Stichwahl um Präsidentenamt

Nach Nowrackis Sieg bei Polen-Wahl: Tusk stellt Vertrauensfrage – Zeitpunkt steht fest

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  • Felix Busjaeger
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Die Polen-Wahl ist beendet. Das Ergebnis setzt Regierungschef Tusk unter Druck. Stellt er die Vertrauensfrage? Der Live-Ticker.

Update, 13 Uhr: Polens Regierungschef Donald Tusk wird am 11. Juni im Parlament die Vertrauensfrage stellen. Dies habe er mit dem Parlamentspräsidenten Szymon Holownia vereinbart, sagte Tusk in Warschau. Bereits am Montag hatte Tusk angekündigt, dass er sich dieser Abstimmung stellen wolle.

Das Mitte-Links-Bündnis des proeuropäischen Regierungschefs ist unter Druck geraten, nachdem bei der Präsidentenwahl am Sonntag der Rechtskonservative Karol Nawrocki von der oppositionellen PiS gewonnen hatte. Die Niederlage seines engen Mitstreiters, des Warschauer Oberbürgermeisters Rafal Trzaskowski, ist für Tusk eine schwere Schlappe.

Rechtskonservativer Nawrocki gewinnt Polen-Wahl – Trump gratuliert

Update vom 3. Juni, 8.30 Uhr: US-Präsident Donald Trump hat Polen zu der Wahl des Rechtsnationalisten und Trump-Fans Karol Nawrocki zum Präsidenten gratuliert. „Glückwunsch Polen, ihr habt einen Sieger gewählt“, erklärte Trump am Dienstag in seinem Onlinedienst Truth Social. Er zitierte offenbar eine Schlagzeile des Senders NewsMax: „Ein Trump-Verbündeter siegt in Polen und schockiert ganz Europa.“

Update, 13.52 Uhr: Polen steht vor politisch schwierigen Jahren: Die Präsidentschafts-Stichwahl am Sonntag hat hauchdünn Karol Nawrocki gewonnen, der Wunschkandidat der rechten PiS – die Regierung aber führt (vorerst) weiter Donald Tusk von der konservativen „Bürgerplattform“ (PO).

Update, 13.00 Uhr: Rafal Trzaskowski hat Karol Nawrocki zum Sieg bei der Polen-Wahl gratuliert. Allerdings erinnerte der proeuropäisch eingestellte Warschauer Oberbürgermeister seinen Rivalen auf X auch, dass dieser Sieg verpflichte, „besonders in solch schwierigen Zeiten und bei so einem fast gleichen Ergebnis“. Zudem entschuldigte sich Trzaskowski bei seiner Wählerschaft: Es tue ihm leid, dass es ihm nicht gelungen sei, die Mehrheit von seiner Vision von Polen zu überzeugen.

Ukraine dürfte die Ergebnisse der Polen-Wahl mit Unbehagen aufnehmen

Update, 12.10 Uhr: Mit Unbehagen dürfte die Ukraine das Ergebnis der Polen-Wahl zur Kenntnis nehmen. Polen ist einer der wichtigsten Verbündeten Kiews. Diese Linie haben Regierungschef Tusk und Präsident Duda gleichermaßen verfolgt, auch wenn beide aus verfeindeten politischen Lagern stammen. Nawrocki hat jedoch im Wahlkampf eine Konzession an den Rechtsextremen Slawomir Mentzen gemacht, der mit 15 Prozent der Wählerstimmen in der ersten Runde ausgeschieden war. Nawrocki unterschrieb dessen Acht-Punkte-Plan und verpflichtete sich unter anderem, kein Gesetz zu unterzeichnen, das den Beitritt der Ukraine zur Nato ratifiziert. Das ist eine klare Abweichung von der bisherigen polnischen Staatsräson.

