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In seiner Rede zur Lage der Nation schwört Putin Russland auf den Ukraine-Krieg ein, droht dem Westen - und macht Wahlversprechen. Der News-Ticker.
- Viel Lob in Rede zur Lage der Nation: Präsident Wladimir Putin lobt Entwicklung der Streitkräfte
- Putin tritt auf die große Bühne: Russlands Präsident beginnt mit Rede zur Lage der Nation
- Wladimir Putin wendet sich kurz vor der Wahl in Russland mit einer Rede zur Lage der Nation zu Wort. Dieser News-Ticker wird laufend aktualisiert.
Update, 16.56 Uhr: Aus Deutschland gibt es Reaktionen auf die Rede zur Lage der Nation von Wladimir Putin. Anton Hofreiter (Grüne) sagte gegenüber der Funke Mediengruppe: „Wir dürfen uns von diesen Drohungen nicht einschüchtern lassen.“ Ähnlich äußerte sich auch Norbert Röttgen von der CDU. Man solle nicht auf die Drohungen des russischen Präsidenten reagieren. „Das nimmt Putin zu Recht als Schwäche wahr“, so der außenpolitische Experte gegenüber der Nachrichtenagentur dpa.
Update, 12.55 Uhr: Wladimir Putin nutzte seine diesjährige „Rede zur Lage der Nation“ vor allem für eines: Wahlversprechen an die eigene Bevölkerung. Daneben prahlte der russische Präsident mit den Erfolgen der eigenen Truppen auf den Schlachtfeldern des Ukraine-Kriegs.
Den Westen sieht Putin allgemein dem Untergang geweiht. „Im Grunde möchten sie mir Russland machen, was sie [mit der Ukraine] gemacht haben. Zwietracht in das Land bringen und es von innen heraus schwächen. Aber sie haben sich verrechnet“, sagte Russlands Präsident. Sollten Nato-Staaten, wie von Frankreichs Präsident Emmanuel Macron angedeutet, Truppen in die Ukraine schicken, hätte dies „tragische Konsequenzen“ für die ganze Welt.
Putins Rede zur Lage der Nation nach rund einer Stunde beendet
Update, 12.24 Uhr: Die Rede zur Lage der Nation ist vorbei. Wladimir Putin betont am Ende, dass er weiter an den Sieg Russlands glaube und bedankt sich beim Publikum. Die russische Nationalhymne erklingt und Putin verlässt die Bühne.
Update, 12.15 Uhr: Nun kommt Wladimir Putin doch noch einmal auf den Ukraine-Krieg zu sprechen – beziehungsweise auf die „militärische Spezialoperation“, wie Russlands Regierung den Feldzug gegen das Nachbarland nennt. Der Kremlchef wendet sich direkt an anwesende Veteranen von der Front und dankt für ihren Einsatz. „Es sind die Menschen, die an ihr Land denken, denen die Zukunft gehört“, so Putin.
Update, 12.05 Uhr: Während Wladimir Putin den Ukraine-Krieg zu Beginn seiner Rede zur Lage der Nation erwähnte, kam die neue Lage in Transnistrien mit keinem Wort zur Sprache. Viele internationale Experten hatten vor der Ansprache damit gerechnet. Doch Putin sprach stattdessen unter anderem über neue Schulbusse und Aufforstungsprojekte in Sibirien.
Putin verspricht Milliarden für alle in Russland
Update, 11.45 Uhr: Es gibt kaum einen Bereich des russischen Alltags, der sich laut Putin in den kommenden Wochen nicht über Milliardenhilfen freuen kann. Gefördert werden soll unter anderem:
- Der Wohnungsbau in Russland
- Die Universitäten und Schulen
- Die Fischerei und Landwirtschaft
- Die Familien
- Die Forschung
- Das Militär
Update, 11.30 Uhr: Putin wirft dem Westen in seiner Rede zur Lage der Nation vor, Russland aktiv zu bedrohen. Damit schaffe man die „reale Gefahr“ eines Atomkriegs, droht der russische Präsident.
