer Entfernung ausgeschaltet haben. Die Chobham-Panzerung sorgt für einen enorm guten Schutz. Als Nachteile gelten das hohe Gewicht, die komplizierte Logistik und die eingeschränkte Mobilität. © Spc. Nicko Bryant Jr./Imago
Der Marder hat schon mehr als 50 Jahre auf dem Buckel, ist aber noch immer bei der Bundeswehr im Einsatz. Gebaut wurde der Marder mitten im Kalten Krieg. Er dient den Panzergrenadieren als Gefechtsfahrzeug und Führungspanzer. Durch seine Geschwindigkeit sollen die Infanteristen den Kampfpanzern folgen können. Mit 600 PS bei 35 Tonnen ist er gut motorisiert. Bewaffnet ist der Marder mit einer 20-Millimeter-Kanone. Die Besatzung besteht aus Kommandant, Richtschütze, Fahrer und sechs Grenadieren.
Der Marder hat schon mehr als 50 Jahre auf dem Buckel, ist aber noch immer bei der Bundeswehr im Einsatz. Gebaut wurde er mitten im Kalten Krieg. Der Marder dient den Panzergrenadieren als Gefechtsfahrzeug und Führungspanzer. Durch seine Geschwindigkeit sollen die Infanteristen den Kampfpanzern folgen können. Mit 600 PS bei 35 Tonnen ist er gut motorisiert. Bewaffnet ist der Marder mit einer 20-Millimeter-Kanone. Die Besatzung besteht aus Kommandant, Richtschütze, Fahrer und sechs Grenadieren. © Philipp Schulze/dpa
Die NLAW ist eine Panzerabwehrlenkwaffe aus schwedischer Produktion. Sie dient zur Bekämpfung von gepanzerten Fahrzeugen sowie Gebäuden. Sie kann von einem einzelnen Menschen transportiert und eingesetzt werden. Der Start mit der geschulterten Waffe kann liegend, kniend oder stehend erfolgen. Ihre Reichweite liegt bei bis zu 600 Metern. Verfehlt die Rakete das Ziel, so zerstört sie sich nach einer Flugzeit von 5,6 Sekunden selbst. Die NLAW ist ein Wegwerfartikel und kann nur einmal abgefeuert werden.
Die NLAW ist eine Panzerabwehrlenkwaffe aus schwedischer Produktion. Sie dient zur Bekämpfung von gepanzerten Fahrzeugen sowie Gebäuden. Sie kann von einem einzelnen Menschen transportiert und eingesetzt werden. Der Start mit der geschulterten Waffe kann liegend, kniend oder stehend erfolgen. Ihre Reichweite liegt bei bis zu 600 Metern. Verfehlt die Rakete das Ziel, so zerstört sie sich nach einer Flugzeit von 5,6 Sekunden selbst. Die NLAW ist ein Wegwerfartikel und kann nur einmal abgefeuert werden. © Sergei Supinsky/afp
Das Patriot-System dient zur Abwehr von Flugzeugen, Marschflugkörpern, Drohnen und Raketen kürzerer Reichweite. Es besteht aus mehreren Komponenten: Das Bodenradar erkennt Flugobjekte, der Leitstand berechnet deren Flugbahn, programmiert die eigenen Raketen und koordiniert deren Abschuss, das Startgerät verfügt über bis zu acht Raketenwerfer, der erforderliche Strom kommt von einem Fahrzeug mit Generatoren. Das Patriot-System kann gleichzeitig bis zu 50 Ziele beobachten und fünf bekämpfen. Die maximale Kampfentfernung liegt bei etwa 68 Kilometern. Die Entwicklung des Boden-Luft-Lenkwaffensystems reicht in die späten 1960er-Jahre zurück, eingeführt wurde es in den frühen 1980er-Jahren, seitdem wurde es immer wieder modernisiert.
Das Patriot-System dient zur Abwehr von Flugzeugen, Marschflugkörpern, Drohnen und Raketen kürzerer Reichweite. Es besteht aus mehreren Komponenten: Das Bodenradar erkennt Flugobjekte, der Leitstand berechnet deren Flugbahn, programmiert die eigenen Raketen und koordiniert deren Abschuss, das Startgerät verfügt über bis zu acht Raketenwerfer, der erforderliche Strom kommt von einem Fahrzeug mit Generatoren. Das Patriot-System kann gleichzeitig bis zu 50 Ziele beobachten und fünf bekämpfen. Die maximale Kampfentfernung liegt bei etwa 68 Kilometern.  © Kevin Schrief/dpa
Beim Multiple Launch Rocket System (MLRS) handelt es sich um ein Mehrfachraketenwerfer-Artilleriesystem auf Kettenfahrgestell. Die Typenbezeichnung des US-amerikanischen Militärs lautet M270. Bei der Bundeswehr wird es unter dem Namen MARS (Mittleres Artillerieraketensystem) geführt. Das System trägt zwölf Raketen, die Ziele in bis zu 40 Kilometer Entfernung treffen.
Beim Multiple Launch Rocket System (MLRS) handelt es sich um ein Mehrfachraketenwerfer-Artilleriesystem auf Kettenfahrgestell. Die Typenbezeichnung des US-amerikanischen Militärs lautet M270. Bei der Bundeswehr wird es unter dem Namen MARS (Mittleres Artillerieraketensystem) geführt. Das System trägt zwölf Raketen, die Ziele in bis zu 40 Kilometer Entfernung treffen. © Jeon Heon-Kyun/dpa
Die türkische Kampf- und Aufklärungsdrohne Bayraktar TB2 ist seit 2016 im Einsatz. Der Name geht auf ihren Erfinder Selçuk Bayraktar zurück, den Schwiegersohn des türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan. Die Drohne erreicht eine Flughöhe von 7300 Metern. Sie ist 6,5 Meter lang, besitzt eine Spannweite von zwölf Metern und erreicht eine Höchstgeschwindigkeit von 222 Kilometern pro Stunde. Beim ukrainischen Angriff auf das russische Flaggschiff „Moskwa“ soll die Drohne einen Angriff vorgetäuscht haben, bevor zwei Neptun-Raketen das Schiff trafen.
Die türkische Kampf- und Aufklärungsdrohne Bayraktar TB2 ist seit 2016 im Einsatz. Der Name geht auf ihren Erfinder Selçuk Bayraktar zurück, den Schwiegersohn des türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan. Die Drohne erreicht eine Flughöhe von 7300 Metern. Sie ist 6,5 Meter lang, besitzt eine Spannweite von zwölf Metern und erreicht eine Höchstgeschwindigkeit von 222 Kilometern pro Stunde. Beim ukrainischen Angriff auf das russische Flaggschiff „Moskwa“ soll die Drohne einen Angriff vorgetäuscht haben, bevor zwei Neptun-Raketen das Schiff trafen. © Birol Bebek/afp
