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Christian Stör
Sonja Thomaser
Jens Kiffmeier
Daniel Dillmann
Wladimir Putin steht als haushoher Sieger der Russland-Wahl fest. Der Kreml feiert den russischen Präsidenten. Die Ergebnisse im Newsticker.
- Wahl in Russland: Proteste sorgen für Ärger bei Putin
- Ergebnis der Wahlen: Putin erhält mehr als 88 Prozent der Stimmen
- Triumph des Präsidenten: Siegesrede von Putin nach Russland-Wahl
HINWEIS DER REDAKTION: Dieser Ticker ist beendet. Die weiteren Entwicklungen und Reaktionen auf die Verkündung eines Wahlsiegs Wladimir Putins finden Sie in unserem neuen News-Ticker zur Russland-Wahl.
Update vom 18. März, 8.35 Uhr: Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier will nach Angaben seiner Sprecherin keine Glückwünsche an Wladimir Putin übermitteln. Es werde kein Schreiben an Putin geben, sagte Cerstin Gammelin dem Tagesspiegel. Heute denke er an die Menschen in Russland, die dort für Freiheit und Demokratie kämpften und in ständiger Gefahr vor Putins Regime lebten. Man vergesse diese Mutigen nicht, steht in einer Erklärung des Bundespräsidenten, die auf der Plattform X verbreitet wurde.
Das Auswärtige Amt in Berlin schrieb auf der Plattform X, es habe sich um Pseudowahlen gehandelt. Sie seien weder frei noch fair, das Ergebnis überrasche niemanden. „Putin herrscht autoritär, er setzt auf Zensur, Repression und Gewalt.“ Die „Wahlen“ in den besetzten Gebieten der Ukraine seien „null und nichtig“ und ein „weiterer Bruch des Völkerrechts“.
Wladimir Putin: Der Aufstieg von Russlands Machthaber in Bildern




Wahl in Russland: Proteste sorgen für Ärger bei Putin – „Mit denen befassen, die Stimmzettel zerstört haben“
Update vom 18. März, 7.35 Uhr: Nach seinem Sieg bei der Wahl in Russland hat sich Wladimir Putin bei seinen Landsleuten für „die Unterstützung und das Vertrauen“ bedankt. Tatsächlich durfte er sich über ein Rekordergebnis freuen: Putin kommt auf mehr als 88 Prozent der Stimmen und steht damit vor einer weiteren sechsjährigen Amtszeit. Allerdings ist es auch immer wieder zu Protesten gekommen. Putin stellte klar, dass sich die Behörden mit denjenigen „befassen“ würden, „die ihre Stimmzettel zerstört haben“.
Ergebnis der Wahlen in Russland: Putin erhält mehr als 88 Prozent der Stimmen
Update vom 18. März, 6.40 Uhr: Nach einer von Manipulationsvorwürfen begleiteten Präsidentenwahl hat Russlands Wahlkommission Kremlchef Wladimir Putin ein Rekordergebnis von etwa 88 Prozent der Stimmen zugesprochen. Damit legte der 71 Jahre alte Putin um mehr als zehn Prozentpunkte im Vergleich zur Wahl von 2018 (76,7 Prozent) zu. Es gilt als das beste ihm je zuerkannte Ergebnis, mit dem er seine fünfte Amtszeit antritt. Die Beteiligung wurde mit über 74 Prozent angegeben – ebenfalls ein Rekord.
| Kandidat | Stimmen | Ergebnis (in Prozent) |
|---|---|---|
| Wladimir Putin | 75.932.111 | 88,50 |
| Nikolai Charitonow | 3.737.123 | 4,36 |
| Wladislaw Dawankow | 3.340.921 | 3,89 |
| Leonid Sluzki | 2.791.507\t | 3,25 |
(Quelle: Wahlbehörde in Russland. 99,75 Prozent der Stimmen ausgezählt)
Siegesrede von Putin nach Russland-Wahl
Update, 22.55 Uhr: In seiner Siegesrede nach der Russland-Wahl hat Wladimir Putin auch indirekt auf die stillen Proteste im Land reagiert. Er nannte den Tod von Kremlkritiker Alexej Nawalny einen „traurigen Vorfall“. Wie mehrere Nachrichtenagenturen übereinstimmend berichteten, nahm der russische Präsident dabei auch Stellung zu den Gerüchten um einen möglichen Gefangenenaustausch. Er habe wenige Tage vor dem Nawalny-Tod von der Idee erfahren – und ihr zugestimmt, sagte Putin den Berichten zufolge. Seiner Meinung nach hätte der Kremlkritiker nie mehr nach Russland zurückkehren sollen. Der Oppositionelle war wenige Wochen vor der Wahl unter bislang ungeklärter Todesursache in einem russischen Straflager gestorben. Am Sonntag kam es im Land an vielen Orten zu Protestaktionen seiner Anhänger.