Update, 11.15 Uhr: In Polen steht nach der Präsidentschaftswahl ein Machtkampf bevor. Denn der Präsident hat dort deutlich mehr Macht als zum Beispiel in Deutschland. Er darf die Linien der Außenpolitik mitbestimmen, ist Oberbefehlshaber der Streitkräfte und kann vom Parlament beschlossene Gesetze mit seinem Vetorecht stoppen. So kann er zwar nicht mitregieren, aber das Regieren erheblich erschweren. Nawrocki könnte deshalb mit harter Gangart alles torpedieren, was Regierungschef Donald Tusk unternimmt, um Rechtsstaatlichkeit und demokratische Prinzipien in seinem Land wiederherzustellen.

Update, 10.15 Uhr: Karol Nawrocki hat die Polen-Wahl gewonnen. Das bedeutet: Polen rückt wieder nach rechts. Und der neue Präsident kann mit seinem Vetorecht Regierungschef Donald Tusk dabei stoppen, die Beschädigungen der Demokratie rückgängig zu machen, die acht Jahre amtierende rechtskonservative PiS-Regierung hinterlassen hat. Das Ziel für die ersten Monate von Nawrockis Amtszeit ist klar: die Regierung Tusk zu Fall zu bringen. Bereits heute munkeln polnische Medien, Tusk werde noch in dieser Woche die Vertrauensfrage stellen. Die Reformprojekte seiner Mitte-Links-Koalition seien mit Nawrockis Siegs „zusammengefallen wie ein Kartenhaus“. Neuwahlen werden nicht ausgeschlossen.

NameErgebnis
Rafał Trzaskowski49,11 %
Karol Nawrocki50,89 %

Update, 9.30 Uhr: Paul Ziemiak hat sich auch im ARD-Morgenmagazin zum Ergebnis der Polen-Wahl geäußert. Der Vorsitzende der deutsch-polnischen Parlamentariergruppe erwartet eine Zäsur für das deutsch-polnische Verhältnis. „Es wird mit dem neuen Präsidenten Karol Nawrocki nicht einfach“, sagte Ziemiak. Im Wahlkampf habe Nawrocki auch antideutsche Töne angeschlagen.

Der Sieg des EU-Skeptikers Nawrocki bei der Präsidentenwahl in Polen setzt Regierungschef Tusk unter Druck. (Archiv)

Ergebnis der Polen-Wahl könnte zu einer vorgezogenen Parlamentswahl führen

Update, 8.45 Uhr: Die ersten Reaktionen auf das Ergebnis der Polen-Wahl sind da. CDU-Außenpolitiker Paul Ziemiak hält nach dem Sieg des Rechtskonservativen Karol Nawrocki Ziemiak vorgezogene Parlamentswahlen in dem Land für denkbar. „Alles ist möglich im Hinblick auf die Regierung, auch vorgezogene Neuwahlen.“ 

Update, 7.50 Uhr: Ein Grund für die Niederlage von Rafal Trzaskowski bei der Polen-Wahl könnte sein, dass das liberale und linke Lager sein Potenzial nicht ausgeschöpft hat. Die Wahlbeteiligung lag mit offiziell 71,63 Prozent zwar gut drei Prozentpunkte höher als bei der vorherigen Präsidentenwahl vor fünf Jahren. Doch beim Sieg über die PiS bei der Parlamentswahl 2023 hatte eine Rekordzahl von 74,4 Prozent der Wählerinnen und Wähler ihre Stimme abgegeben.

Update, 6.55 Uhr: Ein Kopf-an-Kopf-Rennen hat bei der Polen-Wahl über den neuen Staatschef entschieden: Die Rechte siegt, die Liberalen verlieren. Auf den rechtskonservativen Kandidaten Karol Nawrocki entfielen nach Abschluss der Zählung 50,89 Prozent der Stimmen in der Stichwahl. Sein Gegenkandidat, der proeuropäisch eingestellte Warschauer Oberbürgermeister Rafal Trzaskowski, kam auf 49,11 Prozent. Beide Kandidaten bekamen mehr als zehn Millionen Stimmen, Nawrockis Vorsprung betrug nur etwa 300.000 Stimmen. Ein offizielles Endergebnis der Wahlkommission wird erst für heute Abend erwartet.