Im Ukraine-Krieg kommen auch zahlreiche unbemannte Kamikaze-Drohnen zum Einsatz. Die Switchblade 300 ist zusammengeklappt so handlich, dass sie in jeden Rucksack passt. Sie wird mithilfe von Druckluft aus einem Rohr abgeschossen und verfügt über vier schwenkbare Flügel, die im Flug wie Springmesser herausspringen. Sie hat eine Reichweite von knapp zehn Kilometern und kann einige Zeit über ihrem Einsatzgebiet verweilen, ehe sie im Sturzflug angreift. Der Gefechtskopf der Switchblade 300 hat eine Sprengladung, die einer 40-Millimeter-Granate entspricht.
Im Ukraine-Krieg kommen auch zahlreiche unbemannte Kamikaze-Drohnen zum Einsatz. Die Switchblade 300 ist zusammengeklappt so handlich, dass sie in jeden Rucksack passt. Sie wird mithilfe von Druckluft aus einem Rohr abgeschossen und verfügt über vier schwenkbare Flügel, die im Flug wie Springmesser herauskatapultiert werden. Sie hat eine Reichweite von knapp zehn Kilometern und kann einige Zeit über ihrem Einsatzgebiet verweilen, ehe sie im Sturzflug angreift. Der Gefechtskopf der Switchblade 300 hat eine Sprengladung, die einer 40-Millimeter-Granate entspricht.  © Lcpl. Tyler Forti/Imago
Das norwegische Luftabwehrsystem NASAMS wurde entwickelt, um Flugzeuge, Hubschrauber, Marschflugkörper und unbemannte Luftfahrzeuge zu identifizieren, anzugreifen und zu zerstören. Es ist in der Lage, 72 Ziele gleichzeitig zu treffen. Ihre weitreichendsten Raketen können Ziele bis maximal 50 Kilometer abschießen. Eine Batterie besteht aus zwölf Raketenwerfern, acht Radar-Stationen, einer Feuerleitzentrale, einem Kamera- und einem Kontroll-Fahrzeug. Seit 2005 schützt das System die US-Hauptstadt Washington, D.C.
Das norwegische Luftabwehrsystem NASAMS wurde entwickelt, um Flugzeuge, Hubschrauber, Marschflugkörper und unbemannte Luftfahrzeuge zu identifizieren, anzugreifen und zu zerstören. Es ist in der Lage, 72 Ziele gleichzeitig zu treffen. Ihre weitreichendsten Raketen können Ziele bis maximal 50 Kilometer abschießen. Eine Batterie besteht aus zwölf Raketenwerfern, acht Radar-Stationen, einer Feuerleitzentrale, einem Kamera- und einem Kontroll-Fahrzeug. Seit 2005 schützt das System die US-Hauptstadt Washington, D.C. © Robin Van Lonkhuijsen/dpa
Die Ukraine kann im krieg gegen Russland auch auf Bushmaster-Panzerfahrzeuge aus australischer Produktion zurückgreifen. Sie sind dank ihrer gepanzerten Stahlplatten explosionssicher und für alle Umgebungen geeignet. Auch eine Reifenpanne hindert den Bushmaster nicht an der Weiterfahrt. Das Fahrzeug bietet Platz für insgesamt zehn Soldaten einschließlich ihrer Waffen und Ausrüstung. Übliche Bordwaffen sind 5,56-Millimeter- und 7,62-Millimeter-Maschinengewehre.
Die Ukraine kann im Krieg gegen Russland auch auf Bushmaster-Panzerfahrzeuge aus australischer Produktion zurückgreifen. Sie sind dank ihrer gepanzerten Stahlplatten explosionssicher und für alle Umgebungen geeignet. Auch eine Reifenpanne hindert den Bushmaster nicht an der Weiterfahrt. Das Fahrzeug bietet Platz für zehn Soldaten einschließlich ihrer Waffen und Ausrüstung. Übliche Bordwaffen sind 5,56-Millimeter- und 7,62-Millimeter-Maschinengewehre. © Russell Freeman/Imago
Die Geschichte des M113 ist schon mehr als 60 Jahre alt. Das auch gerne als „Battle Taxi“ bezeichnete Militärfahrzeug war der erste moderne Truppentransportpanzer. Die Möglichkeit, in einem leichten, schnellen, schwimmfähigen und per Flugzeug transportablen gepanzerten Fahrzeug elf Infanteristen durch ein Kampfgebiet zu befördern, kam einer Revolution gleich. Seit der Markteinführung 1960 wurden mehr als 80.000 Fahrzeuge herstellt. In der Standardausführung verfügt der M113 über ein 12,7-Millimeter-Maschinengewehr als Hauptwaffe.
Die Geschichte des M113 ist schon mehr als 60 Jahre alt. Das auch gerne als „Battle Taxi“ bezeichnete Militärfahrzeug war der erste moderne Truppentransportpanzer. Die Möglichkeit, in einem leichten, schnellen, schwimmfähigen und per Flugzeug transportablen gepanzerten Fahrzeug elf Infanteristen durch ein Kampfgebiet zu befördern, kam einer Revolution gleich. Seit der Markteinführung 1960 wurden mehr als 80.000 Fahrzeuge herstellt. In der Standardausführung verfügt der M113 über ein 12,7-Millimeter-Maschinengewehr als Hauptwaffe. © Björn Trotzki/Imago
Der PT-91 Twardy („Der Harte“) ist eine modernisierte Version des Panzers T-72 aus der Sowjetzeit. Der PT-91 ist seinem Vorbild äußerlich nach wie vor sehr ähnlich, besitzt jedoch gegenüber dem Original einige Verbesserungen. Dazu gehören eine im Vergleich zum Basismodell deutlich präzisere Feuerleitanlage, ein Laserwarnsystem, eine Wärmebildkamera und eine Reaktivpanzerung.
Der polnische PT-91 Twardy („Der Harte“) ist eine modernisierte Version des Panzers T-72 aus der Sowjetzeit. Der PT-91 ist seinem Vorbild äußerlich nach wie vor sehr ähnlich, besitzt jedoch gegenüber dem Original einige Verbesserungen. Dazu gehören eine im Vergleich zum Basismodell deutlich präzisere Feuerleitanlage, ein Laserwarnsystem, eine Wärmebildkamera und eine Reaktivpanzerung.  © Imago
Der Gepard ist ein Flugabwehrpanzer, der Teil der Heeresflugabwehr der Bundeswehr war, bis er 2010 außer Dienst gestellt wurde. In der Zwischenzeit wird er nur noch von anderen Armeen verwendet, so auch von der Ukraine. Der Gepard wurde in erster Linie entwickelt, um die Panzer- und Panzergrenadiertruppe vor angreifenden Flugzeugen und Hubschraubern im niedrigen Höhenbereich zu schützen. In der Ukraine ist vor allem der Suchradar von Vorteil, mit dem feindliche Drohnen schnell erkannt angegriffen werden können. Der Gepard verfügt über 35-Millimeter-Maschinenkanonen.