Update, 22.03 Uhr: Nach der Wahl in Russland hat Wladimir Putin eine „Siegesrede“ gehalten. Nach der Schließung der Wahllokale sagte der Präsident laut Sky News, dass sich nun sein Triumph bei der Präsidentschaftswahl bestätigen würde. Sein Sieg werde es Russland ermöglichen, die Gesellschaft zu konsolidieren und „stärker und effektiver“ zu werden. „Niemand wird Russland jemals unterdrücken, wenn wir konsolidiert sind“, sagte Putin nach der Russland-Wahl und dankte den Bürgern für ihre „Unterstützung und ihr Vertrauen“.
Update, 20.59 Uhr: 36,3 Prozent der Wahllokale in Russland sind ausgezählt und Wladimir Putin ist laut diesen ersten Teilergebnissen der staatlichen Wahlkommission klarer Sieger der Präsidentschaftswahl in Russland. 87,47 Prozent der Wähler hätten für Putin gestimmt, erklärte Wahlkommissions-Chefin Ella Pamfilowa am Sonntagabend. „Russland hat seine Wahl getroffen“, sagte Pamfilowa. Die Wahlbeteiligung betrug demnach 74,22 Prozent.
Update, 20.41 Uhr: Laut Wahlbeamten hat Wladimir Putin 99,28 Prozent der in der Republik Tschetschenien abgegebenen Stimmen erhalten.
Nawalny-Team kritisiert Ergebnis der Wahl in Russland
Update, 20.04 Uhr: Das Team des in russischer Haft gestorbenen Kreml-Kritikers Alexej Nawalny hat die Teilergebnisse der Präsidentschaftswahl in Russland infrage gestellt, wonach Kreml-Chef Wladimir Putin knapp 88 Prozent der Stimmen erhalten hat. „Die für Putin erfundenen Prozentzahlen haben eindeutig nichts mit der Wirklichkeit zu tun“, erklärte Leonid Wolkow am Sonntag im Onlinedienst Telegram. Wolkow war einer der engsten Vertrauten und unter anderem früherer Stabschef von Nawalny.
Update, 19.50 Uhr: Nach Bekanntgabe erster Teilergebnisse der Präsidentenwahl in Russland hat Polen die Abstimmung als „nicht legal“ kritisiert. „Russlands Präsidentschaftswahl ist nicht legal, frei und fair“, erklärte das Außenministerium in Warschau am Sonntagabend. Die Wahl sei „unter scharfen Repressionen“ und in besetzten Teilen der Ukraine unter Missachtung internationalen Rechts abgehalten worden.
Selenskyj reagiert auf Wahlen in Russland
Update, 19.35 Uhr: Wolodymyr Selenskyj, der Präsident der Ukraine, hat die Legitimität der Präsidentschaftswahlen in Russland und den wiederholten Sieg von Wladimir Putin, dem Chef des Kremls, infrage gestellt. Er erklärte in seiner täglichen Videoansprache am Sonntag: „jede Legitimität“ sei diesen Wahlen abzusprechen. „Diese Wahlfälschung hat keine Legitimität und kann keine haben“, betonte Selenskyj.