Update, 6.15 Uhr: Der Sieg des 42-jährigen EU-Skeptikers Karol Nawrocki bei der Polen-Wahl lässt Veränderungen am außen- und innenpolitischen Kurs des Landes erwarten, das in der Europäischen Union und der Nato eine wichtige Rolle spielt. Nawrocki ist offiziell parteilos, trat aber als Kandidat der rechtskonservativen PiS an, Polens größter Oppositionspartei. Die PiS regierte das Land von 2015 bis 2023. Sie legte die Justiz an die Kandare der Politik und lag wegen dieses Eingriffs in die Gewaltenteilung im Dauerclinch mit Brüssel.

Ergebnisse der Polen-Wahl liegen vor: Nawrocki wird neuer Präsident 

Update, 5.20 Uhr: Der rechtskonservative Kandidat Karol Nawrocki hat Medienberichten zufolge die Polen-Wahl gewonnen. Große polnische Medien wie die Zeitung Rzeczpospolita und das Nachrichtenportal Onet.pl stützten sich dabei auf die Auszählung von mehr als 99 Prozent der Stimmen durch die Wahlleitung. Demnach kam Nawrocki auf knapp 51 Prozent, sein liberaler Gegenkandidat Rafal Trzaskowski auf etwas mehr als 49 Prozent. Ein offizielles Endergebnis der Wahlkommission wird erst für heute Abend erwartet.

Update vom 2. Juni, 5.00 Uhr: Krimi in Polen: Nach der Stichwahl um das Präsidentenamt deuten die jüngsten Prognosen auf einen Sieg des Nationalisten Karol Nawrocki hin. Den Zahlen des Meinungsforschungsinstituts Ipsos zufolge erhielt Nawrocki bei der Polen-Wahl 51 Prozent der Stimmen, auf seinen liberalen Rivalen Rafal Trzaskowski entfielen demnach 49 Prozent. Bei einer früheren Prognose hatte der Pro-Europäer Trzaskowski bei dem Kopf-an-Kopf-Rennen noch vorne gelegen.

Update, 23.19 Uhr: Aktuelle Ergebnisse der Polen-Wahl zeigen nun Karol Nawrocki als Sieger. Der Rechtspopulist kommt demnach auf 50,7 Prozent. Der Kandidat des liberalen Lagers, Rafal Trzaskowski, liegt nur noch bei 49,3 Prozent. Ein endgültiger Sieger steht bei der Stichwahl aufgrund der Fehlerquote der Nachwahlbefragungen somit immer noch nicht fest.

Update, 22.16 Uhr: Im rechten Lager rund um die PiS-Partei hat man die Polen-Wahl noch nicht aufgegeben. Das Ergebnis der Stichwahl werde sich mit fortschreitender Auszählung der Stimmen zugunsten von Karol Nawrocki drehen. Dessen sei man sich im Lager des Rechtspopulisten sicher, berichtet die Wyborcza und bezieht sich dabei auf Mitarbeiter aus Nawrockis.

Update, 21.45 Uhr: Statistiken zur Polen-Wahl zeigen, dass der EU-freundliche Rafal Trzaskowski vor allem in den großen Städten des Landes punkten konnte. Sein rechtskonservativer Gegenspieler schnitt dabei bei der ländlichen Bevölkerung besser ab. In manchen Wahlbezirken liefern sich beide noch immer ein enges Rennen. Genauere Ergebnisse werden gegen 23 Uhr erwartet.

Update, 21.32 Uhr: Im Team von Rafał Trzaskowski herrscht im Angesicht der ersten Prognosen nach der Polen-Wahl vorsichtiger Optmismus. Man stelle sich auf „eine schlaflose Nacht“ ein, sagte eine Mitarbeiterin gegenüber dem Nachrichtenportal Wyborcza. Man spüre aber auch eine „erste Freude“.

Update, 21.22 Uhr: Trotz Rückstand in den ersten Zahlen zur Polen-Wahl hat Karol Nawrocki den Sieg noch nicht aufgegeben. „Wir werden heute Abend gewinnen“, rief er seinen Anhängern auf einer Wahlparty entgegen. Vorgestellt wurde der von der PiS unterstützte Rechtspopulist dort bereits als neuer Präsident. Rafał Trzaskowski zeigte sich dagegen zurückhaltender und bedankte sich nach Bekanntgabe der ersten Ergebnisse zunächst nur bei seiner Familie und seinen Freunden.

