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Felix Busjaeger
Christian Stör
Nils Thomas Hinsberger- Simon Schröder
Felix Durach
Russland greift weiter die ukrainische Energieindustrie an. Selenskyj bittet Trump bei einem Telefonat um Tomahawk-Raketen. Der News-Ticker zum Ukraine-Krieg.
Update, 12. Oktober, 7.37 Uhr: Die Ukraine hat die russische Grenzstadt Belgorod mit Kampfdrohnen angegriffen und damit erneut das Landesinnere Russlands ins Visier genommen. Nach Angaben russischer Medien wurden zahlreiche Drohnen über dem Stadtgebiet abgeschossen, durch herabfallende Trümmer geriet Müll in Brand.
Telegram-Nutzer berichteten von einem Stromausfall in der 400.000-Einwohner-Stadt, wie die Agentur Tass meldete. Der Militärstab der Region sprach lediglich von „möglichen kurzfristigen Stromabschaltungen infolge der feindlichen Angriffe“. Belgorod liegt nur 50 Kilometer nördlich von Charkiw und wird wegen der Frontnähe regelmäßig von ukrainischen Streitkräften attackiert.
Transparenzhinweis
Die hier verarbeiteten Informationen stammen von Nachrichtenagenturen und internationalen Quellen, aber auch von Kriegsparteien im Ukraine-Krieg. Die Angaben zum Ukraine-Krieg lassen sich nicht unabhängig überprüfen.
Update, 16:45 Uhr: US-Präsident Donald Trump und der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj haben am Samstag über die mögliche Lieferung von Tomahawk-Langstreckenraketen an die Ukraine gesprochen. Bei einem 30-minütigen Telefonat sollen die beiden Staatschef auch über die Lieferung des Waffensystems diskutiert haben, das der Ukraine Angriffe tief in russisches Territorium – einschließlich Moskau – ermöglichen würden. Das meldet Axios mit Verweis auf interne Quellen.
Selenskyj bezeichnete das Gespräch als „sehr positiv und produktiv“. Der ukrainische Präsident informierte Trump dabei auch über die jüngsten russischen Angriffe auf das ukrainische Energiesystem. „Es gibt gute Optionen und solide Ideen, wie wir uns wirklich stärken können“, schrieb Selenskyj nach dem Telefonat in einem Beitrag auf X. Die Ukrainer argumentierten in der Vergangenheit immer wieder, dass Tomahawk-Raketen Kremlchef Wladimir Putin an den Verhandlungstisch zwingen könnten.
Ukraine-Krieg: Selenskyj telefoniert mit Merz, Starmer und Stubb
Update, 13:14 Uhr: Nach Angaben der Kyiv Post hat Wolodymyr Selenskyj am Freitag, dem 10. Oktober, eine Reihe von Gesprächen mit europäischen Staats- und Regierungschefs über die aktuelle Lage im Ukraine-Krieg geführt. Er sprach sowohl mit dem deutschen Bundeskanzler Friedrich Merz, dem britischen Premierminister Keir Starmer als auch mit dem finnischen Präsidenten Alexander Stubb. Im Mittelpunkt der Gespräche mit Merz standen die Analyse der russischen Absichten und die Stärkung gemeinsamer Verteidigungsfähigkeiten. Darüber informierte der ukrainische Präsident auf seiner Website.