Er fügte hinzu, dass es die Pflicht jedes Menschen auf der Welt sei, der das Leben und den Anstand schätzt, dafür zu sorgen, dass „diese Figur (Putin) auf der Anklagebank in Den Haag landen“ muss. Selenskyj warf Putin vor, erneut eine Wahl inszeniert zu haben. Er betonte, dass es für jeden auf der Welt offensichtlich sei, dass „diese Figur, wie schon so oft in der Geschichte, einfach nur machtbesessen ist und alles tut, um lebenslang zu regieren“. Er schloss seine Ansprache mit der Aussage, dass Putin bereit sei, jedes Verbrechen zu begehen, um seine persönliche Macht zu erhalten. „Es gibt kein Übel, das er nicht begehen würde, um seine persönliche Macht zu verlängern.“
Update, 19.22 Uhr: Die vorläufigen Wahlergebnisse für die Konkurrenten von Putin sind nun ebenfalls veröffentlicht worden. Wladislaw Dawankow erzielt laut dem Meinungsforschungsinstitut FOM 3,76 Prozent der Stimmen, während Nikolai Charitonow 3,86 Prozent und Leonid Sluzki 2,97 Prozent erhalten. Diese Ergebnisse liegen deutlich unter den zuvor gemachten Prognosen.
Wahl in Russland beendet: Putin liegt vorne – wohl historisches Ergebnis
Update, 19.00 Uhr: Die Wahllokale sind geschlossen und die ersten Ergebnisse wurden soeben bekannt gegeben. Wenig überraschend fährt Präsident Wladimir Putin einen Erdrutschsieg ein. Dem staatlichen Meinungsforschungsinstitut VTsiom zufolge liegt Präsident Wladimir Putin mit 87 Prozent der Stimmen an der Spitze. Nach Angaben des FOM-Meinungsforschers liegt seine Marge bei 87,8 Prozent.
Es galt bereits vorab als gesichert, dass sich Putin bei der seit Freitag laufenden Präsidentschaftswahl eine weitere sechsjährige Amtszeit sichert. Gegen ihn traten drei unbedeutende Kandidaten an. Alle bekannteren Kritiker des Kreml-Chefs sind entweder tot, inhaftiert oder im Exil.
Nawalnaja wählt bei Wahl in Russland: Stimme für Kremlkritiker Alexej Nawalny
Update, 18.44 Uhr: Die Witwe des Kremlkritikers Alexej Nawalny, Julia Nawalnaja, hat bei der russischen Präsidentschaftswahl nach eigenen Angaben den Namen ihres gestorbenen Mannes auf den Stimmzettel geschrieben. Das sagte sie am Sonntag in Berlin, nachdem sie dort in der russischen Botschaft an der Wahl teilgenommen hatte. Nawalnaja hatte sich überraschend in die Warteschlange vor der Botschaft eingereiht und dann am frühen Abend das Gelände betreten. Kurz darauf verließ sie es wieder.
Nawalnaja gibt möglicherweise Stimme zur Russland-Wahl ab
Update, 18.43 Uhr: In Berlin haben der russische Botschafter Sergej Netschajew und seine Gattin kurz vor Verkündung des Ergebnisses ihre Wahlstimmen abgegeben. Die Farbauswahl des Schals der Ehefrau sorgte für Erstaunen, da er in den Farben der ukrainischen Flagge, Blau und Gelb, gehalten war. Das russische Außenministerium stellte später klar, dass der Schal bunt gewesen sei und die Farben Schwarz, Gelb, Weiß und Blau aufwies.
Update, 18.19 Uhr: Eine Stunde vor der Veröffentlichung des Wahlergebnisses wurde Julia Nawalnaja, Witwe von Alexej Nawalny, beim Betreten der russischen Botschaft in Berlin gesichtet. Überraschenderweise gesellte sie sich am Sonntagnachmittag zu den Wählern, die vor Ort ihre Stimme für die russische Präsidentschaftswahl abgeben wollten. Wie eine Journalistin der Deutschen Presse-Agentur feststellte, betrat sie am frühen Abend das Gelände der Botschaft. Vor ihrer Stimmabgabe machte Nawalnaja keine Angaben zu ihren Beweggründen. Es besteht die Möglichkeit, dass sie selbst an der Wahl in Russland teilnehmen wollte.
Update, 17.57 Uhr: Es gab einen weiteren Vorfall bei den russischen Wahlen: Ein versuchter Anschlag scheiterte nur wenige Stunden vor der Verkündung des Wahlergebnisses. Laut der Nachrichtenagentur dpa versuchte eine Frau, in einem Wahllokal in Perm einen Feuerwerkskörper zu entzünden. Dabei verletzte sie sich jedoch selbst, da der Sprengsatz, den sie in einer Toilette zündete, ihre Hand abriss. Seit dem Beginn der dreitägigen Wahlen in Russland gibt es immer wieder Proteste. Viele Oppositionelle beschuldigen den Kreml der massiven Wahlmanipulation.