Der Gepard ist ein Flugabwehrpanzer, der Teil der Heeresflugabwehr der Bundeswehr war, bis er 2010 außer Dienst gestellt wurde. In der Zwischenzeit wird er nur noch von anderen Armeen verwendet, so auch von der Ukraine. Der Gepard wurde in erster Linie entwickelt, um die Panzer- und Panzergrenadiertruppe vor angreifenden Flugzeugen und Hubschraubern im niedrigen Höhenbereich zu schützen. In der Ukraine ist vor allem der Suchradar von Vorteil, mit dem feindliche Drohnen schnell erkannt und angegriffen werden können. Der Gepard verfügt über 35-Millimeter-Maschinenkanonen.  © Michael Mandt/afp
Italienische Panzerhaubitzen M109L werden über Udine und Österreich in die Ukraine geliefert.
Ende April 2023 lieferte Italien klammheimlich über die nordöstliche Region Friaul-Julisch Venetien und Österreich 30 schwere Panzerhaubitzen M109L in die Ukraine. Das Foto vom Transport ist am Bahnhof Udine entstanden. Laut italienischer Tageszeitung „La Repubblica“ erhält Kiew vom Nato-Mitglied insgesamt 60 Stück der Standard-Haubitze des Verteidigungsbündnisses. Die M109L zeichnet vor allem ihre schwere 155mm-Kanone aus. © Twitter@Topolin28714725
Ein gepanzerter MaxxPro-Truppentransporter der US-Streitkräfte. (Symbolfoto)
Zu Beginn ihrer Gegenoffensive hatten die ukrainischen Streitkräfte mit Hilfe der Vereinigten Staaten laut „Magazin für Europäische Sicherheit & Technik“ einen Bestand von 580 sogenannter MRAPs (Mine Resistant Ambush Protected Vehicle) aufgebaut. Dabei handelt es sich um Truppentransporter mit hohem Minenschutz. Etliche davon gingen im Frühsommer 2023 verloren, vor allem gepanzerte MaxxPro (Beispiel-Foto), was Videos brennender Exemplare bei Twitter beweisen sollten.  © IMAGO / ZUMA Wire
Ein Radpanzer Stryker der US-Streitkräfte.
Die USA haben der Ukraine im Verlauf des ersten Halbjahres 2023 bis zu 90 Radpanzer vom Typ Stryker geliefert. Der hochmobile Schützenpanzer mit einer Länge von knapp sieben Metern und einer Breite von 2,72 Metern soll Truppenverlegungen binnen kurzer Zeit ermöglichen, weil er mit bis zu 100 km/h deutlich schneller ist als viele Kettenpanzer. Mit bis zu 39 Millimetern Außenhülle ist er jedoch vergleichsweise schwach gepanzert. © IMAGO / ABACAPRESS
Ukrainische Soldaten werden an schwedischen Schützenpanzern CV 90 ausgebildet.
Das Combat Vehicle 90 (CV 90) gilt als einer der modernsten Schützenpanzer der Welt. Entwickelt wurde der Panzer in den 1990er Jahren vom britischen Rüstungskonzerns BAE Systems AB für die Streitkräfte Schwedens. Das skandinavische Land stellte der Ukraine im Frühjahr 2023 nach und nach 50 der Schützenpanzer bereit, die die 40-mm-Ma­schi­nen­ka­no­ne 40/70B auszeichnet. Bis zu acht Infanterie-Soldaten können mit dem CV 90 mitten in die Schlacht gefahren werden. © IMAGO / TT
Aus Frankreich soll die Ukraine bereits im März 2025 drei Modelle des Kampfjets „Mirage 2000“ erhalten
Aus Frankreich soll die Ukraine bereits im März 2025 drei Modelle des Kampfjets „Mirage 2000“ erhalten. Bei den Maschinen soll es sich laut Medienberichten um Modelle der Variante „Mirage 2000-5“ handeln. Eine offizielle Bestätigung der Lieferung steht noch aus. Frankreich verfügt selbst über 26 modernisierte Kampfjets des Typs „Mirage 2000-5“. © KHALED DESOUKI/AFP
Ein Leopard-1-A5 der belgischen Armee, der in Deutschland produziert wurde. (Archivfoto)
Der Leopard 1A5 ist eine kampfwertgesteigerte Variante des „Leos“ 1 aus deutscher Produktion und Vorgänger des Leopard-2-Kampfpanzers der Bundeswehr. Zwischen 1986 und 1992 wurde im A5 eine neue Feuerleitanlage sowie erstmals ein Laserentfernungsmesser eingebaut. Anfang 2023 hatte Bundesverteidigungsminister Boris Pistorius (SPD) der Ukraine 178 Exemplare in Aussicht gestellt. Beim Nato-Gipfel im Juli erfüllte Deutschland die zwischenzeitlich genannte Zielgröße von 25 gelieferten Leopard-1-A5 im Sommer 2023. © IMAGO / StockTrek Images
Die F-16 wurde in den 1970er Jahren als wendiger, vergleichsweise kostengünstiger und vielfältig einsetzbarer Kampfjet.
Die F-16 wurde in den 1970er Jahren als wendiger, vergleichsweise kostengünstiger und vielfältig einsetzbarer Kampfjet entwickelt. Sie trägt den offiziellen Spitznamen „Fighting Falcon“ (Kämpfender Falke), ist aber auch als „Viper“ bekannt. Der einstrahlige Kampfjet ist mit einer 20-Millimeter-Kanone mit mehreren Läufen bewaffnet und kann mit Luft-Luft-Raketen und Bomben ausgestattet werden. Nach Angaben der US-Luftwaffe erreicht die F-16 Spitzengeschwindigkeiten von mehr als 2400 Kilometern pro Stunde und kann mehr als 860 Kilometer entfernt liegende Ziele anfliegen, ihre Raketen abfeuern und zum Startpunkt zurückkehren.  © PETRAS MALUKAS/afp
Die USA haben Atacms-Raketen an die Ukraine geliefert.
Die USA haben Atacms-Raketen an die Ukraine geliefert. Nach Abschuss vom Boden fliegen sie eine ballistische Kurve und sollen wieder am Boden detonieren. Obwohl sie als schwer abzufangen gelten, sind sie im Vergleich zu Marschflugkörpern nicht annähernd so präzise. Das liegt vor allem an der Geschwindigkeit. In der Spitze erreichen sie mehr als dreifache Schallgeschwindigkeit (Mach 3). Dieses hohe Tempo von rund 3700 km/h macht es auch deutlich schwerer, die Rakete zu kontrollieren. Bisher haben die USA Atacms mit einer gedrosselten Reichweite von 165 Kilometern geliefert. Die Ukraine wünscht sich aber Atacms mit einer Reichweite von 300 Kilometern. © U.S. Army/Imago
Kampfflugzeug des Typs „Gripen“ aus Schweden
Eigentlich sollte die Ukraine bereits im März 2024 die erste Lieferung von Kampfflugzeugen des Typs „Gripen“ aus Schweden erhalten. Bislang sind aber keine Modelle des von der Firma Saab hergestellten Kampfjets im Kampf gegen Russland. Das wiederum liegt an der Lieferung der F16-Kampfjets an die Ukraine. Um die Luftwaffe des Landes und ihre Piloten nicht zu überfordern, wurde die Lieferung und Ausbildung des Personals an den schwedischen Flugzeugen zunächst ausgesetzt. Geplant sind die Lieferungen nun für 2025. © Sandor Ujvari/dpa