Aktuelle Lage im Ukraine-Krieg: Oberbefehlshaber warnt vor Putins Drohnen
Update, 11:22 Uhr: Angesichts der aktuellen Lage im Ukraine-Krieg spricht die Luftwaffe von Wolodymyr Selenskyj davon, dass sie bei der Abwehr von feindlichen Drohnen zu 74 Prozent effektiv sei. Doch zum Schutz des Energiesektors im Hinterland, der kritischen Infrastruktur und der Logistik sind weitere Anstrengungen erforderlich, teilte der Oberbefehlshaber der ukrainischen Streitkräfte, Oleksandr Syrskyi, in einer Analyse mit. „Es erwarten uns neue Herausforderungen. Im vergangenen Monat hat der Feind die Zahl seiner Luftangriffswaffen um das 1,3-fache erhöht. Und obwohl unsere Luftabwehr zu etwa 74 % wirksam ist, müssen wir zusätzliche Anstrengungen unternehmen.“
Update, 10:24 Uhr: Belarus hat am 11. Oktober damit begonnen, die Kampfbereitschaft seiner Armee zu überprüfen. Das teilte das Verteidigungsministerium des Landes mit. „Im Rahmen der Überprüfung der Kampfbereitschaft werden auf Befehl des Oberbefehlshabers der Streitkräfte eine Reihe von Maßnahmen durchgeführt, um die Armee zum Zwecke der Überprüfung auf die höchste Stufe der Kampfbereitschaft zu bringen“, heißt es einer Erklärung. Eine Reihe von Einheiten sollen demnach eine Reihe von Maßnahmen durchführen, um „sie in Kampfbereitschaft zu versetzen“. Zudem sollen sie in bestimmte Gebiete aufbrechen und die „im Befehl festgelegten Maßnahmen durchführen“.
Drohnenangriff im Ukraine-Krieg: Zivilschutz gibt weitere Informationen bekannt
Update, 10 Uhr: Bei einem russischen Drohnenangriff im Gebiet Tschenihiw im Norden der Ukraine sind zwei Arbeiter des örtlichen Energieunternehmens getötet worden. Nach Angaben des Zivilschutzes trafen die Drohnen Servicefahrzeuge der Firma. Ein Mann sei direkt an Ort und Stelle seinen Verletzungen erlegen, der zweite im Krankenhaus, wie die Behörden mitteilten. Vier weitere Mitarbeiter seien verletzt worden. „Trotz der Gefahr wiederholter Schläge setzen Tschenihiws Rettungskräfte ihre Arbeit verstärkt fort, um den Betroffenen zu helfen und die Folgen der russischen Angriffe zu beseitigen“, teilte der Zivilschutz weiter mit.
Update, 9:31 Uhr: Inzwischen gibt es weitere Details zu Russlands jüngsten Angriff im Ukraine-Krieg. Wie Ukrainska Pravda berichtet, wurden in der Oblast Odessa Infrastruktureinrichtungen mit Drohnen attackiert und beschädigt. Der Staatliche Notdienst der Ukraine informierte darüber, dass aktuell knapp 50 Dörfer und Siedlungen in der Region ohne Strom sind. Nach Angaben der ukrainischen Luftwaffe setzte Russland bei den nächtlichen Angriffen 78 Drohnen ein. Die Manöver dauerten am Samstagsmorgen noch an.
Russlands Verluste im Ukraine-Krieg steigen – Über 1000 Soldaten innerhalb eines Tages verloren
Update, 8:39 Uhr: Russlands Verluste im Ukraine-Krieg steigen weiter. Wie der Generalstab der Streitkräfte der Ukraine auf Facebook bekannt gab, sollen die Truppen von Wladimir Putin innerhalb von 24 Stunden mindestens 1060 Soldaten verloren haben. Die Kämpfer wurden entweder getötet oder verletzt. Die Angaben sind nicht unabhängig überprüfbar. Seit Ausbruch des Ukraine-Kriegs hat Russland demnach etwa 1.121.570 Soldaten verloren.
Update, 7:20 Uhr: Russische Drohnenangriffe haben in der Nacht mehrere ukrainische Regionen getroffen. Militärblogger berichten von einem Beschuss mit Geran-2-Kampfdrohnen auf die Stadt Kramatorsk in der Oblast Donezk. In der Oblast Tschernihiw nahe Kiew wurden mindestens fünf Einschläge registriert. Betroffen waren auch Fahrzeuge eines Energieunternehmens. Die Oblast Charkiw verzeichnete mindestens 15 Treffer, darunter den örtlichen Bahnhof. Angaben zu Opfern liegen derzeit nicht vor.