Proteste am letzten Tag der Wahl in Russland: Hunderte Menschen vor Generalkonsulat in Bonn
Update, 16.55 Uhr: Am Sonntag versammelten sich hunderte Menschen vor dem russischen Generalkonsulat in Bonn, um gegen den russischen Präsidenten Wladimir Putin zu demonstrieren. Ein Polizeisprecher aus Bonn berichtete, dass sich vor dem Gebäude eine Warteschlange von über 1000 Menschen gebildet hatte, die ihre Stimme für die russische Präsidentschaftswahl abgeben wollten. Etwa 250 Menschen protestierten vor dem Konsulat gegen Putin, während etwa 25 Menschen für ihn demonstrierten.
Der Polizeisprecher bestätigte, dass die Demonstrationen insgesamt friedlich verliefen. Es wurden nur vereinzelt Anzeigen wegen Beleidigung verfasst. Aufgrund des großen Andrangs von Wählern musste der Platz zeitweise gesperrt werden. Für ein hinter dem Konsulat gelegenes Krankenhaus musste eine Rettungsgasse freigehalten werden.
Wahl in Russland: Am letzten Tag gibt es Verhaftungen bei Protestaktion gegen Wladimir Putin
Update, 15.48 Uhr: Die Wahlen in Russland, die von Vorwürfen der Manipulation überschattet wurden, haben zu einer harten Reaktion auf Proteste geführt – mit ersten Festnahmen. Laut der Organisation Ovd-Info sollen mindestens 75 Personen im Zuge von Aktionen gegen Putin von der Polizei inhaftiert worden sein. Die meisten dieser Festnahmen fanden in Kasan statt, jedoch wurden Auseinandersetzungen mit den Sicherheitskräften in insgesamt 17 russischen Städten gemeldet. Das Unterstützerteam des verstorbenen Kremlkritikers Alexej Nawalny hatte zu Protestaktionen am Sonntagmittag aufgerufen.
Update, 13.19 Uhr: Der von der Präsidentenwahl ausgeschlossene Oppositionspolitiker Boris Nadeschdin hat sich an der friedlichen Protestaktion „Mittag gegen Putin“ in der russischen Hauptstadt beteiligt. Im Moskauer Institut für Physik und Technik, wo ein Wahllokal ist, wurde er mit großem Applaus von Studierenden empfangen, wie ein von ihm am Sonntag bei Telegram veröffentlichtes Video zeigt. „Ich denke, ihr werdet noch die Chance haben, für mich zu stimmen“, sagte er den Versammelten. Er kündigte die Veröffentlichung eigener Nachwahlbefragungen nach Schließung der Wahllokale an.
Neben Nadeschdin beteiligte sich auch Julia Nawalnaja an den Protesten gegen Putin. Am letzten Tag der Russland-Wahl erschien die Witwe des Kreml-Kritikers Alexej Nawalny in Berlin und nahm am „Mittag gegen Putin“ teil.
Putin-Wahl in Russland: Hunderte Menschen beteiligen sich an Protestaktion „Mittag gegen Putin“
Update, 10.35 Uhr: Das Team um den kürzlich verstorbenen Kreml-Kritiker Alexej Nawalny meldet neue Proteste gegen Putins Wahl in Russland. Unter anderem in den Städten Wladiwostok, Nowosibirsk, Omsk, Irkutsk und Jekaterinburg sollen sich hunderte Menschen an der Aktion „Mittag gegen Putin“ beteiligt haben. Bei dem Protest waren die Gegner Wladimir Putins aufgefordert worden, alle gemeinsam um 12 Uhr in den Wahllokalen des Landes zu erscheinen und so den Ablauf der Präsidentschaftswahlen zu stören. Nawalnys Team verbreitete Bilder von den Protesten über einen YouTube-Kanal. Die Authentizität der Bilder kann nicht unabhängig überprüft werden.