Ukraine-Krieg: Russland wirbt um „echte Männer“ für das Militär

Update vom 23. April, 10.56 Uhr: Auf der Suche nach Freiwilligen für das Militär appelliert Russland nun an die „Männlichkeit“ möglicher Rekruten. Das berichtete die britische Regierung in seinem jüngsten Geheimdienst-Update. Das Verteidigungsministerium in Moskau werbe mit einer allgegenwärtigen Kampagne in den sozialen Netzwerken sowie auf Werbetafeln und im Fernsehen um Freiwillige. Die neuen Anzeigen sprechen demnach den „maskulinen Stolz“ und „echte Männer“ an. Auch die finanziellen Vorteile einer Rekrutierung würden herausgestellt.

Dieses vom Kreml veröffentlichte Bild soll Russlands Präsident Wladimir Putin (m.) bei einem Frontbesuch in der Region Cherson zeigen.

Russlands Verluste im Ukraine-Krieg: Kiew veröffentlicht neue Daten

Update vom 23. April, 9.18 Uhr: Der ukrainische Generalstab hat neue Zahlen zu Russlands Verlusten veröffentlicht; Moskau selbst macht keine Angaben. Unabhängig verifizieren lassen sich die Zahlen zunächst allerdings nicht. Kiew spricht von fast 700 getöteten oder verwundeten Soldaten binnen eines Tages. Hier eine Auswahl aus dem jüngsten Facebook-Post des ukrainischen Generalstabs zu russischen Verlusten im Ukraine-Krieg:

Der ukrainische Generalstab hat neue Zahlen zu Russlands Verlusten veröffentlicht; Moskau selbst macht keine Angaben. Unabhängig verifizieren lassen sich die Zahlen zunächst allerdings nicht. Kiew spricht von fast 700 getöteten oder verwundeten Soldaten binnen eines Tages. Hier eine Auswahl aus dem jüngsten Facebook-Post des ukrainischen Generalstabs zu russischen Verlusten im Ukraine-Krieg:

  • Soldaten: bislang insgesamt etwa 186.420 (+690)
  • Panzer: 3675 (+3)
  • Gepanzerte Kampffahrzeuge: 7131 (+1)
  • Hubschrauber: 294 (+1)
  • Artilleriesysteme: 2837 (+5)
  • Fahrzeuge und Treibstofftanks: 5730 (+12)
  • Quelle: Ukrainischer Generalstab vom 23. April. Die Angaben lassen sich nicht unabhängig prüfen.