Stromausfälle in Kiew: Selenskyj macht Klitschko im Ukraine-Krieg Vorwürfe
Update, 11. Oktober, 6:00 Uhr: Nach stundenlangen Stromausfällen durch russische Luftangriffe in der Hauptstadt Kiew hat Wolodymyr Selenskyj unter anderem Bürgermeister Vitali Klitschko Vorwürfe gemacht. „Ich bin mit der Situation in Kiew unzufrieden“, zitierte die Nachrichtenagentur Interfax-Ukraine den Staatschef der Ukraine. Zur Abwehr von Drohnenangriffen auf die Heizkraftwerke seien teure Patriot-Raketen ungeeignet.
Update, 21:59 Uhr: Die Stromversorgung für über 725.000 Haushalte in der Ukraine ist nach russischen Luftangriffen wiederhergestellt worden. Das teilte Präsident Wolodymyr Selenskyj in einer Videobotschaft mit. Betroffen waren die Hauptstadt Kiew mit Umgebung sowie die Gebiete Dnipropetrowsk, Kirowohrad, Tscherkassy und Tschernihiw. In Kiew allein waren laut Stromversorger DTEK mehr als 678.000 der drei Millionen Haushalte ohne Elektrizität.
Merz sichert Ukraine Unterstützung im Krieg gegen Russland zu
Update, 21:50 Uhr: Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) hat der Ukraine in einem Telefonat mit Präsident Wolodymyr Selenskyj zugesagt, den Druck auf Moskau zu erhöhen. „Der Bundeskanzler sagt ihm zu, die deutsche Unterstützung fortzusetzen und die Zusammenarbeit in der Verteidigungsindustrie auszubauen“, teilte Regierungssprecher Stefan Kornelius mit. Zudem werde Deutschland gemeinsam mit den westlichen Partnern den Druck auf Moskau erhöhen.
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Selenskyj dankte Merz in einem X-Beitrag für dessen Unterstützung. „Heute hat Russland einen Terroranschlag auf die Ukraine verübt, bei dem Hunderte Drohnen und Dutzende Raketen gegen unsere Energieinfrastruktur eingesetzt wurden.“ Deutschland habe viel dazu beigetragen, das Leben von Ukrainerinnen und Ukrainern zu schützen.
Update, 20:21 Uhr: Trotz des Ukraine-Kriegs haben sieben EU-Länder ihre Einfuhren von russischer Energie 2025 erheblich erhöht. Frankreich steigerte seine Importe um 40 Prozent auf 2,2 Milliarden Euro, während die Niederlande sogar einen Zuwachs von 72 Prozent auf 498 Millionen Euro verzeichneten.
Insgesamt bezog die EU in den ersten acht Monaten russische Energie im Wert von über 11 Milliarden Euro, wie Reuters mitteilte. Ungarn und die Slowakei sind mit 5 Milliarden Euro weiterhin die größten Abnehmer. Vaibhav Raghunandan vom „Center for Research on Energy and Clean Air“ erklärte gegenüber der Nachrichtenagentur: „Das ist eine Form der Selbstsabotage“.
Ukraine-Krieg: Putin will auf den Alaska-Gipfel aufbauen – Trump verschärft Haltung
Update, 19:46 Uhr: Russlands Präsident Wladimir Putin betonte, dass die Absprachen mit US-Präsident Donald Trump vom Alaska-Gipfel weiterhin Bestand hätten. Er erklärte, man habe „ein Verständnis davon, wohin wir uns bewegen und wonach wir streben müssen, um den Ukraine-Krieg mit friedlichen Mitteln zu beenden“.