Update, 21.15 Uhr: Auch die zweite Nachwahlbefragung zur Polen-Wahl zeigt Rafal Trzaskowski vorne - wenn auch mit noch dünnerem Vorsprung gegenüber Karol Nawrocki als die erste. Laut den Erhebungen eines weiteren Instituts im Auftrag des Senders Republika TV bekam Trzaskowski 50,17 Prozent der Stimmen, Nawrocki 49,83.

NameErgebnis (21.15 Uhr)
Rafał Trzaskowski50,17 %
Karol Nawrocki49,83 %

Update, 21.06 Uhr: Die ersten Ergebnisse der Polen-Wahl fallen so knapp wie erwartet aus. Rafal Trzaskowski liegt aktuell zwar vorne. Wegen der Ungenauigkeit der ersten Zahlen zur Stichwahl kann er sich aber noch längst nicht als Sieger fühlen. Zuvor gilt es, etliche Stimmzettel zu zählen. Von denen gab es bei der Stichwahl offenbar so viele wie noch nie. Die Wahlbeteiligung soll bei 72,8 Prozent gelegen haben.

Update, 21.02 Uhr: Die ersten Ergebnisse der Polen-Wahl liegen vor. Laut einer Nachwahlbefragung des Meinungsforschungsinstituts Ipsos kommt Rafał Trzaskowski auf 50,3 Prozent der abgegebenen Stimmen. Sein Rivale, der Rechstpopulist Karol Nawrocki, steht laut diesen ersten Zahlen bei 49,7 Prozent. Bei den Angaben handelt es sich zunächst nur um Schätzungen.

NameErgebnis (21.00 Uhr)
Rafał Trzaskowski50,3 %
Karol Nawrocki49,7 %

Update, 13.12 Uhr: Die Stichwahl in Polen wird auch im Ausland mit großer Aufmerksamkeit verfolgt. Einer der Kandidaten ist Karol Nawrocki. Der 42-Jährige ist ein Newcomer in der polnischen Politik. Der promovierte Historiker ist parteilos, ein politisches Amt hatte er noch nie inne. Als Kandidat der größten Oppositionspartei, der rechtskonservativen PiS, schaffte er es in die Stichwahl um das polnische Präsidentenamt. 

Polen-Wahl live: die Ergebnisse des ersten Wahlgangs in der Übersicht

NameErgebnis in Prozent
Rafal Trzaskowski31,4
Karol Nawrocki29,5
Slawomir Mentzen14,8
Grzegorz Braun6,3

Polen-Wahl heute live: Knappes Ergebnis bei Stichwahl am Sonntag erwartet

Warschau – Im zweiten Wahlgang wird bei der Polen-Wahl heute die Entscheidung fallen. Bleibt das Land auf dem proeuropäischen Kurs, den die Regierung von Ministerpräsident Donald Tusk eingeschlagen hat? Oder erlebt die rechtskonservative Bewegung rund um den Vorsitzenden der Partei Recht und Gerechtigkeit (PiS), Jaroslaw Kaczynski, ein Comeback im Warschauer Machtzentrum?

Zwei Kandidaten treten bei der Polen-Wahl an und bewerben sich um die Nachfolge von Präsident Andrzej Duda: Rafal Trzaskowski, der als liberalkonservativ und EU-freundlich gilt, und Karol Nawrocki, parteiloser Europa-Skeptiker, der von der PiS unterstützt wird.

In aktuellen Umfragen zur Polen-Wahl liegen beide Kandidaten nahezu gleichauf. Alle seriösen Institute erwarten deshalb ein Kopf-an-Kopf-Rennen zwischen Trzaskowski und Nawrocki. Denkbar knapp endete auch der erste Wahlgang der Polen-Wahl am vergangenen Wochenende. Der liberale Trzaskowski kam im ersten Wahlgang auf ein Ergebnis von 31,4 Prozent. Nawrocki landete nach Auszählung aller Stimmen bei 29,5 Prozent.