News zum Ukraine-Krieg: Verluste für Russland bei Luftangriff – Kiew schießt russische Drohnen ab

Update vom 22. April, 11.00 Uhr: Nach Angaben des Generalstabs der ukrainischen Streitkräfte haben seine Truppen in den vergangenen Tagen 680 russische Soldaten getötet. Seit Beginn des Krieges belaufe sich die Zahl getöteter Russen im Kampf auf mehr als 185.730 Soldaten. Die Korrektheit von Angaben aus dem Kriegsgeschehen lässt sich nicht zweifelsfrei feststellen.

Update vom 22. April, 08.00 Uhr: Die Ukraine meldet den Abschuss von vier von fünf iranischen Shahed-Drohnen. Russische Streitkräfte hätten sie von der südöstlichen Grenze aus gestartet, teilt die ukrainische Luftwaffe mit. Über die Ziele der Drohnenangriffe und mögliche Opfer und Schäden gibt es keine Informationen. Am Vorabend gab es erstmals seit über drei Wochen wieder einen Drohnenangriff auf Kiew. Acht Flugobjekte seien nahe der Hauptstadt abgeschossen worden, heißt es.

Verluste für Russland im Ukraine-Krieg: Pistorius äußert sich zu möglichen Angriffen der Ukraine auf russischem Gebiet

Update vom 21. April, 8.11 Uhr: Verteidigungsminister Boris Pistorius hat sich in der jüngsten „Maybrit Illner“-Ausgabe zu ukrainischen Angriffen auf russisches Territorium geäußert. Der SPD-Politiker hält begrenzte, derartige Angriffe für akzeptabel. Es sei „völlig normal“ in so einer militärischen Auseinandersetzung, „dass auch der Angegriffene ins gegnerische Territorium vorgeht, um beispielsweise Nachschubwege zu unterbinden“, sagte Politiker in dem ZDF-Talk.

„Solange keine Städte, keine Zivilisten, keine zivilen Bereiche attackiert werden, wird man das notgedrungen akzeptieren müssen. Nicht gern, aber es gehört dazu, um Nachschubwege beispielsweise zu unterbinden.“

News zum Ukraine-Krieg: Putin feuert seinen Gouverneur in Sibirien

Update vom 20. April, 19.50 Uhr: Russlands Präsident Wladimir Putin hat den Gouverneur der Region Krasnojarsk in Sibirien, Alexander Uss, abgesetzt. Zum Nachfolger ernannte der Kremlchef Michail Kotjukow. „Ich bin sicher, dass die Geschäftsübergabe sachlich und kameradschaftlich verläuft“, sagte Putin in einer Videoschalte. Der bisherige Gouverneur war seit 2018 im Amt. Der 68-Jährige hat nach eigenen Angaben ein Angebot, in die nationale Politik zu gehen. Im Herbst sollen Neuwahlen für den Gouverneursposten stattfinden.

Kürzlich hatte der Sohn des bisherigen Gouverneurs, Artjom Uss, international Schlagzeilen gemacht. Der Geschäftsmann wurde Ende März in Italien verhaftet und in Hausarrest genommen, weil er die westlichen Sanktionen gegen Russland infolge des Ukraine-Kriegs umgangen haben soll. Dann floh er jedoch und tauchte in Moskau wieder auf. Vermutet wird, dass ihm die russischen Geheimdienste dabei geholfen haben.

News zum Ukraine-Krieg: Wagner-Gruppe forderte offenbar Waffen aus China

Update vom 20. April, 17 Uhr: Laut den geleakten US-Dokumenten hat die russische Söldnertruppe Wagner Anfang 2023 Waffen von China gefordert. China soll diese Forderung jedoch abgelehnt haben, berichtete die britische Zeitung Financial Times unter Verweis auf die Dokumente. Peking habe Wagner nicht einmal Testwaffen geliefert und auch keinen Kontakt mit Blick auf die Lieferung von Waffen hergestellt, heißt es in den US-Papieren. Auch die Türkei hat die Waffenforderungen von Wagner offenbar großteils abgelehnt. Darüber, ob zumindest ein Teil der geforderten Waffen geliefert wurde, herrscht aber weiterhin Unklarheit. Belarus hingegen habe 50 Prozent der versprochenen Waffen geliefert, heißt es in den Dokumenten.

Update vom 20. April, 14.56 Uhr: Bei seinem ersten Besuch in der Ukraine seit dem russischen Einmarsch hat Nato-Generalsekretär Jens Stoltenberg Kiew die Hilfe des Militärbündnisses „so lange wie nötig“ zugesichert. „Der Ukraine steht ein Platz in der Nato zu“, sagte der 64-Jährige auf einer gemeinsamen Pressekonferenz mit dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj am Donnerstag in Kiew.

Selenskyj bedankte sich für die durch Stoltenberg persönlich ausgesprochene Einladung zum Nato-Gipfel in Vilnius im Juli. „Für die Staatsführer ist die Zeit gekommen, die Perspektive eines Nato-Beitritts für die Ukraine zu bestimmen“, sagte der 45-Jährige. Die Ukraine benötige auf dem Weg zur Nato-Mitgliedschaft auch Sicherheitsgarantien durch die Militärallianz.

News im Ukraine-Krieg: Schwere Verluste für Russland – Putin ändert wohl Taktik

Update vom 20. April, 11.59 Uhr: Russland ändert im Ukraine-Krieg aufgrund der bisherigen herben Verluste offenbar seine Taktik: Nach der wohl gescheiterten Winteroffensive bewege sich die russische Armee hin zu „einer umfassenden strategischen Verteidigungshaltung“. Dies sagte Andriy Jussow, Sprecher des ukrainischen Militärgeheimdienstes, laut The Kyiv Independent im nationalen Fernsehen. Der kampfbereiteste Teil des russischen Militärs sei bereits „eliminiert“, gab er bekannt.

„Die Russen haben nicht die Absicht, die Versuche zu wiederholen, die wir nach dem 24. Februar letzten Jahres erlebt haben. Aber das bedeutet nicht, dass der Feind besiegt ist oder dass er keine Gefahr mehr für die Ukraine darstellt“, sagte Jussow. Am 24. Februar 2022 startete Putin seinen Krieg auf die Ukraine mit massiven Bombardierungen und dem Versuch, innerhalb kurzer Zeit die Hauptstadt Kiew einzunehmen.