Diese Aussagen folgten auf Trumps verschärfte Haltung, die eine mögliche Lieferung von Langstrecken-Tomahawk-Raketen an die Ukraine in Betracht zog. Putin nannte die Diskussion über die Tomahawk-Lieferungen „Angeberei“ und kündigte an, dass Moskau mit einer „Stärkung des Luftverteidigungssystems“ reagieren würde. Zuvor hatte der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj geäußert, solche Waffen könnten „die Russen zur Besinnung bringen“.
Update, 19:07 Uhr: First Lady Melania Trump berichtet, dass sie über einen „Gesprächskanal“ mit dem russischen Präsidenten Wladimir Putin in Kontakt stehe. Über diesen Kanal „wurden acht Kinder in den vergangenen 24 Stunden mit ihren Eltern zusammengebracht“, erklärte sie am Freitag im Weißen Haus. Diese Kinder waren im Krieg in der Ukraine verschleppt worden.
Der Kontakt zu Putin bestehe, seitdem ihr Ehemann, US-Präsident Donald Trump, im August bei einem Treffen im US-Bundesstaat Alaska einen von ihr verfassten „Friedensbrief“ an den Kreml-Chef überreichte. In diesem Schreiben forderte sie Putin auf, Frieden zum Wohle der Kinder in Russland und der Ukraine zu schließen. „Er antwortete schriftlich und deutete die Bereitschaft an, mit mir direkt in den Austausch zu treten und Details hinsichtlich der ukrainischen Kinder zu teilen, die sich in Russland aufhalten“, fügte Melania Trump hinzu.
Ukraine-Krieg: Lettland will russisches Vermögen in der EU für Ukraine verwenden
Update, 17:26 Uhr: Lettland hat sich dafür ausgesprochen, die eingefrorenen russischen Vermögenswerte für den Wiederaufbau der Ukraine zu nutzen. Auf der Riga-Konferenz betonte die lettische Außenministerin Baiba Braže, dass alle europäischen Staaten übereinstimmen, die blockierten Gelder nicht an Russland zurückzugeben. „Alle in Europa sind sich einig, dass dieses Geld nicht an Russland zurückgegeben wird. Egal, wie wir es nennen, es sollte für den Wiederaufbau der Ukraine verwendet werden“, äußerte Braže laut Ukrinform. Darüber hinaus befürwortete die Ministerin den Vorschlag der EU-Kommission, „Reparationsdarlehen“ in Höhe von 140 Milliarden Euro aus den eingefrorenen russischen Vermögenswerten im Ukraine-Konflikt bereitzustellen.
Update, 16:44 Uhr: Russlands massive Angriffe auf die Energieinfrastruktur der Ukraine, die in Kiew zu einem großflächigen Stromausfall führten, stießen auf scharfe Kritik europäischer Politiker. Elina Valtonen, die finnische Außenministerin, äußerte Besorgnis über die großangelegten Angriffe auf die Infrastruktur zu Beginn des Winters. Hadja Lahbib, EU-Kommissarin für humanitäre Hilfe und Krisenschutz, bewertete die Angriffe als einen der schwersten Schläge gegen die ukrainische Energieinfrastruktur seit dem Beginn des Krieges.
Ukraine-Krieg: Putin startet mit Herbst-Mobilisierung – Bürger an Ausreise gehindert
Update, 16:10 Uhr: Laut einem Bericht der Kyiv Post hat Russland ein landesweites elektronisches System für Einberufungsbescheide in Betrieb genommen, das Tausende von Russen daran hindert, das Land zu verlassen. Sobald ein Einberufungsbescheid ausgestellt wird, fügt das System automatisch die Namen in eine Regierungsdatenbank ein, was unmittelbar zu einem Ausreiseverbot führt.
Diese Maßnahme ist Teil der Herbst-Mobilisierung, bei der 135.000 Männer im Alter von 18 bis 30 Jahren eingezogen werden sollen. Es handelt sich um die größte Einberufung seit dem Jahr 2016. Wer sich nicht innerhalb von 27 Tagen meldet, verliert seinen Führerschein und das Recht, Unternehmen zu gründen oder Kredite aufzunehmen. Ursprünglich war geplant, das System nur in Moskau und drei weiteren Regionen einzusetzen. Doch laut der Organisation „Schule für Wehrpflichtige“ werden bereits in mindestens 15 weiteren Regionen elektronische Vorladungen verschickt.