Stichwahl in Polen: Zwei Kandidaten kämpfen um gutes Ergebnis

Zur entscheidenden Stichwahl in Polen sind nur die zwei Kandidaten zugelassen, die im ersten Wahlgang die meisten Stimmen erhielten. Um am Ende das höhere Ergebnis zu erzielen, warben deshalb beide Lager in der abgelaufenen intensiv um die Zustimmung der ausgeschiedenen Kandidaten. Trzaskowski, seit 2018 Bürgermeister von Warschau, rief zum „Marsch der Patrioten“ in der polnischen Hauptstadt auf.

Auf der Suche nach neuen Anhängern hatte Trzaskowski, seit 2018 Bürgermeister von Warschau, zum „Marsch der Patrioten“ in die polnische Hauptstadt eingeladen. Alle Vertreter von Parteien der Regierungskoalition von Donald Tusk sprachen sich dabei für Trzaskowski aus. Zeitgleich und nur wenige hundert Meter entfernt versammelte Nawrocki seine Anhängerschaft zum „Marsch für Polen“. Den ausgebildeten Historiker unterstützten mehrere PiS-Politiker.

Die bestimmenden Themen im Wahlkampf zur Polen-Wahl waren vor allem der Ukraine-Krieg, Polens Energieversorgung und die Abtreibungspolitik. Warschau gilt als enger Verbündeter der Regierung von Wolodymyr Selenskyj. Gleichzeitig fährt das Land in Sachen Migrationspolitik auch unter der liberalen Regierung Tusks einen harten Kurs. Der wiederum trifft auch ukrainische Flüchtlinge. Dem Regime von Russlands Präsidenten Wladimir Putin wirft Polens Regierung vor, Flüchtlinge mithilfe von Belarus absichtlich an Polens Grenze zu führen, um so das Land unter Druck zu setzen und die EU zu destabilisieren.