Ukraine-Krieg aktuell: Dänemark und Niederlande liefern Leopard-2-Panzer

Update vom 20. April, 11.33 Uhr: Dänemark und die Niederlande wollen 14 Leopard-2-Panzer kaufen, um sie dann kostenlos der Ukraine zu überlassen. Das dänische Verteidigungsministerium teilte am Donnerstag in Kopenhagen mit, beide Länder wollten „gemeinsam 14 Leopard 2A4-Panzer erwerben, aufarbeiten und der Ukraine spenden“. Demnach sollen die Kampfpanzer „Anfang 2024“ geliefert werden. Die Kosten in Höhe von 165 Millionen Euro übernehmen beide Länder zu gleichen Teilen.

Ukraine-Krieg: Nato-Generalsekretär überraschend zu Besuch in Kiew

Update vom 20. April, 10.21 Uhr: Es gibt weitere Details zum Besuch von Nato-Chef Stoltenberg in Kiew: Er habe gefallenen ukrainischen Soldaten seinen Respekt erwiesen und zerstörtes russisches Kriegsmaterial auf einem zentralen Platz in Kiew begutachtet, meldet die Nachrichtenagentur Reuters.

Es ist der erste Besuch des Nato-Generalsekretärs in der Ukraine, seitdem Wladimir Putin den Krieg gegen das Nachbarland startete. Die Reise fand unter strengsten Sicherheitsvorkehrungen statt.

Update vom 20. April, 9.58 Uhr: Nato-Generalsekretär Jens Stoltenberg ist am Donnerstag überraschend zu einem Besuch in der ukrainischen Hauptstadt Kiew eingetroffen. Das bestätigte ein Sprecher des Verteidigungsbündnisses der Deutschen Presse-Agentur. Mehrere ukrainische Medien veröffentlichten Bilder des Chefs des Militärbündnisses im Zentrum Kiews. Unter anderem war er vor einer Gedenkstätte für getötete ukrainische Soldaten vor der Sankt-Michael-Kathedrale zu sehen.

Ukraine-Krieg: Baerbock stoppt Millionen-Bauprojekt an Botschaft in Moskau

Update vom 20. April, 9.33 Uhr: Aufgrund des Ukraine-Kriegs legt die deutsche Bundesregierung ein Riesen-Bauprojekt in Moskau auf Eis. Es geht um die Residenz des deutschen Botschafters in Moskau, die eigentlich generalsaniert werden sollte. Kostenpunkt: 15,6 Millionen Euro.

Doch Außenministerin Annalena Baerbock schob der Sanierung der sogenannten „Villa Schlossberg“ einen Riegel vor, wie das Nachrichtenportal t-online.de berichtet: „Die Baumaßnahme zur Generalsanierung der Residenz in Moskau ist aufgrund des russischen Angriffskrieges gegen die Ukraine vorerst bis Ende Juli 2023 pausiert“, heiße es aus dem Auswärtigen Amt auf Nachfrage. Ob die Sanierung irgendwann doch erfolgen soll, werde „zu gegebener Zeit geprüft“.

Die Renaissance-Villa Schlossberg ist seit mehr als 50 Jahren Residenz des deutschen Botschafters und steht unter Denkmalschutz, heißt es in einem Bericht von Russia Beyond. In der Einrichtung gebe es vieles, was auf die historische Verbindung zwischen Russland und Deutschland hinweise.

Ukraine-Krieg: Kiew spottet über Putin-Doppelgänger und „Bunker-Opa“

Update vom 20. April, 6.27 Uhr: Laut Kreml hat der russische Präsident kürzlich die Front besucht. „Das war nicht der echte Putin“, behauptete am Mittwoch (19. April) nun der Sekretär des Nationalen Sicherheitsrates der Ukraine, Olexij Danilow, ohne Beweise im Fernsehen. „Um mit dem echten Putin sprechen zu können, muss man mindestens 10 bis 14 Tage in Quarantäne.“ Der in Cherson gesichtete Putin sei „ein gewöhnliches Double gewesen, von denen es bekanntlich mehrere gibt“.

Nach Danilows Worten sei Putin „ein verängstigter Mann“, und die Vorstellung, dass er sich zu einem Besuch der Front entschlossen habe, sei schlicht unmöglich. Am Dienstag (18. April) hatte der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj die schwer umkämpfte Stadt Awdijiwka besucht. Selenskyj sei damit „das genaue Gegenteil“ zu Putin, betonte Danilow, da er jederzeit an die Front gehe. „Das ist der Unterschied zum Bunker-Opa Putin, der bald vor sich selbst Angst hat.“ Angaben aus dem Kriegsgebiet lassen sich nicht unabhängig überprüfen.

Ukraine-Krieg: Ukrainische Frontkämpfer erhalten rund 2500 Euro monatlich

Update vom 20. April, 5.29 Uhr: Für ihren Einsatz an vorderster Front erhalten ukrainische Soldaten monatlich 100.000 Hrywnja (rund 2500 Euro) zusätzlich zu ihrem Wehrsold. Das teilte am Mittwoch (19. April) die ukrainische Militärführung mit, um Spekulationen über Sold und Zulagen zu beenden.

Die 100.00 Hrywnja seien „Verteidigern vorbehalten, die direkt an der Front kämpfen“. Soldaten, die Aufgaben im Kampfgebiet nachgehen, aber nicht direkt an Kämpfen beteiligt seien, ebenso wie Soldaten der Flugabwehr erhielten demnach 30.000 Hrywnja (737 Euro) Zulage. Wer im Hinterland eingesetzt sei, erhalte keine Frontzulagen. Der Grund-Wehrsold für alle Soldaten sei ab Anfang Februar auf knapp 20.000 Hrywnja (490 Euro) angehoben worden.