Ukraine-Krieg: US-Militärhilfe für die Ukraine in Höhe von 500 Millionen Dollar
Update, 15:47 Uhr: Die Militärhilfe der USA für die Ukraine wurde durch den US-Senat auf 500 Millionen Dollar angehoben. Laut Informationen der New York Times ist dies eine Erhöhung um 100 Millionen Dollar im Vergleich zum vorherigen Entwurf des Repräsentantenhauses. Die finanziellen Mittel werden über die Ukraine Security Assistance Initiative bereitgestellt und sichern die Unterstützung bis zum Jahr 2028.
Zusätzlich umfasst das Gesetz auch Maßnahmen für die baltischen Staaten, die den Einsatz von HIMARS-Raketenwerfern betreffen, sowie ein Programm zur Rückführung der 19.546 ukrainischen Kinder, die von Russland entführt wurden.
Ukraine-Krieg: Russland legt Energienetz in der Ukraine lahm
Update, 15:00 Uhr: Erneute massive russische Angriffe auf das ukrainische Energienetz verursachten erhebliche Stromausfälle in der Ukraine. Am Freitag bezeichnete die ukrainische Ministerpräsidentin Julia Swyrydenko diese als einen der bisher „größten konzentrierten Angriffe auf Energieanlagen“.
Laut der ukrainischen Luftwaffe setzte Russland 465 Drohnen und 32 Raketen ein. Davon konnten 405 Drohnen und 15 Raketen abgewehrt werden. Ein Angriff in der Region Saporischschja führte laut Angaben der Militärverwaltung zum Tod eines siebenjährigen Kindes. Das ukrainische Energieministerium berichtete von Stromausfällen in neun Regionen im Osten und Zentrum des Landes.
Ukraine-Krieg: Moskau erhebt Anschuldigungen gegen Kiew, Verhandlungen zu sabotieren
Update vom 10. Oktober, 10:45 Uhr: Der Kreml hat der ukrainischen Führung vorgeworfen, sie habe den Istanbuler Verhandlungsprozess um eine mögliche Friedenslösung unterbrochen. „Er steht auf Pause wegen des Unwillens des Kiewer Regimes auf irgendeine Weise auf die Fragen zu antworten, die von uns gestellt wurden“, sagte Kremlsprecher Dmitri Peskow dem kremlnahen Korrespondenten des Staatsfernsehens, Pawel Sarubin.
Die Ukraine antworte nicht auf einen Dokumentenentwurf, der übergeben worden sei. Sie reagiere nicht auf den Vorschlag, drei Arbeitsgruppen zu erstellen. Die russische Seite sei voller Optimismus hinsichtlich des Geists von Anchorage, nur vonseiten Kiews sei die Entwicklung nicht positiv, sagte Peskow. Moskau hoffe, dass US-Präsident Donald Trump den politischen Willen zu einer Friedenslösung behalte.
Erstmeldung: Kiew – Russische Streitkräfte haben in der Nacht vom 9. auf den 10. Oktober 2025 erneut massive Angriffe auf die ukrainische Energieinfrastruktur ausgeführt. Die Attacken führten zu großflächigen Stromausfällen in der Hauptstadt Kiew und anderen Regionen des Landes. Besonders das linke Ufer Kiews war am Morgen vollständig ohne Stromversorgung, wie Bürgermeister Vitali Klitschko mitteilte.