Update, 11.21 Uhr: Die Rede zur Lage der Nation wirkt immer mehr wie ein Wahlwerbespot. Putin verspricht Milliarden-Investitionen in nahezu alle Bereiche des öffentlichen Lebens: Infrastruktur, Bildung, Forschung und die Wirtschaft allgemein sollen gefördert werden.
Putin spricht über Alkoholkonsum in Russland
Update, 11.10 Uhr: In seiner Rede zur Lage der Nation erinnert Wladimir Putin an den Kampf Russlands gegen Alkoholismus. Man habe zahlreiche Programme gestartet, um die Menschen weg von der Flasche zu bringen und zum Sport zu bewegen. Dafür werde die Regierung in Moskau mehrere Milliarden Rubel zur Verfügung stellen.
Update, 10.50 Uhr: Putin verspricht in seiner Rede Milliarden-Förderungen für russische Familien. Es sei das erklärte Ziel seiner Regierung, die Geburtenrate in Russland zu erhöhen, so der Präsident in seiner Rede zur Lage der Nation. Seine Ansprache klingt zeitweise wie eine Wahlkampfrede.
Wladimir Putin lobt Russlands Armee in Rede zur Lage der Nation
Update, 10.38 Uhr: In seiner Rede lobt Wladimir Putin die Entwicklung der Armee Russlands. Alle Abteilungen hätten im Ukraine-Krieg Erfahrungen gesammelt und die Zusammenarbeit verbessert. Er bedankte sich außerdem bei den Einheiten an der Front, die derzeit viele Erfolge erzielen würden.
Nach einigen Breitseiten gegen den Westen und die USA kommt Putin bei seiner Rede zur Lage der Nation auf die wirtschaftliche Zukunft des Landes zu sprechen. Putin prophezeite den G7-Staaten einen wirtschaftlichen Abschwung. Die Mitglieder der BRICS-Staaten wiederum hätten rosige Aussichten. Zu dem Bündnis gehören aktuell Brasilien, Russland, Indien, China und Südafrika. Der Westen habe zudem „vergessen, was Krieg bedeutet. Sie halten ihn für einen Zeichentrickfilm“.
Update, 10.20 Uhr: Wladimir Putin beschwört zu Beginn seiner Rede zur Lage der Nation die „Einheit Russlands“. Die Bewohner des Donbass, eine Region im Osten der Ukraine, nannte der russische Präsident „unsere Landsleute“, die es zu verteidigen gelte. Er bedankte sich auch bei der heimischen Industrie, die mit ihrer Produktion die Versorgung der Truppen an der Front gewährleisten würde.
Wladimir Putin beginnt seine Rede zur Lage der Nation
Update, 10.15 Uhr: Es geht los. Präsident Wladimir Putin beginnt seine diesjährige Rede zur Lage der Nation mit einer kleinen Verzögerung.
Update, 9.45 Uhr: Die Rede zur Lage der Nation hat Wladimir Putin laut seines Pressesprechers Dimitri Peskow selbst geschrieben. Der Präsident habe in Vorbereitung seiner Ansprache „Dutzende von Telefonaten und persönliche Gesprächen“ geführt. Das meldet die staatliche Nachrichtenagentur Tass.
Update, 9.20 Uhr: Um 10 Uhr geht es los und Wladimir Putin hält seine Rede zur Lage der Nation. Wie lange der russische Präsident dieses Jahr spricht, weiß nur er selbst. Seine längste Rede dieser Art hielt Putin im Jahr 2018 (115 Minuten). Die kürzesten Ansprachen (48 Minuten) datieren aus den Jahren 2004 und 2005. Im Durchschnitt der vergangenen 19 Jahre dauerten die Reden 70 Minuten.
Wladimir Putins Rede zur Lage der Nation mit Spannung erwartet
Update vom 29. Februar, 8.55 Uhr: In seiner Rede dürfte sich Wladimir Putin zwei Jahre nach Beginn seines Krieges gegen die Ukraine auch zur Lage in dem Konflikt äußern. Gut zwei Wochen vor der Präsidentenwahl soll der 71 Jahre alte Staatschef die Föderale Versammlung – das sind die Staatsduma und der Föderationsrat – über seine wirtschaftlichen, sozial- und außenpolitischen Ziele für das kommende Jahr informieren.