Ukraine-Krieg: Russland gehen die Waffen aus

Update vom 19. April, 13.55 Uhr: Hat die russische Armee noch genug Waffen, um den Krieg gegen die Ukraine zu gewinnen? Dieser Frage ist der US-Thinktank „Centre for Strategic and International Studies“ (CSIS) in einem neuen Bericht nachgegangen. Das Ergebnis: Moskau hat im andauernden Konflikt fast 10.000 Stück entscheidender Ausrüstung verloren. Dazu zählen unter anderem Panzer, Lastwagen, Artillerie und Drohnen.

Deswegen müsste der Kreml nun zunehmen auf ältere Ausrüstung aus der Zeit des Kalten Kriegs zurückgreifen. „Die Qualität des russischen Militärs in Bezug auf fortschrittliche Ausrüstung wird wahrscheinlich zumindest kurzfristig abnehmen“, prognostizierte das CSIS.

Dem Bericht zufolge verfügt Russland jedoch weiterhin über zahlenmäßige Vorteile gegenüber der Ukraine. „Russlands militärische Fähigkeiten übertreffen die der Ukraine bei den meisten Indikatoren, einschließlich Menschen-, Luft-, Land- und Seemacht, bei weitem“, so das Fazit des CSIS.

News im Ukraine-Krieg: Deutschland liefert Luftabwehrsystem Iris-T

Update vom 19. April, 11.06 Uhr: Deutschland hat der Ukraine ein zweites hochmodernes Luftabwehrsystem vom Typ Iris-T geliefert. Eine Regierungssprecherin bestätigte dies. Die Scholz-Regierung hat der Ukraine insgesamt vier Iris-T-Systeme zugesagt. Sie werden vom deutschen Hersteller Diehl hergestellt. Die Bundeswehr selbst verfügt nicht über dieses System.

Ein erstes Iris-T-Exemplar hatte Deutschland bereits 2022 geliefert. Der Kiewer Bürgermeister Vitali Klitschko lobte es kürzlich: Bei russischen Luftangriffen auf Kiew habe es „tausende“ Menschenleben gerettet. „Unsere Militärs sind von Iris-T begeistert“, sagte Klitschko. „Jeder Schuss ist ein Treffer, keiner geht vorbei.“

Herbe Verluste für Russland im Ukraine-Krieg: Dutzende Wagner-Gräber entdeckt

Update vom 19. April, 10.50 Uhr: In Sibirien wurden offenbar Gräber mit Dutzenden von toten Wagner-Söldnern gefunden. Dies berichtet die unabhängige russische Nachrichtenagentur People of Baikal. In einem abgelegenen Teil eines Friedhofs nahe der sibirischen Hauptstadt Irkutsk seien 53 Gräber mit im Ukraine-Krieg gefallenen Wagner-Söldnern entdeckt worden. Die Gräber seien bisher nicht gemeldet worden, heißt es.

Die einzelnen Grabstätten seien mit Fichtenzweigen und je zwei Kränzen bedeckt gewesen: Einer in den Farben der russischen Flagge, einer in den Farben von Wagner und der Aufschrift: „Blut. Ehre. Mutterland. Mut. PMC Wagner.“ Eine weitere Grabreihe sei bereits vorbereitet gewesen - mehr als zehn leere Gräber wurden dort bereits ausgehoben, so die Agentur.

Die Wagner-Kämpfer seien alle zwischen Dezember 2022 und März 2023 gestorben, der jüngste sei 19 Jahre alt gewesen. Einige der Angehörigen hätten erst durch die Nachrichtenagentur vom Tod der Männer und ihrer Bestattung auf dem abgelegenen Friedhof erfahren, heißt es in dem Bericht.

US-Außenministerium warnt: „Machen uns Sorgen, dass Putin taktische Atomwaffe einsetzen könnte“

Update vom 19. April, 6.40 Uhr: Die USA fordern ein wachsames Auge der westlichen Verbündeten, was den möglichen Einsatz russischer Atomwaffen angeht. „Wir alle haben beobachtet und uns Sorgen gemacht, dass Wladimir Putin eine seiner Meinung nach nicht-strategische taktische Atomwaffe einsetzen könnte“, sagte die stellvertretende US-Außenministerin Wendy Sherman bei einem Nato-Treffen. Sherman befürchtet, dass der russische Präsident damit eine Eskalation erzwingen könnte. „Es ist sehr wichtig, dass wir in dieser Hinsicht wachsam bleiben.“

Update vom 18. April, 18.33 Uhr: Polen und die Ukraine haben ihren Streit über die Einfuhr von ukrainischem Getreide beigelegt. Wie der polnische Landwirtschaftsminister Robert Telus nach einem Treffen mit ukrainischen Vertretern am Dienstag sagte, soll der von Warschau verhängte Importstopp aufgehoben und ab dem kommenden Samstag wieder ukrainisches Getreide durch Polen transportiert werden.

Warschau und Kiew hätten aber „Mechanismen“ vereinbart, um sicherzustellen, „dass nicht eine Tonne Getreide in Polen verbleibt“, sagte Telus. Ungarn und Polen hatten am Samstag angekündigt, bis Ende Juni kein Getreide und andere Lebensmittel mehr aus der Ukraine zu importieren.

News im Ukraine-Krieg: Ukrainische Führung spottet über Putins Truppenbesuch

Update vom 18. April, 14.20 Uhr: Die Führung in der Ukraine hat mit bitterem Spott auf den Truppenbesuch von Putin in besetzten Gebieten der Ukraine reagiert. Mychailo Podoljak, ein ranghoher Berater des ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj, schrieb auf Twitter, Putins Besuch sei „eine ‚Spezialtour‘ des Urhebers der Massenmorde in den besetzten und zerstörten Gebieten, um sich ein letztes Mal an den Verbrechen seiner Schergen zu erfreuen“. Die Ukraine und der Westen werfen den russischen Truppen Kriegsverbrechen vor, was die russische Führung abstreitet.

Die staatliche Nachrichtenagentur veröffentlichte indes ein Video von Putins Frontbesuch - allerdings lässt es einige Fragen offen.