Deutschland nicht in den Top 3: Die Nato-Länder mit den größten Truppenstärken

Nato-Übung „Arctic Defender 2024“
Die Nato ist das größte militärische Verteidigungsbündnis der Welt. Der Nordatlantikpakt („North Atlantic Treaty Organization“) soll die territoriale Souveränität der Mitgliedsstaaten sichern und im Kriegsfall verteidigen. Dafür gibt es die Beistandsklausel im Gründungsvertrag der Nato. Die Truppenstärke aller Nato-Länder zusammengerechnet umfasste 2025 nach vorläufigen Zahlen rund 3,4 Millionen Soldaten und Soldatinnen.  © Kay Nietfeld/dpa
US-Armee Nato
Dem „Global Firepower Index“ zufolge stellen die USA mit rund 1,328 Millionen Soldatinnen und Soldaten die größte Nato-Truppe. Im Kampfeinsatz vertraut die US-Armee auch auf den Chinook-Hubschrauber. Der CH-47 ist bekannt für seine Fähigkeit, schweres Material und Personal in unwegsames Gelände zu transportieren. Im Bild ist eine gemeinsame Übung von Südkorea und den USA in Yeoncheon zu sehen. © Jung Yeon-Je/AFP
Militär Türkei
Das zweitgrößte Militär der Nato-Mitgliedstaaten kommt aus der Türkei (Truppenstärke: 355.200). Die Armee gilt als eine der stärksten der Welt. Anhand von mehr als 60 Einzelfaktoren analysieren die Fachleute von „Global Firepower Index“ die militärische Gesamtstärke der Armeen. Türkei, die seit 1952 Mitglied der Nato ist, belegt hier unter 145 Armeen den neunten Platz. © Tunahan Turhan/Imago
Polnische Armee
In der Nato-Rangliste der Truppenstärke liegt Polen auf Platz drei. Die polnischen Streitkräfte verfügen über 202.100 aktive Soldatinnen und Soldaten. Die Streitkräfte sind seit 2010 eine Berufsarmee und gliedern sich wie folgt: Heer, Marine, Luftwaffe, Spezialkräfte, Territorialverteidigung (Freiwilligenmiliz). © Radek Pietruszka/dpa
Frankreich Macron
Platz vier in der Nato-Rangliste belegt Frankreich (Truppenstärke: 200.000). Frankreich ist seit dem EU-Austritt des Vereinigten Königreichs die einzige Atommacht in der Europäischen Union. Der französische Staatspräsident ist Oberbefehlshaber der Streitkräfte und die einzige Person, die einen nuklearen Angriff befehlen kann. Hier hält Präsident Emmanuel Macron (Mitte) eine Rede vor zwei Kampfjets vom Typ Dassault Mirage 2000 (links) und vom Typ Dassault Rafale (rechts). © Ludovic Marin/AFP
Britische Armee bei einer Übung in Finnland
Die Streitkräfte des Vereinigten Königreichs gliedern sich in drei Teilstreitkräfte und umfassen ungefähr 184.860 Soldatinnen und Soldaten. Bei einer Übung in der Nähe von Rovaniemi am Polarkreis testet die Armee hier die mobile Haubitze Archer.  © Ben Birchall/dpa
Pistorius-Besuch in Litauen
Auf Platz sechs in der Nato-Rangliste liegt die Bundesrepublik Deutschland. Die Bundeswehr umfasst das Heer, die Luftwaffe, die Marine, den Cyber- und Informationsraum, sowie den Unterstützungsbereich. Aktuell gibt es rund 181.600 aktive Soldatinnen und Soldaten in Uniform. Verteidigungsminister Boris Pistorius (SPD, rechts) erlebt die Fähigkeiten eines Leopard-2-Panzers auch schon mal aus nächster Nähe. © Alexander Welscher/dpa
Tag der italienischen Streitkräfte 2021
Die italienische Kunstflugstaffel „Frecce Tricolori“ fliegt am Tag der italienischen Streitkräfte über das Denkmal des Unbekannten Soldaten hinweg. Mit einer Truppenstärke von 165.500 Soldatinnen und Soldaten belegt Italien in der Nato-Rangliste den siebten Platz.  © Giuseppe Lami/dpa
Griechenland Militär
Kampfjets, Kriegsschiffe, Drohnenabwehrsysteme: Griechenland rüstet auf. Die Regierung will Milliarden investieren, um ihr Militär stärker zu machen als je zuvor. Aktuell verfügen die griechischen Streitkräfte (hier bei einer Militärparade in Athen) über eine Truppenstärke von 142.700 aktiven Soldatinnen und Soldaten. © Kostas Galanis/Imago
Luftlandeübung Swift Response