Entscheidung bei Russland-Wahl: Ergebnis für Putin entscheidend
Erstmeldung vom 17. März 2024: Moskau – Auch der letzte Tag der Wahlen in Russland ist überschattet vom Ukraine-Krieg und den Konflikten innerhalb des Landes. Laut Angaben aus Kiew hat ein von dort koordinierter Drohnenangriff ein Wahllokal in der von Russland besetzten Region Saporischschja in Brand gesetzt. Das berichtet unter anderem die Nachrichtenagentur Reuters. Der Angriff sei mit zwei Drohnen erfolgt. Kurz darauf bestätigte der von Russland eingesetzte Gouverneur Wladimir Rogow die Vorkomnisse im Kurznachrichtendienst Telegram. Verletzte habe des demnach keine gegeben.
Seit Freitag laufen die Präsidentschaftswahlen in Russland. Amtsinhaber Wladimir Putin gilt als sicherer Sieger in einer Wahl, bei der echte Oppositionskandidaten nicht zugelassen sind. Wenn das Ergebnis der Russland-Wahl offiziell verkündet wird, Putin in seine fünfte Amtszeit als russischer Präsident gehen und das Land damit länger regieren als jeder andere Präsident zuvor.
Letzter Tag der Russland-Wahl von Angriffen aus der Ukraine überschattet
Doch die Wahlen in Russland, die sich über elf Zeitzonen erstrecken und bei denen 112 Millionen Wahlberechtigte zur Stimmabgabe aufgerufen sind, laufen bislang nicht wie von Wladimir Putin geplant ab. Seit Beginn der Wahl am Freitag gibt es vereinzelte Berichte über Farb- und Brandanschläge auf Wahllokale. Die Grenzregionen im Süden des Landes stehen zudem weiter unter Beschuss ukrainischer Truppen. Russlands Flugabwehr fing nach eigenen Angaben mehrere ukrainische Raketen und Drohnen ab. Über dem Grenzgebiet Brjansk soll zudem eine umfunktionierte Flugabwehrrakete S-200 abgefangen worden sein. Auch aus Region Kaluga wurden am Wahltag Russlands Angriffe aus der Ukraine gemeldet. Die Region liegt nur etwa 200 Kilometer von der Hauptstadt Russland entfernt.
Putins Ergebnisse bei den bisherigen Russland-Wahlen mit ihm als Kandidat
| Jahr | Ergebnis |
|---|---|
| 2000 | 52,9 % |
| 2004 | 71,3 % |
| 2012 | 64,4 % |
| 2018 | 76,7 % |
Doch das ist nicht alles. Auch die Angriffe russischer Paramilitärs in den Grenzgebieten Belgorod und Kursk setzen sich am letzten Tag der Russland-Wahl fort. Das bestätigte nun auch erstmals der Sprecher von Präsident Wladimir Putin, Dimitri Peskow. Putin werde ständig über die Angriffe informiert, so der Kreml-Sprecher. Bei den Attacken waren in Gebietshauptstadt Belgorod am Samstag zwei Menschen durch Raketenbeschuss getötet worden.
Trotz allem dürfte Wladimir Putins Sieg bei der Russland-Wahl längst feststehen. Am Samstag hatten staatliche Nachrichtenagenturen Bilder des Präsidenten veröffentlicht, wie er angeblich seine Stimme über ein eigens eingerichtetes Online-Wahlsystem abgegeben haben soll. Die Möglichkeit, seine Stimme elektronisch einzureichen, war eine der vielen Maßnahmen, die Putin vor der Russland-Wahl eingeführt hatte und die ihm eine Rekordbeteiligung beim Urnengang garantieren sollte.
Die Wahlbeteiligung bei Russland-Wahlen im Überblick
| Jahr | Ergebnis |
|---|---|
| 2000 | 68,6 % |
| 2004 | 64,3 % |
| 2008 | 69,7 % |
| 2012 | 65,3 % |
| 2018 | 67,5 % |
Auch wenn das der Sieg Putins bei der Russland-Wahl längst feststeht, wird in dem riesigen Land noch bis 19 Uhr deutscher Zeit gewählt. Mit Schließung der letzten Wahllokale werden Prognosen veröffentlicht. Das endgültige Ergebnis der Russland-Wahl wird aller laut der Wahlkommission spätestens am 28. März verkündet. (dil mit Agenturen)
Rubriklistenbild: © NATALIA KOLESNIKOVA/AFP