Update vom 18. April, 11.55 Uhr: Wadym Prystajko, ehemaliger Außenminister der Ukraine, sagte dem US-Nachrichtenmagazin Newsweek, dass die westlichen Verbündeten zu wenig tun, um der Ukraine zu dauerhaften Erfolg gegen Russland zu verhelfen. Außerdem müsse Kiew in einer Gegenoffensive im Frühjahr russische Erfolge rückgängig machen.

News zum Ukraine-Krieg: Russland sieht Provokationen

Update vom 18. April, 10.17 Uhr: Anatoli Antonow, russischer Botschafter in den USA, behauptet, dass die USA einen provokativen Kurs gegen Russland fahren würden. Er bezog sich dabei auf eine Rede von Colin Stahl, Staatssekretär für US-Verteidigungspolitik.

„Die Ausführungen des Beamten sind voller Schamlosigkeit, Heuchelei und Arroganz gegenüber unserem Land.“ Der Pentagon-Vertreter habe angeblich zugegeben, dass sich die US-Regierung bei der Lieferung von Waffen an die Ukraine „in keiner Weise“ zurückhalte - ungeachtet potenzieller Eskalationsrisiken. Damit sei klar, „dass Washington während des gesamten Konflikts bewusst einen provokativen Kurs gegenüber Russland verfolgt hat“, behauptete Antonow laut der russischen Nachrichtenagentur Tass.

Die von den USA gelieferten Waffen an die Ukraine hätten eindeutig offensiven und nicht defensiven Charakter, kritisierte der Botschafter. Beteuerungen der USA, man wolle keinen Schlag der Ukraine auf russisches Territorium mit US-Waffen fördern, seien daher keinen Glauben zu schenken. Belege nannte Antoniw für seine Ausführungen nicht.

Ukraine-Krieg: Heftige Gefechte in Bachmut - Russland macht Stadt „dem Erdboden gleich“

Update vom 18. April, 9.30 Uhr: In der Stadt Bachmut toben weiterhin erbitterte Kämpfe zwischen Russland und den ukrainischen Truppen. Weitere russische Truppen sollen aus Donezk nach Bachmut verlegt werden, wie der britische Geheimdienst in einer aktuellen Meldung schreibt. Nach Einschätzungen aus London würde Russland dort derzeit „schleichende Fortschritte“ erreichen.

Russische Artillerie- und Luftschläge würden in Bachmut derzeit intensiviert werden, wie der Kommandant der Bodentruppen der Streitkräfte der Ukraine, Oleksandr Syrskyi, auf Telegram schreibt. Moskau gebe nicht auf, die Stadt um jeden Preis unter Kontrolle zu bringen. „Gleichzeitig fügen unsere Kämpfer dem Feind erhebliche Verluste zu und verlangsamen seine Offensivaktionen erheblich“, so der General.

News im Ukraine-Krieg: Kreml meldet Besuch von Putin an der Front

Update vom 18. April, 8.15 Uhr: Kremlchef Wladimir Putin soll Soldaten in Luhansk und der Cherson besucht haben, wie die russische Agentur Tass mitteilte. Seit der russischen Invasion in die Ukraine wäre es der erste Besuch des russischen Präsidenten in der Region.

Neben anderen hohen Militärs soll der Präsident dort auch Oberbefehlshaber Alexander Lapin getroffen haben. Es wurde kein genauer Zeitpunkt des Besuchs mitgeteilt, allerdings heißt es aus dem Kreml, dass Putin Osterwünsche überbracht haben soll.

Update vom 17. April, 14.22 Uhr: Polen und Ungarn wollen bis Juli kein Getreide mehr aus der Ukraine importieren – unter Verweis auf ihre Bauern. Die EU-Kommission hält das für inakzeptabel.

Ukraine-Krieg: Kiew gibt Hinweis auf Höhe eigener Verluste

Erstmeldung vom 17. April: Kiew – Bisher machte die Ukraine keine Angaben zur Zahl ihrer Verwundeten und Gefallenen. Zu den gesamten ukrainischen Opferzahlen existieren nur Schätzungen. Kiew sieht die Zahlen als ein Staatsgeheimnis an. Ein am Sonntag (16. April) erschienenes Interview des ukrainischen Verteidigungsministers Olexij Resnikow war deshalb Novum.

Im Gespräch mit der spanischen Zeitung La Razón gab er einen Hinweis auf die ungefähre Höhe der eigenen Verluste seit Beginn des russischen Angriffskrieges: „Ich kann Ihnen keine genaue Zahl sagen, aber versichern, dass sie niedriger als die Zahl der Toten bei dem Erdbeben in der Türkei ist.“ Nach türkischen Angaben starben bei dem Erdbeben vom 6. Februar mehr als 50.000 Menschen.

Ukraine-Krieg: Sicherheitsexperten sehen „Patt auf dem Schlachtfeld“

Unterdessen haben mehrere Sicherheitsexperten den Westen aufgefordert, bei der militärischen Unterstützung der Ukraine „aufs Ganze“ zu gehen. In einem Gastbeitrag für den Tagesspiegel schrieben sie, das „gegenwärtige Niveau schrittweiser und zögerlicher militärischer Unterstützung“ werde lediglich ein „Patt auf dem Schlachtfeld bewirken.“

Verfasst war der Beitrag unter anderem vom Vorsitzenden der Münchener Sicherheitskonferenz, Christoph Heusgen. Heusgen als ehemaliger außenpolitischer Berater von Kanzlerin Angela Merkel (CDU) und seine Kollegen betonten, ein Sieg der Ukraine sei „nicht vorprogrammiert“. Demnach setzt Kremlchef Wladimir Putin darauf, dass „seine Entschlossenheit stärker ist als die seiner Gegner und er einen Zermürbungskrieg gewinnen kann“.

Neben Heusgen schrieben den Gastbeitrag Ex-Obama-Berater James Jones, der ehemalige Nato-Oberbefehlshaber für Transformation und französische Militär-Berater Stéphane Abrial, der frühere außenpolitische Berater Italiens, Stefano Stefanini, sowie Simon McDonald, Ex-Staatssekretär im britischen Außenministerium. (frs/nak/AFP/dpa)

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