Noch eine weitere Armee der Nato verfügt über mehr als 100.000 aktive Soldatinnen und Soldaten: Spanien (Truppenstärke: 133.282). Allerdings ist das Land weit davon entfernt, das Zwei-Prozent-Ziel der Nato zu erreichen: Mit knapp 1,3 Prozent des Bruttoinlandsproduktes ist Spanien sogar Schlusslicht in der Nato.  © Kay Nietfeld/dpa
Air Police Übung der Nato in Rumänien
Ein Kampfflugzeug vom Typ F-16 der rumänischen Luftwaffe steht auf dem rumänischen Luftwaffenstützpunkt in Borcea. Rumänien liegt in der Nato-Rangliste auf Platz zehn (Truppenstärke: 81.300).  © Kathrin Lauer/dpa
Kanada - Snowbirds bei Flugtag
Kanada verfügt über rund 68.000 aktive Soldatinnen und Soldaten. In Canadian Army, Royal Canadian Navy und Royal Canadian Air Force dienen nur Freiwillige. Die Kunstflugstaffel der Air Force ist unter dem Namen „Snowbirds“ bekannt. Die Schneevögel sind ein Symbol Kanadas. © Patrick Doyle/dpa
Ungarn Militär
Die H225M Caracal ist ein taktischer Mehrzweck- und Transporthubschrauber mit großer Reichweite. Benutzt wird er unter anderem von Ungarn (Truppenstärke: 41.600).  © Sergey Kohl/Imago
Abschluss der Nato-Übung Quadriga 2024
Niederländische Kräfte nehmen an der Quadriga-Übung 2024 teil. Die Niederlande liegt auf Platz 13 der Nato-Rangliste (Truppenstärke: 41.380). Die Regierung will die Stärke der nationalen Streitkräfte allerdings deutlich erhöhen. © Kay Nietfeld/dpa
Bulgarien Militär
Seit 2004 ist Bulgarien Nato-Mitglied. Die bulgarischen Streitkräfte bestehen aus den Teilstreitkräften Heer, Marine, Luftstreitkräfte. Derzeit umfasst das Militär in Bulgarien etwa 37.000 Frauen und Männern. © Vassil Donev/dpa
Kriegsende-Gedenken - Tschechien
Flugzeuge hinterlassen am Himmel farbige Spuren in den Nationalfarben Tschechiens anlässlich der Feierlichkeiten zum Tag des Sieges über Nazi-Deutschland im Zweiten Weltkrieg. Tschechien verfügt über 28.000 aktive Soldatinnen und Soldaten. © Kamaryt Michal/dpa
Belgische Kronprinzessin schwitzt beim Militär-Sommercamp
Die Streitkräfte aus Belgien untergliedern sich in Heer, Marine, Luftstreitkräfte und medizinisches Korps. Es gibt rein niederländisch- und rein französischsprachige Einheiten. Im Jahr 2022 trainierte auch die belgische Kronprinzessin Elisabeth (2. von rechts) in einem Bootcamp der Königlichen Militärschule ihre Führungsqualitäten. Belgien liegt in der Nato-Rangliste auf Platz 16 (Truppenstärke: 25.000). © Erwin Ceupp/dpa
Schwedische Nato-Truppen in Lettland stationiert
Die schwedischen Streitkräfte bestehen aus den vier Teilstreitkräften: Heer, Marine, Luftstreitkräfte, Heimwehr. Seit dem 7. März 2024 ist Schweden (Truppenstärke: 24.400) das 32. Mitglied der Nato. © Alexander Welscher/dpa
80. Jahrestag der Schlacht von Arnheim
Fallschirmjäger aus acht Nato-Mitgliedsländern (Deutschland, Griechenland, Niederlande, Polen, Portugal, Spanien, Vereinigtes Königreich und USA) springen hier zum Gedenken an den Jahrestag der Schlacht von Arnheim auf der Ginkelschen Heide ab. Portugals Truppenstärke beträgt 24.000 Frauen und Männer.  © Ben Birchall/dpa
Raketensschiff Pori der finnischen Marine
Das Raketensschiff Pori der finnischen Marine bricht vom Suomenlinna-Pier in Helsinki zur Nato-Operation „Enhanced Vigilance Activity“ in der Ostsee auf. Auch Finnland verfügt über 24.000 aktiven Soldatinnen und Soldaten. © Vesa Moilanen/dpa
Militärübung „Nordic Response“ in Norwegen
Norwegische Soldaten sitzen während der Militärübung „Nordic Response 24“ auf Schneemobilen. Die Streitkräfte bestehen aus dem Heer, der Marine, der Luftwaffe und der milizartig organisierten Heimwehr. Mit einer Truppenstärke von 23.250 Frauen und Männer belegt Norwegen Platz 20 in der Nato-Rangliste. © Jouni Porsanger/dpa
Deutsche Brigade in Litauen