Es gilt als sicher, dass Putin bei der vom 15. bis 17. März angesetzten Präsidentenwahl zum fünften Mal im Amt bestätigt wird. Eine echte Opposition ist nicht zugelassen. Sein bisher schärfster Gegner, Alexej Nawalny, wird am morgigen Freitag zu Grabe getragen. Der Kremlkritiker war vor einigen Tagen in einem Straflager am Polarkreis gestorben. Seine Todesursache ist unbekannt.
Putins Rede zur Lage der Nation
Erstmeldung: Moskau – Wladimir Putin bereitet sich auf seine nächste große Rede vor. Am Donnerstag (29. Februar, 10.00 MEZ) wird der russische Präsident seine jährliche Ansprache zur Lage der Nation halten. Nur zwei Wochen vor der Russland-Wahl will Putin die Menschen in Russland dabei über seine Pläne für das kommende Jahr informieren. Die Ansprache hält Putin vor der Föderalen Versammlung, bestehend aus Staatsduma und Föderationsrat. Dies teilte der Kreml in Moskau mit.
Mögliche Themen, die Wladimir Putin in Rede zur Nation ansprechen wird
Noch ist weitgehend unklar, welche Themen Putin in seiner Rede behandeln wird. Die Tageszeitung Kommersant berichtete jedoch, dass Putin wahrscheinlich auf den Ukraine-Krieg, die Kriegsziele Russlands, die Souveränität des Landes, die wirtschaftliche und soziale Lage sowie familiäre Werte eingehen werde. Zudem wird die Rede laut Kommersant wahrscheinlich auch Wahlkampfcharakter haben. Traditionell meidet der Kremlchef Debatten mit anderen Kandidaten.
Wladimir Putin: Der Aufstieg von Russlands Machthaber in Bildern




Es wird allgemein erwartet, dass Putin bei der Russland-Wahl (15. bis 17. März) zum fünften Mal in seinem Amt bestätigt wird. Die Opposition ist bei der Wahl ausgeschlossen. Die Mitbewerber Putins unterstützen die Politik des Kremlchefs und dienen aus Sicht von Regierungskritikern nur als Staffage. Umfragen zur Russland-Wahl zeigen, dass Putin keine ernsthafte Konkurrenz zu fürchten hat. Hier ist ein alphabetischer Überblick über die Kandidaten für die russischen Wahlen 2024:
| Kandidat | Partei/Amt/Position |
|---|---|
| Nikolai Charitonow | Duma-Abgeordneter |
| Wladislaw Dawankow | Stellvertretender Duma-Vorsitzender |
| Wladimir Putin | Russischer Präsident |
| Leonid Sluzki | Duma-Mitglied |
Wird Russlands Präsident Putin bei der Rede zur Lage der Nation über Transnistrien sprechen?
Die abtrünnige moldauische Region Transnistrien könnte ebenfalls in Putins Rede zur Sprache kommen. Die dortigen prorussischen Separatisten trafen sich nur einen Tag vor Putins Rede zu einem Sonderkongress. Russischen Medien zufolge haben sie um „Schutz“ gegenüber Moldau gebeten.
Der lokale Oppositionspolitiker Gennadi Tschorba hatte es schon zuvor für „sehr wahrscheinlich“ gehalten, dass die Abgeordneten aus Transnistrien einen Antrag auf Beitritt zu Russland stellen würden. Tschorba spekulierte, dass Putin in seiner Rede zur Lage der Nation möglicherweise die Annahme des Antrags ankündigen könnte. Die Moldau fürchtet seit langem, Putins nächstes Opfer zu werden.
Zum 19. Mal hält Putin eine Rede zur Lage der Nation vor dem Parlament in Russland
Die jährliche Rede zur Lage der Nation ist eine verfassungsmäßige Pflicht des Präsidenten. Dies wird Putins 19. Rede dieser Art sein. Im ersten Kriegsjahr hatte Putin sie allerdings mit der Begründung einer sehr hohen „Dynamik der Ereignisse“ ausfallen lassen. Im vergangenen Jahr nutzte er die Rede, um den Atomwaffensperrvertrag New Start auszusetzen. (cs mit Agenturen)
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