Der Ukraine-Krieg zeigt seine Auswirkungen besonders deutlich bei den wiederholten Angriffen auf die zivile Infrastruktur. Die russischen Angriffe nehmen dabei gezielt Einrichtungen ins Visier, die für die Grundversorgung der Bevölkerung entscheidend sind. Besonders kritisch sind Schäden an der ukrainischen Energieinfrastruktur auch mit Blick auf den bevorstehenden Kriegswinter, wo Heizung und Strom von besonderer Bedeutung sind. Bereits in den vergangenen Jahren des Ukraine-Kriegs verstärkte Russlands Präsident Wladimir Putin im Herbst die Angriffe.
Kiews Bürgermeister Vitali Klitschko berichtete zunächst über Angriffe auf kritische Infrastruktur in Kiew, die Stromausfälle verursacht hatten. Später präzisierte er: „Das linke Ufer der Hauptstadt ist ohne Strom. Probleme mit dem Wasser wurden ebenfalls registriert.“ Die Energietechniker arbeiten an der Wiederherstellung, doch die Situation bleibt schwierig, so Ukrainska Pravda.
Das größte private Energieunternehmen der Ukraine, DTEK, kündigte an, bereits an der Wiederherstellung der Stromversorgung zu arbeiten und dabei kritische Infrastruktureinrichtungen zu priorisieren. „Sobald es die Sicherheitslage erlaubt, werden Energietechniker das Ausmaß der Schäden bewerten, um den Strom so schnell wie möglich in alle Haushalte zurückzubringen“, teilte DTEK mit.
Auch in anderen Regionen der Ukraine werden infolge russischer Angriffe Ausfälle gemeldet. In der Oblast Sumy wurden auf Anweisung von Ukrenergo Notfall-Stromausfallpläne eingeführt, die zehn Verbrauchergruppen betreffen. „Der Grund für die Ausfälle sind die Folgen des russischen Angriffs auf den Energiesektor“, meldet Ukrainska Pravda. Diese Notfallpläne werden nur in kritischen Situationen eingeführt, weshalb ihre Dauer nicht vorhersagbar ist.
In der Oblast Saporischschja blockierte die Verwaltung am Freitagmorgen den Verkehr über den Staudamm des Dnipro-Wasserkraftwerks als Vorsichtsmaßnahme. Der Leiter der Militärverwaltung, Ivan Fedorov, erklärte: „Der Verkehr wird wieder aufgenommen, sobald es die Sicherheitslage erlaubt.“ Zusätzlich forderte das Gasunternehmen Saporischschjagaz die Bewohner der Region auf, den Gasverbrauch zu begrenzen, da die Infrastruktur durch den russischen Angriff beschädigt wurde.
Russlands Verluste im Ukraine-Krieg
| Kategorie | Gesamtverluste | Tagesverluste |
|---|---|---|
| Personal | 1.120.510 | +1.120 |
| Panzer | 11.246 | +5 |
| Gepanzerte Fahrzeuge\t | 23.339 | +14 |
| Artilleriesysteme\t | 33.477 | +13 |
| Drohnen\t | 67.580 | +363 |
Quelle: Generalstab der Streitkräfte der Ukraine, Stand 10. Oktober 2025
Ukraine-Krieg: Russland greift mit 450 Drohnen Energiesektor an
Energieministerin Svitlana Hrynchuk hatte am Morgen bestätigte, dass russische Kräfte in der Nacht vom 9. auf den 10. Oktober die Energieinfrastruktur der Ukraine angegriffen hätten. „Die Russen führen derzeit einen groß angelegten Angriff auf die ukrainische Energieinfrastruktur durch. Die Energietechniker ergreifen alle notwendigen Maßnahmen, um die Folgen zu minimieren.“ Wie Präsident Wolodymyr Selenskyj mitteilte, setzte Russland bei dem Angriff etwa 450 Drohnen ein. Selenskyj unterstrich, dass die Partner der Ukraine das Land bei der Flugabwehr und durch die Umsetzung von Sanktionen gegen Russland unterstützen müssten. (red)
Rubriklistenbild: © Ukraine Presidency/dpa