Litauische Soldaten legen nach einem Schießtraining bei Rudninkai in dem Areal, wo die deutsche Brigade in Litauen stationiert werden soll, eine Pause ein. Die Truppenstärke von Litauen beträgt 23.000 Frauen und Männer. © Kay Nietfeld/dpa
The Royal Life Guards
Rekruten der Royal Life Guards aus Dänemark überqueren auf dem Truppenübungsplatz Kulsbjerg bei Vordingborg das Wasser. Dänemarks Militär verfügt derzeit über etwa 20.000 aktive Soldatinnen und Soldaten. © Mads Claus Rasmussen/Imago
Luftwaffe bildet slowakische Soldaten an Flugabwehrsystem aus
Slowakische Soldaten trainieren an einem Flugabwehrsystem. Seit 2004 ist die Slowakei Mitglied der Nato. Die Truppenstärke des Militärs beträgt 19.500 Frauen und Männer. © Marcus Brandt/dpa
Lettland Militär Parade
imago80894560.jpg © Victor Lisitsyn/Imago
Militärmanöver in Kroatien
Kroatien verfügt über 14.325 aktive Soldatinnen und Soldaten. Die Streitkräfte werden umgangssprachlich meist als „Hrvatska vojska“ (Kroatische Armee) bezeichnet. Kroatien ist seit April 2009 Mitglied der Nato. © dpa
Mazedonien Namensänderung
Die Armee der Republik Nordmazedonien (Truppenstärke: 9000) gliedert sich in ein Heer mit angeschlossenen Luftstreitkräften (Heeresflieger). Aufgrund der Binnenlage des Landes gibt es keine eigenständige Marine.  © Dragan Perkovksi/dpa
Kaja Kallas
Am 15. Mai 2024 besuchte die damalige estnische Premierministerin Kaja Kallas die gemeinsame Übung „Spring Storm“ der estnischen Streitkräfte (Truppenstärke: 7700) und der alliierten Nato-Streitkräfte in Pärnu. © Jussi Nukari/Imago
Slowenien
Sloweniens Truppenstärke beträgt 7300 Frauen und Männer. Die Streitkräfte unterstehen dem Verteidigungsministerium. Die für den Schutz der 46 Kilometer langen Adriaküste zuständige Marine und die Luftstreitkräfte sind keine selbständigen Teilstreitkräfte. © Zeljko Stevanic/Imago
Albanien
Seit 2010 hat Albanien eine Berufsarmee. Sie besteht derzeit aus 6600 aktiven Soldatinnen und Soldaten. Das Joint Force Command bildet ein Hauptquartier, dem die drei Teilstreitkräfte Heer, Luftwaffe und Marine unterstehen. © Imago
Montenegro
Die seit 2006 aufgebauten Streitkräfte von Montenegro umfassen 2350 Frauen und Männer und gelten heute als eine funktionierende Kleinarmee in Europa. Montenegro ist seit Juni 2017 Mitglied der Nato. © Imago
Luxwemburg
Die Armee Luxemburgs umfasst die Streitkräfte des Großherzogtums Luxemburg. Sie besitzt eine leichtbewaffnete, Freiwilligenarmee (Truppenstärke: 1000). Die luxemburgische Armee ist in ein Infanteriebataillon mit zwei Aufklärungskompanien gegliedert. Mit einer dieser beiden Kompanien beteiligt sich Luxemburg am Eurokorps. © Berit Kessler7Imago
Eurofighter über Island. (Archivbild)
Ein Eurofighter fliegt bei der Übung „Rapid Viking 2023“ über Island. Der hohe Norden gewinnt zunehmend an geopolitischer Bedeutung. Nato-Mitglied Island selbst verfügt über keine eigene Armee. © Britta Pedersen

Auch im Angesicht der Bedrohung aus Russland will Polen seine ohnehin große Armee weiter ausbauen. Das Land ist bereits Spitzenreiter bei den Militärausgaben innerhalb der Nato. 4,7 Prozent des Bruttoinlandsproduktes fließen in das Militär. Im Jahr nach der Polen-Wahl sollen die Ausgaben auf fünf Prozent steigen – so wie US-Präsident Donald Trump es von den Nato-Ländern fordert.

Erste Ergebnisse der Polen-Wahl erwartet

Ein endgültiges Ergebnis der Polen-Wahl ist am heutigen Sonntag nicht zu erwarten. Die Wahllokale im ganzen Land bleiben bis 21 Uhr geöffnet. Im Anschluss sollen erste Prognosen zur Stichwahl in Polen veröffentlicht werden. Hochrechnungen sind bei Präsidentschaftswahlen in Polen nicht üblich. Ein verlässliches Ergebnis dürfte deshalb erst am Montag (2. Juli) vorliegen.

Rubriklistenbild: © Czarek Sokolowski/AP/dpa

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